Residenzplatz: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:1690er Hauptplatz mit Hauptwacht.jpg|thumb|historische Aufnahme aus den 1690er Jahren]]Der [[Residenzplatz]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] ist ein repräsentativer prunkvoller Vorplatz der [[Erzbischof|fürsterzbischöflichen]] Residenzen.  
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Der [[Residenzplatz]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] ist ein repräsentativer prunkvoller Vorplatz der [[Erzbischof|fürsterzbischöflichen]] Residenzen. Der Residenzplatz ist auch der Standplatz der Salzburger [[Fiaker]].
  
 
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Der Residenzbrunnen ist ein monumentaler Brunnen, der zwischen [[1656]] und [[1661]] im Auftrag von Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] geschaffen wurde und wohl von [[Tommaso di Garona]] ausgeführt wurde. Das untere Brunnenbecken auf allseitigen stufenartigen Sockeln ist vierseitig symmetrisch und besitzt eine ausgebogene und geknickte barocke Formgebung. Ein mittiger Felsen darauf ist von vier wasserspeienden Meerrossen umgeben. Der Felsen trägt vier nackte athletische Männer mit einer weiteren flachen Wasserschale, in denen drei Delphine wiederum ein flaches Wasserbecken halten. Dieses oberste Becken trägt einen Triton, der aus einer Tritonschnecke Wasser senkrecht in die Luft stößt.
 
Der Residenzbrunnen ist ein monumentaler Brunnen, der zwischen [[1656]] und [[1661]] im Auftrag von Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] geschaffen wurde und wohl von [[Tommaso di Garona]] ausgeführt wurde. Das untere Brunnenbecken auf allseitigen stufenartigen Sockeln ist vierseitig symmetrisch und besitzt eine ausgebogene und geknickte barocke Formgebung. Ein mittiger Felsen darauf ist von vier wasserspeienden Meerrossen umgeben. Der Felsen trägt vier nackte athletische Männer mit einer weiteren flachen Wasserschale, in denen drei Delphine wiederum ein flaches Wasserbecken halten. Dieses oberste Becken trägt einen Triton, der aus einer Tritonschnecke Wasser senkrecht in die Luft stößt.
  
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== Jahrelanger Pflasterungsstreit ==
 
Der ursprüngliche Belag des Platzes bestand aus kleinen, rund geformten Flusssteinen aus der [[Salzach]]. [[2006]] tauchten wieder Überlegungen auf, den Platz in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, da unter einer Schicht Sand sich dieser alte Belag noch befindet, jedoch restauriert und den modernen Gegebenheiten angepasst gehörte. [[2008]] wurde der Architektenentwurf von [[Andreas Knittel]] und [[Max Rieder]] der Öffentlichkeit in Form eines Probebelags präsentiert. Dieses Teilstück der Pflasterung rief eine neuerliche Debatte hervor, die nach der Gemeinderatswahl am [[1. März]] [[2009]] zur Einstellung der Neupflasterung führte. Daraufhin wurde ein etwa vier Meter breiter Gürtel um den Residenzbrunnen mit der ursprünglichen Flusssteine-Pflasterung versehen. Dafür wurden rund 1,2 Mill. Euro ausgegeben.<ref>siehe auch [[Großprojekte Stadt Salzburg# Großprojekte 21. Jahrhundert#Neugestaltung Residenzplatz|Neugestaltung Residenzplatz]]</ref>
 
Der ursprüngliche Belag des Platzes bestand aus kleinen, rund geformten Flusssteinen aus der [[Salzach]]. [[2006]] tauchten wieder Überlegungen auf, den Platz in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, da unter einer Schicht Sand sich dieser alte Belag noch befindet, jedoch restauriert und den modernen Gegebenheiten angepasst gehörte. [[2008]] wurde der Architektenentwurf von [[Andreas Knittel]] und [[Max Rieder]] der Öffentlichkeit in Form eines Probebelags präsentiert. Dieses Teilstück der Pflasterung rief eine neuerliche Debatte hervor, die nach der Gemeinderatswahl am [[1. März]] [[2009]] zur Einstellung der Neupflasterung führte. Daraufhin wurde ein etwa vier Meter breiter Gürtel um den Residenzbrunnen mit der ursprünglichen Flusssteine-Pflasterung versehen. Dafür wurden rund 1,2 Mill. Euro ausgegeben.<ref>siehe auch [[Großprojekte Stadt Salzburg# Großprojekte 21. Jahrhundert#Neugestaltung Residenzplatz|Neugestaltung Residenzplatz]]</ref>
  
Der Residenzplatz ist auch der Standplatz der Salzburger [[Fiaker]].  
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[[2012]] gab es einen weiteren Versuch, einen geeigneten Belag für den Platz zu finden. Am [[11. Juli]] 2012 wurden zwei Probeflächen mit je 24 Quadratmetern mit einem neuen Belag zu Testzwecken belegt. Der Quarzsand der [[Zementwerk Leube GmbH|Leube]]-Tochterfirma soll mit einem biologischen Bindemittel (''Stabilizer'') dafür sorgen, dass es im Sommer weniger staubt. Nach dem [[Rupertikirtag] im Herbst wollen Baustadträtin [[Claudia Schmidt]] und  [[Michael Handl]], Leiter des [[Straßen- und Brückenamt]]s, entscheiden, ob sich die Mixtur bewährt hat.
  
 
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* Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg
 
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[[Kategorie:Infrastruktur]]
 
[[Kategorie:Infrastruktur]]

Version vom 12. Juli 2012, 13:04 Uhr


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der Residenzplatz mit dem renovierten Residenzbrunnen und im Hintergrund der Salzburger Dom
Datei:Residenzplatz neu.jpg
Residenzbrunnen mit Glockenspiel und der Neuen Residenz
der Residenzplatz während der EURO 2008
historische Aufnahme aus den 1690er Jahren
Datei:Residenzplatz Pflasterung.jpg
Experten bei Pflaster-Beratungen

Der Residenzplatz in der Altstadt von Salzburg ist ein repräsentativer prunkvoller Vorplatz der fürsterzbischöflichen Residenzen. Der Residenzplatz ist auch der Standplatz der Salzburger Fiaker.

Entstehung

In seiner heutigen Größe ist er unter Schleifung von Bürgerhäusern und Entfernung des alten Domfriedhofes (der neue: Sebastiansfriedhof) durch Erzbischof Wolf Dietrich entstanden. Gegen die Bürgerhäuser zu zog sich bis dahin eine feste Mauer, die Burgmauer, die die Grenze zwischen der Fürstenstadt und der Bürgerstadt darstellte. Wolf Dietrich versetzte diese Mauer 1593 in Richtung Dom zurück.

Bauten um den Platz

Begrenzt wird der Platz:

Der Residenzbrunnen

Hauptartikel: Residenzbrunnen

Der Residenzbrunnen ist ein monumentaler Brunnen, der zwischen 1656 und 1661 im Auftrag von Erzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein geschaffen wurde und wohl von Tommaso di Garona ausgeführt wurde. Das untere Brunnenbecken auf allseitigen stufenartigen Sockeln ist vierseitig symmetrisch und besitzt eine ausgebogene und geknickte barocke Formgebung. Ein mittiger Felsen darauf ist von vier wasserspeienden Meerrossen umgeben. Der Felsen trägt vier nackte athletische Männer mit einer weiteren flachen Wasserschale, in denen drei Delphine wiederum ein flaches Wasserbecken halten. Dieses oberste Becken trägt einen Triton, der aus einer Tritonschnecke Wasser senkrecht in die Luft stößt.

Jahrelanger Pflasterungsstreit

Der ursprüngliche Belag des Platzes bestand aus kleinen, rund geformten Flusssteinen aus der Salzach. 2006 tauchten wieder Überlegungen auf, den Platz in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, da unter einer Schicht Sand sich dieser alte Belag noch befindet, jedoch restauriert und den modernen Gegebenheiten angepasst gehörte. 2008 wurde der Architektenentwurf von Andreas Knittel und Max Rieder der Öffentlichkeit in Form eines Probebelags präsentiert. Dieses Teilstück der Pflasterung rief eine neuerliche Debatte hervor, die nach der Gemeinderatswahl am 1. März 2009 zur Einstellung der Neupflasterung führte. Daraufhin wurde ein etwa vier Meter breiter Gürtel um den Residenzbrunnen mit der ursprünglichen Flusssteine-Pflasterung versehen. Dafür wurden rund 1,2 Mill. Euro ausgegeben.[1]

2012 gab es einen weiteren Versuch, einen geeigneten Belag für den Platz zu finden. Am 11. Juli 2012 wurden zwei Probeflächen mit je 24 Quadratmetern mit einem neuen Belag zu Testzwecken belegt. Der Quarzsand der Leube-Tochterfirma soll mit einem biologischen Bindemittel (Stabilizer) dafür sorgen, dass es im Sommer weniger staubt. Nach dem [[Rupertikirtag] im Herbst wollen Baustadträtin Claudia Schmidt und Michael Handl, Leiter des Straßen- und Brückenamts, entscheiden, ob sich die Mixtur bewährt hat.

Veranstaltungen

Um den Residenzbrunnen, der sich in der Mitte des Residenzplatzes befindet, findet auch jährlich der eindrucksvolle Fackeltanz anlässlich der Eröffnung der Salzburger Festspiele statt. Weiters bildet der Platz auch Kulisse für den Rupertikirtag sowie für Teile Salzburger Christkindlmarkts.

Ereignisse

Hubschrauber am Residenzplatz, 2006

Bücherverbrennung

Am 30. April 1938, nach dem Anschluss an Nazi-Deutschland, fand auf dem Residenzplatz die einzige Bücherverbrennung auf dem Gebiet des heutigen Österreich statt. Sie wurde vom SS-Mann, Lehrer und Schriftsteller Karl Springenschmid inszeniert. Seit dem 25. November 2011 hängt eine Gedenktafel an der St. Michaelskirche.

Kontra.com

Kontra.com war eine künstlerische Veranstaltung in der Stadt Salzburg im Mozart-Gedenkjahr 2006, die für große Aufregung sorgte. Ein Objekt der Aufregung war ein Hubschrauber, der am Residenzplatz auf den Kopf gestellt, gezeigt wurde.

Bildergalerie

Gedenktafeln, Schilder

Video

Auf den Wiedergabe-Knopf drücken, um ein kurzes Video über den Residenzbrunnen abzuspielen. <video>http://www.salzburg.com/nwas/interaktiv/videos/salzburgwiki_residenzbrunnen.wmv%7Cdownload</video>

Fußnote

Quellen