Busterminals

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Blick auf den Busterminal Salzburg Süd in der Erzabt-Klotz-Straße im Salzburger Stadtteil Nonntal.

Busterminals sind Sammel-Ein- und Ausstiegspunkte für Gäste, die mit Reisebussen unterwegs sind.

Salzburg Stadt

Diese Terminals dürfen nur auf vorgeschriebenen Strecken angefahren werden, um den fließenden Verkehr nicht zu stark zu behindern. In der Stadt Salzburg gibt es zwei Busterminals:

Busterminal Salzburg-Nord

Busterminal Salzburg-Nord in der Autobahnabfahrtschleife Salzburg-Nord:

Ausstattung: Toilette
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmittel für den Busfahrer: keine
  • von der Stadtgemeinde Salzburg: auf den Park&Ride-Parkplatz Salzburg-Alpensiedlung-Süd
Ausstattung: Toilette
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmittel für den Busfahrer: Obuslinie 3

Busterminal Salzburg Süd

Der Busterminal Salzburg Süd befindet sich in Nonntal in der Erzabt-Klotz-Straße.

Ausstattung: Toilette, saisonbedingt Eisverkauf, Getränke
Dieser Terminal darf jedoch nur bis 22 Uhr angefahren werden; zu früh, um z. B. Gruppen abzuholen, die eine Kulturveranstaltung in der Altstadt besuchen;[1]

Ausstiegsstellen

  • Busterminal Salzburg-Süd;
  • In der Paris-Lodron-Straße
Ausstattung: Toilette

Im August 2024 wurde bekannt, dass die Stadtgemeinde die Auflassung des Busterminals in der Paris-Lodron-Straße überlegt. Ein Terminal am Altstadtrand reiche aus.[1] Im Frühjahr 2026 bestand er noch, siehe Fremdenverkehr in der Stadt Salzburg#2026.

Daten

2023: 20 985 Reisebusse in Salzburg registriert

Seit 2018 gibt es ein Online-Buchungssystem. Reisebusse dürften die Terminals in Nonntal und in der Paris-Lodron-Straße nur anfahren, wenn sie vorher für An- und Abreise ein Zeitfenster gebucht haben. Kostenpunkt: 70 Euro. Wer die Terminals ohne Buchung anfährt, muss 90 Euro zahlen. Abgewickelt und kontrolliert wird über die Tourismus Salzburg GmbH (TSG). Die Busfahrer haben 20 Minuten Zeit, dann müssen sie die Parkplätze auf dem Busterminal Salzburg-Nord oder P & R Salzburg Süd anfahren.

2023 wurden nach Angaben der TSG 20 985 Reisebusse in Salzburg registriert, das waren 47 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2019 (vor Corona). Die Zufahrten zu den beiden Terminals sind gleichmäßig verteilt: 47 Prozent der Busse benutzten 2023 den Terminal Nonntal, 53 Prozent jenen in der Paris-Lodron-Straße. Der stärkste Monat war der Dezember mit 2 773 registrierten Bussen.[1]

2026

Durchschnittlich 25 000 Busse kamen zuletzt pro Jahr in die Landeshauptstadt. Mit den Leerfahrten zu den Parkplätzen am Stadtrand sind das 100 000 Fahrten von Reisebussen durch die Innenstadt. Anrainer beklagen Lärm und Verkehr.

Der Salzburger Fremdenführer Hannes Kittl hat der Stadt einen konkreten Vorschlag vorgelegt. So sei es für ihn verständlich, dass der Terminal in der Innenstadt aufgelassen werde. Es gebe genügend Parkflächen an den Stadträndern, die attraktiviert werden müssten. Vor allem beim Busterminal Salzburg-Nord sieht er Potenzial. "Dort gibt es 60 Stellflächen für Busse. Von dort soll ein Shuttle eingerichtet werden, der alle 15 Minuten 120 Personen in die Innenstadt befördert, das entspricht zwei Reisegruppen." Kosten soll das System mit Shuttles etwa eine Million Euro, dies sei durch die Einnahmen der Stadt für die Busse (seit heuer 90 Euro pro Reisegruppe) gedeckt, sagt Kittl. Auch die Chauffeure könnten mit dem Shuttle in die Innenstadt fahren und müssten nicht wie derzeit den ganzen Tag an dem Busparkplatz ausharren. Das Shuttle sollte Kittl zufolge den Mirabellplatz anfahren: "Dort wollen die meisten Reisegruppen als Erstes hin – in den Mirabellgarten."

Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) unterstützt die Idee, Tagesgäste künftig am Stadtrand in Shuttlebusse umzuleiten. Die Stadt sucht dafür aktiv nach Flächen für einen Busterminal sowie Park-and-ride‑Plätze und verhandelt mit Investoren und Grundeigentümern. Auinger betont, man wolle nicht auf Initiativen des Landes oder der Umlandgemeinden warten. Der bisherige Pendlerparkplatz bei der Messe wurde kaum genutzt, dennoch hält er die Messe wegen des vorhandenen Platzes weiterhin für geeignet. Die ablehnende Haltung der Miteigentümer von Land und Wirtschaftskammer zu einem Busterminal bei der Messe bezeichnet er als "befremdlich". Fakt ist aber, dass der Busterminal in der Paris-Lodron-Straße wird aufgelassen wird, sagt Auinger.

Heidi Strobl, interimistische Geschäftsführerin der Tourismus Salzburg GmbH, betont, dass die Anzahl der Reisebusse in der Stadt Salzburg bereits massiv zurückgegangen sei. "Im Vergleich zu 2019, als noch mehr als 40 000 Busse die Stadt anfuhren, sind es nun 40 Prozent weniger."[2]

Weitere ehemalige und aktive Terminals

Zell am See

In Zell am See gibt es seit Dezember 2006 ebenfalls einen Busterminal, an dem Gäste, die mit Reisebussen ankommen, auf Minibusse umsteigen müssen, damit sie zu ihren im Stadtzentrum gelegenen Hotels gelangen können.

Eine nicht mehr bestehende Busparkmöglichkeit in der Stadt Salzburg

Der Betriebshof von SCHWEIGHOFER & ZÖHRER, der auch als Parkplatz für fremde Reisebusse vermietet wurde.

Auf den Parkplatz von SCHWEIGHOFER & ZÖHRER an der Anton-Graf-Straße, östlich des Kapuzinerberges, bestand bis etwa 2019 die Möglichkeit, um € 30.-- je 24 Stunden einen Bus zu parken. Der Parkplatz war mit Toilette, Waschmöglichkeit für Bus (gegen Gebühr), Toilettenentleerungsmöglichkeit für Bustoilette (gegen Gebühr) ausgestattet; es gab die Möglichkeit, kleine Reparaturen durch Mechaniker von SCHWEIGHOFER & ZÖHRER durchführen zu lassen sowie ein Café-Imbiss-Lokal.

Siehe auch

Quelle

  • Quelle(n) dieses Artikels sind persönliche Erinnerungen oder Kenntnisse von Peter Krackowizer, die nicht mit Einzelnachweisen belegt sind

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 www.sn.at, 5. August 2024: "Aus für Busterminal: Reisebusse sollen raus aus der Salzburger Innenstadt"
  2. ↑ sn.at, 27. April 2026: Wohin mit den Reisebussen in Salzburg? Die Stadt sucht nach Grundstücken