Dombögen: Unterschied zwischen den Versionen

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== Einleitung ==
== Einleitung ==
Einerseits sind die Dombögen jene Bauten, die die Plätze rund um den Dom jeweils in [[Domplatz]] im Westen, [[Residenzplatz]] im Norden und [[Kapitelplatz]] im Süden  voneinander abgrenzen und eine bauliche Verbindung der Gebäude um den Domplatz herstellen. Andererseits dienen sie heute als Verbindungsgänge zwischen der [[Alte Residenz|Alten Residenz]] im Norden in den Dom in das [[Rupertusoratorium]], zur [[Domorgelempore]] der großen Orgel der Westempore sowie ins [[Dommuseum]] und von dort in die [[Kunst- und Wunderkammer]], [[Langer Gang|Langen Gang]] und in das [[Museum St. Peter|Museum]] der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] im Süden. Reizvoll sind dabei die Aussichten von den beiden Dachterrassen auf die Plätze der Altstadt. Man kann sie im Rahmen eines Museumsrundgangs im [[DomQuartier]] begehen.
Einerseits sind die Dombögen jene Bauten, die die Plätze rund um den Dom jeweils in [[Domplatz]] im Westen, [[Residenzplatz]] im Norden und [[Kapitelplatz]] im Süden  voneinander abgrenzen und eine bauliche Verbindung der Gebäude um den Domplatz herstellen. Andererseits dienen sie heute als Verbindungsgänge zwischen der [[Alte Residenz|Alten Residenz]] im Norden in den Dom in das [[Rupertusoratorium]], zur [[Domorgelempore]] der großen Orgel der Westempore sowie ins [[Dommuseum]] und von dort in die [[Kunst- und Wunderkammer]], [[Langer Gang|Langen Gang]] und in das [[Museum St. Peter|Museum]] der [[Benediktinererzabtei St. Peter]] im Süden. Reizvoll sind dabei die Aussichten von den beiden Dachterrassen auf die Plätze der Altstadt. Man kann sie im Rahmen eines Museumsrundgangs im [[DomQuartier]] begehen.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
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== Architektur ==
== Architektur ==
Mitte des [[17. Jahrhundert]]s erhielt die Fassade des Doms durch den Bau der beiden Türme und den Bau der Dombögen gegen die [[Alte Residenz|Residenz]] und zur [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] ihren Abschluss. Die beiden offenen Arkaden, die den Abschluss des [[Domplatz]]es vervollständigen, bilden eine charakteristische Ergänzung zur Domfassade.   
Mitte des [[17. Jahrhundert]]s erhielt die Fassade des Doms durch den Bau der beiden Türme und den Bau der Dombögen gegen die [[Alte Residenz|Residenz]] und zur [[Benediktinererzabtei St. Peter]] ihren Abschluss. Die beiden offenen Arkaden, die den Abschluss des [[Domplatz]]es vervollständigen, bilden eine charakteristische Ergänzung zur Domfassade.   


Es handelt sich dabei um unverputzte Quadernbauten aus rosa [[Marmor]], die bis zum zweiten Stock der Fassadentürme reichen. Die Vertikalgliederung der Innenseite  erfolgt durch hohe toskanische Pilaster, zwischen denen die Wände in gerahmten Rundbogen über seitlichen Wandpfeilern ausgenommen sind. Über dem Volutenkeilsteine im Scheitel befindet sich ein skulpierter Pferdekopf in Rollwerkumrahmung, über dem mittleren Bogen statt der Volute und des Kopfes das Wappen des Fürsterzbischofs Guidobald Thun. Im oberen Stockwerk in jedem Feld befindet sich ein rechteckiges, vergittertes Fenster, in Rahmung mit Rahmung in vortretender Sohlbank  und profilierten Sturz, über dem ein Adlerkopf (das Wappentier der Thun) skulpiert ist. Das dreiteilige Gebälk mit kräftig ausladender Abschlussplatte, darauf Balustrade, die durch glatte Postamente gegliedert ist. Zu sehen sind kupferne drachenförmige Wasserspeier mit Stützen aus Spiralranken.   
Es handelt sich dabei um unverputzte Quadernbauten aus rosa [[Marmor]], die bis zum zweiten Stock der Fassadentürme reichen. Die Vertikalgliederung der Innenseite  erfolgt durch hohe toskanische Pilaster, zwischen denen die Wände in gerahmten Rundbogen über seitlichen Wandpfeilern ausgenommen sind. Über dem Volutenkeilsteine im Scheitel befindet sich ein skulpierter Pferdekopf in Rollwerkumrahmung, über dem mittleren Bogen statt der Volute und des Kopfes das Wappen des Fürsterzbischofs Guidobald Thun. Im oberen Stockwerk in jedem Feld befindet sich ein rechteckiges, vergittertes Fenster, in Rahmung mit Rahmung in vortretender Sohlbank  und profilierten Sturz, über dem ein Adlerkopf (das Wappentier der Thun) skulpiert ist. Das dreiteilige Gebälk mit kräftig ausladender Abschlussplatte, darauf Balustrade, die durch glatte Postamente gegliedert ist. Zu sehen sind kupferne drachenförmige Wasserspeier mit Stützen aus Spiralranken.   
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: ''Hauptartikel [[Salzburger Museumsleitplan]]  
: ''Hauptartikel [[Salzburger Museumsleitplan]]  
: ''Hauptartikel [[DomQuartier]]  
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Guidobald Graf von Thun und Hohenstein schuf damit also die Voraussetzung für jenen Rundgang, der durch [[Landeshauptmann]]-Stellvertreter Dr. [[Wilfried Haslauer (junior)]] mit dem von Dieter Bogner [[2006]] ausgearbeiteten ''Salzburger Museumsleitplan'' für Besucher ab [[2009]] zugänglich gemacht werden hätte sollen. Realisiert wurde er dann schließlich mit Mai 2014.
Guidobald Graf von Thun und Hohenstein schuf damit also die Voraussetzung für jenen Rundgang, der durch [[Landeshauptmann]]-Stellvertreter Dr. [[Wilfried Haslauer junior]] mit dem von Dieter Bogner [[2006]] ausgearbeiteten ''Salzburger Museumsleitplan'' für Besucher ab [[2009]] zugänglich gemacht werden hätte sollen. Realisiert wurde er dann schließlich mit Mai 2014.


Damit ist es nun möglich, das [[barock]]e Stadtbild des [[17. Jahrhundert]]s der Salzburger [[Altstadt]] aus neuen Blickwinkeln zu erleben und gleichzeitig die [[Residenzgalerie]], das [[Salzburger Dommuseum|Dommuseum]] und einen Teil der Gemäldesammlung der Erzabtei im [[Langer Gang|Langen Gang]] sowie das [[Museum St. Peter]] zu besichtigen.
Damit ist es nun möglich, das [[barock]]e Stadtbild des [[17. Jahrhundert]]s der Salzburger [[Altstadt]] aus neuen Blickwinkeln zu erleben und gleichzeitig die [[Residenzgalerie]], das [[Salzburger Dommuseum|Dommuseum]] und einen Teil der Gemäldesammlung der Erzabtei im [[Langer Gang|Langen Gang]] sowie das [[Museum St. Peter]] zu besichtigen.
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Wenn man die Alte Residenz verlässt, betritt man die Terrasse der nördlichen Dombögen, um in das Dommuseum einzutreten. Verlässt man dieses wieder, so geht man durch das geschlossene Geschoß der südlichen Dombögen, in dem die [[Kunst- und Wunderkammer]] untergebracht ist. Von der Terrasse aus hat man einen guten Blick auf den Residenz- und Domplatz.
Wenn man die Alte Residenz verlässt, betritt man die Terrasse der nördlichen Dombögen, um in das Dommuseum einzutreten. Verlässt man dieses wieder, so geht man durch das geschlossene Geschoß der südlichen Dombögen, in dem die [[Kunst- und Wunderkammer]] untergebracht ist. Von der Terrasse aus hat man einen guten Blick auf den Residenz- und Domplatz.


== Bilder ==
{{Bildkat|Dombogen}}
== Quellen ==
== Quellen ==
* [[Hans  Tietze]] ''Metropolitankirche zu den Hl. Rupert und Virgil'' in [[Die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg]]<small> [https://diglib.tugraz.at/download.php?id=53b54a933397b&location=browse pdf im Internet]</small>
* [[Hans  Tietze]] ''Metropolitankirche zu den Hl. Rupert und Virgil'' in ''Die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg''<small> [https://diglib.tugraz.at/download.php?id=53b54a933397b&location=browse pdf im Internet]</small>
* [[Johannes Nuedhardt]]: ''Der Dom zu Salzburg'', Schnell und Steiner, 1980
* [[Johannes Neuhardt]]: ''[[Der Dom zu Salzburg (Neuhardt)|Der Dom zu Salzburg]]'', Schnell und Steiner, 1980
* [http://www.altertuemliches.at www.altertuemliches.at]  
* [http://www.altertuemliches.at www.altertuemliches.at]  
* Presseinformation anlässlich der Eröffnung des MuseumQuartier
* Presseinformation anlässlich der Eröffnung des MuseumQuartier