Piding: Unterschied zwischen den Versionen
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Aus frühbairischer Zeit stammt auch der Ortsname Piding. Die Endung "ing" steht für eine Siedlergruppe, die sich seinerzeit wohl unter Leitung eines Anführers namens Pido hier niedergelassen hat. Demnach bedeutet der Ortsname Piding "''bei den Leuten des Pido''". | Aus frühbairischer Zeit stammt auch der Ortsname Piding. Die Endung "ing" steht für eine Siedlergruppe, die sich seinerzeit wohl unter Leitung eines Anführers namens Pido hier niedergelassen hat. Demnach bedeutet der Ortsname Piding "''bei den Leuten des Pido''". | ||
Im [[7. Jahrhundert]] begann die staatlich gelenkte Missionierung im [[Herzogtum Bayern]]. Herzog [[Theodo II.]] holte dazu [[696]] [[Rupert von | Im [[7. Jahrhundert]] begann die staatlich gelenkte Missionierung im [[Herzogtum Bayern]]. Herzog [[Theodo II.]] holte dazu [[696]] [[Rupert von Salzburg]] nach Salzburg und übergab ihm unter anderem mehrere Güter in Piding. Die an Rupert gelangten Höfe gehörten zur Gründungsausstattung des [[Benediktinererzabtei St. Peter|Klosters St. Peter]] in Salzburg und damit der Salzburger Kirche. Die Schenkung geschah vermutlich auch deshalb, weil Rupert damit über den [[Salzhandel]] zu Wasser und zu Lande verfügen konnte. Sie ist im ersten [[Salzburger Güterverzeichnis]], der [[Notitia Arnonis]] (um [[790]]), festgehalten und erfolgte wohl noch vor der Übereignung der Anteile an der [[Saline Reichenhall|Reichenhaller Saline]]. | ||
Piding war der erste Ort im Gebiet des heutigen Rupertiwinkels, in dem die Salzburger Kirche Güter besaß und kann somit auf die ältesten Beziehungen zu Salzburg zurückblicken. Vollständig in den Besitz des [[Erzbischof]]s aber gelangten Piding und im Besonderen Mauthausen, Pidingerau und Urwies, erst um [[1300]], als er die Burg und später das Schloss Staufeneck erwarb. | Piding war der erste Ort im Gebiet des heutigen Rupertiwinkels, in dem die Salzburger Kirche Güter besaß und kann somit auf die ältesten Beziehungen zu Salzburg zurückblicken. Vollständig in den Besitz des [[Erzbischof]]s aber gelangten Piding und im Besonderen Mauthausen, Pidingerau und Urwies, erst um [[1300]], als er die Burg und später das Schloss Staufeneck erwarb. | ||
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Die Grafschaft im oberen [[Salzburggau]], zu der Piding gehörte, fiel nach dem Aussterben der [[Grafen von Plain]] ([[1260]]) an den Salzburger Erzbischof. Mit dem [[Zweiter Erhartinger Vertrag|Zweiten Erhartinger Vertrag]] von [[1275]] erkannte der [[Bayernherzöge in Salzburg|Baiernherzog]] innerhalb Bayerns die Grenzen des erzbischöflichen Besitzes weitgehend an. Im Jahr [[1328]] erließ dann Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] für seinen weltlichen Herrschaftsbereich eine eigene [[Salzburger Landesordnung|Landesordnung]] und löste diesen damit immer mehr von Bayern. | Die Grafschaft im oberen [[Salzburggau]], zu der Piding gehörte, fiel nach dem Aussterben der [[Grafen von Plain]] ([[1260]]) an den Salzburger Erzbischof. Mit dem [[Zweiter Erhartinger Vertrag|Zweiten Erhartinger Vertrag]] von [[1275]] erkannte der [[Bayernherzöge in Salzburg|Baiernherzog]] innerhalb Bayerns die Grenzen des erzbischöflichen Besitzes weitgehend an. Im Jahr [[1328]] erließ dann Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] für seinen weltlichen Herrschaftsbereich eine eigene [[Salzburger Landesordnung|Landesordnung]] und löste diesen damit immer mehr von Bayern. | ||
Im Zuge der [[Säkularisierung]] dankte 1803 der letzte Salzburger [[Fürsterzbischof]], [[Hieronymus Graf Colloredo]], ab. Nach fast 500-jähriger Selbständigkeit wurde das Land Salzburg und damit das Dorf Piding [[1810]] dem [[Königreich Bayern]] zugesprochen. Sechs Jahre später fiel das Salzburger Land an die [[Habsburgermonarchie]]. Das Gebiet des heutigen Rupertiwinkels aber blieb bei Bayern. Piding ist die südlichste Gemeinde in diesem ehemals salzburgischen Landstrich. Während Piding früher fast ausschließlich durch die Landwirtschaft geprägt wurde, ging deren Bedeutung seit der Mitte des [[20. Jahrhundert]]s stark zurück. Im Zuge der Gebietsreform von 1978 wurden die Ortsteile Kleinhögl und Bichlbruck eingemeindet. 1997 gründete sich die [[EuRegio]] Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein, der auch die Gemeinde Piding angehört. | Im Zuge der [[Säkularisierung]] dankte 1803 der letzte Salzburger [[Fürsterzbischof]], [[Hieronymus Graf Colloredo]], ab. Nach fast 500-jähriger Selbständigkeit wurde das Land Salzburg und damit das Dorf Piding [[1810]] dem [[Königreich Bayern]] zugesprochen. Sechs Jahre später fiel das Salzburger Land an die [[Habsburgermonarchie]]. Das Gebiet des heutigen Rupertiwinkels aber blieb bei Bayern. Piding ist die südlichste Gemeinde in diesem ehemals salzburgischen Landstrich. Während Piding früher fast ausschließlich durch die Landwirtschaft geprägt wurde, ging deren Bedeutung seit der Mitte des [[20. Jahrhundert]]s stark zurück. Im Zuge der Gebietsreform von 1978 wurden die Ortsteile Kleinhögl und Bichlbruck [[Eingemeindungen|eingemeindet]]. 1997 gründete sich die [[EuRegio]] Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein, der auch die Gemeinde Piding angehört. | ||
Das 1962 angenommene Gemeindewappen zeigt unter anderem einen schwarzen Löwenkopf auf goldenem Grund. Es ist der Kopf des so genannten "Salzburger Löwen" aus dem Wappen des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]]. Er verweist auf die über Jahrhunderte lange Zugehörigkeit des Gemeindegebietes zum Land Salzburg. | Das 1962 angenommene Gemeindewappen zeigt unter anderem einen schwarzen Löwenkopf auf goldenem Grund. Es ist der Kopf des so genannten "Salzburger Löwen" aus dem Wappen des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]]. Er verweist auf die über Jahrhunderte lange Zugehörigkeit des Gemeindegebietes zum Land Salzburg. | ||
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== Kirchen == | == Kirchen == | ||
=== Pfarrkirche Mariä Geburt === | === Pfarrkirche Mariä Geburt === | ||
:''Hauptartikel [[Pfarrkirche Mariä Geburt]] | :''Hauptartikel [[Pfarrkirche Mariä Geburt (Piding)|Pfarrkirche Mariä Geburt]] | ||
Die Pfarrkirche Mariä Geburt ist die Hauptkirche von Piding. | Die Pfarrkirche Mariä Geburt ist die Hauptkirche von Piding. | ||
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==Bildergalerie== | ==Bildergalerie== | ||
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Datei:Piding, Rupertusbrunnen vor der Pfarrkirche und dem Alten Pfarrhof.JPG|Rupertusbrunnen vor der Pfarrkirche und dem Alten Pfarrhof in Piding | Datei:Piding, Rupertusbrunnen vor der Pfarrkirche und dem Alten Pfarrhof.JPG|Rupertusbrunnen vor der Pfarrkirche und dem Alten Pfarrhof in Piding | ||
Datei:Lagerplan von Piding.jpg|Lagerplan von Piding im Foyer des Rathauses von Piding | Datei:Lagerplan von Piding.jpg|Lagerplan von Piding im Foyer des Rathauses von Piding | ||
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=== Bilder vom Ortsteil Mauthausen === | === Bilder vom Ortsteil Mauthausen === | ||
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Datei:Otsteil Mauthausen der Gemeinnde Piding, hier befand sich einst eine Mautstelle an der Salztaße von Reichenhall nach Teisendorf.jpg|Ortsteil Mauthausen der Gemeinde | Datei:Otsteil Mauthausen der Gemeinnde Piding, hier befand sich einst eine Mautstelle an der Salztaße von Reichenhall nach Teisendorf.jpg|Ortsteil Mauthausen der Gemeinde | ||
Datei:Landesgrenzstein 1574, verm. urspr. im Bereich der Staufenbruck aufgestellt.JPG|Landesgrenzstein 1574, vermutlich ursprünglich im Bereich der Staufenbruck in Piding aufgestellt gewesen | Datei:Landesgrenzstein 1574, verm. urspr. im Bereich der Staufenbruck aufgestellt.JPG|Landesgrenzstein 1574, vermutlich ursprünglich im Bereich der Staufenbruck in Piding aufgestellt gewesen | ||