Jakob Adlhart (Bildhauer): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Adlhart begann seine Ausbildung im väterlichen Werkstattbetrieb in St. Ulrich im Grödner Tal, [[Südtirol]]. Sein Vater war Vergolder und Fußmaler. Bereits vor seinem Eintritt in die Volksschule erkannte man | + | Adlhart begann seine Ausbildung im väterlichen Werkstattbetrieb in St. Ulrich im Grödner Tal, [[Südtirol]]. Sein Vater war Vergolder und Fußmaler. Bereits vor seinem Eintritt in die Volksschule erkannte man Jakobs Talent. Er wurde von einem Bildschnitzer aus der Werkstatt seines Vaters in die Schnitzkunst eingeweiht. |
| − | [[1909]] übersiedelte die Familie nach Hallein. Nach Absolvierung der Bildhauerklasse der Fachschule folgte | + | [[1909]] übersiedelte die Familie nach Hallein. Nach Absolvierung der Bildhauerklasse der Fachschule folgte Jakob seinem Vater nach Dalmatien, der dort an der Renovierung von Altären arbeitete. Der Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] beendete diese Studienreise. |
| − | Durch seinen ersten Lehrer Alois Zwerber lernte er die breite Stilpalette historisierenden | + | Durch seinen ersten Lehrer Alois Zwerber lernte er die breite Stilpalette historisierenden Kopierens kennen, setzte sich aber auch mit der Secession auseinander. Ab [[1920]] leitete er die "Halleiner Werkstätte für kirchliche Kunst und Kunstgewerbe" und studierte von [[1921]] bis [[1923]] bei Anton Hanak an der Wiener Kunstgewerbeschule. Er beendete sein Studium mit der Note ''vorzüglich''. |
Adlhart schuf vor allem Holzplastiken für Kirchenausstattungen in [[Salzburg]], [[Oberösterreich]] und im süddeutschen Raum. Die wichtigsten Werke gelangen ihm in seinen monumentalen Arbeiten für das [[Erzstift St. Peter]] (Kolossalkruzifix, [[1925]]) und in Zusammenarbeit mit [[Clemens Holzmeister]] für das [[Haus für Mozart|Kleine Festspielhaus]] (marmorne Mimenmaske über dem Haupteingang, [[1926]]). | Adlhart schuf vor allem Holzplastiken für Kirchenausstattungen in [[Salzburg]], [[Oberösterreich]] und im süddeutschen Raum. Die wichtigsten Werke gelangen ihm in seinen monumentalen Arbeiten für das [[Erzstift St. Peter]] (Kolossalkruzifix, [[1925]]) und in Zusammenarbeit mit [[Clemens Holzmeister]] für das [[Haus für Mozart|Kleine Festspielhaus]] (marmorne Mimenmaske über dem Haupteingang, [[1926]]). | ||
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* In der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Filzmoos]] ein ausdrucksvolles Kruzifix | * In der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Filzmoos]] ein ausdrucksvolles Kruzifix | ||
| − | * Ein Krippenrelief in der [[Pfarrkirche zum Hl. Rupert]] in [[Wagrain]] | + | * Ein Krippenrelief in der [[Pfarrkirche zum Hl. Rupert]] in [[Wagrain]] sowie zwei alte Kunstwerke aus der Pfarrkirche, die sich jetzt im [[Dommuseum]] in [[Stadt Salzburg|Salzburg]] befinden. |
* [[Sandsteinadler Schloss Kleßheim]] | * [[Sandsteinadler Schloss Kleßheim]] | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
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* Beiträge im Salzburgwiki | * Beiträge im Salzburgwiki | ||
* Ortschronik der Gemeinde Wagrain, Band I | * Ortschronik der Gemeinde Wagrain, Band I | ||
Version vom 25. Dezember 2011, 23:43 Uhr
Prof. Jakob Adlhart (* 1. April 1898 in München, Bayern; † 12. August 1985 in Hallein) war Bildhauer.
Leben
Adlhart begann seine Ausbildung im väterlichen Werkstattbetrieb in St. Ulrich im Grödner Tal, Südtirol. Sein Vater war Vergolder und Fußmaler. Bereits vor seinem Eintritt in die Volksschule erkannte man Jakobs Talent. Er wurde von einem Bildschnitzer aus der Werkstatt seines Vaters in die Schnitzkunst eingeweiht.
1909 übersiedelte die Familie nach Hallein. Nach Absolvierung der Bildhauerklasse der Fachschule folgte Jakob seinem Vater nach Dalmatien, der dort an der Renovierung von Altären arbeitete. Der Beginn des Ersten Weltkrieges beendete diese Studienreise.
Durch seinen ersten Lehrer Alois Zwerber lernte er die breite Stilpalette historisierenden Kopierens kennen, setzte sich aber auch mit der Secession auseinander. Ab 1920 leitete er die "Halleiner Werkstätte für kirchliche Kunst und Kunstgewerbe" und studierte von 1921 bis 1923 bei Anton Hanak an der Wiener Kunstgewerbeschule. Er beendete sein Studium mit der Note vorzüglich.
Adlhart schuf vor allem Holzplastiken für Kirchenausstattungen in Salzburg, Oberösterreich und im süddeutschen Raum. Die wichtigsten Werke gelangen ihm in seinen monumentalen Arbeiten für das Erzstift St. Peter (Kolossalkruzifix, 1925) und in Zusammenarbeit mit Clemens Holzmeister für das Kleine Festspielhaus (marmorne Mimenmaske über dem Haupteingang, 1926).
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges musste Jakob Adlhart 1943 nochmals einrücken und entkam durch großes Glück am 13. Februar 1945 bei der Bombardierung der Stadt Dresden dem Tod.
1952 wurde ihm der Professorentitel verliehen.
Er arbeitete auch an zahlreichen Chorgestühlen in den Domen von Salzburg (1957), Eisenstadt (1965) und Speyer, Deutschland, (1969) sowie an Kreuzwegen, Gnadenstühlen und Denkmälern mit. So befinden sich von ihm in Salzburg rund 30 Werke.
Werke in Salzburg
- In der Halleiner Altstadt am Bayrhamerplatz der Zeiserlbrunnen (1968)
- In der Pfarrkirche in St. Johann im Pongau die Skulptur „Christus im Grab“
- In der Pfarr- und Wallfahrtskirche Filzmoos ein ausdrucksvolles Kruzifix
- Ein Krippenrelief in der Pfarrkirche zum Hl. Rupert in Wagrain sowie zwei alte Kunstwerke aus der Pfarrkirche, die sich jetzt im Dommuseum in Salzburg befinden.
- Sandsteinadler Schloss Kleßheim
Quellen
- Haslinger, Adolf, Mittermayr, Peter (Hrsg.): "Salzburger Kulturlexikon", Residenz Verlag, Salzburg-Wien-Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-7017-1129-1
- Beiträge im Salzburgwiki
- Ortschronik der Gemeinde Wagrain, Band I