Mattsee (Ort): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Mattsee wurde schon in der Jungsteinzeit besiedelt – später waren es die Bajuwaren mit Bayernherzog Tassilo III, die im Jahr [[770]] | + | Mattsee wurde schon in der Jungsteinzeit besiedelt – später waren es die Bajuwaren mit Bayernherzog Tassilo III, die im Jahr [[770]] das [[Stift Mattsee]], das älteste weltpriestliche Kollegiatstift Österreichs, gegründet haben. Die sehenswerte Stiftskirche aus dem [[13. Jahrhundert]] wurde Anfang des [[18. Jahrhundert]]s barockisiert und ihr 60 Meter hoher Turm bildet noch heute das weithin sichtbare Wahrzeichen des Ortes: der „Goliath des Mattiggaues“. Im Stiftsmuseum, in den Räumen der Propstei, sind einzigartige und kulturhistorisch interessante Exponate ausgestellt. |
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| − | Das Schloss Mattsee wurde im Jahr 1949 von der Marktgemeinde Mattsee erworben. [[1996]] begann die aufwendige Renovierung anhand von Originalplänen. [[1998]] wurden der Rohbau, das Dach und die Fassade des Schlosses fertig gestellt. Im Juli [[2003]] | + | Das Schloss Mattsee wurde im Jahr [[1949]] von der Marktgemeinde Mattsee erworben. [[1996]] begann die aufwendige Renovierung anhand von Originalplänen. [[1998]] wurden der Rohbau, das Dach und die Fassade des Schlosses fertig gestellt. Im Juli [[2003]], nach Beendigung der letzten Renovierungsarbeiten, wurde das rennovierte Schloss mit einem Schlossbergfest eröffnet. |
=== Stiftsmuseum === | === Stiftsmuseum === | ||
Anlässlich des 1200jährigen Gründungsjubiläums des Stiftes wurde die Alte Propstei [[1977]] in ein Kulturzentrum umgewandelt und als Stiftsmuseum eingerichtet. Das Museum umfasst in den acht für die Besucher ausgestatteten Räumen mehrere Schwerpunkte. Im Mittelpunkt stehen das Stift mit seiner langjährigen Geschichte und Tradition. | Anlässlich des 1200jährigen Gründungsjubiläums des Stiftes wurde die Alte Propstei [[1977]] in ein Kulturzentrum umgewandelt und als Stiftsmuseum eingerichtet. Das Museum umfasst in den acht für die Besucher ausgestatteten Räumen mehrere Schwerpunkte. Im Mittelpunkt stehen das Stift mit seiner langjährigen Geschichte und Tradition. | ||
| − | Im Museum werden die ursprünglichen Wohnverhältnisse veranschaulicht und wertvolle Sakrale Gegenstände, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, ausgestellt. Anhand von Exponaten wird auch Persönlichkeiten wie [[Anton Diabelli]] oder [[August Radnitzky]], die einen engen Bezug zum Stift hatten, gedacht. Eine kleine Gemäldegalerie u.a. mit Werken von | + | Im Museum werden die ursprünglichen Wohnverhältnisse veranschaulicht und wertvolle Sakrale Gegenstände, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, ausgestellt. Anhand von Exponaten wird auch Persönlichkeiten wie [[Anton Diabelli]] oder [[August Radnitzky]], die einen engen Bezug zum Stift hatten, gedacht. Eine kleine Gemäldegalerie u.a. mit Werken von [[Johann Michael Rottmayr]], dessen Großvater als Organist in Mattsee wirkte, bilden den künstlerischen Höhepunkt der Sammlung. |
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Als Museumserhalter fungiert Stiftspropst [[Vinzenz Baldemair]]. | Als Museumserhalter fungiert Stiftspropst [[Vinzenz Baldemair]]. | ||
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| + | Einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde stellt der Tourismus dar. Mattsee ist ein beliebtes Ausflugsziel für Tagesgäste aus der Stadt Salzburg, den Umlandgemeinden, aus dem benachbarten Oberösterreich und Bayern. Um diese Zielgruppe bemühen sich zahlreiche Gastronomiebetriebe mit einem großen Angebot, auch heimischer Produkte. | ||
== Bildung == | == Bildung == | ||
| − | Mattsee stellt in | + | Mattsee stellt in der Umgebung eine zentrale Funktion im Bildungswesen dar. So gibt es neben der Grundschule und Hauptschule auch eine Polytechnische Schule. Innerhalb kurzer Zeit ist es der ''Leonardo Kunstakademie Salzburg'' gelungen, sich als ganzjährige Ausbildungs- und Weiterbildungsstätte für alle Bereiche der bildenden Kunst, mit dem Schwerpunkt Malerei in all ihren Facetten, zu etablieren. Die landesweite Einrichtung Musikum erfüllt einen umfassenden Bildungsauftrag und schafft die Voraussetzungen für die praxisnahe musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Die Volkshochschule Mattsee bietet Weiterbildung in den Bereichen Fremdsprachen, EDV, Gesundheit und Bewegung und Kreativität an. |
== Politik == | == Politik == | ||
=== Gemeindevertretung === | === Gemeindevertretung === | ||
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* 12 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]] – stellt den Bürgermeister sowie den Vizebürgermeister | * 12 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]] – stellt den Bürgermeister sowie den Vizebürgermeister | ||
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* Maislinger Matthäus ([[Österreichische Volkspartei|ÖVP]]) – Bürgermeister | * Maislinger Matthäus ([[Österreichische Volkspartei|ÖVP]]) – Bürgermeister | ||
* Brandhuber Josef ([[Österreichische Volkspartei|ÖVP]]) - Vizebürgermeister und Vorsitzender des Ausschusses für Raumordnung, Infrastruktur, Dienstleistung und Verkehr | * Brandhuber Josef ([[Österreichische Volkspartei|ÖVP]]) - Vizebürgermeister und Vorsitzender des Ausschusses für Raumordnung, Infrastruktur, Dienstleistung und Verkehr | ||
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=== Bürgermeister === | === Bürgermeister === | ||
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| − | :1938-1945 Johann Lögl | + | :1938 - 1945 Johann Lögl |
| − | :1945-1959 Josef Lindner | + | :1945 - 1959 Josef Lindner |
| − | :1959-1984 Josef Furthner | + | :1959 - 1984 Josef Furthner |
:seit 1984 [[Matthäus Maislinger]] | :seit 1984 [[Matthäus Maislinger]] | ||
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In ihrer Sitzung vom [[15. Mai]] [[1935]] hat die [[Salzburger Landesregierung]] der Gemeinde Mattsee das Wappen verliehen: Im roten Felde ein silberner, von einem aufrecht gestellten flammenden Schwert mit goldenem Griff belegter silberner Pfahl, der beiderseits von je einem auswärts gekehrten silbernen Spießträger begleitet ist. In diesem Wappen erinnert das flammende Schwert als Attribut des hl. Michael an das Collegiatstift zu Mattsee, das der Ursprung und ein bedeutendes Wahrzeichen des Ortes ist. Die Spießträger sind dem Wappen des Herren von Hausperg entnommen, von denen sich ein Zweig in vergangenen Jahrhunderten "von Mattsee" nannte. | In ihrer Sitzung vom [[15. Mai]] [[1935]] hat die [[Salzburger Landesregierung]] der Gemeinde Mattsee das Wappen verliehen: Im roten Felde ein silberner, von einem aufrecht gestellten flammenden Schwert mit goldenem Griff belegter silberner Pfahl, der beiderseits von je einem auswärts gekehrten silbernen Spießträger begleitet ist. In diesem Wappen erinnert das flammende Schwert als Attribut des hl. Michael an das Collegiatstift zu Mattsee, das der Ursprung und ein bedeutendes Wahrzeichen des Ortes ist. Die Spießträger sind dem Wappen des Herren von Hausperg entnommen, von denen sich ein Zweig in vergangenen Jahrhunderten "von Mattsee" nannte. | ||
| − | + | === Städtepartnerschaften === | |
| − | Mattsee ist seit [[1972]] verschwistert mit Weitenung, einem Ortsteil der Stadt Bühl im Schwarzwald (BRD). Angebahnt durch den dortigen Bürgermeister Gerhard Fritz, pflegen Gemeindevertretung, Musikkapelle, Feuerwehr, Sportler und Lehrerschaft | + | Mattsee ist seit [[1972]] verschwistert mit Weitenung, einem Ortsteil der Stadt Bühl im Schwarzwald (BRD). Angebahnt durch den dortigen Bürgermeister Gerhard Fritz, pflegen Gemeindevertretung, Musikkapelle, Feuerwehr, Sportler und Lehrerschaft gute freundschaftliche Beziehungen. |
Aufgrund der partnerschaftlichen Verbindung zu Bühl/Weitenung entstand bei der Bürgermeisterkonferenz in Bühl im Jänner 2005 ein gemeinsames europäisches Städtenetzwerk mit verschieden Städten aus Europa. Folgende Partnerstädte gehören diesem Netzwerk an: Bühl (Deutschland), Schkeuditz (Deutschland), Villefranche-sur-Saône (Frankreich), Vilafranca-del-Penedès (Spanien) und Cantù (Italien). Gemeinsam mit diesen Städten werden europäische Projekte durchgeführt. Im Jahr [[2006]] fand die Europäische Schulkonferenz in Bühl sowie die ''Jugendfreizeit YOUTO'' in Mattsee statt. [[2007]] lud Villefranche-sur-Saône zur Bürgermeisterkonferenz ein. | Aufgrund der partnerschaftlichen Verbindung zu Bühl/Weitenung entstand bei der Bürgermeisterkonferenz in Bühl im Jänner 2005 ein gemeinsames europäisches Städtenetzwerk mit verschieden Städten aus Europa. Folgende Partnerstädte gehören diesem Netzwerk an: Bühl (Deutschland), Schkeuditz (Deutschland), Villefranche-sur-Saône (Frankreich), Vilafranca-del-Penedès (Spanien) und Cantù (Italien). Gemeinsam mit diesen Städten werden europäische Projekte durchgeführt. Im Jahr [[2006]] fand die Europäische Schulkonferenz in Bühl sowie die ''Jugendfreizeit YOUTO'' in Mattsee statt. [[2007]] lud Villefranche-sur-Saône zur Bürgermeisterkonferenz ein. | ||
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=== Ehrenbürger === | === Ehrenbürger === | ||
'''Ehrenbürger''' | '''Ehrenbürger''' | ||
| − | : | + | :† Josef Lindner, Altbürgermeister |
| − | : | + | :† Karl Gebetsberger, Stiftspropst |
| − | : | + | :† Josef Furthner, Altbürgermeister |
:Simon Feichtner, Alt-Vizebürgermeister | :Simon Feichtner, Alt-Vizebürgermeister | ||
| − | :OSR Hannes Maringer, | + | :OSR Hannes Maringer, Hauptschuldirektor i. R. |
'''Ehrenringträger''' | '''Ehrenringträger''' | ||
| − | : | + | :† Med.Rat Dr. Julius Atzenhofer-Baumgartner |
| + | :† Anton Rieder, Kapellmeister | ||
| + | :† OSR Karl Habenberger, Volksschuldirektor | ||
| + | :† Dino Szekulics, Glasermeister | ||
| + | :† Alfred Strohbichler, Kaufmann | ||
| + | :† Josef Wiesner, Alt-Landesrat | ||
| + | :† Gerhard Fritz, Bürgermeister, Partnergemeinde Bühl-Weitenung | ||
| + | :† Johann Schöchl, Yachtbau-Unternehmer | ||
| + | :† Simon Sturm sen., Landwirt | ||
:Franz Lindner (Salzlehen) | :Franz Lindner (Salzlehen) | ||
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:SR Rupert Felber, Kustos des Heimatmuseums | :SR Rupert Felber, Kustos des Heimatmuseums | ||
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:Franz Graf, Alt-Vizebürgermeister | :Franz Graf, Alt-Vizebürgermeister | ||
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'''Goldenes Ehrenzeichen''' | '''Goldenes Ehrenzeichen''' | ||
| − | : | + | :† Gerhard Fritz, Bürgermeister, Bühl-Weitenung |
| − | : | + | :† Johann Trausinger, Volksschuldirektor |
| − | + | :† Josef Haselberger, Schuhfabrik | |
| − | : | + | :† Hermann Altmann, Mesner |
| − | : | + | :† Josef Guggenberger, Hochzeitslader |
| − | + | :† Neuhofer Maria, Geschäftsfrau | |
| − | : | + | :† Roschitz Karl, Obmann des USCC |
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:Arch. DI. Hans Waltl | :Arch. DI. Hans Waltl | ||
:Prof. Gretl Aicher | :Prof. Gretl Aicher | ||
| + | :Matthäus Maislinger, Fachoberinspektor i. R. | ||
| + | :Gottfried Schöchl, Yachtbau-Unternehmer | ||
| + | :Moser Georg sen., Feuerwehr-Kommandant i. R. | ||
'''Silbernes Ehrenzeichen''' | '''Silbernes Ehrenzeichen''' | ||
| − | : | + | :† Johann Strasser, Gemeindesektretär |
| − | : | + | :† Dr. med. Erna Atzenhofer-Baumgartner, Kinderärztin |
| − | : | + | :† Josef Auer, Gendarmerie-Bez. Insp. |
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=== Berühmte Mattseer Persönlichkeiten === | === Berühmte Mattseer Persönlichkeiten === | ||
* [[Anton Diabelli]] | * [[Anton Diabelli]] | ||
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* [[August Radnitzky]] | * [[August Radnitzky]] | ||
* [[Anton Breitner]] | * [[Anton Breitner]] | ||
| − | * [[Arnold Schönberg]] (1874 - 1951) Komponist; entwickelte seine Zwölftontechnik mit der er der deutschen Musik die Überlegenheit für die nächsten 100 Jahre sichern wollte; vollendete in Mattsee 1921 seine Harmonielehre | + | * [[Arnold Schönberg]] ([[1874]] - [[1951]]) Komponist; entwickelte seine Zwölftontechnik mit der er der deutschen Musik die Überlegenheit für die nächsten 100 Jahre sichern wollte; vollendete in Mattsee [[1921]] seine Harmonielehre; musste nach antisemitischen Äußerungen mit seiner Familie Mattsee verlassen und wich nach Traunkirchen am Traunsee aus. |
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Version vom 25. April 2007, 10:38 Uhr
| Karte | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Politischer Bezirk: | Flachgau (SL) |
| Fläche: | 2.461 ha |
| Geografische Koordinaten: | 47° 58' 0N, 13° 5' 60E |
| Höhe: | 505 m ü. A. |
| Einwohner: | 3.023 (Stand März 2007) |
| Postleitzahl: | 5163 |
| Vorwahl: | 06217 |
| Gemeindekennziffer: | 50523 |
| Gliederung Gemeindegebiet: | 3 Katastralgemeinden |
| Gemeindeamt: | Gemeindeweg 1 5163 Mattsee |
| Offizielle Website: | www.mattsee.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Matthäus Maislinger (ÖVP) |
| Gemeindevertretung: | 19 Mitglieder: 12 ÖVP, 6 SPÖ, 1 FPÖ, 0 Grüne |
Mattsee ist ein Ort und ein See im Norden des Flachgaus.
Geografie
Geografische Lage
Der Ort Mattsee befindet sich 20 km nördlich von Salzburg auf einer Halbinsel zwischen dem Obertrumer-See und dem Mattsee.
Der See Mattsee liegt auf 500 m.ü.M.; Fläche: 3,25 km²; Länge: 4,425 km; Breite: 1,425 km; Tiefe: 40 m; Volumen: 48 Mill. m³
Nachbargemeinden
Mattsee grenzt an folgende Flachgauer Gemeinden: Obertrum am See, Seeham, Schleedorf. Nachbargemeinden in Oberösterreich: Palting und Lochen
| Bevölkerungs- entwicklung | |
|---|---|
| Datum | Einwohner |
| 1869 | 1.029 |
| 1880 | 987 |
| 1890 | 1.006 |
| 1900 | 1.017 |
| 1910 | 1.063 |
| 1923 | 1.051 |
| 1934 | 1.094 |
| 1939 | 1.026 |
| 1951 | 1.478 |
| 1961 | 1.552 |
| 1971 | 1.858 |
| 1981 | 2.089 |
| 1991 | 2.550 |
| 2001 | 2.850 |
| 2005 | 2.972 |
Geschichte
Mattsee wurde schon in der Jungsteinzeit besiedelt – später waren es die Bajuwaren mit Bayernherzog Tassilo III, die im Jahr 770 das Stift Mattsee, das älteste weltpriestliche Kollegiatstift Österreichs, gegründet haben. Die sehenswerte Stiftskirche aus dem 13. Jahrhundert wurde Anfang des 18. Jahrhunderts barockisiert und ihr 60 Meter hoher Turm bildet noch heute das weithin sichtbare Wahrzeichen des Ortes: der „Goliath des Mattiggaues“. Im Stiftsmuseum, in den Räumen der Propstei, sind einzigartige und kulturhistorisch interessante Exponate ausgestellt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Schloss Mattsee
Schloss Mattsee, direkt am See gelegen, bietet einen ganz besonderen Rahmen für Veranstaltungen und Festlichkeiten.
Das Schloss Mattsee wurde im Jahr 1949 von der Marktgemeinde Mattsee erworben. 1996 begann die aufwendige Renovierung anhand von Originalplänen. 1998 wurden der Rohbau, das Dach und die Fassade des Schlosses fertig gestellt. Im Juli 2003, nach Beendigung der letzten Renovierungsarbeiten, wurde das rennovierte Schloss mit einem Schlossbergfest eröffnet.
Stiftsmuseum
Anlässlich des 1200jährigen Gründungsjubiläums des Stiftes wurde die Alte Propstei 1977 in ein Kulturzentrum umgewandelt und als Stiftsmuseum eingerichtet. Das Museum umfasst in den acht für die Besucher ausgestatteten Räumen mehrere Schwerpunkte. Im Mittelpunkt stehen das Stift mit seiner langjährigen Geschichte und Tradition.
Im Museum werden die ursprünglichen Wohnverhältnisse veranschaulicht und wertvolle Sakrale Gegenstände, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, ausgestellt. Anhand von Exponaten wird auch Persönlichkeiten wie Anton Diabelli oder August Radnitzky, die einen engen Bezug zum Stift hatten, gedacht. Eine kleine Gemäldegalerie u.a. mit Werken von Johann Michael Rottmayr, dessen Großvater als Organist in Mattsee wirkte, bilden den künstlerischen Höhepunkt der Sammlung.
Alle zwei Jahre zeigen Sonderausstellungen Bezüge zur Lokalgeschichte auf.
- 1986: Anton Diabelli
- 1995: 50 Jahre Stephanskrone in Mattsee
- 1997: August Radnitzky
- 2000: Tassilo
- 2005: Mattsee vom Tropenstrand zum Eiszeitrand
Als Museumserhalter fungiert Stiftspropst Vinzenz Baldemair.
Musik
- Trachtenmusikkapelle Mattsee
- Diabeli-Verein-Mattsee
- Diabelli Chor
Kultur
- Prangerstutzenschützen Mattsee
Sport
- Eisschützenverein Mattsee
- Flight Level Mattsee
- Karate Shotokan Mattsee
- Motorrad-Club Mattse
- Red Bavarians Mattsee
- Reitergruppe Mattsee
- Segelclub Mattsee
- Tennisclub Mattsee
- Union-Yacht-Club Mattsee
- USC Mattsee
- UTTC Mattsee
Wirtschaft und Infrastruktur
Das Wirtschaftsleben in Mattsee wird überwiegend geprägt von Mittel- und Kleinbetrieben der Sparten Handel, Dienstleistung und Gewerbe, mit Ausnahme von zwei größeren Gewerbebetrieben (Firma Paul Green und Firma Schöchl Yachtbau).
Einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde stellt der Tourismus dar. Mattsee ist ein beliebtes Ausflugsziel für Tagesgäste aus der Stadt Salzburg, den Umlandgemeinden, aus dem benachbarten Oberösterreich und Bayern. Um diese Zielgruppe bemühen sich zahlreiche Gastronomiebetriebe mit einem großen Angebot, auch heimischer Produkte.
Bildung
Mattsee stellt in der Umgebung eine zentrale Funktion im Bildungswesen dar. So gibt es neben der Grundschule und Hauptschule auch eine Polytechnische Schule. Innerhalb kurzer Zeit ist es der Leonardo Kunstakademie Salzburg gelungen, sich als ganzjährige Ausbildungs- und Weiterbildungsstätte für alle Bereiche der bildenden Kunst, mit dem Schwerpunkt Malerei in all ihren Facetten, zu etablieren. Die landesweite Einrichtung Musikum erfüllt einen umfassenden Bildungsauftrag und schafft die Voraussetzungen für die praxisnahe musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Die Volkshochschule Mattsee bietet Weiterbildung in den Bereichen Fremdsprachen, EDV, Gesundheit und Bewegung und Kreativität an.
Politik
Gemeindevertretung
Die Gemeindevertretung besteht aus 19 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 7. März 2004 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus sieben Mitgliedern und setzt sich aus folgenden Gemeinderäten zusammen:
- Maislinger Matthäus (ÖVP) – Bürgermeister
- Brandhuber Josef (ÖVP) - Vizebürgermeister und Vorsitzender des Ausschusses für Raumordnung, Infrastruktur, Dienstleistung und Verkehr
- Dipl.-Ing. Tscherteu Tina (ÖVP) - Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Kultur, Freizeit und Jugend
- Alterdinger Anton (ÖVP)
- Schöchl Gerhard (ÖVP) - Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus
- Unger Hans-Günther (SPÖ)
- Schmidt Christian (SPÖ) - Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Umwelt, Gesundheit und Sicherheit
Bürgermeister
Bürgermeister seit 1900
- 1900 - 1903 Georg Altenberger
- 1903 - 1919 Franz Heilmaier
- 1919 - 1922 Franz Gruber
- 1922 - 1925 Jakob Steiner
- 1925 - 1928 Franz Gruber
- 1928 - 1931 Jakob Iglhauser
- 1931 - 1934 Jakob Leobacher
- 1934 - 1938 Josef Holzinger
- 1938 - 1945 Johann Lögl
- 1945 - 1959 Josef Lindner
- 1959 - 1984 Josef Furthner
- seit 1984 Matthäus Maislinger
Wappen
In ihrer Sitzung vom 15. Mai 1935 hat die Salzburger Landesregierung der Gemeinde Mattsee das Wappen verliehen: Im roten Felde ein silberner, von einem aufrecht gestellten flammenden Schwert mit goldenem Griff belegter silberner Pfahl, der beiderseits von je einem auswärts gekehrten silbernen Spießträger begleitet ist. In diesem Wappen erinnert das flammende Schwert als Attribut des hl. Michael an das Collegiatstift zu Mattsee, das der Ursprung und ein bedeutendes Wahrzeichen des Ortes ist. Die Spießträger sind dem Wappen des Herren von Hausperg entnommen, von denen sich ein Zweig in vergangenen Jahrhunderten "von Mattsee" nannte.
Städtepartnerschaften
Mattsee ist seit 1972 verschwistert mit Weitenung, einem Ortsteil der Stadt Bühl im Schwarzwald (BRD). Angebahnt durch den dortigen Bürgermeister Gerhard Fritz, pflegen Gemeindevertretung, Musikkapelle, Feuerwehr, Sportler und Lehrerschaft gute freundschaftliche Beziehungen.
Aufgrund der partnerschaftlichen Verbindung zu Bühl/Weitenung entstand bei der Bürgermeisterkonferenz in Bühl im Jänner 2005 ein gemeinsames europäisches Städtenetzwerk mit verschieden Städten aus Europa. Folgende Partnerstädte gehören diesem Netzwerk an: Bühl (Deutschland), Schkeuditz (Deutschland), Villefranche-sur-Saône (Frankreich), Vilafranca-del-Penedès (Spanien) und Cantù (Italien). Gemeinsam mit diesen Städten werden europäische Projekte durchgeführt. Im Jahr 2006 fand die Europäische Schulkonferenz in Bühl sowie die Jugendfreizeit YOUTO in Mattsee statt. 2007 lud Villefranche-sur-Saône zur Bürgermeisterkonferenz ein.
Ehrenbürger
Ehrenbürger
- † Josef Lindner, Altbürgermeister
- † Karl Gebetsberger, Stiftspropst
- † Josef Furthner, Altbürgermeister
- Simon Feichtner, Alt-Vizebürgermeister
- OSR Hannes Maringer, Hauptschuldirektor i. R.
Ehrenringträger
- † Med.Rat Dr. Julius Atzenhofer-Baumgartner
- † Anton Rieder, Kapellmeister
- † OSR Karl Habenberger, Volksschuldirektor
- † Dino Szekulics, Glasermeister
- † Alfred Strohbichler, Kaufmann
- † Josef Wiesner, Alt-Landesrat
- † Gerhard Fritz, Bürgermeister, Partnergemeinde Bühl-Weitenung
- † Johann Schöchl, Yachtbau-Unternehmer
- † Simon Sturm sen., Landwirt
- Franz Lindner (Salzlehen)
- SR Rupert Felber, Kustos des Heimatmuseums
- Franz Graf, Alt-Vizebürgermeister
Goldenes Ehrenzeichen
- † Gerhard Fritz, Bürgermeister, Bühl-Weitenung
- † Johann Trausinger, Volksschuldirektor
- † Josef Haselberger, Schuhfabrik
- † Hermann Altmann, Mesner
- † Josef Guggenberger, Hochzeitslader
- † Neuhofer Maria, Geschäftsfrau
- † Roschitz Karl, Obmann des USCC
- Arch. DI. Hans Waltl
- Prof. Gretl Aicher
- Matthäus Maislinger, Fachoberinspektor i. R.
- Gottfried Schöchl, Yachtbau-Unternehmer
- Moser Georg sen., Feuerwehr-Kommandant i. R.
Silbernes Ehrenzeichen
- † Johann Strasser, Gemeindesektretär
- † Dr. med. Erna Atzenhofer-Baumgartner, Kinderärztin
- † Josef Auer, Gendarmerie-Bez. Insp.
Berühmte Mattseer Persönlichkeiten
- Anton Diabelli
- Dr. Burghard Breitner
- Dr. Heinrich Wallmann
- August Radnitzky
- Anton Breitner
- Arnold Schönberg (1874 - 1951) Komponist; entwickelte seine Zwölftontechnik mit der er der deutschen Musik die Überlegenheit für die nächsten 100 Jahre sichern wollte; vollendete in Mattsee 1921 seine Harmonielehre; musste nach antisemitischen Äußerungen mit seiner Familie Mattsee verlassen und wich nach Traunkirchen am Traunsee aus.
Quelle
- Statistik Austria
- Homepage der Marktgemeinde Mattsee
Weblinks
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Mattsee (Ort)"
