Joseph Anton Graf Plaz: Unterschied zwischen den Versionen
K |
K (Textersetzung - „==== Einzelnachweis ====“ durch „== Einzelnachweis ==“) |
||
| (14 dazwischenliegende Versionen von 4 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| − | '''Joseph Anton Graf Plaz''' (* [[23. Oktober]] [[1677]] auf Schloss Schrattenberg, [[Steiermark]] | + | General-Feldzeugmeister '''Joseph Anton Graf Plaz''' (* [[23. Oktober]] [[1677]] auf Schloss Schrattenberg, [[Steiermark]]; † [[27. Juli]] [[1767]] in [[St. Jakob am Thurn]]) war der Stifter der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Jakobus d. Ä.#Loreto-Kapelle|Loreto-Kapelle]] in St. Jakob am Thurn. |
==Leben== | ==Leben== | ||
| − | + | Joseph Anton Graf Plaz war der Sohn von Johann Rudolf Graf Plaz (* [[5. August]] [[1630]]; † [[8. Jänner]] [[1711]]) und M. Johanna, der Tochter von Adam Jocher Freiherr von Egersperg und Höch. [[Johann Graf Plaz]] war sein Großvater.<ref>[http://www.zobodat.at/pdf/MGSL_82_83_0049-0056.pdf Dr. [[Franz Martin|Martin, Franz]]: ''Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte. 84. Plaz.'' In: ''[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]'' Nr. 82/83 (1943)]</ref> | |
| − | 1737, nur ein Jahr nach dem Tod | + | 1697 trat Graf Plaz in den Militärdienst ein und wurde unter Prinz Eugen von Savoyen Hauptmann. Als Kammerherr von [[Fürsterzbischof]] [[Franz Anton Fürst Harrach]] kam er [[1710]] nach Salzburg, wo er schon bald, [[1714]], Komtur des [[Ruperti-Ritterorden]]s wurde. Nur zwei Jahre später, 1716, nahm er am Feldzug gegen die Türken bei Peterwardein teil und war bei der Eroberung von Belgrad, 1717, dabei. |
| + | |||
| + | 1737, nur ein Jahr nach dem Tod des Prinzen Eugen, wurde Graf Plaz Regiments-Inhaber und entschied 1738 die Schlacht von Temesvár für sein Regiment. | ||
====Gelübde zur Errichtung der Loreto-Kapelle==== | ====Gelübde zur Errichtung der Loreto-Kapelle==== | ||
| − | Die nächste Schlacht, 1742, die er als Generalfeldmarschall-Leutnant miterlebte, war die Schlacht bei [[Braunau am Inn]] im Erbfolgekrieg. Später wurde er kommandierender General und Gouverneur von Siebenbürgen ernannt. In Siebenbürgen sah er die Kriegsnot und wurde von der [[Pest]] bedroht. Da tat er das Gelübde zur Erbauung der Loreto-Kapelle in | + | Die nächste Schlacht, 1742, die er als Generalfeldmarschall-Leutnant miterlebte, war die Schlacht bei [[Braunau am Inn]] im Österreichischen Erbfolgekrieg. Später wurde er kommandierender General und zum Gouverneur von [[Siebenbürgen]] ernannt. In Siebenbürgen sah er die Kriegsnot und wurde von der [[Pest]] bedroht. Da tat er das Gelübde zur Erbauung der Loreto-Kapelle in St. Jakob am Thurn. |
| − | Am [[21. Juli]] [[ | + | Am [[21. Juli]] [[1754]] konnte er dann die Einweihung der Kapelle vornehmen und wurde am selben Tag zur höchsten Würde der Kaiserlichen Armee befördert, zum General-Feldzeugmeister. |
| − | 1763 trat er mit 86 Jahren in den Ruhestand in St. Jakob am Thurn, wo er 1767 am 27. Juli im 90. Lebensjahr verstarb. Begraben ist Graf Plaz in der [[Dreifaltigkeitskirche]] | + | [[1763]] trat er mit 86 Jahren in den Ruhestand in St. Jakob am Thurn, wo er 1767 am 27. Juli im 90. Lebensjahr verstarb. Begraben ist Graf Plaz in der Salzburger [[Dreifaltigkeitskirche]], der Ordenskirche des Ruperti-Ritterordens. |
| − | Das General-Schwert hatte die Familie in der Loreto-Kapelle am Altar anbringen lassen. Es wurde 1958 gestohlen. | + | Das General-Schwert hatte die Familie in der Loreto-Kapelle am Altar anbringen lassen. Es wurde [[1958]] gestohlen. |
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
| Zeile 21: | Zeile 23: | ||
* Beschreibung in der Loreto-Kapelle in St. Jakob am Thurn | * Beschreibung in der Loreto-Kapelle in St. Jakob am Thurn | ||
| − | + | == Einzelnachweis == | |
| − | [[Kategorie:Person (Geschichte) | + | <references/> |
| − | [[Kategorie:Person (Familie) | + | |
| − | [[Kategorie:Puch bei Hallein | + | {{SORTIERUNG:Plaz, Joseph Anton Graf}} |
| − | [[Kategorie:Militär | + | [[Kategorie:Person]] |
| − | [[Kategorie:Militär | + | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] |
| + | [[Kategorie:Person (Familie)]] | ||
| + | [[Kategorie:Tennengau]] | ||
| + | [[Kategorie:Puch bei Hallein]] | ||
| + | [[Kategorie:Militär]] | ||
| + | [[Kategorie:Person (Militär)]] | ||
| + | [[Kategorie:Offizier]] | ||
| + | [[Kategorie:Zuagroaste]] | ||
| + | [[Kategorie:Siebenbürgen]] | ||
| + | [[Kategorie:Steiermark]] | ||
| + | [[Kategorie:Geboren 1677]] | ||
Aktuelle Version vom 21. Juli 2021, 08:57 Uhr
General-Feldzeugmeister Joseph Anton Graf Plaz (* 23. Oktober 1677 auf Schloss Schrattenberg, Steiermark; † 27. Juli 1767 in St. Jakob am Thurn) war der Stifter der Loreto-Kapelle in St. Jakob am Thurn.
Leben
Joseph Anton Graf Plaz war der Sohn von Johann Rudolf Graf Plaz (* 5. August 1630; † 8. Jänner 1711) und M. Johanna, der Tochter von Adam Jocher Freiherr von Egersperg und Höch. Johann Graf Plaz war sein Großvater.[1]
1697 trat Graf Plaz in den Militärdienst ein und wurde unter Prinz Eugen von Savoyen Hauptmann. Als Kammerherr von Fürsterzbischof Franz Anton Fürst Harrach kam er 1710 nach Salzburg, wo er schon bald, 1714, Komtur des Ruperti-Ritterordens wurde. Nur zwei Jahre später, 1716, nahm er am Feldzug gegen die Türken bei Peterwardein teil und war bei der Eroberung von Belgrad, 1717, dabei.
1737, nur ein Jahr nach dem Tod des Prinzen Eugen, wurde Graf Plaz Regiments-Inhaber und entschied 1738 die Schlacht von Temesvár für sein Regiment.
Gelübde zur Errichtung der Loreto-Kapelle
Die nächste Schlacht, 1742, die er als Generalfeldmarschall-Leutnant miterlebte, war die Schlacht bei Braunau am Inn im Österreichischen Erbfolgekrieg. Später wurde er kommandierender General und zum Gouverneur von Siebenbürgen ernannt. In Siebenbürgen sah er die Kriegsnot und wurde von der Pest bedroht. Da tat er das Gelübde zur Erbauung der Loreto-Kapelle in St. Jakob am Thurn.
Am 21. Juli 1754 konnte er dann die Einweihung der Kapelle vornehmen und wurde am selben Tag zur höchsten Würde der Kaiserlichen Armee befördert, zum General-Feldzeugmeister.
1763 trat er mit 86 Jahren in den Ruhestand in St. Jakob am Thurn, wo er 1767 am 27. Juli im 90. Lebensjahr verstarb. Begraben ist Graf Plaz in der Salzburger Dreifaltigkeitskirche, der Ordenskirche des Ruperti-Ritterordens.
Das General-Schwert hatte die Familie in der Loreto-Kapelle am Altar anbringen lassen. Es wurde 1958 gestohlen.
Siehe auch
- Familiengeschichte Plaz
Quelle
- Beschreibung in der Loreto-Kapelle in St. Jakob am Thurn
Einzelnachweis
- ↑ Dr. Martin, Franz: Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte. 84. Plaz. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde Nr. 82/83 (1943)