Heinrich Ritter von Mertens: Unterschied zwischen den Versionen

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Er kaufte das  [[Schloss Leopoldskron]]<ref>Quelle  ''Salzburger Volksblatt'', Sonderausgabe anlässlich der 100-Jahr-Feier  am [[29. Dezember]] [[1970]]</ref> und verkaufte es [[1851]] wieder an [[Ludwig I. von Bayern]]. Dann erwarb er das [[Daun-Schlössl|Weingarten-Schlössl]] (damals noch zu [[Nonntal]] gezählt, heute in der [[Riedenburg]]). Zu Beginn der [[1860er]]-Jahre erwarb Mertens "das [[Bürmoos]]" und ließ  [[Torfstechen|Torf]] abbauen, der vorwiegend nach Wien transportiert  wurde. [[1866]] musste das Unterfangen auf Grund der zu hohen  Transportkosten aufgegeben werden, woraufhin Mertens im selben Jahr eine  Teerfabrik im Bürmooser "Herrenhaus" gründete, die aus dem Torf Teer  "besonderer Güte" herstellte. Wegen zu hoher Herstellungskosten musste  aber bereits [[1868]] der Betrieb wieder eingestellt werden.
 
Er kaufte das  [[Schloss Leopoldskron]]<ref>Quelle  ''Salzburger Volksblatt'', Sonderausgabe anlässlich der 100-Jahr-Feier  am [[29. Dezember]] [[1970]]</ref> und verkaufte es [[1851]] wieder an [[Ludwig I. von Bayern]]. Dann erwarb er das [[Daun-Schlössl|Weingarten-Schlössl]] (damals noch zu [[Nonntal]] gezählt, heute in der [[Riedenburg]]). Zu Beginn der [[1860er]]-Jahre erwarb Mertens "das [[Bürmoos]]" und ließ  [[Torfstechen|Torf]] abbauen, der vorwiegend nach Wien transportiert  wurde. [[1866]] musste das Unterfangen auf Grund der zu hohen  Transportkosten aufgegeben werden, woraufhin Mertens im selben Jahr eine  Teerfabrik im Bürmooser "Herrenhaus" gründete, die aus dem Torf Teer  "besonderer Güte" herstellte. Wegen zu hoher Herstellungskosten musste  aber bereits [[1868]] der Betrieb wieder eingestellt werden.
  
Am [[18. Februar]]<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18610219&query=%22Heinrich+Ritter+von+Mertens%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 19. Februar 1861, Seite 3</ref> [[1861]] wurde er zum Bürgermeister der Stadt Salzburg gewählt, später im Jahr in den [[Salzburger Landtag]], wo er bis [[1871]] Abgeordneter blieb. Mit Anfang April 1861 wurde er [[Landeshauptmann]]-Stellvertreter ernannt.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18610403&query=%22Heinrich+Ritter+von+Mertens%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 3. April 1861, Seite 1</ref>
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Am [[18. Februar]]<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18610219&query=%22Heinrich+Ritter+von+Mertens%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 19. Februar 1861, Seite 3</ref> [[1861]] wurde er zum Bürgermeister der Stadt Salzburg gewählt. Vom [[6. April]] [[1861]] bis zum [[21. Mai]] [[1870]] war er [[Landtagsabgeordneter|Abgeordneter]] zum [[Salzburger Landtag]], seit [[31. März]] [[1861]] auch als [[Landeshauptmann]]-Stellvertreter.
  
In seine Amtszeit als Bürgermeister fielen die Eröffnung der [[Westbahn|Salzburger Eisenbahnlinien]] und die kaiserliche Schenkung des [[Schloss Mirabell|Mirabellschlosses]] sowie der [[Festung Hohensalzburg|Festungsgründe]] an die Stadt Salzburg, die dadurch und auch wegen der Zusammenkünfte Kaiser  [[Franz Joseph I.|Franz Josephs]] mit Frankreichs Napoléon III. und dem deutschen Kaiser Wilhelm I. zu dieser Zeit einen großen Aufschwung erlebte. Nach ihm benannt ist die [[Mertensstraße]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]]. Am [[13. November]] [[1871]] wurde er ob seiner Verdienste zum [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg|Ehrenbürger]] der Landeshauptstadt ernannt.
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In seine Amtszeit als Bürgermeister fielen die Eröffnung der [[Westbahn|Salzburger Eisenbahnlinien]] und die kaiserliche Schenkung des [[Schloss Mirabell|Mirabellschlosses]] sowie der [[Festung Hohensalzburg|Festungsgründe]] an die Stadt Salzburg, die dadurch und auch wegen der Zusammenkünfte Kaiser  [[Franz Joseph I.|Franz Josephs]] mit Frankreichs Napoléon III. und dem deutschen Kaiser Wilhelm I. zu dieser Zeit einen großen Aufschwung erlebte.
  
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[[1860]]-1861 war er im Vorstand der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], [[1862]] bis 1869 war er Präsident des [[Salzburger Stadtverschönerungsverein]]s.
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Nach seinem Ableben fand er seine letzte Ruhestätte im [[Friedhof von St. Peter|Friedhof von St. Peter]].
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[[1863]] wurde das [[Bürgermeisterloch]] am [[Mönchsberg]] nach ihm benannt, weil, so erzählt man, er täglich von seinem Haus (Weingarten-Schlössl) über diesen Weg in die Salzburger [[Altstadt]] ging.
 
[[1863]] wurde das [[Bürgermeisterloch]] am [[Mönchsberg]] nach ihm benannt, weil, so erzählt man, er täglich von seinem Haus (Weingarten-Schlössl) über diesen Weg in die Salzburger [[Altstadt]] ging.
  
Nach seinem Ableben fand er seine letzte Ruhestätte im [[Friedhof von St. Peter|Friedhof von St. Peter]].
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Am [[13. November]] [[1871]] wurde er ob seiner Verdienste zum [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg|Ehrenbürger]] der Landeshauptstadt ernannt.
  
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Er war Kaiserlicher Rat, die Stadt Salzburg benannte [[1908]] die  [[Mertensstraße]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]] nach ihm. Die Gemeinde Bürmoos benannte nach ihm die [[Ritter-von-Mertens-Straße (Bürmoos)|Ritter-von-Mertens-Straße]].
 
== Bilderlink ==
 
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* [https://www.stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/stadtgeschichte/buergermeister_seit_321755/buergermeister_in_der_zeit_der_habsburge_155867.htm www.stadt-salzburg.at], Bilder der Bürgermeister während der Zeit der Habsburger Monarchie
 
* [https://www.stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/stadtgeschichte/buergermeister_seit_321755/buergermeister_in_der_zeit_der_habsburge_155867.htm www.stadt-salzburg.at], Bilder der Bürgermeister während der Zeit der Habsburger Monarchie
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==Quellen==
 
==Quellen==
 
* [http://www.biographien.ac.at/oebl_6/236.pdf www.biographien.ac.at]
 
* [http://www.biographien.ac.at/oebl_6/236.pdf www.biographien.ac.at]
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* [[Richard Voithofer|Voithofer, Richard]]: ''„… dem Kaiser Treue und Gehorsam …“ Ein biografisches Handbuch der politischen Eliten in Salzburg 1861 bis 1918.'' Wien (Böhlau) 2011.
  
 
==Fußnote==
 
==Fußnote==

Version vom 10. Juli 2018, 06:57 Uhr

Heinrich Ritter von Mertens (* 28. April 1811 in Wien; † 26. Oktober 1872 in Salzburg) war von 1861 bis 1872 Bürgermeister der Stadt Salzburg.

Leben

Nach dem erfolgreichen Jus-Studium in Wien war er ab 1833 bei verschiedenen kk Kameralverwaltungen und Landesregierungen tätig. Nachdem er 1848 seine Tätigkeiten im Staatsdienst beendet hatte, ließ er sich in der Stadt Salzburg nieder.

Er kaufte das Schloss Leopoldskron[1] und verkaufte es 1851 wieder an Ludwig I. von Bayern. Dann erwarb er das Weingarten-Schlössl (damals noch zu Nonntal gezählt, heute in der Riedenburg). Zu Beginn der 1860er-Jahre erwarb Mertens "das Bürmoos" und ließ Torf abbauen, der vorwiegend nach Wien transportiert wurde. 1866 musste das Unterfangen auf Grund der zu hohen Transportkosten aufgegeben werden, woraufhin Mertens im selben Jahr eine Teerfabrik im Bürmooser "Herrenhaus" gründete, die aus dem Torf Teer "besonderer Güte" herstellte. Wegen zu hoher Herstellungskosten musste aber bereits 1868 der Betrieb wieder eingestellt werden.

Am 18. Februar[2] 1861 wurde er zum Bürgermeister der Stadt Salzburg gewählt. Vom 6. April 1861 bis zum 21. Mai 1870 war er Abgeordneter zum Salzburger Landtag, seit 31. März 1861 auch als Landeshauptmann-Stellvertreter.

In seine Amtszeit als Bürgermeister fielen die Eröffnung der Salzburger Eisenbahnlinien und die kaiserliche Schenkung des Mirabellschlosses sowie der Festungsgründe an die Stadt Salzburg, die dadurch und auch wegen der Zusammenkünfte Kaiser Franz Josephs mit Frankreichs Napoléon III. und dem deutschen Kaiser Wilhelm I. zu dieser Zeit einen großen Aufschwung erlebte.

1860-1861 war er im Vorstand der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1862 bis 1869 war er Präsident des Salzburger Stadtverschönerungsvereins.

Nach seinem Ableben fand er seine letzte Ruhestätte im Friedhof von St. Peter.

Ehrungen

1863 wurde das Bürgermeisterloch am Mönchsberg nach ihm benannt, weil, so erzählt man, er täglich von seinem Haus (Weingarten-Schlössl) über diesen Weg in die Salzburger Altstadt ging.

Am 13. November 1871 wurde er ob seiner Verdienste zum Ehrenbürger der Landeshauptstadt ernannt.

Er war Kaiserlicher Rat, die Stadt Salzburg benannte 1908 die Mertensstraße in der Elisabeth-Vorstadt nach ihm. Die Gemeinde Bürmoos benannte nach ihm die Ritter-von-Mertens-Straße.

Bilderlink

Quellen

Fußnote

  1. Quelle Salzburger Volksblatt, Sonderausgabe anlässlich der 100-Jahr-Feier am 29. Dezember 1970
  2. Quelle ANNO, Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 19. Februar 1861, Seite 3
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