Städtische Fleischbank: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Städtischen Fleischbänke''' | Die '''Städtischen Fleischbänke''' war ein heute nicht mehr bestehender Fleischmarkt in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]]. | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
[[Datei:Salzburg Kupferstich 1750 Detail Macellum Civitatis Salzburgensis Städtische Fleischbank.jpg|thumb|Städtische Fleischbank hinter dem [[Fleischtor]] | [[Datei:Salzburg Kupferstich 1750 Detail Macellum Civitatis Salzburgensis Städtische Fleischbank.jpg|thumb|Städtische Fleischbank hinter dem [[Fleischtor]], errichtet [[1608]] ]] | ||
[[Datei:Macellum Civitatis Salzburgensis Wappen von Wolf Dietrich von Raitenau und Salzburger Stadtwappen.jpg|thumb|Macellum Civitatis Salzburgensis | [[Datei:Macellum Civitatis Salzburgensis Wappen von Wolf Dietrich von Raitenau und Salzburger Stadtwappen.jpg|thumb|Die lateinische Inschrift''Macellum Civitatis Salzburgensis''' auf einem [[Wappen]]stein von [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] mit zwei [[Salzburger Stadtwappen]].]] | ||
[[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] siedelte [[1608]] die städtischen Fleischbänke, wo die Metzger die Tiere schlachteten und das Fleisch zum Verkauf anboten, „am [[Gries]]“ an (heute [[Ferdinand-Hanusch-Platz]]. Um den Ausbruch von Seuchen zu erschweren, wurden die Fleischbänke - so wie die gesamte (Alt)-Stadt - einmal in der Woche durch gestautes [[Almkanal]]<nowiki>wasser</nowiki> "gereinigt" (was bis ins [[19. Jahrhundert]] üblich war). Vor befanden sie sich auf der hölzernen [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]]. | |||
[[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] siedelte [[1608]] die städtischen Fleischbänke, wo die Metzger die Tiere schlachteten und das Fleisch zum Verkauf anboten, „am [[Gries]]“ an (heute | |||
Im [[17. Jahrhundert]] gab es drei Fleischbänke. | Im [[17. Jahrhundert]] gab es drei Fleischbänke. | ||
* die ''Städtische Fleischbank'' am Gries, damals ''Macellum Civitatis Salzburgensis | * die ''Städtische Fleischbank'' am Gries, damals ''Macellum Civitatis Salzburgensis''<ref>ein ''Macellum'' war in der römischen Antike die Bezeichnung für eine Markthalle, vor allem für Fleisch, Fisch und Delikatessen., Quelle wikipedia-de → Macellum </ref> genannt, errichtet [[1608]] von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und der Stadt Salzburg, im [[Griesstöckl]], heute Haus [[Griesgasse]] Nr. 19 (ehemals [[Nonstop-Kino]], später Verkaufslokal für Elektrogeräte der [[Salzburger Stadtwerke]]). | ||
* die Gewölbe- und Fleischbänke am südlichen Brückenkopf der Stadtbrücke | * die Gewölbe- und Fleischbänke am südlichen Brückenkopf der Stadtbrücke | ||
* die Gewölbe- und Fleischbänke im Durchgang [[Niederlage|Städtisches Niederleghaus mit Mühle]] und [[Gasthaus zum wilden Mann]], Im heute Haus Griesgasse Nr. 17 | * die Gewölbe- und Fleischbänke im Durchgang [[Niederlage|Städtisches Niederleghaus mit Mühle]] und [[Gasthaus zum wilden Mann]], Im heute Haus Griesgasse Nr. 17 | ||
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Um [[1830]] zeigt eine Karte<ref>[http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/salzburg/view/salzburg_05.ecw/?zoom=5&lat=-5184&lon=6072.5&layers=B Österreichischer Städteatlas / Salzburg]</ref>, dass neben den oben genannten drei Standorten es noch weitere Standorte gab, uzw. entlang der Ursulinengasse (heute: [[Franz-Josef-Kai]]): | Um [[1830]] zeigt eine Karte<ref>[http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/salzburg/view/salzburg_05.ecw/?zoom=5&lat=-5184&lon=6072.5&layers=B Österreichischer Städteatlas / Salzburg]</ref>, dass neben den oben genannten drei Standorten es noch weitere Standorte gab, uzw. entlang der Ursulinengasse (heute: [[Franz-Josef-Kai]]): | ||
* die ''Städtische Fleischbank'' am [[Städtisches Salzamt|k.k. Salzamt]] und dem k.k. Magazin (heute: [[AVA-Hof]]) | * die ''Städtische Fleischbank'' am [[Städtisches Salzamt|k.k. Salzamt]] und dem k.k. Magazin (heute: [[AVA-Hof]]) | ||
* die große ''Städtische Fleischbank'' zwischen dem k.k. Salzamt und dem | * die große ''Städtische Fleischbank'' zwischen dem k.k. Salzamt und dem [[Bürgerliches Getreidemagazin der Stadt Salzburg|Bürgerlichen Getreidemagazin der Stadt Salzburg]], später das [[Salzburger Museum Carolino-Augusteum]], heute Teil des [[Haus der Natur|Hauses der Natur]]. | ||
Nach der Errichtung des [[Schlachthof Salzburg|Schlachthofes]] in [[Froschheim]] im Jahr [[1884]]/[[1885]] wurden die Städtischen Fleischbänke am Gries aufgegeben und deren Gebäude anderen Zweckwidmungen zugeführt. | Nach der Errichtung des [[Schlachthof Salzburg|Schlachthofes]] in [[Froschheim]] im Jahr [[1884]]/[[1885]] wurden die Städtischen Fleischbänke am Gries aufgegeben und deren Gebäude anderen Zweckwidmungen zugeführt. | ||
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: "Die rote Hütte oder rote Bank im erzbischöflichen Salzburg", in dem es um die Städtische Fleischbank vor Errichtung des | : "Die rote Hütte oder rote Bank im erzbischöflichen Salzburg", in dem es um die Städtische Fleischbank vor Errichtung des Schlachthof Salzburg in Froschheim geht, u. a. mit einigen Informationen über die Tätigkeit von [[Theodor Konrad Hartleben]] als Polizeidirektor, 21. Juli 1801 auf Seite 489. ]] | ||
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Version vom 3. Mai 2019, 14:51 Uhr
Die Städtischen Fleischbänke war ein heute nicht mehr bestehender Fleischmarkt in der Altstadt von Salzburg.
Geschichte
Fürsterzbischof Wolf Dietrich siedelte 1608 die städtischen Fleischbänke, wo die Metzger die Tiere schlachteten und das Fleisch zum Verkauf anboten, „am Gries“ an (heute Ferdinand-Hanusch-Platz. Um den Ausbruch von Seuchen zu erschweren, wurden die Fleischbänke - so wie die gesamte (Alt)-Stadt - einmal in der Woche durch gestautes Almkanalwasser "gereinigt" (was bis ins 19. Jahrhundert üblich war). Vor befanden sie sich auf der hölzernen Stadtbrücke.
Im 17. Jahrhundert gab es drei Fleischbänke.
- die Städtische Fleischbank am Gries, damals Macellum Civitatis Salzburgensis[1] genannt, errichtet 1608 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und der Stadt Salzburg, im Griesstöckl, heute Haus Griesgasse Nr. 19 (ehemals Nonstop-Kino, später Verkaufslokal für Elektrogeräte der Salzburger Stadtwerke).
- die Gewölbe- und Fleischbänke am südlichen Brückenkopf der Stadtbrücke
- die Gewölbe- und Fleischbänke im Durchgang Städtisches Niederleghaus mit Mühle und Gasthaus zum wilden Mann, Im heute Haus Griesgasse Nr. 17
Um 1830 zeigt eine Karte[2], dass neben den oben genannten drei Standorten es noch weitere Standorte gab, uzw. entlang der Ursulinengasse (heute: Franz-Josef-Kai):
- die Städtische Fleischbank am k.k. Salzamt und dem k.k. Magazin (heute: AVA-Hof)
- die große Städtische Fleischbank zwischen dem k.k. Salzamt und dem Bürgerlichen Getreidemagazin der Stadt Salzburg, später das Salzburger Museum Carolino-Augusteum, heute Teil des Hauses der Natur.
Nach der Errichtung des Schlachthofes in Froschheim im Jahr 1884/1885 wurden die Städtischen Fleischbänke am Gries aufgegeben und deren Gebäude anderen Zweckwidmungen zugeführt.
- "Die rote Hütte oder rote Bank im erzbischöflichen Salzburg", in dem es um die Städtische Fleischbank vor Errichtung des Schlachthof Salzburg in Froschheim geht, u. a. mit einigen Informationen über die Tätigkeit von Theodor Konrad Hartleben als Polizeidirektor, 21. Juli 1801 auf Seite 489. ]]
Quellen
- oesterreichischer-staedteatlas/salzburg, → Österreichischer Städteatlas Salzburg, diese Quelle erweist sich allerdings vielfach als wenig verlässlich, siehe dazu Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg - Fehlerhaftigkeit des Österreichischen Städteatlas Salzburg
- Salzburgwiki-Einträge
Fußnoten
- ↑ ein Macellum war in der römischen Antike die Bezeichnung für eine Markthalle, vor allem für Fleisch, Fisch und Delikatessen., Quelle wikipedia-de → Macellum
- ↑ Österreichischer Städteatlas / Salzburg