Phyllonorycter comparella: Unterschied zwischen den Versionen

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==Nachbarfaunen==
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Mit Ausnahme von [[Osttirol]] ist ''P. comparella'' aus allen österreichischen Bundesländern bekannt (Huemer 2013). Klimesch (1990) meldet die Art in [[Oberösterreich]] aus dem [[Mühlviertel]] und dem [[Alpenvorland]]. In [[Bayern]] wird sie rezent aus dem Tertiär-Hügelland und den voralpinen Schotterplatten sowie dem Schichtstufenland gemeldet, mit Funden vor 1970 auch aus dem voralpinen Hügel- und Moorland (Alpenvorland und dem [[Alpen]]gebiet (Haslberger & Segerer 2016). Im ostbayrischen Grundgebirge ist der Nachweis nicht gesichert.
  
'''Phyllonorycter comparella''' (''Elachista comparella'' Duponchel, 1843) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Gracillariidae]].
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
 
''P. comparella'' scheint in der Faunenliste von Embacher et al. (2011) noch nicht auf, da der Erstnachweis für das Land Salzburg erst am 28.10.2011 erfolgte (Kurz & Kurz 2012). Zwei Minen wurden an einer jungen Weißpappel am Salzachufer in Salzburg-[[Hernau]], in der Nähe des Überfuhrsteges gefunden. Eine darauf folgende gezielte Suche an weiteren Stellen entlang der [[Salzach]] im Stadtgebiet verlief allerdings ergebnislos. Über Lebensraum und Generationsfolge der Art in Salzburg sind zur Zeit keine Aussagen möglich.
 
 
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
Außer der Futterpflanze der Raupen, der Weißpappel (''[[Populus alba]]'') sind keine Daten zur Biologie der Art in Salzburg bekannt. Daher ist auch keinerlei Aussage zu einer eventuellen Gefährdung im Land möglich.
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Außer der Nahrungspflanze der Raupen, der Weißpappel (''[[Populus alba]]'') sind kaum Daten zur Biologie der Art in Salzburg bekannt. An dieser Pflanze können auch mehrere Raupen im selben Blatt leben und sich dadurch gegenseitig beeinflussen und auch ''[[Phyllocnistis xenia]]'' wurde an denselben Nahrungspflanzen nachgewiesen. Die Art soll zudem auch an ''[[Populus nigra]]'' minieren, wurde in Salzburg an dieser Pflanze aber noch nicht nachgewiesen. Eine zuverlässige Beurteilung einer eventuellen Gefährdung der Art im Land ist zur Zeit noch nicht möglich. Da aber auch Weißpappeln im Wesentlichen auf den Bereich entlang der Salzach nördlich der Stadt beschränkt sind, wird ''P. comparella'' vorerst als gefährdet eingestuft (Einstufung VU nach Embacher et al. 2024).
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==Weiterführende Informationen==
 
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==Quellen==
 
==Quellen==
*Embacher, G., P. Gros, M.E. Kurz, M.A.Kurz & C. Zeller-Lukashort 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
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{{Quelle Embacher et al.}}
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2012. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 08 Februar 2012].
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*Embacher, G., M. A. Kurz & [[Heimo Nelwek|H. Nelwek]] 2012. 1. Nachtrag zu "Die Schmetterlinge des Landes Salzburg" (Insecta: Lepidoptera). Beiträge zur Entomofaunistik 13: 9-14.
[[Kategorie: Biologie]]
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{{Quelle Embacher et al. 2024}}
[[Kategorie: Pflanzen und Tiere]]
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*Haslberger, A. &amp; A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
[[Kategorie: Tiere]]
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*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
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*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum [[Linz]]: 1–332.
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*Kurz, M. A.; Kurz, M. E. 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.06.10].
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*Kurz, M. A. & G. Embacher 2019. Die Lithocolletinae (Lepidoptera: Gracillariidae) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik 20: 93-104.
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== Einzelnachweis ==
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<references/>
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[[Kategorie:Wissenschaft]]
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[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
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[[Kategorie:Biologie]]
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[[Kategorie:Fauna]]
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[[Kategorie:Insekt]]
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[[Kategorie:Schmetterling]]
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[[Kategorie:Kleinschmetterling]]

Aktuelle Version vom 10. Juni 2025, 07:32 Uhr

Phyllonorycter comparella (Elachista comparella Duponchel, [1843]: 318) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera (Schmetterlinge), Familie Gracillariidae (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).

Diagnose

Trotz einer gewissen Ähnlichkeit zu Phyllonorycter populifoliella ist P. comparella an Hand der dunkelbraunen Marmorierung der Vorderflügel mit klarer weißer Zeichnung und einem schwarzen Längsstrich im Apikalbereich meist gut zu erkennen. Der faunistische Nachweis über die Minen an Weißpappel ist eindeutig, da nach bisheriger Kenntnis keine andere Phyllonorycter-Art an Weißpappel miniert.

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]

P. comparella scheint in der Faunenliste von Embacher et al. (2011) noch nicht auf, da der Erstnachweis für das Land Salzburg erst am 28.10.2011 erfolgte (Embacher, Kurz & Nelwek 2012, Kurz & Kurz 2025). Zwei Minen wurden an einer jungen Weißpappel am Salzachufer in Salzburg Süd, in der Nähe des Überfuhrsteges gefunden. Eine darauf folgende gezielte Suche an weiteren Stellen entlang der Salzach im Süden des Stadtgebietes (Zone Ia nach Embacher et al. 2024) brachte dann noch einige weitere Funde entlang des Treppelweges auf der linken Salzachseite. Schließlich konnte bei der Revision der Unterfamilie der Lithocolletinae durch Kurz & Embacher (2019) noch ein bereits am 5. Mai 1964 durch Fritz Mairhuber bei den Salzachseen gefangenes Exemplar in der Salzburger Landessammlung am Haus der Natur entdeckt werden. Die wenigen bekannten Funde verteilen sich somit auf einen Höhenbereich von rund 400 bis 425 m. Lebensraum der Art sind die Baumstreifen und Auwaldreste entlang der Salzach im Stadtgebiet. Raupenfunde datieren aus dem August, die einzige bekannte Imago wurde im Mai gefangen (Kurz & Kurz 2025).

Nachbarfaunen

Mit Ausnahme von Osttirol ist P. comparella aus allen österreichischen Bundesländern bekannt (Huemer 2013). Klimesch (1990) meldet die Art in Oberösterreich aus dem Mühlviertel und dem Alpenvorland. In Bayern wird sie rezent aus dem Tertiär-Hügelland und den voralpinen Schotterplatten sowie dem Schichtstufenland gemeldet, mit Funden vor 1970 auch aus dem voralpinen Hügel- und Moorland (Alpenvorland und dem Alpengebiet (Haslberger & Segerer 2016). Im ostbayrischen Grundgebirge ist der Nachweis nicht gesichert.

Biologie und Gefährdung

Außer der Nahrungspflanze der Raupen, der Weißpappel (Populus alba) sind kaum Daten zur Biologie der Art in Salzburg bekannt. An dieser Pflanze können auch mehrere Raupen im selben Blatt leben und sich dadurch gegenseitig beeinflussen und auch Phyllocnistis xenia wurde an denselben Nahrungspflanzen nachgewiesen. Die Art soll zudem auch an Populus nigra minieren, wurde in Salzburg an dieser Pflanze aber noch nicht nachgewiesen. Eine zuverlässige Beurteilung einer eventuellen Gefährdung der Art im Land ist zur Zeit noch nicht möglich. Da aber auch Weißpappeln im Wesentlichen auf den Bereich entlang der Salzach nördlich der Stadt beschränkt sind, wird P. comparella vorerst als gefährdet eingestuft (Einstufung VU nach Embacher et al. 2024).

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfe:

Naturkundliche Gesellschaft

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Über das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora
Das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora möchte eine Übersicht über alle Pflanzen-, Pilz- und Tierarten des Landes Salzburg erstellen. Wer eine Art beschreiben will, kann sich die hier hinterlegte Formatvorlage kopieren und für einen neuen Artikel verwenden. Im Abschnitt "Material und Methoden" wird erklärt, wann deutsche und wann lateinische Namen als Artikelnamen verwendet werden sollen.


Bilder

 Phyllonorycter comparella – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

  • Embacher, G., M. A. Kurz & H. Nelwek 2012. 1. Nachtrag zu "Die Schmetterlinge des Landes Salzburg" (Insecta: Lepidoptera). Beiträge zur Entomofaunistik 13: 9-14.
  • Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
  • Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
  • Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
  • Kurz, M. A.; Kurz, M. E. 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.06.10].
  • Kurz, M. A. & G. Embacher 2019. Die Lithocolletinae (Lepidoptera: Gracillariidae) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik 20: 93-104.

Einzelnachweis