Gunter Mackinger

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Kommerzialrat Gunter Mackinger (* 29. September 1956) ist ehemaliger Verkehrsdirektor der Salzburg AG.

Gunter Mackinger 2010-09-11

Leben

Als Verkehrsdirektor der Salzburg AG war Mackinger seit 2000 für die Salzburger Lokalbahn, seit 1. Mai 2003 den Stadtbus und seit März 2006 auch für die Schafbergbahn und Wolfgangseeschifffahrt verantwortlich. Eine weitere Lokalbahn, die Pinzgaubahn, stand seit 1. Juli 2008 unter seinem Kommando. 2010 wurde er auch zum Geschäftsführer der Berchtesgadener Landbahn GmbH bestellt.

Am 31. Oktober 2014 verließ er im Streit die Salzburg AG, nachdem seine Befugnisse mit 1. August 2014 auf die eines "strategischen" Verkehrsdirektors reduziert worden waren.

Mackinger ist seit November 2014 als Berater für Light Rail- und Trolleybus-Systeme bei der in Bad Dürrnberg ansässigen A.S.S.-experts tätig.

Derzeit (Stand 2026) ist er Aufsichtsrat der Schiene OÖ GmbH, Vorstand der Lokalbahn Lambach-Vorchdorf-Eggenberg AG und seit Juli 2024 auch der Lokalbahn Gmunden–Vorchdorf.

Seine Frau Hildegard ist Vizepräsidentin der Katholischen Aktion Salzburg (Stand 2026). Er selbst war ebenfalls einige Jahre Vizepräsident der Katholischen Aktion Salzburg und ist aktuell (2026) ist Vorsitzender des Eisenbahner-Musikvereins Salzburg.

Mackinger ist allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Verkehr und Fahrzeugtechnik mit Spezialisierung auf Eisenbahn, Seilbahn und Unfallanalyse.

Politische Tätigkeit

In der Wahlperiode 1999–2004 gehörte Mackinger für die SPÖ dem Salzburger Gemeinderat an.

 
Gunter Mackinger

Zum Thema Mönchsberggaragen Ausbaupläne 2020

Wenn man den Garagenausbau nicht verhindern könne, müsse man aber zumindest deren Nutzung überdenken, meint Gunter Mackinger. Er fordert Begleitmaßnahmen, etwa die Adaptierung der Garage als City-Logistik-Terminal. Zudem könne sie als Bewohnerparkplatz "bei gleichzeitiger Sperre des Neutors" fungieren. Außerdem empfiehlt Mackinger bessere Öffitakte sowie ein Ende des Rot-Kreuz-Parkplatzes. Und: Festspielauffahrten sollten von der Hofstallgasse in die Parkgarage verlegt werden: "Die Vorfahrt mit Luxuslimousinen entspricht nicht mehr dem Geist des 21. Jahrhunderts."[1]

Interessensvertretungen und Ehrenamt

Einige Jahre hatte er Funktionen der Wirtschaftskammer Salzburg inne:

  • Mitglied des Wirtschaftsparlaments (20102014)
  • Stellvertretender Spartenobmann Verkehr (2010–2014)
  • Obmann der Fachvertretung Schienenbahnen (2005–2014)

Darüber hinaus war er seit 2005 Mitglied im Fachverband der Schienenbahnen der Wirtschaftskammer Österreich.

Öffentliche Aufmerksamkeit erreichte er durch seine Ko-Präsidentschaft beim Eisenbahnverein Club 760.

Ehrungen

Im Juli 2012 wurde Direktor Gunter Mackinger in den statistischen Beirat des Außenhandels berufen und ihm somit der Titel "Kommerzialrat" zuerkannt[2].

Goldene Schiene des Verbandes der Führungskräfte Deutscher Bahnen
PRO BAHN Fahrgastpreis für seine Verdienste um den Wiederaufbau der Pinzgauer Lokalbahn
Salzburger Stadtsiegel in Gold
Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Vorgestellt

Vorgestellt ist eine Beitragsreihe in den "Salzburger Nachrichten". Das SALZBURGWIKI hat hier den Originaltext übernommen. Dieser kann wiederholende Teile zu obigem Lebenslauf enthalten, sollte aber im Sinne eines Zeitdokuments nicht korrigiert werden.


"In die Wiege gelegt wurde es mir nicht", sagt Mackinger. "Ich habe eine Tellerwäscher-Karriere gemacht, wenn man so will." Er ist einer der seltener werdenden Manager, die ihren Beruf von Grund auf erlernt haben. "Ich habe als Verschieber begonnen und nie daran gedacht, Karriere bei der Lokalbahn zu machen." Der berufliche Aufstieg hat sich seiner Einschätzung nach durch die Begeisterung für den Beruf ergeben. "Ich führe mit Herzblut ein Leben für den öffentlichen Verkehr. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man authentisch ist, dass man das lebt, was man ist."

Mackinger ist konsequent. Er setzt auch privat auf öffentliche Verkehrsmittel. Die Familie hatte nie ein Auto. Wer sich das schwer vorstellen kann, dem sagt er, dass es eine Sache der Organisation und des bewussten Umgangs mit Mobilität ist. "Ich bin kein Autohasser, aber für mich ist es nicht der richtige Weg." Außerdem müsse, wer öffentlichen Verkehr verkauft, diesen auch nützen. Er untermauert das mit einem Beispiel. Wer Coca-Cola produziert, kann auch kein Cola-Hasser sein.

Seine Mitarbeiter haben einen Chef, der sein Handwerk versteht. "Das kommt mir zugute. Ich spüre die Akzeptanz der Mitarbeiter. Es ist mir nicht zu blöd, selber Handgriffe zu tun. Ich brauche das Anpacken und Zupacken." Ein abgehobener Manager, das will er nicht sein.

Jemand, der wie er die Öffis nützt, kennt die Probleme des öffentlichen Verkehrs. Mackinger will nicht beschönigen. "Mit dem Angebot kann man nie zufrieden sein, wir hinken in der Entwicklung nach, und es gibt enormen Aufholbedarf." Seine Vision für Salzburg und die Region in seiner neuen Funktion als Verkehrsdirektor der Salzburg AG ist, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen. "Salzburg hat ein Verkehrsproblem, täglich Staus, an vielen Stellen eine schlechte Luftqualität." Die Lösung liegt für Mackinger auf der Hand: Die Gebietskörperschaften müssen verstärkt in den öffentlichen Personenverkehr investieren.

Sein Hobby ist das Reisen, und da das Reisen mit dem Zug. "Bei vielen Leuten wecken Bahnhöfe und Züge die Reiselust." Weltweit seien er und seine Familie schon unterwegs gewesen, beispielsweise in China und Japan. Heuer fällt der "große Familienurlaub" im Sommer auf Grund der neuen beruflichen Herausforderung allerdings aus. Nur eine Woche in Holland gemeinsam mit seiner Frau geht sich aus. "Wenn man A sagt, muss man auch B sagen", sagt Mackinger, "meine Familie hat Verständnis dafür".

Viel Zeit für sich selber und für die Familie hat er neben seinem Beruf nicht, aber das sieht Mackinger nicht als Belastung. "Die verbleibende Zeit nutze ich intensiv. Wichtig ist, dass man jedem Teil seinen Platz einräumt." Seinen Umgang mit Zeit beschreibt Mackinger so: "Ich habe sicher eine andere Beziehung zur Zeit als jemand, der fahrplanlos durchs Leben geht."

Publikationen

  • Mackinger, Gunter: Der Obus in Salzburg, Verlag Kenning 2005, ISBN 3-933613-74-4

Quellen

Einzelnachweise

  1. Salzburger Nachrichten vom 14. November 2019
  2. www.wirtschaftsverband-salzburg.at: Kommerzialratstitel für Gunter Mackinger
Zeitfolge
Vorgänger

N. N.

Verkehrsdirektor der Salzburg AG
2000–2014
Nachfolger

Peter Brandl