Städtische Fleischbank: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Städtischen Fleischbänke''' befanden sich bis um 1600 auf der hölzernen [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]]. Etwa [[1600]] bis [[1610]] wurde diese an den [[Griesgasse|Gries]] verlegt und erhielten damals die Schlachter und Metzger fest zugewiesene Schlacht- und Verkaufsstellen, die später sukzessive zu Gebäuden wurden.  
[[Datei:Fleischbank Stierwascher Griesgasse 12 Juli 2020.jpg|thumb|Tafel an der Wand der ehemaligen Städtischen Fleischbank im [[Lamberg-Durchhaus]] [[Getreidegasse]] 24-[[Griesgasse]] 19 in der [[Salzburger Altstadt]]. Die Wandtafel zeigt ein Abbild der Metzgerfahne (mit [[Metzgersprung]]) und das [[Wappen]] der Metzgerinnung, sowie das Abbild von [[Fleischtor]], Schlachthaus und Zunftherberge der Metzger im [[17. Jahrhundert]].]]
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Die '''Städtischen Fleischbänke''' war ein heute nicht mehr bestehend Fleischmarkt in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==  
Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] siedelte die städtischen Fleischbänke, wo die Metzger die Tiere schlachteten und das Fleisch zum Verkauf anboten, „am Gries“ an (heute: [[Ferdinand-Hanusch-Platz]]. Um den Ausbruch von Seuchen zu erschweren, wurden die Fleischbänke - so wie die gesamte (Alt)-Stadt - einmal in der Woche durch gestautes [[Almkanal]]<nowiki>wasser</nowiki> "gereinigt" (was bis ins [[19. Jahrhundert]] üblich war).  
[[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] siedelte [[1608]] die städtischen Fleischbänke, wo die Metzger die Tiere schlachteten und das Fleisch zum Verkauf anboten, "am [[Gries]]" an (heute [[Ferdinand-Hanusch-Platz]]. Um den Ausbruch von Seuchen zu erschweren, wurden die Fleischbänke - so wie die gesamte (Alt)-Stadt - einmal in der Woche durch gestautes [[Almkanal]]<nowiki>wasser</nowiki> "gereinigt" (was bis ins [[19. Jahrhundert]] üblich war). Vor befanden sie sich auf der hölzernen [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]].


Im [[17. Jahrhundert]] gab es drei Fleischbänke.
Im [[17. Jahrhundert]] gab es drei Fleischbänke, die alle sehr nahe bei einander lagen.
* die ''Städtische Fleischbank'' am Gries, damals ''Macellum Civitatis Salzburgensis'' oder kurz ''Macellum'' genannt, errichtet [[1608]] von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und der Stadt Salzburg, heute Haus [[Griesgasse]] Nr. 19 (ehemals [[Nonstop-Kino]], später Stadtwerke)
* die ''Städtische Fleischbank'' am Gries, damals ''Macellum Civitatis Salisburgensis''<ref>ein ''Macellum'' war in der römischen Antike die Bezeichnung für eine Markthalle, vor allem für Fleisch, Fisch und Delikatessen., Quelle wikipedia-de → Macellum </ref> genannt, errichtet [[1608]] von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und der Stadt Salzburg, im [[Griesstöckl]] bzw. nächst demselben, heute Haus [[Griesgasse]] Nr. 19 (ehemals [[Nonstop-Kino]], später Verkaufslokal für Elektrogeräte der [[Salzburger Stadtwerke]]).
* die Gewölbe- und Fleischbänke am südlichen Brückenkopf der Stadtbrücke  
* die Gewölbe- und Fleischbänke am südlichen Brückenkopf der Stadtbrücke  
* die Gewölbe- und Fleischbänke im Durchgang [[Niederlage|Städtisches Niederleghaus mit Mühle]] und [[Gasthaus zum wilden Mann]], Im heute Haus Griesgasse Nr. 17  
* die Gewölbe- und Fleischbänke im Durchgang [[Niederlage|Städtisches Niederleghaus mit Mühle]] und [[Gasthaus zum wilden Mann]], Im heute Haus Griesgasse Nr. 17  


Um [[1830]] zeigt eine Karte <ref>[http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/salzburg/view/salzburg_05.ecw/?zoom=5&lat=-5184&lon=6072.5&layers=B Österreichischer Städteatlas / Salzburg]</ref>, dass neben den oben genannten drei Standorten es noch weitere Standorte gab, uzw. entlang der Ursulinengasse (heute: [[Franz-Josefs-Kai]] ):  
Um [[1830]] zeigt eine Karte<ref>[https://www.arcanum.com/hu/online-kiadvanyok/OsterreichischerStadtatlas-osterreichischer-stadteatlas-1/salzburg-3CA2/wachstumsphasenkarte-mit-legende-3D36/?list=eyJmaWx0ZXJzIjogeyJNVSI6IFsiTkZPX0tPTllfT3N0ZXJyZWljaGlzY2hlclN0YWR0YXRsYXNfMSJdfSwgInF1ZXJ5IjogInNhbHpidXJnIn0 Österreichischer Städteatlas, Salzburg]</ref>, dass neben den oben genannten drei Standorten es noch weitere Standorte gegeben haben könnte, und zwar entlang der Ursulinengasse (heute [[Franz-Josef-Kai]]):  
* die ''Städtische Fleischbank'' am k.k. Salzamt und dem k.k. Magazin (heute: [[AVA-Hof]])
* die ''Städtische Fleischbank'' am [[Städtisches Salzamt|k.k. Salzamt]] und dem k.k. Magazin (heute [[AVA-Hof]])
* die große ''Städtische Fleischbank'' zwischen dem k.k. Salzamt und dem Städtischen Getreidekasten, später das [[Salzburger Museum Carolino-Augusteum]], heute Teil des [[Haus der Natur|Hauses der Natur]].
* die große ''Städtische Fleischbank'' zwischen dem k.k. Salzamt und dem [[Bürgerliches Getreidemagazin der Stadt Salzburg|Bürgerlichen Getreidemagazin der Stadt Salzburg]], später das [[Salzburger Museum Carolino-Augusteum]], heute Teil des [[Haus der Natur|Hauses der Natur]].


Nach der Errichtung des [[Schlachthof Salzburg|Schlachthofes]] in [[Froschheim]] im Jahr [[1884]]/[[1885]] wurden die Städtischen Fleischbänke am Gries aufgegeben und deren Gebäude anderen Zweckwidmungen zugeführt.
Nach der Errichtung des [[Schlachthof Salzburg|Schlachthofes]] in [[Froschheim]] im Jahr [[1884]]/[[1885]] wurden die Städtischen Fleischbänke am Gries aufgegeben und deren Gebäude anderen Zweckwidmungen zugeführt.


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*[[media:Thema Freibank Die rote Hütte oder rote Bank im erzbischöflichen Salzburg.pdf|Thema Freibank Die rote Hütte oder rote Bank im erzbischöflichen Salzburg (pdf 6,5 MB)]]
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: "Die rote Hütte oder rote Bank im erzbischöflichen Salzburg", in dem es um die  Städtische Fleischbank vor Errichtung des Schlachthof Salzburg in Froschheim geht, u. a. mit einigen Informationen über die Tätigkeit von [[Theodor Konrad Hartleben]] als Polizeidirektor,  21. Juli 1801 auf Seite 48
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"Die rote Hütte oder rote Bank im erzbischöflichen Salzburg", in dem es um die  Städtische Fleischbank vor Errichtung des [[Schlachthof Salzburg]] in [[Froschheim]] geht, u. a. mit einigen Informationen über die Tätigkeit von [[Theodor Konrad Hartleben]] als Polizeidirektor,  21. Juli 1801 auf Seite 489.


== Quelle ==
== Weblink ==
* [http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/salzburg/view/salzburg_05.ecw/?zoom=5&lat=-5434&lon=6162&layers=B  oesterreichischer-staedteatlas/salzburg]
* Ehemalige Lage auf dem [https://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=5&lat=47.80074&lon=13.04211&layers=0&marker=1 digitalen Stadtplan von Salzburg]
* Salzburgwiki-Einträge


== Fußnoten ==
== Quellen ==
* [https://www.arcanum.com/hu/online-kiadvanyok/OsterreichischerStadtatlas-osterreichischer-stadteatlas-1/  oesterreichischer-staedteatlas/salzburg], → [[Österreichischer Städteatlas Salzburg]], diese Quelle erweist sich allerdings vielfach als wenig verlässlich, siehe dazu [[Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg|Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg - Fehlerhaftigkeit des Österreichischen Städteatlas Salzburg]]
* SALZBURGWIKI-Einträge
 
== Einzelnachweise ==  
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Aktuelle Version vom 17. Juni 2025, 19:34 Uhr

Tafel an der Wand der ehemaligen Städtischen Fleischbank im Lamberg-Durchhaus Getreidegasse 24-Griesgasse 19 in der Salzburger Altstadt. Die Wandtafel zeigt ein Abbild der Metzgerfahne (mit Metzgersprung) und das Wappen der Metzgerinnung, sowie das Abbild von Fleischtor, Schlachthaus und Zunftherberge der Metzger im 17. Jahrhundert.
Karte

Die Städtischen Fleischbänke war ein heute nicht mehr bestehend Fleischmarkt in der Altstadt der Stadt Salzburg.

Geschichte

Fürsterzbischof Wolf Dietrich siedelte 1608 die städtischen Fleischbänke, wo die Metzger die Tiere schlachteten und das Fleisch zum Verkauf anboten, "am Gries" an (heute Ferdinand-Hanusch-Platz. Um den Ausbruch von Seuchen zu erschweren, wurden die Fleischbänke - so wie die gesamte (Alt)-Stadt - einmal in der Woche durch gestautes Almkanalwasser "gereinigt" (was bis ins 19. Jahrhundert üblich war). Vor befanden sie sich auf der hölzernen Stadtbrücke.

Im 17. Jahrhundert gab es drei Fleischbänke, die alle sehr nahe bei einander lagen.

Um 1830 zeigt eine Karte[2], dass neben den oben genannten drei Standorten es noch weitere Standorte gegeben haben könnte, und zwar entlang der Ursulinengasse (heute Franz-Josef-Kai):

Nach der Errichtung des Schlachthofes in Froschheim im Jahr 1884/1885 wurden die Städtischen Fleischbänke am Gries aufgegeben und deren Gebäude anderen Zweckwidmungen zugeführt.

PDF

"Die rote Hütte oder rote Bank im erzbischöflichen Salzburg", in dem es um die Städtische Fleischbank vor Errichtung des Schlachthof Salzburg in Froschheim geht, u. a. mit einigen Informationen über die Tätigkeit von Theodor Konrad Hartleben als Polizeidirektor, 21. Juli 1801 auf Seite 48

Weblink

Quellen

Einzelnachweise

  1. ein Macellum war in der römischen Antike die Bezeichnung für eine Markthalle, vor allem für Fleisch, Fisch und Delikatessen., Quelle wikipedia-de → Macellum
  2. Österreichischer Städteatlas, Salzburg