Änderungen

K
typo
Zeile 1: Zeile 1: −
[[Datei:Blick in den Garten von Loreto.jpg|thumb|Blick vom [[Kapuzinerberg]] zum Loretokloster mit Garten]]
+
[[Datei:Blick in den Garten von Loreto.jpg|thumb|Blick vom [[Kapuzinerberg]] zum Loretokloster mit Garten, 2013.]]
[[Datei:Klosterpforte des Loretoklosters, hier ist der Eingang zum Aufsetzen des Loretokindls..jpg|thumb|Klosterpforte des Loretoklosters, hier ist der Eingang zum Aufsetzen des [[Loreto-Kindl]]s ]]
+
Das '''Loretokloster der Kapuzinerinnen''' ist ein [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschütztes]] Gebäude in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechten Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]] an der [[Paris-Lodron-Straße]].  
Das '''Loretokloster der Kapuzinerinnen''' befindet sich in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechten Altstadt]] von [[Salzburg]] an der [[Paris-Lodron-Straße]].
+
 
 +
== Einleitung ==
 +
Bis ins [[19. Jahrhundert]] lebten dort im Kloster die Clarissen-Kapuzinerinnen (''Regulierte Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung zu St. Maria Loreto'')  nach der Ordensregel der hl. Clara. 
 +
 
 +
[[Datei:Altstadt Salzburg 1957 05 01.jpg|thumb|Am linken oberen Bildrand sieht man den Garten des Klosters in einer Aufnahme aus dem Jahr 1957.]]
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
[[Friedrich von Grimming]] gab [[1631]], ehe er [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] wurde, 5.000 [[Gulden]] für die Errichtung eines Nonnenklosters nach den Regeln des hl. Franziskus. Die [[Kirche St. Maria Loreto|Loretokirche]] und das anschließende Kloster wurden dann in den Jahren [[1633]] bis [[1648]] im Auftrag von [[Erzbischof]] [[Paris Lodron]] erbaut. [[1636]] war das Kloster fertiggestellt. Das Kloster galt als eines der strengsten Frauenkloster in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]].
+
Friedrich von [[Grimming]] gab [[1631]], ehe er [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] wurde, 5.000 [[Gulden]] für die Errichtung eines Nonnenklosters nach den Regeln des hl. Franziskus. Die [[Kirche St. Maria Loreto|Loretokirche]] und das anschließende Kloster wurden dann in den Jahren [[1633]] bis [[1648]] im Auftrag von [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] erbaut. [[1636]] war das Kloster fertiggestellt. Das Kloster galt als eines der strengsten Frauenklöster in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]].
   −
Als der Schwedenkönig im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] [[1632]] in Bayern einfiel und München besetzte, flohen zehn Nonnen des Frauenklosters zu Landshut, die dem dritten Orden des Heiligen Franziskus angehören, nach [[Salzburg]] und baten hier um Schutz und Hilfe. Vier davon blieben dann in Salzburg. [[1637]] konnte mit maßgeblicher Unterstützung des Erzbischofs das neue Kloster eingeweiht werden. [[1800]] war das Kloster in der Zeit der Franzosenbesatzung demonstrativ Soldatenunterkunft und Magazin. Mehrfach in der Geschichte war das Kloster von der Schließung bedroht. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg ]] durch Bomben schwer beschädigt wurde das Kloster schon [[1946]] wieder aufgebaut.  
+
Als der Schwedenkönig im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] [[1632]] in [[Herzogtum Bayern|Bayern]] einfiel und [[München]] besetzte, flohen die Nonnen des Frauenklosters in Landshut, die dem dritten Orden des heiligen Franziskus angehören, nach [[Altstadt|Salzburg]] und baten hier um Schutz und Hilfe. [[1637]] konnte mit maßgeblicher Unterstützung des Fürsterzbischofs das neue Kloster eingeweiht werden. [[1800]] war das Kloster in der Zeit der [[Salzburg unter Napoleon|Franzosenbesatzung]] demonstrativ Soldatenunterkunft und Magazin. Mehrfach in der Geschichte war das Kloster von der Schließung bedroht. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] durch [[Bomben auf Salzburg|Bomben]] schwer beschädigt, wurde das Kloster schon [[1946]] wieder aufgebaut.  
   −
Eine besondere Anziehung übt hier das um [[1620]] geschaffene "[[ Loreto-Kindl |Loretokindl]]", eine neun Zentimeter große, geschnitzte Elfenbeinfigur in kostbarem Edelstein besetztem Gewand aus, die um [[1650]] ins Kloster kam. Krone, Szepter und Kreuz wurden aus dem Schmuck adeliger Spender gefertigt. Seit [[1731]] besitzt das Kloster einen eigenen Altar für das Gnadenbild, wo es zu bestimmten Festzeiten ausgesetzt wird.  Das Loretokindl wird heute noch Gläubigen, vor allem Kranken, die darum ersuchen, von der Pfortenschwester "aufgesetzt".
+
[[Datei:2021 10 17 Loreto Kloster Kirche 02 Altstadt Salzburg.jpg|thumb|Blick vom Kapuzinerberg 2021.]]
    
Der Salzburger Dogmatiker und Universitätsprofessor [[Ferdinand Holböck|Prälat Ferdinand Holböck]] predigte gerne in St. Maria Loreto.
 
Der Salzburger Dogmatiker und Universitätsprofessor [[Ferdinand Holböck|Prälat Ferdinand Holböck]] predigte gerne in St. Maria Loreto.
   −
=== Alte Ansichten ===
+
An der Außenseite der südwestlichen Klostermauer befindet sich die [[Nischengrotte eines Lodron-Gartens]].
<gallery>
+
 
Datei:Salzburg Kupferstich 1750 Detail Nr 18 Loreto-Kirche.jpg|[[Salzburg (Kupferstich) Johann Friedrich Probst|Probst, Johann Friedrich ; Stadtansicht von 1750, Detail Nr 18 ]]
+
== Loretokindl ==
</gallery>
+
Eine besondere Anziehung übt hier das um [[1620]] geschaffene "Loretokindl", eine kleine geschnitzte Elfenbeinfigur in kostbarem Edelstein besetztem Gewand aus, die um [[1650]] ins Kloster kam. Krone, Szepter und Kreuz wurden aus dem Schmuck adeliger Spender gefertigt. Seit [[1731]] besitzt das Kloster einen eigenen Altar für das Gnadenbild, wo es zu bestimmten Festzeiten ausgesetzt wird. Dieses Gotteshaus ist vielen Frommen eine besondere Stätte der Andacht und Zuflucht. So wird verständlich, dass gerade diese Kirche zu allen Tageszeiten häufig besucht wird.<ref>Quelle [http://st-maria-loreto-salzburg.at/loretokindel.html st-maria-loreto-salzburg.at/loretokindel.html]</ref>
 +
 
 +
[[Datei:Cornelius-Reitsamer-Passage 3.jpg|thumb|Loretokloster in Salzburg, Ansicht von der [[Cornelius-Reitsamer-Passage]] aus]]
 +
 
 +
Es gibt den Brauch, sich das Loretokindl zur Segnung über den Kopf halten zu lassen ("Geh ma nach Loreto und tun wir's Kindl aufsetzen lassen!").<ref>Quelle [http://www.pilgerzeichen.at/lexicon/index.php?entry/306-maria-loreto-salzburg/  www.pilgerzeichen.at]</ref>
    
== Kurioses ==
 
== Kurioses ==
Der Salzburger Mozartforscher [[Friedrich Breitinger]] (1887-1966) untersuchte eine Affäre Mozarts mit der "großaugeten Mundbäckentochter", die angeblich seinetwegen ins Loretokloster gegangen war. Der Beitrag Breitingers erschien zum 150. Todestag [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] [[1941]].
+
Der Salzburger Mozartforscher [[Friedrich Breitinger]] (* 1887; † 1966) untersuchte eine Affäre Mozarts mit der "''großaugeten Mundbäckentochter''", die angeblich seinetwegen ins Loretokloster gegangen war. Der Beitrag Breitingers erschien zum 150. Todestag [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozarts]] [[1941]].
 +
 
 +
[[Datei:Klosterpforte des Loretoklosters, hier ist der Eingang zum Aufsetzen des Loretokindls..jpg|thumb|Klosterpforte des Loretoklosters: hier ist der Eingang zum sogenannten "Aufsetzen des [[Loreto-Kindl]]s"]]
    
Das Skandälchen hatte Vater [[Leopold Mozart|Leopold]] auszubaden, denn als die Liebschaft ruchbar wurde, befand sich Wolfgang mit Mutter gerade auf der Mannheim-Paris-Reise. Vater Bäckermeister war bei Leopold Mozart im [[Tanzmeisterhaus]] aufgetaucht und hatte die Rückerstattung der Kosten für den Klostereintritt seiner Tochter verlangt; denn die war, als sie von Wolfgangs Abreise nach Paris gehört hatte, wieder vom Kloster abgesprungen.
 
Das Skandälchen hatte Vater [[Leopold Mozart|Leopold]] auszubaden, denn als die Liebschaft ruchbar wurde, befand sich Wolfgang mit Mutter gerade auf der Mannheim-Paris-Reise. Vater Bäckermeister war bei Leopold Mozart im [[Tanzmeisterhaus]] aufgetaucht und hatte die Rückerstattung der Kosten für den Klostereintritt seiner Tochter verlangt; denn die war, als sie von Wolfgangs Abreise nach Paris gehört hatte, wieder vom Kloster abgesprungen.
Zeile 32: Zeile 42:  
:''Paris-Lodron-Straße 6''
 
:''Paris-Lodron-Straße 6''
 
:''5020 Salzburg''
 
:''5020 Salzburg''
:''Telefon: 06 62 - 87 11 63''
+
:''Telefon: (06 62) 87 11 63''
 
  −
== Bildergalerie ==
  −
<gallery>
  −
Datei:Loretokloster, Ansicht vom Bruderhof aus.JPG|Loretokloster in Salzburg, Ansicht vom [[Bruderhof]] aus
  −
Datei:Loretokloster Westseite.jpg|Loretokloster Salzburg, Westseite
  −
</gallery>
      +
== Bilder ==
 +
{{Bildkat}}
 
== Quelle ==
 
== Quelle ==
* Salzburgwiki-Artikel Kirche St. Maria Loreto und dortige Quellen
+
* SALZBURGWIKI-Artikel Kirche St. Maria Loreto und dortige Quellen
    +
== Einzelnachweise ==
 +
<references/>
   −
{{SORTIERUNG: St. Maria Loreto, Kirche}}
   
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]
 
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit]]
+
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 +
[[Kategorie:Religion]]
 
[[Kategorie:Erzdiözese]]
 
[[Kategorie:Erzdiözese]]
[[[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]]]
+
[[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Weltanschauung]]
+
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
[[Kategorie:Religion]]
+
[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
[[Kategorie:Kirche]]
+
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 +
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
 +
[[Kategorie:Kloster]]
 
[[Kategorie:Orden (Kirche)]]
 
[[Kategorie:Orden (Kirche)]]
[[Kategorie:Sonstige Orden (Kirche)]]
+
[[Kategorie:sonstige Orden (Kirche)]]
[[Kategorie:Geschichte (Kirche)]]