Sigmund-Haffner-Gasse: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 25. November 2018, 12:00 Uhr
| Bild | |
|---|---|
| Sigmund-Haffner-Gasse | |
| Länge: | ca. 200 m |
| Startpunkt: | Franziskanergasse |
| Endpunkt: | Getreidegasse |
| Karte: | Googlemaps |
Die Sigmund-Haffner-Gasse befindet sich in der Altstadt von Salzburg zwischen dem Franziskanerkloster und dem Rathaus.
Name
Die Sigmund-Haffner-Gasse ist nach dem gleichnamigen Bürgermeister der Stadt Salzburg, Sigmund Haffner (* (1768; † 1772), benannt, der im Haus Nr. 6 wohnte. Der Beschluss zur heutigen Namensgebung wurde im Jahr 1873 gefasst.
Geschichte
Die Gasse ist eine der zentralen und ältesten Gassen in der Altstadt.
Der obere, südliche, Teil, bisweilen die ganze Gasse, hieß seit der ersten urkundlichen Erwähnung 1285 Abtsgasse, nach dem Abt von St. Peter. Der untere, nördliche Teil der Gasse hatte in älterer Zeit den Namen Haber- oder Milchmarkt.
Von etwa 1335 bis ins 18. und 19. Jahrhundert wurde sie Kirch- oder Pfarrgasse genannt, weil die Franziskanerkirche in dieser Zeit die Stadtpfarrkirche war.
Gebäude
Die ältesten Gebäude stammen aus dem 11. Jahrhundert.
Südlicher Teil
Vom Franziskanerkloster kommend findet man auf der linken Straßenseite folgende Gebäude:
Nr. 22. An der Ecke Sigmund-Haffner-Gasse - Franziskanergasse befindet sich das Gebäude des ehemaligen Collegium Rupertinum, in dem heute das Museum Rupertinum untergebracht ist, ein Gebäude, das in der Länge bis zum Max-Reinhardt-Platz reicht. Es wurde von Fürsterzbischof Paris Graf Lodron erbaut und war ein Heim für Studenten der von ihm gegründeten Benediktineruniversität und das Salzburger Gymnasium.
Nr. 20. Anschließend steht das Kapellhaus, früher die Unterkunft der Sängerknaben des Doms. Es trägt das Wappen des Frürsterzbischofs Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg.
Nr. 18. Universitätsgebäude, ehemaliges „Pustet-Haus“; bekannte Bewohner war Joseph Freiherr von Weiß, Politiker, Jurist und erster Landeshauptmann von Salzburg.
Nr. 16. Es folgt der Langenhof, da er der Familie von Fürsterzbischof Matthäus Lang gehörte. 1670 wurde er von der Familie der Kuenburger in die heutige Form umgebaut.
Nr. 14. „Baron Prankh-Haus“.
Nr. 12. „Dachsbergerhof“.
Nr. 10. Das Ritzerbogenhaus mit dem Ritzerbogen.
Nach rechts öffnet sich die Churfürststraße zum Alten Markt.
Parallel auf der rechten Gassenseite steht die Franziskanerkirche, gefolgt von der Dietrichsruh und dem Toskanatrakt.
Unterer Teil
Nr. 7-9. "Elsenheimersche Haus", auch „Gusettihaus“: In den Häusern Nr. 7 und 9, Ecke Churfürststraße, schräg gegenüber dem Ritzerbogen, war der Gasthof zu den drei Kronen.
Nr. 8. „Lamberghaus“, früher „Schloßganglhaus“. Zu den Besitzern zählte Ludwig (II.) Alt "der Älteste" (* ca. 1484, † 1554); später war der Besitz geschossweise aufgeteilt, zu den Besitzer gehörten zB 1813 die Triendls, Schlossgangl von Edlenbach, Schallhammers und die Koflerischen Schwestern.[1]
Nr. 6. „Haffnerhaus“. Das Gebäude, heute Durchgang zum Schatz-Durchhaus, war der Sitz verschiedener Handelshäuser, so
- der Alt (Wilhelm Alt, Vater der Salome Alt, die in diesem Haus geboren wurde[2]),
- der Laimprucher und Kaltenhauser,
- der Haffner und Triendl.
Nr. 4. Im Hotel Elefant gründete Adolph Kolping am 12. Mai 1852 den ersten Salzburger katholischen Gesellenverein.
Prominente Bewohner
Prominente Bewohner der Sigmund-Haffner-Gasse waren etwa Wolf Dietrich von Raitenau (* 1559; † 1617), der von 1587 bis 1612 Fürsterzbischof von Salzburg war, seine Geliebte Salome Alt (* 1568; † 1663) im Haus Sigmund-Haffner-Gasse 6 oder Heinrich Ignaz Franz Biber (* 1644; † 1704).
Geschäfte
Nr. 16. In Scio's Specereyen wurden die original Venusbrüstchen nach altem Rezept angeboten. Die Praline galt bereits zu Mozarts Zeiten als Delikatesse. Die Familie Rigaud führte diese Tradition in Salzburg fort bis zur Schließung des Lokals im Herbst 2010 fort.
Nr. 12. Restaurant Zipfer Bierhaus
Nr. 10. Die traditionsreiche Buchhandlung Höllrigl.
Nr. 3. Das Geschäft J. Schiessendoppler Inh. Dr. B. Spitz, Besitzer Dipl. Kfm. Dr. Burkhard Spitz, existiert heute nicht mehr.
Am nördlichen Ende an den beiden Ecken bei der Einmündung der Sigmund-Haffner-Gasse in den Kranzlmarkt befand sich früher das bekannten Salzburger Textilhaus Thalhammer.
Unternehmen
- Nr. 1. Baukultur2[3] "Erkennen Weiterführen Verwandeln" im Sakral- Alt- Zu- Erweiterungsbau.
Bilder
Sigmund-Haffner-Gasse – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
- Info zu 'Sigmund-Haffner-Gasse auf gis.stadt-salzburg.at
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006
- Martin, Franz: Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst, Verlag "Das Bergland-Buch", 1952
Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974
- Martin, Franz: Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK) Band 78 (1938), 84/85 (1944/45). = derselbe, Hundert Salzburger Familien (Verlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1946) S. 201, 206, 315.
- Salzburgwiki
- Wikipedia
- Österreichischer Städteatlas, Salzburg, Österreichischer Städteatlas Salzburg → diese Quelle erweist sich allerdings vielfach als wenig verlässlich, siehe dazu Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg - Fehlerhaftigkeit des Österreichischen Städteatlas Salzburg
Fußnoten
- ↑ Franz X. Weilmeyr: Salzburg, die Hauptstadt des Salzach-Kreises. Ein Hand- und Addreß-Buch für Jedermann. Salzburg 1813. In der Mayer’schen Buchhandlung S. 265; Franz Martin aaO MGSLK 78 (1938) S. 158 (Koflern) und 162 (Schallhammer) = Hundert Salzburger Familien S. 201 u.206.
- ↑ Franz Martin: 99. Altenau, MGSLK 84/85 (1944/45) S. 63 = derselbe, Hundert Salzburger Familien S. 315.
- ↑ Baukultur2