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Das '''{{PAGENAME}} '''ist die Bearbeitung eines alten alpenländischen Volksschauspiels. Das neue Halleiner Weihnachtsspiel heißt nun „'''A Stern kummt auf'''“ nach [[Carl Orff]].
Das '''Halleiner Weihnachtsspiel''' ist ein alle zwei Jahre in der [[Hallein|Stadt Hallein]] in den ersten Dezemberwochen stattfindendes und alle vier Jahre neu gestaltetes Schauspiel mit Musik zur Weihnachtsthematik rund um die Geburt Jesu, allerdings seit [[2011]] mit zeitgenössischem Bezug abseits der traditionellen Hirtenromantik anderer alpenländischen Weihnachtsspiele.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
[[1919]], in den Anfängen der [[Salzburger Festspiele]], war die Inszenierung des Halleiner Weihnachtsspiels von [[Max Mell]] in der [[Franziskanerkirche]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] als zweites Stück neben dem [[Jedermann]] vorgesehen gewesen<ref>Quelle [http://www.festspielfreunde.at/deutsch/dialoge2001/25_Janke_2001.pdf www.festspielfreunde.at PDF]</ref>.  
Hallein verfügt über eine lange Tradition von Weihnachtsspielen. Und das hat seinen Grund. Während der Winterzeit ruhte weitgehend die Arbeit in der [[Saline Hallein|Saline]] und im [[Salzbergwerk Dürrnberg|Bergwerk]]. Auch die Zulieferer, wie etwa die Küffer (Hersteller der [[Salzfass|Salzfässer]]) und die vielen Menschen, die mit der Verarbeitung des Salzes und seinem [[Salztransport|Transport]] beschäftigt waren, hatten dann kaum etwas zu tun. In dieser Zeit schnitzte man [[Krippe]]nfiguren, drechselte Holzfigürchen - die Halleiner Puppen - und stellte die begehrten blauen Halleiner Strümpfe her. In dieser Zeit spielte man auch immer wieder Geschichten rund um die Geburt Christi, die man in Wirtshäusern aufführte.  


Von [[1953]] bis [[2003]] wurde das Stück in [[Hallein]] von [[Linde Moldan]] organisiert. Dann ''schlief'' es ein, bis [[2011]] der [[Kulturverein Hallein]] unter der Leitung von [[Friedrich Bahner]] das Stück neu aufgriff. Die schon lange gehegte Idee von [[Kurt Schwaiger]], Carl Orffs "Weihnachtsspiel"  unter seiner Regie durch das [[ELtheater Hallein]] und mit Musikerinnen und Musikern aus der Region aufzuführen, konnte im [[Advent]] 2011 umgesetzt werden. Die musikalische Konzeption und die Leitung der aufwendigen Produktion wurden von [[Wolfgang Guttmann]] übernommen.
Nun gibt es zwei Entstehungsschichten. Geschichte Nr. 1. stammt aus einer Presseaussendung des [[Kulturforum Hallein|Kulturforums Hallein]] vom [[18. November]] [[2012]] - nachstehend.


Die dramaturgische und musikalische Aufbereitung des Werks erfolgte so, dass es den vom Publikum erwarteten traditionellen Gepflogenheiten eines Weihnachtsspiels einerseits gerecht wird, andererseits (der Musik und dem Libretto Orffs folgend) neue, der Zeit entsprechenden Elemente enthält. Alle fünf Veranstaltungen im [[Ziegelstadl Hallein]] im Advent 2011 waren ausverkauft.
=== Entstehungsgeschichte Nr. 1 ===
[[Max Mell]] bearbeitete eines dieser alpenländischen Volksschauspiele und gab ihm den Namen "Halleiner Weihnachtsspiel". [[1919]], in den Anfängen der [[Salzburger Festspiele]], war die Inszenierung des Halleiner Weihnachtsspiels von [[Max Mell]] in der [[Franziskanerkirche]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]] als zweites Stück neben dem "[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]" vorgesehen gewesen.<ref>[http://www.festspielfreunde.at/deutsch/dialoge2001/25_Janke_2001.pdf www.festspielfreunde.at PDF]</ref> 


=== Neuinszenierung 2011 ===
Von [[1953]] bis [[2003]] wurde das Stück in Hallein von Linde Moldan organisiert. Dann schlief es ein, bis [[2011]] der Kulturverein Hallein unter der Leitung von [[Friedrich Bahner]] das Stück neu aufgriff. Die schon lange gehegte Idee von [[Kurt Schwaiger]], [[Carl Orff]]s "Weihnachtsspiel" unter seiner Regie durch das ELtheater Hallein und mit Musikern aus der Region aufzuführen, konnte im [[Advent]] 2011 umgesetzt werden. Die musikalische Konzeption und die Leitung der aufwendigen Produktion wurden von Wolfgang Guttmann übernommen.
Es war 2011 ein Wagnis, mit einem textlich und musikalisch völlig neuen Spiel die Türen zu öffnen, um damit dem weihnachtlichen Geschehen Halleins eine zukunftsweisende Prägung zu verleihen. Die Idee von Kurt Schwaiger, Carl Orffs „Weihnachtsspiel“ unter seiner Regie durch das ELtheater Hallein und mit Musikerinnen und Musikern aus der Region aufzuführen, wurde aber erfreulicher Weise ein viel umjubelter Erfolg. Wolfgang Guttmann übernahm in bewährter Weise die Umsetzung und Leitung der von ihm erarbeiteten musikalischen Konzeption. Damit wurde wieder die schon oftmals vom Kulturforum Hallein genützte Gegebenheit bestätigt, welch großes Kapital an vielseitigen und qualitätsvollen Kulturschaffenden in unserem Lebensraum zur Verfügung steht. Diesem Bonus gilt es auch in Zukunft größte Beachtung zu schenken. Nur so wird es weiterhin möglich sein, das Interesse am kulturellen Geschehen in aktiver und passiver Form zu wecken, zu erhalten und zu fördern.


Das Kulturforum Hallein setzte sich auch besonders für eine adäquate „Neubelebung“ dieser adventlichen Aktivität ein. Schließlich wurde auch die Stadträtin für kulturelle Angelegenheiten, Dr. [[Eveline Sampl-Schiestl]], mit diesem Ansinnen befasst. Ihrem Engagement sowie den Förderern und Sponsoren ist es zu verdanken, dass der notwendige finanzielle Rahmen für dieses Projekt gesichert werden konnte.
Die dramaturgische und musikalische Aufbereitung des Werks erfolgte so, dass es den vom Publikum erwarteten traditionellen Gepflogenheiten eines Weihnachtsspiels einerseits gerecht wird, andererseits (der Musik und dem Libretto Orffs folgend) neue, der Zeit entsprechenden Elemente enthält. Alle fünf Veranstaltungen im [[Ziegelstadel Hallein]] im Advent 2011 waren ausverkauft.


Dieses Halleiner Weihnachtsspiel, ein Kunstwerk aus Musik, Sprache und Bewegung, ist dazu prädestiniert, dem kulturellen Image neue und der vorweihnachtlichen Atmosphäre der Stadt besonders qualitätsvolle Akzente zu verleihen.
Mit der Wahl von Carl Orffs Werk "[[A Stern kummt auf]]" war damit der zeitgenössische Umgang mit dem Weihnachtsthema hergestellt. In den Folgejahren konnte der junge Salzburger Komponist [[Jakob Gruchmann]] gewonnen werden, die musikalische Leitung zu übernehmen und dafür auch kompositorische Erweiterungen zu schaffen.


== Inhalt ==
=== Entstehungsgeschichte Nr. 2 wurde im Zusammenhang mit der Inszenierung 2025 bekannt ===  
=== Originalfassung von Carl Orff ===
 
: Ludus de nato Infante mirificus
Ursprünglich gab es nach einem Treffen [[2023]] die Vereinbarung, dass in ungeraden Jahren das ELtheater sein Stück aufführt, in geraden Jahren gruber&more ihres. Nachdem das ELtheater 2023 seine "Schicksalsfäden" erfolgreich auf die Bühne gebracht hatte, kam aber [[2024]] die geplante Produktion des Weihnachtsspiels von gruber&more nicht zustande. [[2025]] gab es dann wieder ein "Halleiner Weihnachtsspiel".
 
Dieser Neuinszenierung soll ein Weihnachtsspiel zugrunde liegen, das ein gewisser Josef Häusl [[1840]] aufgeführt haben soll. Für die Inszenierung 2025 hat Sonja Dworzak eine Neufassung des alten, archaischen Textes gemacht. Dieser neugestaltete Text wird als Premiere mit all den in Archiven entdeckten Liedern aus dem [[17. Jahrhundert]] aufgeführt. Es wurde auch eine Idee aufgegriffen, die [[Max Reinhardt]] und [[Bernhard Paumgartner]] [[1919]] für die geplante Aufführung des Halleiner Weihnachtsspiels zur Eröffnung der [[Salzburger Festspiele 1920]] umsetzen wollten, nämlich die Komposition einer Bühnenmusik. [[Helmut Zeilner]] hat einerseits die Lieder im Original belassen, da und dort vorsichtig ergänzt, sowie mit Vor- und Nachspielen eines Bläserquintetts unterlegt und andererseits neue Melodien geschaffen. Diese werden als Zwischenspiel gemeinsam mit der Figur des Engels von Szene zu Szene überleiten und so in die verschiedenen Emotionen und Stimmungen hineinführen. Alt und neu verschmelzen dabei zu einer stimmigen und sich gegenseitig ergänzenden Symbiose.


Das Oster- (Comoedia de Christi Resurrectione) und Weihnachtsspiel (Ludus de nato Infante mirificus) wurden von Orff 1970 in Analogie zu den einander zugeordneten Bildern eines Zweiflügelaltars als Diptychon zusammengefasst.
== Chronologie zum zeitgenössischen Halleiner Weihnachtsspiel seit 2011 ==
* 2011/12: ''Ludus de nato Infante mirificus.'' Text von Carl Orff, Musik von Carl Orff und [[Wilhelm Keller]], musikalische Leitung: Wolfgang Guttmann, Regie: Manuela Widmer;
* 2014/16: ''A Stern kummt auf.'' Text von Gunild Keetman, Musik von Jakob Gruchmann und Carl Orff, Musikalische Leitung: Jakob Gruchmann, Regie: Manuela Widmer;
* 2018/23: ''Stille Nacht - Schicksalsfäden ([[Franz Xaver Gruber|F. X. Gruber]]. Dem Schicksal zum Trotz.)'' Text von Andrea Sobieszek, Musik von [[Gerhard Hafner]] und Jakob Gruchmann, musikalische Leitung: Gerhard Hafner, Regie Christa Hassfurther (2018), Silke Stein und Bashir Khordahji (2023);
* 2025: ''Das Halleiner Weihnachtsspiel''. Überliefertes Volksschauspiel in neuer Dramaturgie. Musik von Bernhard Paumgartner und Helmut Zeilner, Dramaturgie: Florian Eisner, Regie: Simon Jaritz


In seinem Weihnachtsspiel ist Carl Orff einerseits stark der alpenländischen Krippenspieltradition verpflichtet, sprengt aber andererseits den Rahmen einer oft seichten, biederen Hirtenromantik und macht das Weihnachtsgeschehen als ein weltveränderndes, kosmisches Ereignis sichtbar.
== Halleiner Weihnachtsspiel 2011: "A Stern kummt auf" ==


Mitten zwischen die guten Mächte (verkörpert durch die unsichtbaren Engel) und die Mächte des Bösen (verkörpert durch die Hexen) ist der Mensch eingespannt. Er begegnet uns in der vertrauten Gestalt des Hirten und hat sich, von der Botschaft angerührt, zwischen Glaube und Unglaube zu entscheiden. Die dialogischen Szenen der Hirten werden von musikalischen Szenen umrahmt.
[[Datei:A_Stern_kummt_auf_2012.jpg|thumb|{{PAGENAME}}, Plakat 2012]]


Der Träger des Geschehens ist vorwiegend die regionale Sprache, die bildhaft und hintergründig ohne heimattümelnde Marotten die tiefen Dimensionen des Weihnachtsgeschehens erlebbar macht.  
Es war [[2011]] ein Wagnis, mit einem textlich und musikalisch völlig neuen Spiel die Türen zu öffnen, um damit dem weihnachtlichen Geschehen Halleins eine zukunftsweisende Prägung zu verleihen. Die Idee von [[Kurt Schwaiger]], Carl Orffs "Weihnachtsspiel" unter seiner Regie durch das ELtheater Hallein und mit Musikerinnen und Musikern aus der Region aufzuführen, wurde aber erfreulicher Weise ein viel umjubelter Erfolg. Wolfgang Guttmann übernahm in bewährter Weise die Umsetzung und Leitung der von ihm erarbeiteten musikalischen Konzeption. Damit wurde wieder die schon oftmals vom Kulturforum Hallein genützte Gegebenheit bestätigt, welch großes Kapital an vielseitigen und qualitätsvollen Kulturschaffenden in unserem Lebensraum zur Verfügung steht. Diesem Bonus gilt es auch in Zukunft größte Beachtung zu schenken. Nur so wird es weiterhin möglich sein, das Interesse am kulturellen Geschehen in aktiver und passiver Form zu wecken, zu erhalten und zu fördern.


Dieses Weihnachtsspiel ist ein Sprachkunstwerk, das besonders durch die ausgefeilte musikalische Begleitung einen besinnlichen Rahmen erfährt.
Das Kulturforum Hallein setzte sich auch besonders für eine adäquate "Neubelebung" dieser adventlichen Aktivität ein. Schließlich wurde auch die Stadträtin für kulturelle Angelegenheiten, Dr. [[Eveline Sampl-Schiestl]], mit diesem Ansinnen befasst. Ihrem Engagement sowie den Förderern und Sponsoren ist es zu verdanken, dass der notwendige finanzielle Rahmen für dieses Projekt gesichert werden konnte. Dieses Halleiner Weihnachtsspiel, ein Kunstwerk aus Musik, Sprache und Bewegung, ist dazu prädestiniert, dem kulturellen Image neue und der vorweihnachtlichen Atmosphäre der Stadt besonders qualitätsvolle Akzente zu verleihen.


Das dramaturgische Prinzip der Spiegelung in Gegen- oder Nebenfiguren konkretisiert sich gleich zu Beginn im wörtlichen Sinn: Die Hexen verfolgen das Geschehen im Zauberspiegel. Diese, Abkömmlinge der alpenländischen [[Percht]]en, sprechen die einheimische Sprache der Landschaft, deren Ausgeburten sie sind. Den Wetterzauber aber entfesseln sie in lateinischer Beschwörung, die liturgisch-hymnische Sphäre ins Dämonische pervertierend.  
Die Inszenierung des neuen Halleiner Weihnachtsspiels 2011 wurde finanziert vom Kulturforum Hallein, der [[Stadtgemeinde Hallein]], dem [[Tourismusverband Hallein–Bad Dürrnberg]], dem Amateurtheaterverband Salzburg, der Schatzkammer Land Salzburg sowie von Immobilien Pilz aus Hallein.


Die Uraufführung fand am [[11. Dezember]] [[1960]] im  [[Württemberg]]ischen Staatstheater Stuttgart statt.
=== Originalfassung von Carl Orff ===
: ''Ludus de nato Infante mirificus


=== Inszenierung in Hallein ===
Das Oster-(''Comoedia de Christi Resurrectione'') und Weihnachtsspiel (''Ludus de nato Infante mirificus'') wurden von Orff [[1970]] in Analogie zu den einander zugeordneten Bildern eines Zweiflügelaltars als Diptychon zusammengefasst.
"''Der Stern kummt auf, kummt auf bei der Nacht …''" Mit diesen Worten beginnt Carl Orffs „Wundersames Spiel von der Geburt des Kindes“. Ein wahrlich wundersames Spiel, in dem Gutes und  Böses, die Geburt und der Tod, Göttliches und  Menschliches aufeinanderprallen.  


Maria und Joseph machen sich auf den Weg. Es ist ein steiniger Weg bei Kälte und Eis. Die Mächte des Bösen setzen alles daran, die blutjunge Frau und den Mann von ihrem Weg abzubringen und die Geburt des Kindes zu verhindern.
In seinem Weihnachtsspiel ist Carl Orff einerseits stark der alpenländischen Krippenspieltradition verpflichtet, sprengt aber andererseits den Rahmen einer oft seichten, biederen Hirtenromantik und macht das Weihnachtsgeschehen als ein weltveränderndes, kosmisches Ereignis sichtbar. Mitten zwischen die guten Mächte (verkörpert durch die unsichtbaren Engel) und die Mächte des Bösen (verkörpert durch die Hexen) ist der Mensch eingespannt. Er begegnet uns in der vertrauten Gestalt des Hirten und hat sich, von der Botschaft angerührt, zwischen Glaube und Unglaube zu entscheiden. Die dialogischen Szenen der Hirten werden von musikalischen Szenen umrahmt. Der Träger des Geschehens ist vorwiegend die regionale Sprache, die bildhaft und hintergründig ohne heimattümelnde Marotten die tiefen Dimensionen des Weihnachtsgeschehens erlebbar macht.  


Zentraler Teil des Spiels ist die Traumgeschichte der Hirten, eine in die Begriffswelt einfacher Leute übertragene Erzählung des Weihnachtsgeschehens, von der Reise nach Bethlehem bis zur Ankunft der drei Könige.
Dieses Weihnachtsspiel ist ein Sprachkunstwerk, das besonders durch die ausgefeilte musikalische Begleitung einen besinnlichen Rahmen erfährt. Das dramaturgische Prinzip der Spiegelung in Gegen- oder Nebenfiguren konkretisiert sich gleich zu Beginn im wörtlichen Sinn: Die Hexen verfolgen das Geschehen im Zauberspiegel. Diese, Abkömmlinge der alpenländischen [[Percht]]en, sprechen die einheimische Sprache der Landschaft, deren Ausgeburten sie sind. Den Wetterzauber aber entfesseln sie in lateinischer Beschwörung, die liturgisch-hymnische Sphäre ins Dämonische pervertierend.  


In Versen von großer Bildkraft erzählen die Hirten in altertümlicher Sprache von der Geburt des Kindes in einem Stall und „erwecken mit ihren bildhaften Worten die Himmelsvisionen an den Kuppeln barocker Kirchen“.
Die Uraufführung fand am [[11. Dezember]] [[1960]] im [[Württemberg]]ischen Staatstheater Stuttgart statt.  


Wie das Spiel endet, sei noch nicht verraten. Nur so viel: Auch Kinder im Schnee kreuzen den Weg des Paares und die Hirten haben so ihre Zweifel an der Friedfertigkeit der Menschen.
=== Inszenierung in Hallein ===
"Der Stern kummt auf, kummt auf bei der Nacht..." Mit diesen Worten beginnt Carl Orffs "Wundersames Spiel von der Geburt des Kindes". Ein wahrlich wundersames Spiel, in dem Gutes und Böses, die Geburt und der Tod, Göttliches und Menschliches aufeinanderprallen. Maria und Joseph machen sich auf den Weg. Es ist ein steiniger Weg bei Kälte und Eis. Die Mächte des Bösen setzen alles daran, die blutjunge Frau und den Mann von ihrem Weg abzubringen und die Geburt des Kindes zu verhindern.
 
Zentraler Teil des Spiels ist die Traumgeschichte der Hirten, eine in die Begriffswelt einfacher Leute übertragene Erzählung des Weihnachtsgeschehens, von der Reise nach Bethlehem bis zur Ankunft der drei Könige. In Versen von großer Bildkraft erzählen die Hirten in altertümlicher Sprache von der Geburt des Kindes in einem Stall und "erwecken mit ihren bildhaften Worten die Himmelsvisionen an den Kuppeln barocker Kirchen". Auch Kinder im Schnee kreuzen den Weg des Paares und die Hirten haben so ihre Zweifel an der Friedfertigkeit der Menschen.
   
   
Die Texte der Hirten sind in lokaler Mundart gehalten, bei der Musik hat Prof. Wolfgang Guttmann neben Werken von Carl Orff auch Weihnachts-Liedsätze aus dem Orff-Schulwerk sowie Musik von [[Franz Burkhart]] und [[Cesar Bresgen]] mit ergänzenden Kompositionen von [[Wilhelm Keller]] verwendet.
Die Texte der Hirten sind in lokaler Mundart gehalten, bei der Musik hat Prof. Wolfgang Guttmann neben Werken von Carl Orff auch Weihnachts-Liedsätze aus dem Orff-Schulwerk sowie Musik von [[Franz Burkhart]] und [[Cesar Bresgen]] mit ergänzenden Kompositionen von [[Wilhelm Keller]] verwendet.


== Halleiner Weihnachtsspiel 2012 ==
== Halleiner Weihnachtsspiel 2012 ==
=== Mitwirkende ===
: ELtheater Hallein
: ELtheater Hallein
: Instrumentalsolisten des Halleiner Weihnachtsspiels
: Instrumentalsolisten des Halleiner Weihnachtsspiels
: Bläser der [[Bergknappenmusikkapelle Bad Dürrnberg]]
: Bläser der [[Bergknappenmusikkapelle Bad Dürrnberg]]
: Vokalensemble der [[Universität Mozarteum]] Salzburg
: Vokalensemble der [[Universität Mozarteum]] Salzburg
: Kinderchor der [[Volksschule Hallein-Burgfried]]
: Kinderchor der [[Volksschule Hallein-Burgfried]]


Idee und Regie: Kurt Schwaiger
Idee und Regie: Kurt Schwaiger
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Musikalische Konzeption und Leitung: Wolfgang Guttmann
Musikalische Konzeption und Leitung: Wolfgang Guttmann


=== Termine ===
Finanzierung: Stadtgemeinde Hallein, Tourismusverband Hallein−Bad Dürrnberg, Kulturforum Hallein, Amateurtheaterverband Salzburg, Immobilien Pilz Hallein, Dr. med. Jörg Stein und Schatzkammer Land Salzburg.
: Donnerstag, 13. Dezember 2012 um 19:30 Uhr
: Samstag,   15. Dezember 2012 um 16:00 Uhr
: Samstag,    15. Dezember 2012 um 19:30 Uhr
: Sonntag,    16. Dezember 2012 um 16:00 Uhr


=== Spielort ===
== Halleiner Weihnachtsspiel 2025 ==
[[Ziegelstadl Hallein]]
* Bläserquintett: Georg Winkler, Roswitha Breinlinger, Kristina Ernstbrunner, Ann-Sophie Hauer-Wögrath und Florian Schneider;
* Schauspielensemble (Auszug): Bernhard Teufl als Josef, Barbara Macheiner als Maria, Julia Rajsp als Engel;
* Dramaturg: Florian Elsner
* Regisseur: Simon Jaritz-Rudle
* Bühnenbild und Kostüme: Andreas Lungenschmid zusammen mit mit Schülern der [[Modeschule Hallein]]


=== Kartenverkauf ===
Termine: zwischen [[19. Dezember|19.]], 20. und 21. Dezember 2025
: [[Tourismusverband Hallein - Bad Dürrnberg]]
: [[Mauttorpromenade (Hallein)|Mauttorpromenade]] 6
: 5400 Hallein – [[Pernerinsel]]
: Telefon: 0 62 45 - 8 53 94


=== Information ===  
== Spielort ==
: Kulturforum Hallein
[[Ziegelstadel Hallein]]
: Telefon: 0 62 45 - 8 08 82
: E-Mail:  info@forum-hallein.at
: Weblink: [http://www. forum-hallein.at  www. forum-hallein.at]


== Finanzierung ==
== Quellen ==
=== 2011 ===
Die Inszenierung des neuen Halleiner Weihnachtsspiels 2011 wurde finanziert vom Kulturforum Hallein, der [[Stadtgemeinde Hallein]], dem [[Tourismusverband Hallein - Bad Dürrnberg]], dem [[Amateurtheaterverband Salzburg]], der [[Schatzkammer Land Salzburg]] sowie von [[Immobilien Pilz]] aus Hallein.
 
=== 2012 ===
 
Stadtgemeinde Hallein, Tourismusverband Hallein - Bad Dürrnberg, Kulturforum Hallein, Amateurtheaterverband Salzburg, [[Immobilien Pilz Hallein]], Dr. med. [[Jörg Stein]]  und Schatzkammer Land Salzburg.
 
== Quellen und Fußnoten ==
<references/>
* [http://www.forum-hallein.at/hallein/kultur.nsf/openkey/kulturforum www.forum-hallein.at]
* [http://www.forum-hallein.at/hallein/kultur.nsf/openkey/kulturforum www.forum-hallein.at]
* [http://www.drehpunktkultur.at/index.php?option=com_content&view=article&id=3813:zwischen-hexen-und-engeln&catid=82:kultur-im-land&Itemid=64 www.drehpunktkultur.at]
* [http://www.drehpunktkultur.at/index.php?option=com_content&view=article&id=3813:zwischen-hexen-und-engeln&catid=82:kultur-im-land&Itemid=64 www.drehpunktkultur.at]
* Presseaussendung Kulturforum Hallein, 18. November 2012
* Presseaussendung Kulturforum Hallein, 18. November 2012
* Programmheft "F.X.Gruber - Dem Schicksal zum Trotz", Halleiner Weihnachtsspiel 2018
* {{Quelle SN|20. November 2025, [[Lokalteil der Salzburger Nachrichten Lokalteil|Lokalteil]] Seite 18}}
* [https://www.sn.at/salzburg/kultur/in-hallein-weihnachtsspiele-184701514 sn.at], 20. November 2025: In Hallein kollidieren heuer die Weihnachtsspiele
== Einzelnachweise ==
<references/>


[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Kultur]]
[[Kategorie:Kultur]]
[[Kategorie:Kunst]]
[[Kategorie:Kunst]]
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[[Kategorie:Tennengau]]
[[Kategorie:Tennengau]]
[[Kategorie:Hallein]]
[[Kategorie:Hallein]]
[[Kategorie:Veranstaltung]]
[[Kategorie:Veranstaltung (Geschichte)]]
[[Kategorie:Kulturveranstaltung]]

Aktuelle Version vom 21. Oktober 2026, 16:22 Uhr

Probenbild 2011
Probenbild 2011

Das Halleiner Weihnachtsspiel ist ein alle zwei Jahre in der Stadt Hallein in den ersten Dezemberwochen stattfindendes und alle vier Jahre neu gestaltetes Schauspiel mit Musik zur Weihnachtsthematik rund um die Geburt Jesu, allerdings seit 2011 mit zeitgenössischem Bezug abseits der traditionellen Hirtenromantik anderer alpenländischen Weihnachtsspiele.

Geschichte

Hallein verfügt über eine lange Tradition von Weihnachtsspielen. Und das hat seinen Grund. Während der Winterzeit ruhte weitgehend die Arbeit in der Saline und im Bergwerk. Auch die Zulieferer, wie etwa die Küffer (Hersteller der Salzfässer) und die vielen Menschen, die mit der Verarbeitung des Salzes und seinem Transport beschäftigt waren, hatten dann kaum etwas zu tun. In dieser Zeit schnitzte man Krippenfiguren, drechselte Holzfigürchen - die Halleiner Puppen - und stellte die begehrten blauen Halleiner Strümpfe her. In dieser Zeit spielte man auch immer wieder Geschichten rund um die Geburt Christi, die man in Wirtshäusern aufführte.

Nun gibt es zwei Entstehungsschichten. Geschichte Nr. 1. stammt aus einer Presseaussendung des Kulturforums Hallein vom 18. November 2012 - nachstehend.

Entstehungsgeschichte Nr. 1

Max Mell bearbeitete eines dieser alpenländischen Volksschauspiele und gab ihm den Namen "Halleiner Weihnachtsspiel". 1919, in den Anfängen der Salzburger Festspiele, war die Inszenierung des Halleiner Weihnachtsspiels von Max Mell in der Franziskanerkirche in der Altstadt der Stadt Salzburg als zweites Stück neben dem "Jedermann" vorgesehen gewesen.[1]

Von 1953 bis 2003 wurde das Stück in Hallein von Linde Moldan organisiert. Dann schlief es ein, bis 2011 der Kulturverein Hallein unter der Leitung von Friedrich Bahner das Stück neu aufgriff. Die schon lange gehegte Idee von Kurt Schwaiger, Carl Orffs "Weihnachtsspiel" unter seiner Regie durch das ELtheater Hallein und mit Musikern aus der Region aufzuführen, konnte im Advent 2011 umgesetzt werden. Die musikalische Konzeption und die Leitung der aufwendigen Produktion wurden von Wolfgang Guttmann übernommen.

Die dramaturgische und musikalische Aufbereitung des Werks erfolgte so, dass es den vom Publikum erwarteten traditionellen Gepflogenheiten eines Weihnachtsspiels einerseits gerecht wird, andererseits (der Musik und dem Libretto Orffs folgend) neue, der Zeit entsprechenden Elemente enthält. Alle fünf Veranstaltungen im Ziegelstadel Hallein im Advent 2011 waren ausverkauft.

Mit der Wahl von Carl Orffs Werk "A Stern kummt auf" war damit der zeitgenössische Umgang mit dem Weihnachtsthema hergestellt. In den Folgejahren konnte der junge Salzburger Komponist Jakob Gruchmann gewonnen werden, die musikalische Leitung zu übernehmen und dafür auch kompositorische Erweiterungen zu schaffen.

Entstehungsgeschichte Nr. 2 wurde im Zusammenhang mit der Inszenierung 2025 bekannt

Ursprünglich gab es nach einem Treffen 2023 die Vereinbarung, dass in ungeraden Jahren das ELtheater sein Stück aufführt, in geraden Jahren gruber&more ihres. Nachdem das ELtheater 2023 seine "Schicksalsfäden" erfolgreich auf die Bühne gebracht hatte, kam aber 2024 die geplante Produktion des Weihnachtsspiels von gruber&more nicht zustande. 2025 gab es dann wieder ein "Halleiner Weihnachtsspiel".

Dieser Neuinszenierung soll ein Weihnachtsspiel zugrunde liegen, das ein gewisser Josef Häusl 1840 aufgeführt haben soll. Für die Inszenierung 2025 hat Sonja Dworzak eine Neufassung des alten, archaischen Textes gemacht. Dieser neugestaltete Text wird als Premiere mit all den in Archiven entdeckten Liedern aus dem 17. Jahrhundert aufgeführt. Es wurde auch eine Idee aufgegriffen, die Max Reinhardt und Bernhard Paumgartner 1919 für die geplante Aufführung des Halleiner Weihnachtsspiels zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 1920 umsetzen wollten, nämlich die Komposition einer Bühnenmusik. Helmut Zeilner hat einerseits die Lieder im Original belassen, da und dort vorsichtig ergänzt, sowie mit Vor- und Nachspielen eines Bläserquintetts unterlegt und andererseits neue Melodien geschaffen. Diese werden als Zwischenspiel gemeinsam mit der Figur des Engels von Szene zu Szene überleiten und so in die verschiedenen Emotionen und Stimmungen hineinführen. Alt und neu verschmelzen dabei zu einer stimmigen und sich gegenseitig ergänzenden Symbiose.

Chronologie zum zeitgenössischen Halleiner Weihnachtsspiel seit 2011

  • 2011/12: Ludus de nato Infante mirificus. Text von Carl Orff, Musik von Carl Orff und Wilhelm Keller, musikalische Leitung: Wolfgang Guttmann, Regie: Manuela Widmer;
  • 2014/16: A Stern kummt auf. Text von Gunild Keetman, Musik von Jakob Gruchmann und Carl Orff, Musikalische Leitung: Jakob Gruchmann, Regie: Manuela Widmer;
  • 2018/23: Stille Nacht - Schicksalsfäden (F. X. Gruber. Dem Schicksal zum Trotz.) Text von Andrea Sobieszek, Musik von Gerhard Hafner und Jakob Gruchmann, musikalische Leitung: Gerhard Hafner, Regie Christa Hassfurther (2018), Silke Stein und Bashir Khordahji (2023);
  • 2025: Das Halleiner Weihnachtsspiel. Überliefertes Volksschauspiel in neuer Dramaturgie. Musik von Bernhard Paumgartner und Helmut Zeilner, Dramaturgie: Florian Eisner, Regie: Simon Jaritz

Halleiner Weihnachtsspiel 2011: "A Stern kummt auf"

Halleiner Weihnachtsspiel, Plakat 2012

Es war 2011 ein Wagnis, mit einem textlich und musikalisch völlig neuen Spiel die Türen zu öffnen, um damit dem weihnachtlichen Geschehen Halleins eine zukunftsweisende Prägung zu verleihen. Die Idee von Kurt Schwaiger, Carl Orffs "Weihnachtsspiel" unter seiner Regie durch das ELtheater Hallein und mit Musikerinnen und Musikern aus der Region aufzuführen, wurde aber erfreulicher Weise ein viel umjubelter Erfolg. Wolfgang Guttmann übernahm in bewährter Weise die Umsetzung und Leitung der von ihm erarbeiteten musikalischen Konzeption. Damit wurde wieder die schon oftmals vom Kulturforum Hallein genützte Gegebenheit bestätigt, welch großes Kapital an vielseitigen und qualitätsvollen Kulturschaffenden in unserem Lebensraum zur Verfügung steht. Diesem Bonus gilt es auch in Zukunft größte Beachtung zu schenken. Nur so wird es weiterhin möglich sein, das Interesse am kulturellen Geschehen in aktiver und passiver Form zu wecken, zu erhalten und zu fördern.

Das Kulturforum Hallein setzte sich auch besonders für eine adäquate "Neubelebung" dieser adventlichen Aktivität ein. Schließlich wurde auch die Stadträtin für kulturelle Angelegenheiten, Dr. Eveline Sampl-Schiestl, mit diesem Ansinnen befasst. Ihrem Engagement sowie den Förderern und Sponsoren ist es zu verdanken, dass der notwendige finanzielle Rahmen für dieses Projekt gesichert werden konnte. Dieses Halleiner Weihnachtsspiel, ein Kunstwerk aus Musik, Sprache und Bewegung, ist dazu prädestiniert, dem kulturellen Image neue und der vorweihnachtlichen Atmosphäre der Stadt besonders qualitätsvolle Akzente zu verleihen.

Die Inszenierung des neuen Halleiner Weihnachtsspiels 2011 wurde finanziert vom Kulturforum Hallein, der Stadtgemeinde Hallein, dem Tourismusverband Hallein–Bad Dürrnberg, dem Amateurtheaterverband Salzburg, der Schatzkammer Land Salzburg sowie von Immobilien Pilz aus Hallein.

Originalfassung von Carl Orff

Ludus de nato Infante mirificus

Das Oster-(Comoedia de Christi Resurrectione) und Weihnachtsspiel (Ludus de nato Infante mirificus) wurden von Orff 1970 in Analogie zu den einander zugeordneten Bildern eines Zweiflügelaltars als Diptychon zusammengefasst.

In seinem Weihnachtsspiel ist Carl Orff einerseits stark der alpenländischen Krippenspieltradition verpflichtet, sprengt aber andererseits den Rahmen einer oft seichten, biederen Hirtenromantik und macht das Weihnachtsgeschehen als ein weltveränderndes, kosmisches Ereignis sichtbar. Mitten zwischen die guten Mächte (verkörpert durch die unsichtbaren Engel) und die Mächte des Bösen (verkörpert durch die Hexen) ist der Mensch eingespannt. Er begegnet uns in der vertrauten Gestalt des Hirten und hat sich, von der Botschaft angerührt, zwischen Glaube und Unglaube zu entscheiden. Die dialogischen Szenen der Hirten werden von musikalischen Szenen umrahmt. Der Träger des Geschehens ist vorwiegend die regionale Sprache, die bildhaft und hintergründig ohne heimattümelnde Marotten die tiefen Dimensionen des Weihnachtsgeschehens erlebbar macht.

Dieses Weihnachtsspiel ist ein Sprachkunstwerk, das besonders durch die ausgefeilte musikalische Begleitung einen besinnlichen Rahmen erfährt. Das dramaturgische Prinzip der Spiegelung in Gegen- oder Nebenfiguren konkretisiert sich gleich zu Beginn im wörtlichen Sinn: Die Hexen verfolgen das Geschehen im Zauberspiegel. Diese, Abkömmlinge der alpenländischen Perchten, sprechen die einheimische Sprache der Landschaft, deren Ausgeburten sie sind. Den Wetterzauber aber entfesseln sie in lateinischer Beschwörung, die liturgisch-hymnische Sphäre ins Dämonische pervertierend.

Die Uraufführung fand am 11. Dezember 1960 im Württembergischen Staatstheater Stuttgart statt.

Inszenierung in Hallein

"Der Stern kummt auf, kummt auf bei der Nacht..." Mit diesen Worten beginnt Carl Orffs "Wundersames Spiel von der Geburt des Kindes". Ein wahrlich wundersames Spiel, in dem Gutes und Böses, die Geburt und der Tod, Göttliches und Menschliches aufeinanderprallen. Maria und Joseph machen sich auf den Weg. Es ist ein steiniger Weg bei Kälte und Eis. Die Mächte des Bösen setzen alles daran, die blutjunge Frau und den Mann von ihrem Weg abzubringen und die Geburt des Kindes zu verhindern.

Zentraler Teil des Spiels ist die Traumgeschichte der Hirten, eine in die Begriffswelt einfacher Leute übertragene Erzählung des Weihnachtsgeschehens, von der Reise nach Bethlehem bis zur Ankunft der drei Könige. In Versen von großer Bildkraft erzählen die Hirten in altertümlicher Sprache von der Geburt des Kindes in einem Stall und "erwecken mit ihren bildhaften Worten die Himmelsvisionen an den Kuppeln barocker Kirchen". Auch Kinder im Schnee kreuzen den Weg des Paares und die Hirten haben so ihre Zweifel an der Friedfertigkeit der Menschen.

Die Texte der Hirten sind in lokaler Mundart gehalten, bei der Musik hat Prof. Wolfgang Guttmann neben Werken von Carl Orff auch Weihnachts-Liedsätze aus dem Orff-Schulwerk sowie Musik von Franz Burkhart und Cesar Bresgen mit ergänzenden Kompositionen von Wilhelm Keller verwendet.

Halleiner Weihnachtsspiel 2012

ELtheater Hallein
Instrumentalsolisten des Halleiner Weihnachtsspiels
Bläser der Bergknappenmusikkapelle Bad Dürrnberg
Vokalensemble der Universität Mozarteum Salzburg
Kinderchor der Volksschule Hallein-Burgfried

Idee und Regie: Kurt Schwaiger

Musikalische Konzeption und Leitung: Wolfgang Guttmann

Finanzierung: Stadtgemeinde Hallein, Tourismusverband Hallein−Bad Dürrnberg, Kulturforum Hallein, Amateurtheaterverband Salzburg, Immobilien Pilz Hallein, Dr. med. Jörg Stein und Schatzkammer Land Salzburg.

Halleiner Weihnachtsspiel 2025

  • Bläserquintett: Georg Winkler, Roswitha Breinlinger, Kristina Ernstbrunner, Ann-Sophie Hauer-Wögrath und Florian Schneider;
  • Schauspielensemble (Auszug): Bernhard Teufl als Josef, Barbara Macheiner als Maria, Julia Rajsp als Engel;
  • Dramaturg: Florian Elsner
  • Regisseur: Simon Jaritz-Rudle
  • Bühnenbild und Kostüme: Andreas Lungenschmid zusammen mit mit Schülern der Modeschule Hallein

Termine: zwischen 19., 20. und 21. Dezember 2025

Spielort

Ziegelstadel Hallein

Quellen

  • sn.at, 20. November 2025: In Hallein kollidieren heuer die Weihnachtsspiele

Einzelnachweise