Fremdenverkehr in der Stadt Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Zeile 1: Zeile 1:
'''Fremdenverkehr in der Stadt Salzburg''' <---wird noch ergänzt--->
+
'''Fremdenverkehr in der Stadt Salzburg'''  
  
 
===Geschichte des Fremdenverkehrs in der Stadt Salzburg===
 
===Geschichte des Fremdenverkehrs in der Stadt Salzburg===

Version vom 22. Juli 2008, 12:08 Uhr

Fremdenverkehr in der Stadt Salzburg

Geschichte des Fremdenverkehrs in der Stadt Salzburg

1898 waren es erstmals mehr als 100.000 Besucher, die man in der Stadt Salzburg regisierte. Schon 1910 waren es 180.000.

1902 fanden im Stadtgebiet rund 1.200 Personen Arbeit im Gastgewerbe. Weitere Nutznießer vom Fremdenvekehr waren Fiaker, Geldwechsler, Dienstmänner, Fremdenführer und Hersteller von Touristenartikeln. So hatte sich die Firma Zulehner am Alten Markt auf die Herstellung und den Vetrieb von alpiner Bekleidung und Ausrüstung spezialisiert. Das Fremdenverkehrsbureau in der Schwarzstraße gab Auskünfte, vermittelte Reisen ins Gebirge und verkaufte Generalabonnements für das Salzkammergut. Man konnte die Salzburger Kollektivkarte erwerben, mit der man freien Eintritt oder eine Ermäßigung für eine Reihe von Sehenswürdigkeiten erhielt. Und natürlich wurden auch Fremdenführer stunden- oder tageweise vermittelt.

1948 haben insgesamt 10.774 ausländische Gäste die Stadt Salzburg besucht.

Am 17. Februar 1949 klagen die Inhaber der beschlagnahmten Hotels und Gasthöfe in der Stadt Salzburg, dass sie von den USFA nur rund 1,50 Schilling pro Bett erhalten, während bei einem regulären Hotelbetrieb der zehn- bis zwanzigfache Betrag zu erzielen sei. Sie verlangen einen Nachlass aller Steuern und Abgaben; derzeit sind von der US-Besatzungsmacht noch beschlagnahmt: Hotel Stein, Hotel Meran, Hotel Österreichischer Hof, Hotel Pitter, Hotel Bristol, Hotel Traube, Gasthaus Hofwirt, Gasthaus Steinlechner, Gasthaus Kasererhof, Café Mirabell-Casino, Café Tomaselli und Café Glockenspiel;

1950 wurden in der Stadt Salzburg 223.547 Gäste mit 1,228.430 Übernachtungen gezählt. Dazu kamen noch 41.797 Übernachtungen in Jugendherbergen. Das ergibt in Summe die bisher höchsten Fremdenverkehrsziffern. In der Stadt gibt es derzeit 26 Hotels (einige davon noch von den USTruppen besetzt), 189 Gasthöfe, 26 Pensionen und Fremdenheime, 15 Restaurants, 30 Kaffeehäuser, 8 Café-Konditoreien, 9 Bars, 18 Weinstuben, 9 Branntweinschenken, 4 Gassenweinschenken, 5 Ausspeisereien, 3 Frühstückstuben, 5 Kino-Büffets, 3 Mostschenken und 5 Milchtrinkstuben.

Aus dem Rechenschaftsbericht des Salzburger Stadtverkehrsbüros am 8. Februar 1954 geht hervor, dass die Zahl der Touristen im Jahr 1953 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent gestiegen ist. Am 11. Juni 1955 wurde ein elektrischer Zimmernachweis am Salzburger Hauptbahnhof installiert.

Begleiterscheinungen durch den Fremdenverkehr

Fremdenverkehr bringt naturgemäß auch mehr Verkehr in die Stadt. Im Zeitalter der Mobilität drängen die Menschen, mit ihren eigenen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. So genannte Low-Cost-Carrier, auch Billigfluglinien bezeichnet, transportieren sein einigen Jahren deutlich mehr Passagiere zum Flughafen Salzburg, wenn auch nicht alle von ihnen dann in die Stadt strömen.

Gäste, die mit Reisebussen fahren

Doch bedeuten mehr Flugzeuge auch mehr Gruppen, die dann mit - mehr - oder öfters verkehrenden Bussen, nicht nur der öffentlichen Verkehrsmittel, im Stadtgebiet bewegt werden müssen.

Diese Bustransporte wiederum haben die Stadt Salzburg schon vor einigen Jahren dazu veranlasst, nur gewisse Korridore für Fahrten zu und von so genannten Busterminals für Busse freizugeben. Im inneren Stadtbereich zwischen Karolinenbrücke - Kreuzung Salzburger Landestheater - Müllner Hügel - Sigmundstor herrscht darüber hinaus ein absolutes Busfahrverbot zwischen 8 und 18 Uhr.

Dieser Konflikt der Stadtegierung, einerseits mehr Gäste in die Stadt bringen zu wollen, andererseits - nur - den Reisebusverkehr aus der inneren Stadt zu verbannen, ist nicht neu. Schon am 28. Juli 1955 kam es zum ersten Protest gegen eine Busregelung. Kaum hat sich die Stadt dazu durchgerungen, während der Festspielzeit Reisebusse nicht mehr in der Altstadt parken zulassen – sie werden von Pfadfinderlotsen per Fahrrad von der Aussteigestelle Kapitelplatz zum Parkplatz im Nonntal geführt – wird Protest seitens der Busfahrer laut. Diese drohen, Salzburg künftig nicht mehr anfahren zu wollen.

Einerseits verringern Busse deutlich den Individualverkehr (ein Reisebus mit durchschnittlich 40 Plätzen ersetzt durchschnittlich 20 PKW's), andererseits sehen die derzeitigen Maßnahmen im Stadtgebiet von Salzburg deutliche Benachteiligungen für diese Art der Fortbewegung vor. Während sich beliebig lange PKW-Kolonnen durch die Straßen der inneren Stadt quälen dürfen, möglicherweise auch sich auf den Kais kreisend eine Parklücke erhoffen, werden Busgäste auf die beiden Busterminals in der Paris-Lodron-Straße oder Nonntal verwiesen.

Lange Zeit haben auch Politiker die Kaufkraft dieser Bustouristen unterschätzt. Vor allem weitgehend unbekannt ist die Tatsache, dass beispielsweise zu den Festspielen die Sponsoren, aber auch anderen Firmen und Institutionen Gäste busweise nach Salzburg einladen und im Stadtgebiet bewegen müssen. Dabei erreichen die Ausgaben durchaus € 500.-- und mehr pro Person und Tag, die für und von diesen Festspielgästen ausgegeben werden. Trotzdem können diese Gäste bedingt durch Fahrverbote und Auflagen für kostenpflichtige Sondergenehmigungen für Busfahrten im inneren Stadtgebiet nur bedingt transportiert werden und müssen teilweise auch zu Fuß von ihren Hotels wie Sacher oder Sheraton gehen. Im Gegensatz zu den PKW-Gästen, die ja z. B. durch die Altstadtgaragen unmittelbar am historischen Altstadtkern aus- und einsteigen können.

Schlechtwetterregelung

Die 2007 wieder aktuell gewordene Schlechtwetterregelung: Bei Regentagen im Sommer dürfen nur Fahrzeuge mit österreichischen oder Berchtesgadener Land-Kennzeichen in die Stadt einfahren. Fahrzeuge mit anderen Kennzeichen werden auf Parkflächen am Rande der Stadt umgeleitet.

Diese Regelung ruft natürlich Gegner und Befürworter auf den Plan. Stephan Handl ist Polizist und befasst sich als Verkehrsinspektor mit der Verkehrsplanung, Baustellenkoordination und Veranstaltungen in der Landeshauptstadt. Und auch mit dieser Problematik. Gegner meinen, die Gäste fühlten sich ausgesperrt und würden weniger Geld ausgeben. Befürworter halten jedoch dagegen, dass Gäste, die zunächst Stundenlang im Stau stünden, weder Lust oder auch dann noch die notwenige Zeit hätten, Geld auszugeben.

Quelle