Salzburger Feuerwehrwesen: Unterschied zwischen den Versionen
K (Textersetzung - „LGBl“ durch „LGBl“) Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung |
(Liste der Landesfeuerwehrinspektoren und Landesfeuerwehrkommandanten hier gelöscht, weil es dafür eigene Artikel gibt) |
||
| Zeile 11: | Zeile 11: | ||
Sämtliche 119 [[Freiwillige Feuerwehr|Freiwilligen Feuerwehren]] des Landes, die [[Berufsfeuerwehr Salzburg]] und vier Betriebsfeuerwehren unterstehen dem Verband. | Sämtliche 119 [[Freiwillige Feuerwehr|Freiwilligen Feuerwehren]] des Landes, die [[Berufsfeuerwehr Salzburg]] und vier Betriebsfeuerwehren unterstehen dem Verband. | ||
| − | + | [[2009]] zählte der Verband insgesamt 10 394 (davon 278 Frauen) und 2010 waren es 10 055 Aktive. | |
===Landesfeuerwehrkommando=== | ===Landesfeuerwehrkommando=== | ||
| − | Das Landesfeuerwehrkommando ist die Geschäftsstelle des | + | Das [[Landesfeuerwehrkommando]] ist die Geschäftsstelle des [[Landesfeuerwehrverband Salzburg|Landesfeuerwehrverband]]es und als solche Verwaltungs-, Service- und Beratungsstelle für alle Salzburger Feuerwehren. Sie wird vom Geschäftsstellenleiter geführt und ist direkt dem Landesfeuerwehrkommandanten unterstellt. Das Landesfeuerwehrkommando ist in der [[Karolingerstraße]] 30, in unmittelbarer Nachbarschaft der [[Salzburger Nachrichten]] und des [[Hangar-7]] untergebracht. |
===Landesfeuerwehrkommandant=== | ===Landesfeuerwehrkommandant=== | ||
| − | An der Spitze des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg steht der | + | An der Spitze des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg steht der [[Landesfeuerwehrkommandant]], der jeweils auf fünf Jahre gewählt ist und seit [[14. April]] [[2009]] [[Leo Winter]] heißt. |
| + | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
| − | + | Der Grundstein des heutigen Salzburger Feuerwehrwesens wird im Jahr [[1880]] gelegt. Kaiser [[Franz Joseph I.]] erlässt das Gesetz vom [[10. November]] 1880, womit eine Feuerpolizei- und Feuerwehr-Ordnung für das ''[[Herzogtum Salzburg|Herzogthum Salzburg]]'' erlassen wird, [[Landesgesetzblatt|LGBl]] Nr. 12/1880.<!-- <ref>Dieses trat nach [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&datum=1849&page=117&size=45 § 3 des Reichsgesetzblattgesetzes am 30. Tag nach Ausgabe ([[31. Dezember]] 1880) des Gesetzes, somit am [[30. Jänner]] [[1881]] in Kraft.</ref>--> Daraufhin werden mit unter dem Namen „''Grundgesetz für den Landesverband der freiwilligen Feuerwehren des Herzogthumes Salzburg''“ die Statuten des Salzburger Landesfeuerwehrverbandes geschaffen. Der Verband soll helfen, die Ausbreitung des freiwilligen Feuerwehrwesens in Salzburg voranzutreiben. Das „Grundgesetz“ findet die Zustimmung des [[Landesausschuss]]es. [[Landeshauptmann]]<nowiki></nowiki>stellvertreter Dr. [[Georg Lienbacher (Politiker)|Lienbacher]] genehmigt die Statuten gemäß § 54 des Gesetzes vom 10. November 1880 am 1[[7. März]] [[1881]]. | |
| − | Der Grundstein des heutigen Salzburger Feuerwehrwesens wird im Jahr [[1880]] gelegt. [[ | ||
Zum ersten Obmann wird [[Julius Haagn]] gewählt. Er füllt dieses Amt bis zu seinem Tode [[1925]] aus. | Zum ersten Obmann wird [[Julius Haagn]] gewählt. Er füllt dieses Amt bis zu seinem Tode [[1925]] aus. | ||
| − | Am 13. Landesfeuerwehrtag, der am [[19. November]] [[1916]] im Rathaus der [[Stadt Salzburg]] stattfindet, werden Rettungswesen und Feuerwehren zusammengeführt und der Name des Verbandes auf | + | Am 13. Landesfeuerwehrtag, der am [[19. November]] [[1916]] im Rathaus der [[Stadt Salzburg]] stattfindet, werden [[Rotes Kreuz|Rettungswesen]] und Feuerwehren zusammengeführt und der Name des Verbandes auf [[Salzburger Landesverband für Feuerwehr- und Rettungswesen]] geändert. |
| − | Am [[11. Februar]] [[1920]] wird im [[Salzburger Landtag]] die Bestellung eines Landesfeuerwehrinspektors als | + | Am [[11. Februar]] [[1920]] wird im [[Salzburger Landtag]] die Bestellung eines Landesfeuerwehrinspektors als Aufsichtsorgans des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes]] beschlossen. Erster Inspektor wird [[Oswald Prack]], Obmann-Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Salzburg. Noch im selben Jahr wird die [[Salzburger Feuerwehrschule]] ins Leben gerufen. |
| − | Nach dem [[Anschluss]] wird das Feuerwehrwesen [[1938]] der Polizei unterstellt. Einen Monat nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] setzen die [[USA|Amerikaner]] den jetzt 72-jährigen Oswald Prack wieder als Landesfeuerwehrinspektor ein und betrauen ihn gleichzeitig mit der Funktion des Landesfeuerwehrführers. | + | Nach dem [[Anschluss]] wird das Feuerwehrwesen [[1938]] der Polizei unterstellt. Einen Monat nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] setzen die [[USA|Amerikaner]] den jetzt 72-jährigen Oswald Prack wieder als [[Landesfeuerwehrinspektor]] ein und betrauen ihn gleichzeitig mit der Funktion des Landesfeuerwehrführers. |
| − | Mit der Pensionierung Dipl.-Ing. Johann Leiningen- | + | Mit der Pensionierung Dipl.-Ing. [[Johann Leiningen-Westerburg]]s wird Ende [[1973]] die Stelle des Landesfeuerwehrinspektors aufgelassen. |
Im November [[1983]] übersiedelt das Landesfeuerwehrkommando von der [[Chiemseegasse]] in der Salzburger [[Altstadt]] in den Neubau an der [[Karolingerstraße]] in [[Maxglan]]. Hier wird auch [[1984]] wieder eine Landesfeuerwehrschule eingerichtet. | Im November [[1983]] übersiedelt das Landesfeuerwehrkommando von der [[Chiemseegasse]] in der Salzburger [[Altstadt]] in den Neubau an der [[Karolingerstraße]] in [[Maxglan]]. Hier wird auch [[1984]] wieder eine Landesfeuerwehrschule eingerichtet. | ||
[[Datei:Gedenkstein auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule, Karolingerstr..jpg|thumb|Gedenkstein auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule, [[Karolingerstraße]]]] | [[Datei:Gedenkstein auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule, Karolingerstr..jpg|thumb|Gedenkstein auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule, [[Karolingerstraße]]]] | ||
| − | |||
[[2006]] feierte der Landesverband sein 125-Jahr-Jubiläum mit dem 33. Landesfeuerwehrtag. Dabei wird am [[24. Juni]] ein Gedenkstein auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule enthüllt. | [[2006]] feierte der Landesverband sein 125-Jahr-Jubiläum mit dem 33. Landesfeuerwehrtag. Dabei wird am [[24. Juni]] ein Gedenkstein auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule enthüllt. | ||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
Version vom 15. März 2017, 09:43 Uhr
Das Salzburger Feuerwehrwesen ist im Landesfeuerwehrverband Salzburg organisiert.
Organisation
Allgemeines
Sämtliche 119 Freiwilligen Feuerwehren des Landes, die Berufsfeuerwehr Salzburg und vier Betriebsfeuerwehren unterstehen dem Verband.
2009 zählte der Verband insgesamt 10 394 (davon 278 Frauen) und 2010 waren es 10 055 Aktive.
Landesfeuerwehrkommando
Das Landesfeuerwehrkommando ist die Geschäftsstelle des Landesfeuerwehrverbandes und als solche Verwaltungs-, Service- und Beratungsstelle für alle Salzburger Feuerwehren. Sie wird vom Geschäftsstellenleiter geführt und ist direkt dem Landesfeuerwehrkommandanten unterstellt. Das Landesfeuerwehrkommando ist in der Karolingerstraße 30, in unmittelbarer Nachbarschaft der Salzburger Nachrichten und des Hangar-7 untergebracht.
Landesfeuerwehrkommandant
An der Spitze des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg steht der Landesfeuerwehrkommandant, der jeweils auf fünf Jahre gewählt ist und seit 14. April 2009 Leo Winter heißt.
Geschichte
Der Grundstein des heutigen Salzburger Feuerwehrwesens wird im Jahr 1880 gelegt. Kaiser Franz Joseph I. erlässt das Gesetz vom 10. November 1880, womit eine Feuerpolizei- und Feuerwehr-Ordnung für das Herzogthum Salzburg erlassen wird, LGBl Nr. 12/1880. Daraufhin werden mit unter dem Namen „Grundgesetz für den Landesverband der freiwilligen Feuerwehren des Herzogthumes Salzburg“ die Statuten des Salzburger Landesfeuerwehrverbandes geschaffen. Der Verband soll helfen, die Ausbreitung des freiwilligen Feuerwehrwesens in Salzburg voranzutreiben. Das „Grundgesetz“ findet die Zustimmung des Landesausschusses. Landeshauptmannstellvertreter Dr. Lienbacher genehmigt die Statuten gemäß § 54 des Gesetzes vom 10. November 1880 am 17. März 1881.
Zum ersten Obmann wird Julius Haagn gewählt. Er füllt dieses Amt bis zu seinem Tode 1925 aus.
Am 13. Landesfeuerwehrtag, der am 19. November 1916 im Rathaus der Stadt Salzburg stattfindet, werden Rettungswesen und Feuerwehren zusammengeführt und der Name des Verbandes auf Salzburger Landesverband für Feuerwehr- und Rettungswesen geändert.
Am 11. Februar 1920 wird im Salzburger Landtag die Bestellung eines Landesfeuerwehrinspektors als Aufsichtsorgans des Landes beschlossen. Erster Inspektor wird Oswald Prack, Obmann-Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Salzburg. Noch im selben Jahr wird die Salzburger Feuerwehrschule ins Leben gerufen.
Nach dem Anschluss wird das Feuerwehrwesen 1938 der Polizei unterstellt. Einen Monat nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges setzen die Amerikaner den jetzt 72-jährigen Oswald Prack wieder als Landesfeuerwehrinspektor ein und betrauen ihn gleichzeitig mit der Funktion des Landesfeuerwehrführers.
Mit der Pensionierung Dipl.-Ing. Johann Leiningen-Westerburgs wird Ende 1973 die Stelle des Landesfeuerwehrinspektors aufgelassen.
Im November 1983 übersiedelt das Landesfeuerwehrkommando von der Chiemseegasse in der Salzburger Altstadt in den Neubau an der Karolingerstraße in Maxglan. Hier wird auch 1984 wieder eine Landesfeuerwehrschule eingerichtet.
2006 feierte der Landesverband sein 125-Jahr-Jubiläum mit dem 33. Landesfeuerwehrtag. Dabei wird am 24. Juni ein Gedenkstein auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule enthüllt.
Siehe auch
Quellen
- Homepage des Verbandes
- Gesetz vom 10. November 1880, womit eine Feuerpolizei- und Feuerwehr-Ordnung für das Herzogthum Salzburg erlassen wird, LGBl. Nr. 12/1880 (§§ 34 ff.)
- Johanna Milz-Lechner: Kurze Geschichte des Feuerwehrwesens im Land Salzburg, Anhang zur
- Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr in Lengfelden
Weblinks
- Übungshalle und Brandhaus für die Salzburger Landesfeuerwehrschule
- Geltendes Salzburger Landesrecht im Rechtsinformationssystem des Bundes:
- Historisches Salzburger Landesrecht bei der Österreichischen Nationalbibliothek:
- Gesetz vom 10. November 1880, womit eine Feuerpolizei- und Feuerwehr-Ordnung für das Herzogthum Salzburg erlassen wird, LGBl. Nr. 12/1880 (§§ 34 ff.)
- Gesetz über die Organisation der freiwilligen Feuerwehren im Lande, LGBl. Nr. 84/1935
- Gesetz vom 150. Juli 1948 über das Feuerwehrwesen im Lande Salzburg (Salzburger Landesfeuerwehrgesetz), LGBl. Nr. 53/1948
- Salzburger Landesfeuerwehrgesetz 1954, LGBl. Nr. 51/1954