| Zeile 1: |
Zeile 1: |
| | {{Infotabelle Fluss | | {{Infotabelle Fluss |
| − | | bild =Glan.jpg | + | | bild =Glanbach.jpg |
| | | länge = 13,7 km (ohne [[Glankanal]]) | | | länge = 13,7 km (ohne [[Glankanal]]) |
| | | quelle = Untersbergstock | | | quelle = Untersbergstock |
| Zeile 8: |
Zeile 8: |
| | | höhenunterschied = 26 m | | | höhenunterschied = 26 m |
| | }} | | }} |
| − | Der '''{{PAGENAME}}''', bei den Salzburgern jedoch nur als ''Glan'' bekannt, ist ein Bach, der vom Fuß des [[Untersbergstock]]s im südlichen [[Flachgau]] durch die [[Stadt Salzburg]] in die [[Salzach]] fließt.
| + | Die '''Glan''', selten, aber laut derzeit amtlichen Quellen auch '''{{PAGENAME}}''' bezeichnet<ref>siehe [[Diskussion:Glanbach]]</ref>, bei den Salzburgern jedoch nur als ''Glan'' bekannt, ist ein Bach, der vom Fuß des [[Untersbergstock]]s im südlichen [[Flachgau]] durch die [[Stadt Salzburg]] in die [[Salzach]] fließt. |
| | | | |
| | == Geografie == | | == Geografie == |
| | === Verlauf === | | === Verlauf === |
| − | Der {{PAGENAME}} entsteht heute, d. h. nach der Regulierung von Moorgewässerung und der Entwässerung von Moorflächen, im Raum von [[Fürstenbrunn]] am Zusammenfluss zweier Gebirgsbäche des Untersbergs des [[Kühbach|Küh]]- und des [[Brunnbach (Untersberg)|Brunnbachs]] nahe des [[Untersbergmuseum]]s. Von dort fließt, weitgehend begradigt, der Bach zunächst durch das Gemeindegebiet von [[Grödig]], dann kurz durch das Gemeindegebiet von [[Wals-Siezenheim]], bevor er die südöstliche Grenze des Walser Gemeindegebiet zur Stadt Salzburg im Bereich des [[Salzburger Stadtteil]]s [[Leopoldskroner Moos]] bildet. | + | Der {{PAGENAME}} entsteht heute, d. h. nach der Regulierung von Moorgewässern und der Entwässerung von Moorflächen, im Raum von [[Fürstenbrunn]] am Zusammenfluss zweier Gebirgsbäche des Untersbergs des [[Kühbach|Küh]]- und des [[Brunnbach (Untersberg)|Brunnbachs]] nahe des [[Untersbergmuseum]]s. Von dort fließt, weitgehend begradigt, der Bach zunächst durch das Gemeindegebiet von [[Grödig]], dann kurz durch das Gemeindegebiet von [[Wals-Siezenheim]], bevor er die südöstliche Grenze des Walser Gemeindegebiet zur Stadt Salzburg im Bereich des [[Salzburger Stadtteil]]s [[Leopoldskroner Moos]] bildet. |
| | | | |
| − | Südlich des [[Salzburg Airport W. A. Mozart|Flughafens Salzburg]] erreicht er dann den Stadtteil [[Maxglan]] und fließt entlang der [[Kendlerstraße]], vorbei an der [[Stieglbrauerei]] und der alten [[Maxglaner Feuerwache]] unter den Gleisen der [[Westbahn]] hindurch, um zum Grenzbach zwischen den Stadtteilen [[Liefering]] und [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] zu werden. Westlich der [[Ignaz-Harrer-Straße]] teilt sich der Bachlauf in die [[Altglan]] und den in gerader Richtung weiterlaufende [[Glankanal]], der unterhalb des [[Traklsteg]]es in die Salzach mündet. | + | Südlich des [[Salzburg Airport W. A. Mozart|Flughafens Salzburg]] erreicht er dann den Stadtteil [[Maxglan]] und fließt entlang der [[Kendlerstraße]], vorbei an der [[Stieglbrauerei]] und der alten [[Maxglaner Feuerwache]] unter den Gleisen der [[Westbahnstrecke]] hindurch, um zum Grenzbach zwischen den Stadtteilen [[Liefering]] und [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] zu werden. Westlich der [[Ignaz-Harrer-Straße]] teilt sich der Bachlauf in die [[Altglan]] und den in gerader Richtung weiterlaufende [[Glankanal]], der unterhalb des [[Traklsteg]]es in die Salzach mündet. |
| | | | |
| | Der alte Bachlauf hingegen biegt nach Norden ab und quert die [[Münchner Bundesstraße]], um entlang der [[Lieferinger Hauptstraße]] nach [[Altliefering]] zu fließen und dann, vorbei an den [[Salzachseen]] und der [[Nachwuchsakademie Liefering|Nachwuchsakademie]] von [[Red Bull]] knapp südöstlich des [[Saalachspitz]]es in die Salzach zu münden. | | Der alte Bachlauf hingegen biegt nach Norden ab und quert die [[Münchner Bundesstraße]], um entlang der [[Lieferinger Hauptstraße]] nach [[Altliefering]] zu fließen und dann, vorbei an den [[Salzachseen]] und der [[Nachwuchsakademie Liefering|Nachwuchsakademie]] von [[Red Bull]] knapp südöstlich des [[Saalachspitz]]es in die Salzach zu münden. |
| Zeile 23: |
Zeile 23: |
| | | | |
| | === Brücken === | | === Brücken === |
| − | * [[Hammerauerbrücke]] | + | * Hammerauerbrücke |
| − | * [[Steinerbrücke]] | + | * Steinerbrücke |
| − | * [[Maximiliansbrücke]] | + | * Maximiliansbrücke |
| | * [[Nepomukbrücke]] | | * [[Nepomukbrücke]] |
| | + | * [[Glanbrücke Ignaz-Harrer-Straße]] |
| | | | |
| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | === Namensgebung === | | === Namensgebung === |
| − | Der Name Glan stammt wohl aus dem [[Kelten|Keltischen]] und bedeutete so viel wie ''klares, reines Wasser''. Im [[Mittelalter]] hieß die [[Gemeinde Maxglan]] vielfach nur "Glan" (bzw "glana"), der heutige Name lässt sich ab dem [[15. Jahrhundert]] vom Kirchenpatron Maximilian (Maximilian an der Glan) herleiten. | + | Der Name Glan stammt wohl aus dem [[Kelten|Keltischen]] und bedeutete so viel wie ''klares, reines Wasser''. Im [[Mittelalter]] hieß Maxglan vielfach nur "Glan" (bzw "glana"), der heutige Name lässt sich ab dem [[15. Jahrhundert]] vom Kirchenpatron Maximilian (Maximilian an der Glan) herleiten. |
| | | | |
| | === Ereignisse === | | === Ereignisse === |
| | [[Datei:Glan Lehen.jpg|thumb|Der Glanbach in Lehen, Panoramabild]] | | [[Datei:Glan Lehen.jpg|thumb|Der Glanbach in Lehen, Panoramabild]] |
| − | [[Datei:Glan Maxglan Wehranlage Hochwasserschutz.jpg|thumb|Die Glanbach-Wehranlage in Maxglan]]
| |
| | 1932 machte man sich daran, den Bachlauf zu regulieren. Zweck der Regulierung war im Unterlauf die Verbesserung des Hochwasserschutzes, weil die Stadtteile Maxglan, Liefering und Lehen nicht selten von den [[Hochwasser]] der Glan überschwemmt wurden, im Raum des [[Leopoldskroner Moor]]es diente die Regulierung der Entwässerung des Moores und damit der Schaffung neuer Flächen für den Ackerbau. Gleichzeitig verschlechterte sich dadurch aber der Hochwasserschutz. Bis [[1951]] wurde der gesamte Flusslauf reguliert. In der Zeit des [[Nationalsozialismus]] wurden die Arbeiten wesentlich auch von Zwangsarbeitern - vornehmlich Roma und Sinti aus dem [[Zigeunerlager Maxglan]] durchgeführt. Am [[30. Juli]] [[1955]] wurde nach 21 Jahren die Glanregulierung abgeschlossen, die bereits im Jahr [[1934]] begonnen wurde. | | 1932 machte man sich daran, den Bachlauf zu regulieren. Zweck der Regulierung war im Unterlauf die Verbesserung des Hochwasserschutzes, weil die Stadtteile Maxglan, Liefering und Lehen nicht selten von den [[Hochwasser]] der Glan überschwemmt wurden, im Raum des [[Leopoldskroner Moor]]es diente die Regulierung der Entwässerung des Moores und damit der Schaffung neuer Flächen für den Ackerbau. Gleichzeitig verschlechterte sich dadurch aber der Hochwasserschutz. Bis [[1951]] wurde der gesamte Flusslauf reguliert. In der Zeit des [[Nationalsozialismus]] wurden die Arbeiten wesentlich auch von Zwangsarbeitern - vornehmlich Roma und Sinti aus dem [[Zigeunerlager Maxglan]] durchgeführt. Am [[30. Juli]] [[1955]] wurde nach 21 Jahren die Glanregulierung abgeschlossen, die bereits im Jahr [[1934]] begonnen wurde. |
| | | | |
| | Heute gibt es Bestrebungen, Teile des Glanbaches entlang des Leopoldskroner Moores ansatzweise zu revitalisieren. Am [[4. Februar]] [[2008]] wurde im Bereich Hammerauerbrücke bis [[Glansiedlung]] damit begonnen auf einem 350 Meter langen Abschnitt des Glanbaches die Verbauung des Bachlaufs zurückzubauen. Die Arbeiten dauerten bis Mai 2008. Ein weiterer Rückbau bis zur [[Stieglbrauerei]] ist geplant. | | Heute gibt es Bestrebungen, Teile des Glanbaches entlang des Leopoldskroner Moores ansatzweise zu revitalisieren. Am [[4. Februar]] [[2008]] wurde im Bereich Hammerauerbrücke bis [[Glansiedlung]] damit begonnen auf einem 350 Meter langen Abschnitt des Glanbaches die Verbauung des Bachlaufs zurückzubauen. Die Arbeiten dauerten bis Mai 2008. Ein weiterer Rückbau bis zur [[Stieglbrauerei]] ist geplant. |
| | | | |
| − | === Die Regulierung des Glanbaches === | + | === Die Regulierung der Glan === |
| | [[Datei:Naturnaher Rückbau der Glan auf der Höhe der Rauchmühle.jpg|thumb|400px|naturnaher Rückbau der Glan auf der Höhe der Rauchmühle]] | | [[Datei:Naturnaher Rückbau der Glan auf der Höhe der Rauchmühle.jpg|thumb|400px|naturnaher Rückbau der Glan auf der Höhe der Rauchmühle]] |
| − | Der Glanbach trat früher immer wieder im Bereich Maxglan und Liefering bei Hochwasser über die Ufer. Eine besonders große Überschwemmung im Jahr [[1924]] führte zur Entscheidung, den Verlauf des Glanbaches zu regulieren. Nach intensiven Bemühungen von [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] und [[Landesrat]] [[Josef Hauthaler]] erfolgte dazu am [[24. November]] [[1933]] der Spatenstich. Angesichts der damaligen Arbeitslosigkeit hatte der Bau auch eine beschäftigungspolitische Bedeutung, weil er für über 300 Personen Arbeit brachte. Die Regulierung erfolgte in mehreren Abschnitten. Durch die Verbauung verkürzte sich der Glanbachverlauf um ca. drei Kilometer. Mit der Regulierung der Nebenbäche aus den Walser Wiesen wurde die Glanverbauung abgeschlossen Abbildung der Schautafel "''Die Glan und ihre Regulierung''" vom [[Lieferinger Kulturwanderweg]]). | + | Der Glanbach trat früher immer wieder im Bereich [[Maxglan (Gemeinde)|Maxglan]] und Liefering bei Hochwasser über die Ufer. Eine besonders große Überschwemmung im Jahr [[1924]] führte zur Entscheidung, den Verlauf des Glanbaches zu regulieren. Für die Verbesserung des Hochwasserschutzes war aber nur die Regulierung der Glan unterhalb des Ortes Maxglan sinnvoll. Die Regulierung oberhalb des Ortes diente ausschließlich der Entwässerung des Moores. Mit diesem Schritt Nach intensiven Bemühungen von [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] und [[Landesrat]] [[Josef Hauthaler]] erfolgte dazu am [[24. November]] [[1933]] der Spatenstich. Angesichts der damaligen Arbeitslosigkeit hatte der Bau auch eine beschäftigungspolitische Bedeutung, weil er für über 300 Personen Arbeit brachte. Die Regulierung erfolgte in mehreren Abschnitten. Durch die Verbauung verkürzte sich der Glanbachverlauf um ca. drei Kilometer. Mit der Regulierung der Nebenbäche aus den Walser Wiesen wurde die Glanverbauung abgeschlossen Abbildung der Schautafel "''Die Glan und ihre Regulierung''" vom [[Lieferinger Kulturwanderweg]]). |
| | | | |
| − | Nach den beiden Abschnitten 2008 und 2011 im Stadtteil [[Leopoldskroner-Moos]] wurde im Jahr 2016 der Glanbach in Maxglan auf Höhe [[Rauchmühle]], zwischen [[Eisenbahnbrücke (Stadt Salzburg)|Eisenbahnbrücke]] und [[Ignaz-Harrer-Straße]], auf einer Länge von ca. 300 m naturnah rückgebaut. Finanziert wurde der Großteil des Projektes durch eine naturschutzrechtlich vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahme. Die [[Stadtgemeinde Salzburg]] leistete dazu einen Beitrag von rund 120.000 €. | + | Nach den beiden Abschnitten 2008 und 2011 im Stadtteil [[Leopoldskroner Moos]] wurde im Jahr 2016 der Glanbach in Maxglan auf Höhe [[Rauchmühle]], zwischen [[Eisenbahnbrücke (Stadt Salzburg)|Eisenbahnbrücke]] und [[Ignaz-Harrer-Straße]], auf einer Länge von ca. 300 m naturnah rückgebaut. Finanziert wurde der Großteil des Projektes durch eine naturschutzrechtlich vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahme. Die [[Stadtgemeinde Salzburg]] leistete dazu einen Beitrag von rund 120.000 €. |
| | | | |
| | Zum Abschluss der Regulierung des Glanbaches wurde von der Bundeswasserverwaltung des [[Amt der Salzburger Landesregierung|Amtes der Salzburger Landesregierung]] zur Erinnerung an die Verdienste von Landesrat Josef Hauthaler die [[Hauthalerkapelle]] errichtet. | | Zum Abschluss der Regulierung des Glanbaches wurde von der Bundeswasserverwaltung des [[Amt der Salzburger Landesregierung|Amtes der Salzburger Landesregierung]] zur Erinnerung an die Verdienste von Landesrat Josef Hauthaler die [[Hauthalerkapelle]] errichtet. |
| | | | |
| − | ==Bildergalerie== | + | == Bildergalerie == |
| − | <gallery> | + | <gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200"> |
| − | Datei:Neue Glanbrücke der Hammrauer Straße.jpg|Hammerauer Straße, neue Glanbrücke
| |
| | Datei:Glanverlauf in Untersbergnähe.jpg|Glan südlich der Autobahn | | Datei:Glanverlauf in Untersbergnähe.jpg|Glan südlich der Autobahn |
| | Datei:Glan auf der Höhe der Kendlersiedlung.jpg|Glan nächst Kendlersiedlung | | Datei:Glan auf der Höhe der Kendlersiedlung.jpg|Glan nächst Kendlersiedlung |
| Zeile 68: |
Zeile 67: |
| | {{Quelle AMap}} | | {{Quelle AMap}} |
| | * {{Quelle SAGIS}} | | * {{Quelle SAGIS}} |
| | + | == Anmerkung == |
| | + | <references/> |
| | | | |
| | [[Kategorie:Wissenschaft]] | | [[Kategorie:Wissenschaft]] |
| − | [[Kategorie:Naturwissenschaft]]
| |
| | [[Kategorie:Geografie]][[Kategorie:Flachgau]] | | [[Kategorie:Geografie]][[Kategorie:Flachgau]] |
| | [[Kategorie:Grödig]] | | [[Kategorie:Grödig]] |