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| − | [[Bild:demel.jpg|thumb|Café Glockenspiel am Mozartplatz]] | + | [[Datei:2022_07_31_Mozartplatz_Michaelskirche_Cafe Glockenspiel Michaelskirche Salzburg.jpg|thumb|Das Café Glockenspiel, dahinter links die [[Filialkirche zum hl. Michael]] und rechts das historische [[Waaghaus]] am [[Waagplatz]] mit Nummer 3. Eine Aufnahme aus dem Jahr 2022.]] |
| − | [[Datei:Kirche St. Michael 20151021 114917.jpg|thumb|Café Glockenspiel und [[Filialkirche zum hl. Michael]].]]
| + | Das '''Café Glockenspiel''' ist ein [[Kaffeehaus in der Stadt Salzburg|Kaffeehaus]] am [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. |
| − | [[Datei:Mozartplatz 1930.jpg|thumb|Postkarte aus dem Jahr [[1930]], rechts das Café.]] | |
| − | [[Datei:Cafe Demel und St. Michaelskirche.jpg|thumb|Café Glockenspiel und Filialkirche zum hl. Michael.]]
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| − | Das '''Café Glockenspiel''' ist ein [[Caféhäuser in der Stadt Salzburg|Caféhaus]] am [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. | |
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| − | == Einleitung ==
| + | [[Bild:demel.jpg|thumb|Café Glockenspiel am Mozartplatz bei Nacht. Eine Aufnahme aus etwa 2007.]] |
| − | Es ist eines der Traditionskaffehäuser der Stadt Salzburg, das sich nach dem gegenüberliegenden [[Salzburger Glockenspiel]] nennt und dadurch bekannt wurde.
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | + | Es ist eines der [[Kaffeehäuser in der Stadt Salzburg|Traditionskaffeehäuser in der Stadt Salzburg]], das seinen Namen vom gegenüberliegenden [[Salzburger Glockenspiel]] hat. |
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| | === Vom Pferdestall zur Eisenwarenhandlung === | | === Vom Pferdestall zur Eisenwarenhandlung === |
| − | Im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] wurde dieses Gebäude als Pferdestall benutzt. Dann hieß es ''Erzherzog-Karl-Stöckl'', bevor es von [[Tobias Trakl]], dem Vater des Dichters [[Georg Trakl|Trakl]] gekauft wurde, der darin den [[Tobias Trakl Eisenhandel]] eröffnete.
| + | [[Johann Löhe]], der das Haus [[Waagplatz 3|Waagplatz Nr. 3]] [[1874]] erwarb, machte dieses zur Dependance des [[Gerichtshaus oder Stadttrinkstube#Hotel Erzherzog Karl|Hotels "Erzherzog Karl"]] und ließ den einstöckigen Anbau anfügen, in dem sich heute das Café Glockenspiel befindet. Ebenerdig soll sich darin ein Pferdestall befunden haben. Der Anbau "Erzherzog-Karl-Stöckl", in dem sich heute das Café befindet, wurde dann von [[Tobias Trakl]], dem Vater des Dichters [[Georg Trakl|Trakl]], gekauft, der darin den "[[Tobias Trakl Eisenhandel]]" eröffnete. |
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| | + | [[Datei:Mozartplatz 1930.jpg|thumb|Postkarte aus dem Jahr [[1930]], rechts das Café.]] |
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| | === Das Café Glockenspiel eröffnet === | | === Das Café Glockenspiel eröffnet === |
| − | [[1925]] eröffnete der langjährige Oberkellner des [[Café Tomaselli|Cafés Tomaselli]], Franz Woisetschläger, das "Café Glockenspiel". Er betrieb es bis zum Einmarsch der amerikanischen Besatzungstruppen [[1945]]. Für die Salzburger hatte die Begeisterung der Amerikaner allerdings einen bitteren Beigeschmack, denn sie hängten Schilder mit der Aufschrift,Off Limits‘ an die Türen des Glockenspiel, Tomaselli und [[Café Bazar|Bazar]], erinnert sich Karl Eschlböck († Dezember 2018) in einem Gespräch mit den [[Salzburger Nachrichten]]<ref name="Ostern">{{Quelle SN|7. Februar 2015 und 13. Februar online, ein Beitrag von [[Peter Gnaiger]]}}</ref>. "Off Limits" war der Hinweis gewesen, dass Einheimische keinen Zutritt hatten. Erst nach dem Abzug der US-Soldaten wurde [[1955]] vom neuen Pächter Komm.-Rat [[Heinz Wonnebauer]] das komplett neu renoviert Café und übernommen. Er weihte es in der Silvesternacht 1955/[[1956|56]] ein. Die Einrichtung entsprach dem damaligen Zeitgeist und erst [[1979]] wurde es bei einer neuerlichen Renovierung im Sinne der Wiener Kaffeehaustradition erneuert. | + | [[1925]] eröffnete der langjährige Oberkellner des [[Café Tomaselli|Café Tomaselli]], Franz Woisetschläger, nach einer Renovierung das "Café Glockenspiel". Er ließ auch einen Kaffeehausvorgarten mit Überdachung errichten, damit seine Gäste auch bei schlechtem Wetter im Freien sitzen konnten. Woisetschläger betrieb das Glockenspiel bis zum Einmarsch der [[United States Forces in Austria|amerikanischen Besatzungstruppen]] im Jahr [[1945]]. Für die Salzburger hatte die Begeisterung der Amerikaner allerdings einen bitteren Beigeschmack, denn sie hängten Schilder mit der Aufschrift "Off Limits" an die Türen des Cafés Glockenspiel, Tomaselli und [[Café Bazar|Bazar]], wie sich [[Karl Eschlböck]] († [[2018]]) in einem Gespräch mit den "[[Salzburger Nachrichten]]" erinnert.<ref name="Ostern">{{Quelle SN|7. Februar 2015 und 13. Februar online, ein Beitrag von [[Peter Gnaiger]]}}</ref> "Off Limits" war der Hinweis gewesen, dass Einheimische keinen Zutritt hatten. |
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| | + | Erst nach dem Abzug der US-Soldaten [[1955]] wurde das Café vom neuen Pächter KR [[Heinrich Wannebauer]] vollständig renoviert. Er ließ anstelle des Kaffeehausvorgartens mit Überdachung eine Terrasse errichten. Wannebauer weihte das neue Café Glockenspiel in der [[Silvester]]nacht 1955/[[1956|56]] ein. Die Einrichtung entsprach dem damaligen Zeitgeist. |
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| | + | [[1979]] wurde bei einer neuerlichen Renovierung die Inneneinrichtung im Sinne der Wiener Kaffeehaustradition erneuert; so kamen etwa Thonet-Stühle ins Café. Mit der Errichtung der Salzburger [[Fußgängerzone]] konnte eine Erweiterung des "Gartenbetriebs" auf einen Teil des Mozartplatzes erfolgen. Auch wurde das Café in "Café-Restaurant" umbenannt. |
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| − | In den [[1940er]]-Jahren wurde für den Film "[[Der kleine Grenzverkehr]]" unter anderem auch im Café Glockenspiel gedreht.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ztb&datum=19430809&query=%22Cafe+Glockenspiel%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Znaimer Tagblatt, Ausgabe vom 9. August 1943, Seite 4</ref>
| + | KR Wannebauer starb [[1982]]. Wer den Betrieb übernahm, ist noch zu recherchieren. |
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| | === Aus Glockenspiel wird Demel === | | === Aus Glockenspiel wird Demel === |
| − | [[2005]]/[[2006]] wiederum renoviert, wurde es im Frühjahr 2006 vom neuen Wiener Besitzer [[Attila Dogudan]] unter dem Namen ''Demel'' in abermals neuem Glanz eröffnet, wenn auch ein wenig vom alten Charme des Hauses und vor allem vom Vorplatz verloren ging. Dogudan ist Besitzer des Catering-Unternehmens [[Do & Co]], das auch am [[Salzburg Airport W. A. Mozart]] eine Filiale betreibt. Dogudan hatte 2002 das Wiener Traditionscafé Demel von der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien erworben. | + | [[2005]]/[[2006]] wurde das Lokal erneut renoviert und im Sommer 2006 vom neuen Wiener Besitzer [[Attila Dogudan]] unter dem Namen "Demel" in abermals neuem Glanz eröffnet, wenngleich ein wenig vom alten Charme des Hauses und vor allem vom Vorplatz verloren ging. Dogudan ist Besitzer des ''Catering''-Unternehmens [[DO & CO Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH]], das auch am [[Salzburg Airport W. A. Mozart]] eine Filiale betreibt. Dogudan hatte [[2002]] das Wiener Traditions-Café Demel von der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien erworben. Seit [[15. Juli]] 2006 war es geöffnet. Am [[25. Juli]] fand auf Einladung des Hausherrn Attila Dogudan eine Party für 350 geladene Gäste statt.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=%2BcD9NpQ6s8lEGJIEDRU5eB9byiUmZzCojErfdQgrQzvreDQaT3fba98VBhZt7rCFz5OBdaHAZU%2BzMEJvIrJWXNnFma2EZc%2FgfIKjtXEbMJ%2BCRbT3yW%2BskYVZDZLKirJC&id1=lo20060726_07&q=Glockenspiel#slide31 sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 26. Juli 2006, Seite 7: Salzburg im Demel-Fieber</ref> |
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| − | === Demel schließt ===
| + | [[Datei:Rupertikirtag in Salzburg.JPG|thumb|[[Rupertikirtag]]. Im Hintergrund die [[Filialkirche zum hl. Michael]] und das Café Glockenspiel, das einige Jahre vom Wiener Besitzer [[Attila Dogudan]] unter dem Namen "Demel" geführt wurde.]] |
| − | Am [[22. März]] [[2012]] berichteten die [[Salzburger Nachrichten]], dass Attila Dogudan den Kaffeehaus-Betrieb mit [[25. März]] 2012 einstellt, weil dieser unrentabel sei. Die Räumlichkeiten mietet er auch weiterhin und bietet sie für ''Events'' (Veranstaltungen) an. Dogudan gegenüber den SN: ''"Das Café war nur an den Wochenende und während der [[Salzburger Festspiele|Festspiele]] im Sommer profitabel. Es ist ein schwieriger Platz"'' und weiter ''"der Menschenstrom reißt beim Tomaselli ab"''. Dogudan beklagte auch die hohe Miete, ''"die ist mit Melange und Strudel schwer zu verdienen"''. Dem widerspricht die Versicherung [[Uniqa]] und meint, die Miete sei angemessen.
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| − | Salzburger Leserbriefschreiber widersprachen in Folge der Behauptung Dogudans, es sei ein schwieriger Platz. Vielmehr meinten mehrere Schreiber, es läge an der Führung. So meinte Dipl.-Ing. [[Axel Wagner]], dass es am falschen Konzept liege, wie etwa die ebenerdigen gelegenen Café-Räumlichkeiten weitgehend für den Verkauf von verschiedensten Produkten zu verwenden. Auch meint Wagner in seinem Leserbrief<ref>vom 23. März 2012 in den [[SN]]</ref>, es sei an der misslungenen Einführungsphase nach der Eröffnung des ''Demel Salzburgs'' gelegen, in der man den Eindruck hatte, den Salzburger muss jetzt einmal die Kaffeehauskultur beigebracht werden. Frühere Stammkundenrunden waren anscheinend nicht mehr erwünscht, doch da hat man vergessen, dass nicht das ganze Jahr hindurch Festspiele sind, so Wagner weiter. Ein anderer Leserbriefschreiber meinte, er sei auch nicht in den ersten Stock zu den Tischen gelassen worden, ''weil er nicht reserviert hatte'', obwohl der obere Stock nicht voll war.
| + | Am [[22. März]] [[2012]] berichteten die "Salzburger Nachrichten", dass Attila Dogudan den Kaffeehaus-Betrieb mit [[25. März]] 2012 einstellt, weil dieser unrentabel sei. Die Räumlichkeiten mietete er weiterhin und bot sie für ''[[Event]]s'' an. Dogudan gegenüber den [[SN]]: "Das Café war nur an den Wochenenden und während der [[Salzburger Festspiele|Festspiele]] im Sommer profitabel. Es ist ein schwieriger Platz" und weiter: "Der Menschenstrom reißt beim Tomaselli ab." Dogudan beklagte auch die hohe Miete (kolportiert wurden 70.000 Euro pro Jahr): "Die ist mit Melange und Strudel schwer zu verdienen." Dem widersprach die Besitzerin des Hauses, die Versicherung Uniqa, und meinte, die Miete sei angemessen. |
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| − | Bis Ende April hatte jedoch noch keine einzige Veranstaltung stattgefunden mit der Begründung von Renovierungs- und Umbauarbeiten. Einem Artikel der [[Salzburger Nachrichten]] vom 28. April 2012 war zu entnehmen, dass man für die Anmietung des Cafés angeblich 1.200 Euro ohne Catering (Verpflegung) und Reinigung pro Veranstaltung verlange. Als Hauptgründe für die Schließung waren von Attila Dogudan die hohe Miete (kolportiert werden 70.000 Euro pro Jahr) und die geringe Frequenz angeführt worden.
| + | [[Datei:Cafe Demel und St. Michaelskirche.jpg|thumb|Café Glockenspiel mit der [[Filialkirche zum hl. Michael]] und dem [[Waaghaus]]. Eine Aufnahme 2010.]] |
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| − | Am [[15. Mai]] 2012 wurde bekannt, dass das Café Demel ''bald'' verkauft werden könnte. Vorgespräche wurden bereits vom [[Immobilienbüro Stiller & Hohler]] mit möglichen Käufern geführt. Darunter eine deutsche Brauerei. Bevor Uniqa als Besitzerin das Objekt jedoch verkaufen kann, muss noch die Zukunft des Pachtvertrags mit Dogudan geklärt werden, der bis 2015 läuft. Sollte das Gebäude verkauft werden, würde das auch den [[Gant-Store]] am [[Waagplatz]], einige Büros und Wohnungen betreffen. So besitzt beispielsweise die Sängerin Grace Bumbry in diesem Gebäude eine Wohnung.
| + | Auch Salzburger Leserbriefschreiber widersprachen infolge der Behauptung Dogudans, es sei ein schwieriger Platz. Mehrere Schreiber meinten vielmehr, es läge an der Führung. So erklärte Dipl.-Ing. [[Axel Wagner]], dass es am falschen Konzept liege, etwa daran, die ebenerdig gelegenen Café-Räumlichkeiten weitgehend für den Verkauf von verschiedensten Produkten zu verwenden. In seinem Leserbrief<ref>vom 23. März 2012 in den "Salzburger Nachrichten"</ref> meinte Wagner außerdem, es sei an der misslungenen Einführungsphase nach der Eröffnung des Demel Salzburgs gelegen, in der man den Eindruck hatte, den Salzburgern müsse jetzt einmal die Kaffeehauskultur beigebracht werden. Frühere Stammkundenrunden seien anscheinend nicht mehr erwünscht gewesen; dabei habe man vergessen, dass nicht das ganze Jahr über Festspiele stattfinden, so Wagner weiter. Ein anderer Leserbriefschreiber meinte, er sei auch nicht in den ersten Stock zu den Tischen gelassen worden, "weil er nicht reserviert hatte", obwohl das Obergeschoss nicht voll gewesen sei. |
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| − | === Brandtner und seine Leit ===
| + | Bis Ende April 2012 hatte jedoch noch keine einzige Veranstaltung stattgefunden, mit der Begründung von Renovierungs- und Umbauarbeiten. Einem Artikel der "Salzburger Nachrichten" vom 28. April 2012 war zu entnehmen, dass für die Anmietung des Cafés angeblich 1.200 Euro ohne Catering (Verpflegung) und Reinigung pro Veranstaltung verlangt würden. |
| − | Am [[23. Mai]] 2012 teilte Uniqua mit, [[Stefan Brandtner]], Initiator des [[Pop-Up-Wanderrestaurant]]s “Brandtner 63″, werde in dem Gebäude ab der zweiten Junihälfte zumindest für die Dauer der Festspielzeit ein Restaurant betreiben. Am [[28. Juni]] [[2012]] eröffnete er sein Restaurant mit dem Namen ''Brandtner und seine Leit'''.
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| − | === 2013: wie geht es weiter ===
| + | Am [[15. Mai]] 2012 wurde bekannt, dass das Café Demel bald verkauft werden könnte. Vorgespräche wurden bereits vom Immobilienbüro [[Stiller & Hohla Immobilientreuhänder GmbH|Stiller]] & Hohla mit möglichen Käufern geführt, darunter eine deutsche Brauerei. Bevor Uniqa als Besitzerin das Objekt jedoch verkaufen konnte, musste noch die Zukunft des Pachtvertrags mit Dogudan geklärt werden, der bis [[2015]] lief. Sollte das Gebäude verkauft werden, würde das auch den ''Gant-Store'' am [[Waagplatz]] sowie einige Büros und Wohnungen betreffen. So besaß beispielsweise die Sängerin [[Grace Bumbry]] in diesem Gebäude eine Wohnung. |
| − | Anfang 2013 kaufte ATV-Chef [[Herbert Kloiber]] das Gebäude und seine Ehefrau Ursula soll darin ein Museum für ihre [[Weihnachtskrippe|Krippensammlung]] eröffnen. Ein ''Shop'' und ein Kaffeehaus soll ebenfalls entstehen. Wie die [[Salzburger Nachrichten]] Ende Oktober 2014 in Erfahrung brachten, soll das Gebäude am 4. Dezember 2014 wieder eröffnet werden.
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| − | Ursprünglich hätte das Museum im Sommer 2013 öffnen sollen. Im Herbst 2013 hieß es dann, dass die Wiener Kaffeehauskette Aida dort den Café-Betrieb übernehmen könnte. Zu einer Einigung zwischen der Familie Kloiber und den Aida-Besitzern kam es nie. Im Frühjahr 2014 war schließlich von einem Projektentwickler für den Umbau zu erfahren, dass das Museum im Sommer eröffnen würde. Das war dann aber auch nicht der Fall. Der Wiener Projektentwickler sagte im Sommer den SN, dass der Umbau prinzipiell abgeschlossen sei. Tannenbäume auf dem Bauzaun deuten seither auf den künftigen Zweck des Gebäudes hin, hinter den Fensterscheiben ist "[[Salzburger Weihnachtsmuseum]]" zu lesen<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/weihnachtsmuseum-im-cafe-glockenspiel-ab-dezember-126279/ SN online, abgefragt 30. Oktober 2014]</ref>.
| + | === "Brandtner und seine Leit" === |
| | + | Am [[23. Mai]] 2012 teilte Uniqa mit, dass Stefan Brandtner, Initiator des [[Pop-up-Wanderrestaurant]]s "Brandtner 63", in dem Gebäude ab der zweiten Junihälfte zumindest für die Dauer der [[Salzburger Festspiele 2012|Festspielzeit]] ein Restaurant betreiben werde. Am [[28. Juni]] [[2012]] eröffnete er sein Restaurant mit dem Namen "Brandtner und seine Leit". |
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| − | Das Weihnachtsmuseum wurde im Dezember 2014 eröffnet. Die unteren Räumlichkeiten, in welche ein Kaffeehaus kommen soll, stehen noch leer. <ref>http://salzburg.orf.at/news/stories/2682803</ref> | + | Anfang [[2013]] kaufte ATV-Chef Herbert Kloiber das Gebäude und seine Ehefrau Ursula, die darin ein Museum für ihre [[Weihnachtskrippe|Krippensammlung]] eröffnete. Neben dem Kaffeehausbetrieb entstand auch ein ''Shop''. Ursprünglich hätte das Museum im Sommer 2013 öffnen sollen. Im Herbst 2013 hieß es dann, dass die Wiener Kaffeehauskette Aida dort den Café-Betrieb übernehmen könnte. Zu einer Einigung zwischen der Familie Kloiber und den Aida-Besitzern kam es aber nicht. Im Frühjahr [[2014]] war schließlich von einem Projektentwickler für den Umbau zu erfahren, dass das Museum im Sommer eröffnen würde. Das war dann aber ebenfalls nicht der Fall. Der Wiener Projektentwickler sagte im Sommer gegenüber den "SN", dass der Umbau prinzipiell abgeschlossen sei. Tannenbäume auf dem Bauzaun deuteten seither auf den künftigen Zweck des Gebäudes hin, hinter den Fensterscheiben war "[[Salzburger Weihnachtsmuseum]]" zu lesen.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/weihnachtsmuseum-im-cafe-glockenspiel-ab-dezember-3050665 www.sn.at], abgefragt 30. Oktober 2014]</ref> Das Weihnachtsmuseum wurde im Dezember 2014 eröffnet. Die unteren Räumlichkeiten, in die ein Kaffeehaus kommen sollte, standen zu diesem Zeitpunkt noch leer.<ref>[https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2682803/ salzburg.orf.at], 4. Dezember 2012</ref> |
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| | == 2015: Wiedereröffnung des Kaffeehauses als "Café Glockenspiel" == | | == 2015: Wiedereröffnung des Kaffeehauses als "Café Glockenspiel" == |
| − | Patrick Knittelfelder eröffnete Ende März 2015 mit seinem Geschäftspartner Andreas Felleis neuerlich das ''Café Glockenspiel'' im Erdgeschoß. Auf verkleinerter Fläche, dafür mit Gastgarten und "bespielbarer Terrasse". Die Einrichtung ist klassisch: Mahagoni, Leder, Messing. Es duftet wieder nach Tradition, nach Gabelfrühstück und Speisen, die zur Kaffeehauskultur gehören. Außerdem wird es etwas geben, was in Salzburg noch gefehlt hat: "''Eine Fisch- und Krabbensuppe zum Niederknien''", sagt Knittelfelder<ref name="Ostern"></ref>. Im ersten Stock befindet sich nun das [[Weihnachtsmuseum]] | + | [[Patrick Knittelfelder]] eröffnete Ende März [[2015]] gemeinsam mit seinem Geschäftspartner [[Andreas Felleis]] neuerlich das "Café Glockenspiel" im Erdgeschoss. Die Fläche war verkleinert, dafür gab es einen Gastgarten und eine "bespielbare Terrasse". Die Einrichtung ist klassisch: Mahagoni, Leder, Messing. Es duftete wieder nach Tradition, nach Gabelfrühstück und nach Speisen, die zur Kaffeehauskultur gehören. Außerdem gab es etwas, das in Salzburg noch gefehlt hatte: "Eine Fisch- und Krabbensuppe zum Niederknien", sagte Knittelfelder<ref name="Ostern"></ref>. Im ersten Stock befindet sich weiterhin das Weihnachtsmuseum. |
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| | + | == Das Café als Filmdrehort == |
| | + | In den [[1940er]]-Jahren wurde für den Film "[[Der kleine Grenzverkehr]]" unter anderem im Café Glockenspiel gedreht.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ztb&datum=19430809&query=%22Cafe+Glockenspiel%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], "Znaimer Tagblatt", Ausgabe vom 9. August 1943, Seite 4</ref> |
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| | + | == Bilder == |
| | + | {{Bildkat}} |
| | + | == Weblink == |
| | + | * [https://felleis-knittelfelder.at/cafe-glockenspiel elleis-knittelfelder.at/cafe-glockenspiel] |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * Schriftenreihe des [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Vereins ''Freunde der Salzburger Geschichte'']], Band 20, 1995, [[Walburga Schobersberger]] ''Vom Cafégewölb zum Literatencafé'' | + | * Schriftenreihe des [[Verein "Freunde der Salzburger Geschichte"|Vereins "Freunde der Salzburger Geschichte"]], Band 20, 1995, der Beitrag von [[Walburga Schobersberger]] ''Vom Cafégewölb zum Literatencafé'' |
| − | * [http://www.doco.com/job/media/PI_Demel.pdf www.doco.com Demel] | + | * www.doco.com/job/media/PI_Demel.pdf, Link war bei einer Überprüfung am 8. Jänner 2026 nicht mehr abrufbar |
| − | * [[Salzburger Nachrichten]], diverse Ausgaben im März und Mai 2012 | + | * "[[Salzburger Nachrichten]]", diverse Ausgaben im März und Mai 2012 |
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| − | ==== Einzelnachweise ====
| + | == Einzelnachweise == |
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