Schloss Leopoldskron: Unterschied zwischen den Versionen

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An einem schon vorher bestehenden Weiher ließ Erzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] von [[1736]] bis [[1740]] ein Schloss errichten. Das Schloss blieb bis [[1828]] im Besitz der Grafen von [[Firmian]], danach gab es häufige Besitzerwechsel. So erwarb etwa [[1854]] König [[Ludwig I. von Bayern]] vom damaligen Besitzer, dem [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], [[Heinrich Ritter von Mertens]]<ref>Quelle ''Salzburger Volksblatt'', Sonderausgabe anlässlich der 100-Jahr-Feier am [[29. Dezember]] [[1970]]</ref> das Schloss. Einige Jahre später erwarb es [[Alexander Julius Schindler]]. Bis [[1938]] gehörte es [[Max Reinhardt]], dann enteigneten es die Nazis. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde es an die Erben Reinhardts restituiert, die es [[1969]] an die US-Stiftung „Salzburg Seminar“ verkauften.
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An einem schon vorher bestehenden Weiher ließ Erzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] von [[1736]] bis [[1740]] von  Pater [[Bernhard Stuart]] ein Schloss errichten. Das Schloss blieb bis [[1828]] im Besitz der Grafen von [[Firmian]], danach gab es häufige Besitzerwechsel. So erwarb etwa [[1854]] König [[Ludwig I. von Bayern]] vom damaligen Besitzer, dem [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], [[Heinrich Ritter von Mertens]]<ref>Quelle ''Salzburger Volksblatt'', Sonderausgabe anlässlich der 100-Jahr-Feier am [[29. Dezember]] [[1970]]</ref> das Schloss. Der in Salzburg heimisch gewordene Schriftsteller und Politiker [[Alexander Julius Schindler]] kaufte es im April [[1869]] um 40.000 [[Gulden]] nach dem Tod Ludwigs I. Schon unter Schindler wurde es zu einem Treffpunkt der Künstler. Beispielsweise [[Theodor Storm]] brachte von Ende Juli bis Mitte August [[1872]] im Rahmen einer größeren Reise einen Aufenthalt im Schloss<ref>Buch [[Die Welt zu Gast in Salzburg]], Beitrag [[Theodor Storm]]</ref>.  
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Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] erwarb es [[1918]] [[Max Reinhardt]], dem es bis zur Enteignung durch die Nazis [[1938]] gehörte. Der britische Premierminister Sir Winston Churchill besuchte Reinhardt Anfang der [[1930er]] Jahre  auf seinem Schloss und war von der hier servierten Ente so begeistert, dass er sich das Rezept geben ließ<ref>Quelle [http://www.salzburg-rundgang.at/sehenswuerdigkeiten/burgen_und_schloesser/schloss_leopoldskron/ www.salzburg-rundgang.at]</ref>. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde es an die Erben Reinhardts restituiert, die es [[1969]] an die US-Stiftung „Salzburg Seminar“ verkauften.
  
 
Am [[10. Juni]] [[1950]] veranstaltet das „Salzburg Seminar in American Studies“ vier Wochen lang Internationale Jugendtheater-Festspiele im Studio [[Erzabtei St. Peter|St. Peter]] (heute [[Franziskanerkloster]]) und im Gartentheater des Schlosses Leopoldskron. Nach einer Idee von [[Helene Thimig]] treten dabei Schauspielschüler aus Italien, England, Irland, Deutschland, Frankreich und Österreich auf; einen der künstlerischen Höhepunkte bildet Marcel Marceaus „Pantomimes de Bip“. Das Salzburger Schauspielseminar führt Friedrich Schillers Lustspiel „Der Parasit oder die Kunst sein Glück zu machen“ mit Hilde Esterhazy, Therese Stangl, Günther Bauer, [[Herbert Fux]] u. a., in der Inszenierung von Rudolf E. Leisner, auf;
 
Am [[10. Juni]] [[1950]] veranstaltet das „Salzburg Seminar in American Studies“ vier Wochen lang Internationale Jugendtheater-Festspiele im Studio [[Erzabtei St. Peter|St. Peter]] (heute [[Franziskanerkloster]]) und im Gartentheater des Schlosses Leopoldskron. Nach einer Idee von [[Helene Thimig]] treten dabei Schauspielschüler aus Italien, England, Irland, Deutschland, Frankreich und Österreich auf; einen der künstlerischen Höhepunkte bildet Marcel Marceaus „Pantomimes de Bip“. Das Salzburger Schauspielseminar führt Friedrich Schillers Lustspiel „Der Parasit oder die Kunst sein Glück zu machen“ mit Hilde Esterhazy, Therese Stangl, Günther Bauer, [[Herbert Fux]] u. a., in der Inszenierung von Rudolf E. Leisner, auf;
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Am [[26. März]] [[1955]] verhandelten Stadt und Land Salzburg über den Ankauf von Schloss Leopoldskron, dessen kolportierter Kaufpreis bei sechs Millionen Schilling liegen soll (€ 436.000.--).
 
Am [[26. März]] [[1955]] verhandelten Stadt und Land Salzburg über den Ankauf von Schloss Leopoldskron, dessen kolportierter Kaufpreis bei sechs Millionen Schilling liegen soll (€ 436.000.--).
  
==Quellen==
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==Quellen und Fußnoten==
 
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Version vom 20. Oktober 2009, 06:42 Uhr

Schloss Leopoldskron und im Hintergrund die Festung Hohensalzburg
Schloss Leopoldskron von der Richterhöhe aus gesehen

Das Schloss Leopoldskron befindet sich im Südwesten der Stadt Salzburg im Stadtteil Riedenburg.

Allgemeines

Es befindet sich am nordöstlichen Ufer am Leopoldskroner Weiher, der Teil des großen Schlossparkes ist. Heute liegt das Schloss im Grünraum zwischen den Stadtteilen Gneis-Moos und Riedenburg-St. Paul. Nach dem Schloss benannt ist der Stadtteil Leopoldskron-Moos (siehe dort).

Geschichte

An einem schon vorher bestehenden Weiher ließ Erzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian von 1736 bis 1740 von Pater Bernhard Stuart ein Schloss errichten. Das Schloss blieb bis 1828 im Besitz der Grafen von Firmian, danach gab es häufige Besitzerwechsel. So erwarb etwa 1854 König Ludwig I. von Bayern vom damaligen Besitzer, dem Bürgermeister der Stadt Salzburg, Heinrich Ritter von Mertens[1] das Schloss. Der in Salzburg heimisch gewordene Schriftsteller und Politiker Alexander Julius Schindler kaufte es im April 1869 um 40.000 Gulden nach dem Tod Ludwigs I. Schon unter Schindler wurde es zu einem Treffpunkt der Künstler. Beispielsweise Theodor Storm brachte von Ende Juli bis Mitte August 1872 im Rahmen einer größeren Reise einen Aufenthalt im Schloss[2].

Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb es 1918 Max Reinhardt, dem es bis zur Enteignung durch die Nazis 1938 gehörte. Der britische Premierminister Sir Winston Churchill besuchte Reinhardt Anfang der 1930er Jahre auf seinem Schloss und war von der hier servierten Ente so begeistert, dass er sich das Rezept geben ließ[3]. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es an die Erben Reinhardts restituiert, die es 1969 an die US-Stiftung „Salzburg Seminar“ verkauften.

Am 10. Juni 1950 veranstaltet das „Salzburg Seminar in American Studies“ vier Wochen lang Internationale Jugendtheater-Festspiele im Studio St. Peter (heute Franziskanerkloster) und im Gartentheater des Schlosses Leopoldskron. Nach einer Idee von Helene Thimig treten dabei Schauspielschüler aus Italien, England, Irland, Deutschland, Frankreich und Österreich auf; einen der künstlerischen Höhepunkte bildet Marcel Marceaus „Pantomimes de Bip“. Das Salzburger Schauspielseminar führt Friedrich Schillers Lustspiel „Der Parasit oder die Kunst sein Glück zu machen“ mit Hilde Esterhazy, Therese Stangl, Günther Bauer, Herbert Fux u. a., in der Inszenierung von Rudolf E. Leisner, auf;

Am 26. März 1955 verhandelten Stadt und Land Salzburg über den Ankauf von Schloss Leopoldskron, dessen kolportierter Kaufpreis bei sechs Millionen Schilling liegen soll (€ 436.000.--).

Quellen und Fußnoten

  1. Quelle Salzburger Volksblatt, Sonderausgabe anlässlich der 100-Jahr-Feier am 29. Dezember 1970
  2. Buch Die Welt zu Gast in Salzburg, Beitrag Theodor Storm
  3. Quelle www.salzburg-rundgang.at