Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Im [[17. Jahrhundert]] war die Kirche bereits zu klein geworden, es wurden zwei Seitenkapellen an den bestehenden Bau angefügt. Aber keine 100 Jahre später wurde die erste Neumarkter Kirche dann von Grund auf neu gebaut. Die Barockkirche bekam ihre heutige Größe, nur der Zwiebelturm war noch bedeutend kleiner als der aktuelle Spitzturm. [[1784]] wurde Neumarkt mit einem Begräbnisrecht ausgestattet und [[1859]] von [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] Kardinal [[Maximilian Josef von Tarnóczy]] zur eigenständigen Pfarre erhoben. Nun war Neumarkt eine Inselpfarre inmitten der großen [[Pfarre Köstendorf]]. Erst am [[1. März]] [[1939]] wurden diese Pfarrgrenzen dann so angepasst | + | [[1638]] ließ [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] [[Paris Graf von Lodron]] eine 100 Meter lange und 35 Meter breite Kirchhofbefestigung anlegen und ein Schanzhäusl als Torturm errichten. Die Kirchhofbefestigung war ein drei Meter hoher Wall mit fünf vorspringenden Rondellen. |
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| + | Im [[17. Jahrhundert]] war die Kirche bereits zu klein geworden, es wurden zwei Seitenkapellen an den bestehenden Bau angefügt. Aber keine 100 Jahre später wurde die erste Neumarkter Kirche dann von Grund auf neu gebaut. Die Barockkirche bekam ihre heutige Größe, nur der Zwiebelturm war noch bedeutend kleiner als der aktuelle Spitzturm. [[1784]] wurde Neumarkt mit einem Begräbnisrecht ausgestattet und [[1859]] von [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] Kardinal [[Maximilian Josef von Tarnóczy]] zur eigenständigen Pfarre erhoben. Nun war Neumarkt eine Inselpfarre inmitten der großen [[Pfarre Köstendorf]]. Erst am [[1. März]] [[1939]] wurden diese Pfarrgrenzen dann so angepasst, wie sie später auch zur politischen Gemeindegrenzziehung zwischen [[Köstendorf]] und Neumarkt dienen sollten. | ||
Am [[4. Mai]] [[1887]] zerstörte ein Großbrand die Kirche bis auf ihre Grundmauern. Brandstiftung war die Ursache, ein Täter wurde aber nie ausgeforscht. Beim Wiederaufbau im Jahr [[1888]] erhielt die Kirche ihren heutigen 60 Meter hohen Spitzturm. | Am [[4. Mai]] [[1887]] zerstörte ein Großbrand die Kirche bis auf ihre Grundmauern. Brandstiftung war die Ursache, ein Täter wurde aber nie ausgeforscht. Beim Wiederaufbau im Jahr [[1888]] erhielt die Kirche ihren heutigen 60 Meter hohen Spitzturm. | ||
Version vom 8. April 2010, 19:09 Uhr
Die Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus in Neumarkt am Wallersee ist eine mit einem Erdwall versehene Wehrkirche. Die heutige Kirche wurde in den Jahren 1725 bis 1728 unter der Leitung von Sebastian Stumpfegger erbaut.
Geschichte
Die dem Bischof von Myra geweihte Kirche wurde im Jahr 1389 erstmals urkundlich erwähnt.
1638 ließ Erzbischof Paris Graf von Lodron eine 100 Meter lange und 35 Meter breite Kirchhofbefestigung anlegen und ein Schanzhäusl als Torturm errichten. Die Kirchhofbefestigung war ein drei Meter hoher Wall mit fünf vorspringenden Rondellen.
Im 17. Jahrhundert war die Kirche bereits zu klein geworden, es wurden zwei Seitenkapellen an den bestehenden Bau angefügt. Aber keine 100 Jahre später wurde die erste Neumarkter Kirche dann von Grund auf neu gebaut. Die Barockkirche bekam ihre heutige Größe, nur der Zwiebelturm war noch bedeutend kleiner als der aktuelle Spitzturm. 1784 wurde Neumarkt mit einem Begräbnisrecht ausgestattet und 1859 von Erzbischof Kardinal Maximilian Josef von Tarnóczy zur eigenständigen Pfarre erhoben. Nun war Neumarkt eine Inselpfarre inmitten der großen Pfarre Köstendorf. Erst am 1. März 1939 wurden diese Pfarrgrenzen dann so angepasst, wie sie später auch zur politischen Gemeindegrenzziehung zwischen Köstendorf und Neumarkt dienen sollten.
Am 4. Mai 1887 zerstörte ein Großbrand die Kirche bis auf ihre Grundmauern. Brandstiftung war die Ursache, ein Täter wurde aber nie ausgeforscht. Beim Wiederaufbau im Jahr 1888 erhielt die Kirche ihren heutigen 60 Meter hohen Spitzturm.
1972 und 2002 wurde die Neumarkter Kirche umfangreichen Renovierungen unterzogen, der Altarraum erstrahlt heute in hellem Marmor, die Mauern bekamen innen und außen eine neue, helle Farbe.
Bildergalerie
Quelle
- Franz Paul Enzinger: Christliche Kunststätten Österreichs, Nr 452, Verlag St. Peter 2006