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[[Datei:Traun in Lauffen 032.jpg|thumb|Traunfluss in Lauffen]] | [[Datei:Traun in Lauffen 032.jpg|thumb|Traunfluss in Lauffen]] | ||
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
=== Lauffen als Teil des Benediktinenstifts Nonnberg === | === Lauffen als Teil des Benediktinenstifts Nonnberg === | ||
Erstmals [[807]] wird Lauffen als ''louppa'' 807 urkundlich erwähnt, [[1117]] scheint es unter den Besitzungen der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] in [[Salzburg]] als ''curtis Loufin sita'' auf. Der Name bezieht sich dabei auf die Stromschnellen (mittelhochdeutsch ''loufe'') in der Traun. | Erstmals [[807]] wird Lauffen als ''louppa'' 807 urkundlich erwähnt, [[1117]] scheint es unter den Besitzungen der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] in der [[Stadt Salzburg]] als ''curtis Loufin sita'' auf. Der Name bezieht sich dabei auf die Stromschnellen (mittelhochdeutsch ''loufe'') in der Traun. | ||
=== Lauffen wird Habsburgisch === | === Lauffen wird Habsburgisch === | ||
[[1344]] bestätigte Herzog Albrecht II. den Lauffener Bürgern eine Urkunde von König Rudolf I. von Habsburg (ca. 1275/80), in der ihnen dieselben Rechte verliehen worden waren, wie sie die Gmundner Bürger innehatten. Somit ist Lauffen der älteste Markt des inneren Salzkammergutes. Hallstatt wurde erst [[1311]] zum Markt erhoben. Für die Markterhebung war vermutlich die Zunahme des [[Salz im Salzkammergut|Salzhandels]] in der zweiten Hälfte des [[13. Jahrhundert]]s ausschlaggebend gewesen. Zwischen 1311 und 1313 erteilte ''Elisabeth von Kärnten, Görz und Tirol'' (Königin von Österreich) fünf Bürgern in Lauffen das [[Salzfertiger]][[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|gerechtsame]]. 1344 wird erstmals die Pfarrkirche ausdrücklich erwähnt (''vnser Vrowen chürchen''), für welche die Lauffener Bürger von jeder vorbeifahrenden Zille einen Salzpfenning einheben durften. | [[1344]] bestätigte Herzog Albrecht II. den Lauffener Bürgern eine Urkunde von König Rudolf I. von Habsburg (ca. 1275/80), in der ihnen dieselben Rechte verliehen worden waren, wie sie die Gmundner Bürger innehatten. Somit ist Lauffen der älteste Markt des inneren Salzkammergutes. Hallstatt wurde erst [[1311]] zum Markt erhoben. Für die Markterhebung war vermutlich die Zunahme des [[Salz im Salzkammergut|Salzhandels]] in der zweiten Hälfte des [[13. Jahrhundert]]s ausschlaggebend gewesen. Zwischen 1311 und 1313 erteilte ''Elisabeth von Kärnten, Görz und Tirol'' (Königin von Österreich) fünf Bürgern in Lauffen das [[Salzfertiger]][[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|gerechtsame]]. 1344 wird erstmals die Pfarrkirche ausdrücklich erwähnt (''vnser Vrowen chürchen''), für welche die Lauffener Bürger von jeder vorbeifahrenden Zille einen Salzpfenning einheben durften. | ||
Seit dem [[15. Jahrhundert]] ist in Lauffen eine Weg-, Straßen- und Brückenmaut nachweisbar. 1537 wurde durch Sprengung großer Felsen im Fluss die Durchfahrt durch den ''Wilden Lauffen'' durch das Anlegen einer Floßgasse erleichtert. Seit etwa 1390 ist eine Seilwinde (''Wynde am Lawfenstain'') belegt, mit der flussaufwärts fahrende Kähne über die Stromschnelle gezogen werden konnten. Die Salzschifffahrt endete mit der Eröffnung der Salzkammergutgbahn]] von Attnang-Puchheim nach Bahnhof Stainach-Irdning|Stainach-Irdning]] am 23. Oktober 1877. Einige Jahre verkehrten vor 1899 von Bad Ischl-Esplanade nach Lauffen-Gasthof | Seit dem [[15. Jahrhundert]] ist in Lauffen eine Weg-, Straßen- und Brückenmaut nachweisbar. 1537 wurde durch Sprengung großer Felsen im Fluss die Durchfahrt durch den ''Wilden Lauffen'' durch das Anlegen einer Floßgasse erleichtert. Seit etwa 1390 ist eine Seilwinde (''Wynde am Lawfenstain'') belegt, mit der flussaufwärts fahrende Kähne über die Stromschnelle gezogen werden konnten. Die Salzschifffahrt endete mit der Eröffnung der Salzkammergutgbahn]] von Attnang-Puchheim nach Bahnhof Stainach-Irdning|Stainach-Irdning]] am 23. Oktober 1877. Einige Jahre verkehrten vor 1899 von Bad Ischl-Esplanade nach Lauffen-Gasthof "Weißes Rössl" kleine, bis zu 14 Personen fassende Ausflugsschiffe für die Kurgäste. | ||
1849 sollte Lauffen mit seinen 399 Bewohnern und 71 Häusern der Gemeinde Goisern einverleibt werden. Auf Ersuchen der Einwohner wurde der Markt aber schließlich nach Ischl, das erst seit 1906 ''Bad'' als Zusatz trug, eingemeindet. Trotzdem wird der Marktflecken um 1850 noch neben Ischl – und dem Salzbergamt zu Gmunden – als Hauptort des Salzkammerguts genannt. | 1849 sollte Lauffen mit seinen 399 Bewohnern und 71 Häusern der Gemeinde Goisern einverleibt werden. Auf Ersuchen der Einwohner wurde der Markt aber schließlich nach Ischl, das erst seit 1906 ''Bad'' als Zusatz trug, [[Eingemeindungen|eingemeindet]]. Trotzdem wird der Marktflecken um 1850 noch neben Ischl – und dem Salzbergamt zu Gmunden – als Hauptort des Salzkammerguts genannt. | ||
1977 schloss die Volksschule, 2001 das letzte Kaufgeschäft und 2002 wurde das Postamt Lauffen (Postleitzahl 4821), welches seit 1870 bestand, ebenfalls geschlossen. Verhindert werden konnte hingegen die Auflassung der Bahn-Haltestelle. | 1977 schloss die Volksschule, 2001 das letzte Kaufgeschäft und 2002 wurde das Postamt Lauffen (Postleitzahl 4821), welches seit 1870 bestand, ebenfalls geschlossen. Verhindert werden konnte hingegen die Auflassung der Bahn-Haltestelle. | ||
=== Salzbergwerk Lauffen === | === Salzbergwerk Lauffen === | ||
Der Salzbergbau in Lauffen war Teil des Bad Ischler Salzbergs. Im Moment verfügt das | Der Salzbergbau in Lauffen war Teil des Bad Ischler Salzbergs. Im Moment verfügt das SALZBURGWIKI nur über die Bildinformation aus dem Buch [[Salzkammergut Die Welt von gestern in Farbe]], Seite 96: Dort ist doppelseitig das Gelände vor der großen, steinernen Bergwerkseinfahrt in den "Kaiser Franz Josef' Erbstollen" aus dem Jahr 1923 abgebildet. Der Erbstollen befindet sich nordöstlich des Ortszentrums. [[1906]] wurde mit der Unterfahrung und Verbindung zum Bergbaubetrieb in Perneck, wo im 19. Jahrhundert über 260 Mann beschäftigt waren, der Bergbau Perneck aufgelassen und nur mehr über den Erbstollen abgebaut.<ref>Quelle [https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Ischler_Salzberg wikipedia Bad Ischler Salzberg]</ref> | ||
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde der Erbstollen zur Lagerung von Kunstgütern genutzt.<ref>Quelle [http://www.turbo.at/geheimprojekte/i_daten_o.html www.turbo.at]</ref> | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde der Erbstollen zur Lagerung von Kunstgütern genutzt.<ref>Quelle [http://www.turbo.at/geheimprojekte/i_daten_o.html www.turbo.at]</ref> | ||
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=== Marienheim === | === Marienheim === | ||
Die Schwestern vom heiligen Kreuz ("Kreuzschwestern") der Provinz Westeuropa haben das ehemalige "Franzikanerklösterlein" vor über 100 Jahren übernommen. Es diente der Bevölkerung als Volksschule. Die Lauffener Bevölkerung hat hier Kulturtechniken wie schreiben und lesen gelernt. In den letzten Jahren nutzten die Kreuzschwestern das Marienheim als Schwesternerholungsheim. Da die Kreuzschwestern Lauffen verlassen, suchen sie nach einer Nachnutzung im Sinne ihres franziskanischen Ordensauftrages. Das Don Bosco Flüchtlingswerk plante ein sozialpädagogisches Jugendwohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu eröffnen. Massive Proteste der ländlichen Bevölkerung haben die Realisierung verhindert<ref>[http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Ex-SP-Gemeinderat-droht-Fluechtlingen-Sarg-vor-die-Tuer-zu-stellen;art71,1070789 Bericht Oberösterreichische Nachrichten]</ref> <ref>[http://kurier.at/chronik/oberoesterreich/fluechtlingsheim-bei-bad-ischl-abgelehnt/3.915.315 Bericht Kurier]</ref>. | Die Schwestern vom heiligen Kreuz ("Kreuzschwestern") der Provinz Westeuropa haben das ehemalige "Franzikanerklösterlein" vor über 100 Jahren übernommen. Es diente der Bevölkerung als Volksschule. Die Lauffener Bevölkerung hat hier Kulturtechniken wie schreiben und lesen gelernt. In den letzten Jahren nutzten die Kreuzschwestern das Marienheim als Schwesternerholungsheim. Da die Kreuzschwestern Lauffen verlassen, suchen sie nach einer Nachnutzung im Sinne ihres franziskanischen Ordensauftrages. Das Don Bosco Flüchtlingswerk plante ein sozialpädagogisches Jugendwohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu eröffnen. Massive Proteste der ländlichen Bevölkerung haben die Realisierung verhindert<ref>[http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Ex-SP-Gemeinderat-droht-Fluechtlingen-Sarg-vor-die-Tuer-zu-stellen;art71,1070789 Bericht Oberösterreichische Nachrichten]</ref> <ref>[http://kurier.at/chronik/oberoesterreich/fluechtlingsheim-bei-bad-ischl-abgelehnt/3.915.315 Bericht Kurier]</ref>. | ||
== Persönlichkeiten aus Lauffen mit Salzburgbezug == | |||
* [[Josef Hofmann (Motorradrennfahrer)|Josef Hofmann]] (* [[1916]]; † [[2002]] in der [[Stadt Salzburg]]), Schriftsteller und Lehrer (Germanist und Religionspädagoge) sowie Leiter des [[Katholisches Bildungswerk Salzburg|Katholischen Bildungswerkes Salzburg]]. | |||
* Oberlehrer [[Friedrich Wieser senior]] (* [[1855]]; † [[1910]] in [[Abtenau]]), Volksschullehrer und Schulleiter der Volksschulen in [[Volksschule Werfenweng|Werfenweng]], [[Volksschule Maishofen|Maishofen]] und [[Volksschule Abtenau|Abtenau]] | |||
== Bilder == | == Bilder == | ||
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* Buch [[Wolfgangsee]] | * Buch [[Wolfgangsee]] | ||
* {{wikipedia-de|Lauffen_(Oberösterreich)}} | * {{wikipedia-de|Lauffen_(Oberösterreich)}} | ||
== Einzelnachweise== | == Einzelnachweise == | ||
<references /> | <references /> | ||
[[Kategorie:Oberösterreich]] | [[Kategorie:Oberösterreich]] | ||
[[Kategorie:Bezirk Gmunden]] | |||
[[Kategorie:Ort (Oberösterreich)]] | [[Kategorie:Ort (Oberösterreich)]] | ||
[[Kategorie:Salzkammergut]] | [[Kategorie:Salzkammergut]] | ||
[[Kategorie:Inneres Salzkammergut]] | [[Kategorie:Inneres Salzkammergut]] | ||