Schloss Sighartstein: Unterschied zwischen den Versionen

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==Geschichte==
 
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Das Schloss wurde [[1297]] erstmals urkundlich erwähnt, als [[Eckart von Tann]] das Gebäude dem [[Raitenhaslach|Stift Raitenhaslach]] übergab. [[1372]] erwarb der Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Pilgrim II. von Puchheim|Pilgrim II.]] den Hof. Ab Mitte des [[15. Jahrhundert]]s war das Schloss an die [[Innviertel|Innviertler]] Familie [[Überacker|Uiberacker]] verliehen. [[1452]] wurde die Schlosskapelle eingeweiht, die Uiberackers stiegen bis [[1688]] in den Stand der Grafen auf.
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Das Schloss wurde [[1297]] erstmals urkundlich erwähnt, als [[Eckart von Tann]] das Gebäude dem [[Zisterzienserkloster Raitenhaslach]] übergab. Durch Tausch kamen diese Güter [[1340]] wieder an die Familie zurück. [[1372]] erwarb der Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Pilgrim II. von Puchheim|Pilgrim II.]] den Hof. Ab Mitte des [[15. Jahrhundert]]s war das Schloss an die [[Innviertel|Innviertler]] Familie [[Überacker|Uiberacker]] verliehen. Virgil Uiberacker hatte um 1450 „dy Veste gen dem Sigharczstain in dem Grunt des Hofs zu Sigharting new gepawet“. Am [[29. Juni]] [[1452]] wurde die [[Schlosskapelle Sighartstein|Schlosskapelle]]  von [[Georg von Uiberacker]], dem damaligen [[Bischof von Seckau]], dem hl. Sigmund und der hl. Helena geweiht.  
  
Sein jetziges Aussehen als Barockschloss mit Zugbrücke erhielt das Schloss [[1714]] durch den Grafen [[Wolf Max Graf Uiberacker|Wolf Max Uiberacker]], der Generalfeldmeister im Spanischen Erbfolgekrieg war. Die Familie besaß das Schloss bis zu ihrem Aussterben im Jahr [[1964]]. Damit waren sie das älteste Landadelsgeschlecht Salzburgs.  
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Am [[31. Mai]] [[1541]] erneuerte Kaiser Karl V. in [[Regensburg]] die Hofmarksrechte (niedere Gerichtsbarkeit) und Freiheiten von Sighartstein. Das damals dreigeschoßige Schloss war über eine Stiege durch die um das Schloss aufgeworfenen Schanzen erreichbar. Die Ringmauer wurde [[1585]] mit Plattensteinen gedeckt. Gleichzeitig wurde der Hof aufgeschüttet, um [[1589]] Kirche und Torhaus erbauen zu können. Ein „Gatter“ als Hofmarksgrenze ist seit dem [[15. Jahrhundert]] belegt, und dies war die Voraussetzung für die Erhebung in den Freiherrenstand ([[1669]]) und später in den Grafenstand ([[20. April]] [[1688]]). Mit der Reichsfreiung war das Recht verbunden, dass der Inhaber der seit [[1444]] bestehenden Taverne (heute [[Schlosswirt Sighartstein]]) „''in Österreich nach Wein fahren und denselben unter dem Reifen verkaufen durfte''“.
  
Auf Schloss Sighartstein waren im Laufe der Jahre zahlreiche historische Persönlichkeiten wie Königin [[Maria Theresia]], [[Wolfgang Amadé Mozart]], [[Napoleon Bonaparte]], [[Arturo Toscanini]] oder die Opernsängerin Maria Callas zu Gast.
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[[Wolf Max Graf Uiberacker|Wolf Max Uiberacker]], k.u.k. Generalfeldwachtmeister im Spanischen Erbfolgekrieg, ließ das Schloss [[1714]] in wesentlichen Teilen erneuern und gab dem Schloss sein heutiges Aussehen. Weitere Baumaßnahmen sind für 1720, 1736/37 und 1792 belegt. Dabei wurde auch das Torwächterhaus überbaut, auch sonst wurde dadurch der spät[[mittelalter]]liche Schlossbau wesentlich verändert. Gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s wurde gegen Osten eine Raumtiefe bis über die bis dahin frei verlaufende Ringmauer eingefügt, die durch eine Terrasse abgeschlossen wird. Ein Brunnen im Vorhof mit der Statue des hl. Sighart stammt aus dem Jahr [[1893]], eine Steinstatue des hl. [[Johannes Nepomuk]] am Burghügel aus dem [[18. Jahrhundert]].
  
==Bau==
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Die Hofmarksrechte wurden von [[Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] [[1754]] erneuert, [[1820]] aber von der Herrschaft auf- und an die Gemeinde Neumarkt übergeben.  
Der kastenförmige Bau liegt auf einer kleinen Erhöhung östlich von Neumarkt nahe der [[Wiener Straße|Wiener Bundesstraße]] (B 1). Die Anlage ist von einem Parkgelände umgeben. Das Hauptgebäude ist dreistöckig und nach außen hin [[Barock|Spätbarock]], im Kern jedoch [[Gotik|spätgotisch]]. Um die West- und Nordseite des Schlosses verläuft eine Ringmauer. Der oberste Stock des Schlosses war früher dem Personal vorbehalten und ist daher schlicht gebaut. In den Zimmern der unteren Geschoße hängen zahlreiche Porträts der Familie Uiberacker und der Salzburger Erzbischöfe.
 
  
Gegen Ende des [[20. Jahrhundert]]s gehörte das Schloss dem ehemaligen Besitzer der [[Messezentrum Salzburg|Messe Salzburg]], [[Arnold Henhapl]], der es [[1992]] aufwändig sanieren ließ und seit Ende der [[1990er]] Jahre zum Verkauf angeboten hatte.  
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Die Familie Uiberacker besaß das Schloss bis zu ihrem Aussterben im Jahr [[1964]]. Damit waren sie das älteste Landadelsgeschlecht Salzburgs.  
  
Sighartstein ist ein eigenwillig umgebautes Schloss mit barocken Elementen, einem Mausoleum sowie einer auffällig jagdorientierten Einrichtung.
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Auf Schloss Sighartstein waren im Laufe der Jahre zahlreiche historische Persönlichkeiten wie Königin [[Maria Theresia]], [[Wolfgang Amadé Mozart]], [[Napoleon Bonaparte]], [[Arturo Toscanini]] oder die Opernsängerin Maria Callas zu Gast.
  
== 21. Jahrhundert ==
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== Gebäude und Park ==
Am [[27. Juni]] [[2012]] hätte das Schloss am [[Bezirksgericht Neumarkt]] zwangsversteigert werden sollen. Doch es fand sich kein Bieter ein, so dass die Versteigerung abgesagt wurde.
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Der kastenförmige Bau liegt auf einer kleinen Erhöhung im östlichen Stadtgebiet von Neumarkt nahe der [[Wiener Straße|Wiener Bundesstraße]] (B 1). Die Anlage ist von einem Parkgelände umgeben. Das Hauptgebäude ist dreistöckig und nach außen hin Spät[[barock]], im Kern jedoch [[Gotik|spätgotisch]]. Um die West- und Nordseite des Schlosses verläuft eine Ringmauer. Der oberste Stock des Schlosses war früher dem Personal vorbehalten und ist daher schlicht gebaut. In den Zimmern der unteren Geschoße hängen zahlreiche Porträts der Familie Uiberacker und der Salzburger Erzbischöfe.
  
Die betroffenen Grundstücke sind mit dem Schloss samt Kapelle und Mausoleum, Nebentrakt, Ateliershaus, Wirtschafts-, Lager- und Futteraufbewahrungsgebäude bebaut. Das Inventar der Gebäude hat einen Wert von rund 800.000 Euro. Teile davon stehen unter Denkmalschutz, wie die historischen Kachelöfen, zwei Altäre und eine Orgel. Diese sind an das Objekt gebunden und müssen mitversteigert werden. Der Schätzwert des unter Denkmalschutz stehenden Schlosses beträgt 7,5 Millionen Euro. Das geringste Gebot wurde mit 3,75 Mio. Euro und das Vadium mit 750.000 Euro beziffert.
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Sighartstein ist ein eigenwillig umgebautes Schloss mit barocken Elementen, einem Mausoleum sowie einer auffällig jagdorientierten Einrichtung.
 
 
Die Liegenschaft stand zuletzt im Eigentum des ehemaligen "Messe-Zaren" Arnold Henhapl. Er hatte 1992 die [[Salzburg Messe AG]] an die  britische Reed-Gruppe verkauft und danach das [[Barock]]-Schloss mit [[Gotik|spätgotischen]] Elementen erworben. 15 Jahre lang hatte er versucht, das erwähnte Bauwerk samt dem 72 089 Quadratmeter großen Grundstück zu verkaufen.
 
  
Der  Unternehmer schlitterte [[2009]] Jahren in die Pleite. Am [[16. September]] 2009 wurde am [[Landesgericht Salzburg]] über das Vermögen Henhapls und der [[Henhapl Holding GmbH]] das Konkursverfahren eröffnet. Der Kommerzialrat steckte mit über 9,6 Millionen Euro in der Kreide, seine Gesellschaft hatte weitere Schulden in der Höhe von rund 4,7 Mio. Euro. Das  Konkursverfahren ist noch anhängig.
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== Weitere Besitzer ==
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Gegen Ende des [[20. Jahrhundert]]s gehörte das Schloss dem ehemaligen Besitzer der [[Messezentrum Salzburg|Messe Salzburg]], [[Arnold Henhapl]], der es [[1992]] aufwändig sanieren ließ und seit Ende der [[1990er]]-Jahre zum Verkauf angeboten hatte. 15 Jahre lang hatte er versucht, den Besitz zu verkaufen. Nach dem Konkurs von Arnold Henapl hätte am [[27. Juni]] [[2012]] das Schloss am [[Bezirksgericht Neumarkt]] zwangsversteigert werden sollen. Doch es fand sich kein Bieter ein, so dass die Versteigerung abgesagt wurde.  
  
Henhapls Bemühungen, das Schloss international zu verwerten, sind gescheitert. Masseverwalter [[Wolfgang Lirk]] hatte die Versteigerung beantragt. Angeschlossen an das Verfahren haben sich die betreibenden Parteien [[Salzburger Sparkasse Bank AG]], die Burgenländische Landesholding GmbH und das Reisebüro Kuoni GmbH.  
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Überraschend wurde dann im Oktober 2012 bekannt, dass eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die im Mehrheitsbesitz eines Sprosses des Adelsgeschlechts [[Getschmann-Waldwaldeck]] ist, das Schloss um drei Millionen Euro erworben hat.
  
Auch die für 27. Juni 2012 angesetzte Zwangsversteigerung wurde abgesagt, da kein einziger Bieter erschienen war. Überraschend wurde dann im Oktober 2012 bekannt, dass eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die im Mehrheitsbesitz eines Sprosses des Adelsgeschlechts [[Getschmann-Waldwaldeck]] ist, das Schloss um drei Millionen Euro erworben hat.
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Das 72 089 Quadratmeter große Grundstück ist mit dem Schloss samt Kapelle und Mausoleum, Nebentrakt, Ateliershaus, Wirtschafts-, Lager- und Futteraufbewahrungsgebäude bebaut. Das Inventar der Gebäude hat einen Wert von rund 800.000 Euro. Teile davon stehen unter Denkmalschutz, wie die historischen Kachelöfen, zwei Altäre und eine Orgel. Diese sind an das Objekt gebunden und müssen mitversteigert werden. Der Schätzwert des unter Denkmalschutz stehenden Schlosses beträgt 7,5 Millionen Euro. Das geringste Gebot wurde mit 3,75 Mio. Euro und das Vadium mit 750.000 Euro beziffert.
  
 
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==Quellen==
 
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* [http://www.salzburg.gv.at/themen/ks/kultur/burgen/sighartstein.htm Land Salzburg ]
 
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/ks/kultur/burgen/sighartstein.htm Land Salzburg ]
 
* [http://www.burgen-austria.com/Archiv.asp?Artikel=Sighartstein%20(Sieghartstein) Burgen Austria]
 
* [http://www.burgen-austria.com/Archiv.asp?Artikel=Sighartstein%20(Sieghartstein) Burgen Austria]
* www.salzburg.com online-Nachrichten 9. Mai 2012
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* [[Salzburger Nachrichten]] vom 9. Mai 2012 sowie vom [https://www.sn.at/schlagzeilen/schloss-zum-restepreis-verkauft-5607139  24. Oktober 2012]
* {{Quelle SN|24. Oktober 2012}}
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* {{wikipedia-de}}
== Weblink ==
 
* [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=54ca3adacbf5b&location=browse diglib.tugraz.at] Sighartstein, Schloß - diglib.tugraz.at, ausführliche Beschreibung (pdf) in [[Die Gerichtsbezirke St. Gilgen, Neumarkt, Talgau, Mattsee und Oberndorf]] in der Reihe der [[Österreichische Kunsttopographie|Österreichischen Kunsttopographie]]
 
  
 
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Version vom 16. November 2019, 09:51 Uhr

Wappen beim Schlossparkeingang
Blick vom Tannberg: Neumarkt, Schloss Sighartstein, Schafberg im Hintergrund
Schloss Sighartstein im Winter, westliche Ansicht
Schloss Sighartstein West-Panorama-Ansicht

Schloss Sighartstein ist ein unter Denkmalschutz stehendes Schloss im gleichnamigen Stadtteil der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee.

Geschichte

Das Schloss wurde 1297 erstmals urkundlich erwähnt, als Eckart von Tann das Gebäude dem Zisterzienserkloster Raitenhaslach übergab. Durch Tausch kamen diese Güter 1340 wieder an die Familie zurück. 1372 erwarb der Salzburger Fürsterzbischof Pilgrim II. den Hof. Ab Mitte des 15. Jahrhunderts war das Schloss an die Innviertler Familie Uiberacker verliehen. Virgil Uiberacker hatte um 1450 „dy Veste gen dem Sigharczstain in dem Grunt des Hofs zu Sigharting new gepawet“. Am 29. Juni 1452 wurde die Schlosskapelle von Georg von Uiberacker, dem damaligen Bischof von Seckau, dem hl. Sigmund und der hl. Helena geweiht.

Am 31. Mai 1541 erneuerte Kaiser Karl V. in Regensburg die Hofmarksrechte (niedere Gerichtsbarkeit) und Freiheiten von Sighartstein. Das damals dreigeschoßige Schloss war über eine Stiege durch die um das Schloss aufgeworfenen Schanzen erreichbar. Die Ringmauer wurde 1585 mit Plattensteinen gedeckt. Gleichzeitig wurde der Hof aufgeschüttet, um 1589 Kirche und Torhaus erbauen zu können. Ein „Gatter“ als Hofmarksgrenze ist seit dem 15. Jahrhundert belegt, und dies war die Voraussetzung für die Erhebung in den Freiherrenstand (1669) und später in den Grafenstand (20. April 1688). Mit der Reichsfreiung war das Recht verbunden, dass der Inhaber der seit 1444 bestehenden Taverne (heute Schlosswirt Sighartstein) „in Österreich nach Wein fahren und denselben unter dem Reifen verkaufen durfte“.

Wolf Max Uiberacker, k.u.k. Generalfeldwachtmeister im Spanischen Erbfolgekrieg, ließ das Schloss 1714 in wesentlichen Teilen erneuern und gab dem Schloss sein heutiges Aussehen. Weitere Baumaßnahmen sind für 1720, 1736/37 und 1792 belegt. Dabei wurde auch das Torwächterhaus überbaut, auch sonst wurde dadurch der spätmittelalterliche Schlossbau wesentlich verändert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde gegen Osten eine Raumtiefe bis über die bis dahin frei verlaufende Ringmauer eingefügt, die durch eine Terrasse abgeschlossen wird. Ein Brunnen im Vorhof mit der Statue des hl. Sighart stammt aus dem Jahr 1893, eine Steinstatue des hl. Johannes Nepomuk am Burghügel aus dem 18. Jahrhundert.

Die Hofmarksrechte wurden von Fürsterzbischof Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach 1754 erneuert, 1820 aber von der Herrschaft auf- und an die Gemeinde Neumarkt übergeben.

Die Familie Uiberacker besaß das Schloss bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1964. Damit waren sie das älteste Landadelsgeschlecht Salzburgs.

Auf Schloss Sighartstein waren im Laufe der Jahre zahlreiche historische Persönlichkeiten wie Königin Maria Theresia, Wolfgang Amadé Mozart, Napoleon Bonaparte, Arturo Toscanini oder die Opernsängerin Maria Callas zu Gast.

Gebäude und Park

Der kastenförmige Bau liegt auf einer kleinen Erhöhung im östlichen Stadtgebiet von Neumarkt nahe der Wiener Bundesstraße (B 1). Die Anlage ist von einem Parkgelände umgeben. Das Hauptgebäude ist dreistöckig und nach außen hin Spätbarock, im Kern jedoch spätgotisch. Um die West- und Nordseite des Schlosses verläuft eine Ringmauer. Der oberste Stock des Schlosses war früher dem Personal vorbehalten und ist daher schlicht gebaut. In den Zimmern der unteren Geschoße hängen zahlreiche Porträts der Familie Uiberacker und der Salzburger Erzbischöfe.

Sighartstein ist ein eigenwillig umgebautes Schloss mit barocken Elementen, einem Mausoleum sowie einer auffällig jagdorientierten Einrichtung.

Weitere Besitzer

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts gehörte das Schloss dem ehemaligen Besitzer der Messe Salzburg, Arnold Henhapl, der es 1992 aufwändig sanieren ließ und seit Ende der 1990er-Jahre zum Verkauf angeboten hatte. 15 Jahre lang hatte er versucht, den Besitz zu verkaufen. Nach dem Konkurs von Arnold Henapl hätte am 27. Juni 2012 das Schloss am Bezirksgericht Neumarkt zwangsversteigert werden sollen. Doch es fand sich kein Bieter ein, so dass die Versteigerung abgesagt wurde.

Überraschend wurde dann im Oktober 2012 bekannt, dass eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die im Mehrheitsbesitz eines Sprosses des Adelsgeschlechts Getschmann-Waldwaldeck ist, das Schloss um drei Millionen Euro erworben hat.

Das 72 089 Quadratmeter große Grundstück ist mit dem Schloss samt Kapelle und Mausoleum, Nebentrakt, Ateliershaus, Wirtschafts-, Lager- und Futteraufbewahrungsgebäude bebaut. Das Inventar der Gebäude hat einen Wert von rund 800.000 Euro. Teile davon stehen unter Denkmalschutz, wie die historischen Kachelöfen, zwei Altäre und eine Orgel. Diese sind an das Objekt gebunden und müssen mitversteigert werden. Der Schätzwert des unter Denkmalschutz stehenden Schlosses beträgt 7,5 Millionen Euro. Das geringste Gebot wurde mit 3,75 Mio. Euro und das Vadium mit 750.000 Euro beziffert.

Florianifeier

Alljährlich im Juni findet im Schlosshof die Florianifeier des Löschzugs Sighartein der Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt am Wallersee statt.

Wintersonnwendfeuer

Von 2013 bis 2018 veranstalteten die Oldtimerfreunde Neumarkt am Wallersee zur Wintersonnenwende einen Weihnachtsmarkt mit Sonnwendfeuer.

Bilder

 Schloss Sighartstein – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblink

Quellen