Maria Gräfin Thun-Hohenstein: Unterschied zwischen den Versionen
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Mit Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] betätigte sich Gräfin Thun – damals in Bregenz wo ihr Gatte seit [[1912]] Bezirkshauptmann war – mit großem Verständnis und voller Hingabe auf humanitärem Gebiete, sowie besonders im Dienst des Roten Kreuzes. So entstanden durch ihre Bemühungen verschiedene humanitäre Einrichtungen, die notleidenden Familien (Ausspeisung armer Kinder) sowie den verwundeten und kranken Soldaten zugute kamen. | Mit Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] betätigte sich Gräfin Thun – damals in Bregenz wo ihr Gatte seit [[1912]] Bezirkshauptmann war – mit großem Verständnis und voller Hingabe auf humanitärem Gebiete, sowie besonders im Dienst des Roten Kreuzes. So entstanden durch ihre Bemühungen verschiedene humanitäre Einrichtungen, die notleidenden Familien (Ausspeisung armer Kinder) sowie den verwundeten und kranken Soldaten zugute kamen. | ||
Version vom 5. März 2016, 09:02 Uhr
Marie Leopoldine Julie Mautner von Markhof, verm. Gräfin von Thun und Hohenstein, (* 20. November 1867 in Troppau, Schlesien, heute Opava, Tschechien; † 25. September 1938 auf Schloss Haunsperg in Oberalm) war Besitzerin von Schloss Haunsperg.
Leben
Als Tochter des Dr. Ludwig Josef Mautner Ritter von Markhof (* 1835, † 1918), Besitzer der Spinnfabrik in Troppau, war sie eines der vier Kinder aus dessen Ehe mit Elisabeth von Buol (* 1833, † 1885).
Maria Gräfin Thun-Hohenstein war Ehrenstiftsdame des k. k. Damenstifts in Graz. Sie erwarb gemeinsam mit ihrem Bruder Adolf Mautner von Markhof († 1903) 1899 Schloss Haunsperg in Oberalm, das noch heute im Familienbesitz der Mautner von Markhof ist. Am 10. Juni 1911 heiratete Maria Gräfin Thun-Hohenstein in der Schloss-Kapelle zu Haunsperg Rudolf Graf von Thun und Hohenstein.
Langjährig wirkte sie in unauffälliger aber unermüdlicherer und nachhaltigerer Weise zu Gunsten der Armen und Bedürftigen. Das Waisenhaus in Hallein und die 1917 nach St. Johann i. P. verlegte Koch- und Haushaltungsschule Elisabethinum, heute HLW-Elisabethinum (Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe der Halleiner Schulschwestern), verdanken ihrer Wohltätigkeit und Organisationsgabe die Entstehung.
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges betätigte sich Gräfin Thun – damals in Bregenz wo ihr Gatte seit 1912 Bezirkshauptmann war – mit großem Verständnis und voller Hingabe auf humanitärem Gebiete, sowie besonders im Dienst des Roten Kreuzes. So entstanden durch ihre Bemühungen verschiedene humanitäre Einrichtungen, die notleidenden Familien (Ausspeisung armer Kinder) sowie den verwundeten und kranken Soldaten zugute kamen.
Gräfin Thun war Dame des österr.-ungar. Elisabeth-Ordens und Trägerin eines Ehrenzeichens des Roten Kreuzes, dem Offizierskreuz mit Kriegsdekoration.
Marie Gräfin Thun war Ehrenbürgerin von Oberalm und fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof daselbst.
Quellen
- www.angelfire.com
- Thun-Beiträge, Jaroslav Fürst von Thun und Hohenstein, 1925/1926
- Trauungs-Schein Rudolf Thun-Hohenstein und Marie Mautner-Markhof
- Zeitungsartikel aus den Jahren 1916 und 1936