The Sound of Music (Film): Unterschied zwischen den Versionen
K (Textersetzung - „Salzburgwiki“ durch „SALZBURGWIKI“) |
K (Linkfix) |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:The Sound of Music Film 12.jpg|thumb|Dreharbeiten im Herbst 1964 auf der [[Festung Hohensalzburg]].]] | [[Datei:The Sound of Music Film 12.jpg|thumb|Dreharbeiten im Herbst 1964 auf der [[Festung Hohensalzburg]].]] | ||
| − | + | Der amerikanische Film "'''The Sound of Music'''" , der [[1965]] in die Kinos kam, erzählt die Geschichte der [[Trapp-Familie]], die der [[Gemeinde Aigen]] bei [[Stadt Salzburg|Salzburg]] in der [[Trapp-Villa]] wohnte. | |
| − | |||
| − | |||
| − | Der | ||
== Der Film == | == Der Film == | ||
| − | Der Film hält sich nicht immer an die [[Georg Ludwig Ritter von Trapp|"wahre Geschichte"]] der Familie und nicht an die Originalschauplätze. Die spektakulären und schönen Aufnahmen in | + | Der Film hält sich nicht immer an die [[Georg Ludwig Ritter von Trapp|"wahre Geschichte"]] der Familie und nicht an die Originalschauplätze. Die spektakulären und schönen Aufnahmen in Stadt und [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] machten die Geschichte, unsere Land und die Musik zuerst bei den [[Vereinigte Staaten von Amerika|Amerikanern]] und später in [[Australien]], [[Japan]] und [[China]] sehr populär. Er wurde [[1964]] an originalen und fiktiven Schauplätzen in Salzburg gedreht und erhielt fünf Oscars bei zehn Nominierungen. ''Robert Wise'' produzierte diesen Film auf der Basis des deutschen Films "Die Trapp-Familie" aus den [[1950er]]-Jahren und dem [[The Sound of Music (Musical)|Musical]], das ebenfalls nach diesem deutschen Film entstanden war. Das Musical wurde über 1 500 Mal in New York am Broadway aufgeführt. |
| + | |||
| + | Die Melodien zum Film wurden von ''Richard Rodgers'' zu Texten von ''Oscar Hammerstein'' komponiert (siehe [[Rodgers & Hammerstein]]. Die Hauptdarsteller im Film waren ''Julie Andrews'' als Maria von Trapp und ''Christoph Plummer'' als Baron Trapp. | ||
| − | Die | + | {{#ev:youtube|tEjLS0OHWnQ|280|right|Die Urenkel der Trapp-Singers 2013 mit "Edelweiß", 01:54 min Video}} |
== Die Drehorte == | == Die Drehorte == | ||
| − | * [[Schloss | + | * [[Schloss Mirabell|Schloss]] und [[Mirabellgarten]], wo [[Maria Augusta Kutschera|Maria]] und die Kinder das Lied "Do-Re-Mi" singen. |
| − | * [[Café Winkler]] auf dem [[Mönchsberg]] | + | * Im [[Café Winkler]] auf dem [[Mönchsberg]] singen Maria und die Kinder auch einen Vers aus "Do-Re-Mi". |
| − | * [[Residenzplatz]]: Maria singt auf dem Weg vom | + | * [[Residenzplatz]]: Maria singt auf dem Weg vom Benediktinenstift Nonnberg zur [[Trapp-Villa]] das Lied "Ich habe Selbstvertrauen zu mir". |
| − | * [[Benediktinenstift Nonnberg]]: Maria als Novizin singt "Maria" | + | * [[Benediktinenstift Nonnberg]]: Maria als Novizin singt "Maria". |
| − | * [[Felsenreitschule]]: [[Georg Ludwig von Trapp|Baron von Trapp]] singt "Edelweiß" | + | |
| − | * [[Friedhof St. Peter]] | + | [[Datei:The Sound of Music Film 15.jpg|thumb|Robert Wise verpflichtete Ted D. McCord, der mit einer 70 mm Kamera arbeitete.]] |
| − | * [[Schloss Leopoldskron]]: wird im Film als "[[Trapp-Villa]]" für Außenaufnahmen verwendet | + | |
| − | * [[Schloss Frohnburg]] | + | * [[Felsenreitschule]]: [[Georg Ludwig von Trapp|Baron von Trapp]] singt "[[Edelweiß (Sound of Music)|Edelweiß]]". |
| − | * [[Hellbrunn]]: | + | * Im [[Friedhof St. Peter]]versteckt sich die Familie Trapp hinter Gräbern und in Grüften vorübergehend vor der [[Gestapo]]. |
| − | * [[Untersberg]] | + | * [[Schloss Leopoldskron]]: wird im Film als "[[Trapp-Villa]]" für Außenaufnahmen verwendet. |
| − | * [[Wasserschloss Anif]] | + | * [[Schloss Frohnburg]] wird ebenfalls als "Trapp-Villa" für Außenaufnahmen verwendet, insbesondere die Zufahrt und Abfahrt durch das schmiedeeiserne Tor und die [[Hellbrunner Allee]]. |
| − | * [[Festung Hohenwerfen]] | + | * [[Hellbrunn]]: Der weiße Pavillon (Gazebo) - wo Liesl das bekannte Lied "I am 16 going on 17" singt - stand damals beim [[Schloss Leopoldskron]] und befindet sich heute im [[Schlosspark Hellbrunn]]. |
| − | * [[Mondsee (Ort)|Mondsee]], [[OÖ]]. | + | * [[Untersberg]] dient als Eröffnungsszene und später als Fluchtweg über die nahe Staatsgrenze "in die [[Schweiz]]". |
| − | * [[Basilika St. Michael]] in Mondsee | + | * [[Wasserschloss Anif]] als Hintergrund in einer Eröffnungsszene vorkommend. |
| − | * [[Unterach am Attersee]] | + | * [[Festung Hohenwerfen]] als Hintergrund im Lied "Do-Re-Mi" vorkommend. |
| − | * [[Salzkammergut]]: [[Fuschl am See]], [[St. Gilgen]], [[Illinger-Bergalm]] ([[Abersee (Halbinsel)|Abersee]]) und [[St. Wolfgang]] | + | * [[Mondsee (Ort)|Mondsee]], [[OÖ]]., wird ein einer Eröffnungsszene gezeigt, in der Maria über den Hügel zum [[Kloster Mondsee]] als "Kloster Nonnberg" läuft. |
| + | * In der [[Basilika St. Michael]] in Mondsee findet im Film die kirchliche Hochzeit von Maria und Georg von Trapp in "Salzburg" statt. | ||
| + | * [[Unterach am Attersee]] sieht man in einer Eröffnungsszene, in der die Kinder mit "Maria" am Seeufer radeln, während sie das Lied "Do-Re-Mi" singen. | ||
| + | * [[Salzkammergut]]: In [[Fuschl am See]], [[St. Gilgen]], [[Illinger-Bergalm]] ([[Abersee (Halbinsel)|Abersee]]) und [[St. Wolfgang im Salzkammergut]] wurden verschiedene Szenen gedreht. | ||
| + | |||
| + | [[Datei:The Sound of Music Film 01.jpg|thumb|Aufnahme im Mirabellgarten.]] | ||
| − | Produzent Robert Wise hatte für die Dreharbeiten vor Ort sechs Wochen geplant. Insgesamt bestand die Filmcrew damals aus mehr als 250 Personen, die größtenteils mit dem Flugzeug aus Übersee anreisten und in Salzburg untergebracht werden mussten. Die Produktion war durch den Aufenthalt von Regisseur, Schauspielern, Kameraleuten, Technikern, Bühnenbauern, Architekten, sowie weitere technische Assistenten aus München für damalige Verhältnisse vergleichsweise teuer und der Zeitplan eng. Was nicht geplant werden konnte war das Wetter, und Salzburg ist berühmt für seinen "[[Salzburger Schnürlregen|Schnürlregen]]". Aus sechs Wochen wurden deshalb elf Wochen. | + | Produzent ''Robert Wise'' hatte für die Dreharbeiten vor Ort sechs Wochen geplant. Insgesamt bestand die Filmcrew damals aus mehr als 250 Personen, die größtenteils mit dem Flugzeug aus Übersee anreisten und in Salzburg untergebracht werden mussten. Die Produktion war durch den Aufenthalt von Regisseur, Schauspielern, Kameraleuten, Technikern, Bühnenbauern, Architekten, sowie weitere technische Assistenten aus München für damalige Verhältnisse vergleichsweise teuer und der Zeitplan eng. Was nicht geplant werden konnte war das Wetter, und Salzburg ist berühmt für seinen "[[Salzburger Schnürlregen|Schnürlregen]]". Aus sechs Wochen wurden deshalb elf Wochen. |
== Die Wirkung und das Klischee == | == Die Wirkung und das Klischee == | ||
| − | Der Film | + | Der Film ''The Sound of Music'' und seine Musical-Romanze ist auch 50 Jahre nach seiner Entstehung mit etwa einer Milliarde Zuschauern weltweit einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Er prägt weltweit nachhaltig ein Klischee von [[Österreich]], [[Deutschland]] und der Schweiz. Grüne Hügeln mit [[Edelweiß (Pflanze)|Edelweiß]], verschnörkelte Holzhäuser mit Geranien am Fenster, Zwiebelkirchentürme vor schneebedeckten Bergen, sowie einer Bevölkerung, die [[Salzburger Tracht|Trachten]] trägt und in der sich die Frauen im [[Dirndl]] zeigen. |
| − | In Amerika kennt | + | In Amerika kennt den Film fast jeder. Gerade die US-Amerikaner wollen schon seit Jahrzehnten zu den Originalschauplätzen ihres geliebten ''Sound of Music'' reisen und "Schnitzel with noodles" und "crisp applestrudels" essen, einen "[[Volksmusik in Salzburg|Landler]]"-Tanz sehen und "Edelweiß", die sie für die österreichische Nationalhymne halten, hören. |
| − | + | ''The Sound of Music'' ist als Werbeträger wertvoller als die Marke [[Mozart]]. Etwa 40 Prozent der jährlich rund 1,2 Millionen Besucher Salzburgs geben an, wegen des Films ''The Sound of Music'' gekommen zu sein.<ref>[https://www.sn.at/kultur/kunst/sound-of-music-praegt-seit-50-jahren-oesterreich-bild-in-den-usa-2695924 www.sn.at, 02. März 2015]</ref> | |
=== Podcast === | === Podcast === | ||
| − | "[[Salzburger Nachrichten]]"-Podcast "The Sound of Music" und sein fragwürdiger Zauber, 7. September 2023 | + | "[[Salzburger Nachrichten]]"-Podcast "The Sound of Music" und sein fragwürdiger Zauber, 7. September 2023 [https://popcast.simplecast.com/episodes/the-sound-of-music-und-sein-fragwurdiger-zauber-AbNzch8j hier zum Nachhören] |
== Bildergalerie == | == Bildergalerie == | ||
| Zeile 58: | Zeile 62: | ||
=== weitere Bilder === | === weitere Bilder === | ||
{{Bildkat}} | {{Bildkat}} | ||
| − | |||
== Literatur == | == Literatur == | ||
| − | * | + | * [[Das Trapp-Kochbuch]] von [[Irmgard Wöhrl]], [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg, 2010: Original-Rezepte der Köchin [[Johanna Raudaschl]] |
== Weblinks == | == Weblinks == | ||
| − | *[ | + | * [https://www.sound-of-music.com/de/ www.sound-of-music.com] zu allen Themen rund um den Film |
| − | *[ | + | * [https://www.salzburg.info/de/salzburg/the-sound-of-music/drehorte_copy www.salzburg.info], die Drehorte des Films |
| − | + | ||
== Quelle == | == Quelle == | ||
| − | * "Salzburg | + | * "[[Salzburg The Sound of Music City]]", Sonderheft der "Salzburg Information" |
| − | == | + | == Einzelnachweis == |
<references/> | <references/> | ||
Version vom 9. Januar 2025, 10:16 Uhr
Der amerikanische Film "The Sound of Music" , der 1965 in die Kinos kam, erzählt die Geschichte der Trapp-Familie, die der Gemeinde Aigen bei Salzburg in der Trapp-Villa wohnte.
Der Film
Der Film hält sich nicht immer an die "wahre Geschichte" der Familie und nicht an die Originalschauplätze. Die spektakulären und schönen Aufnahmen in Stadt und Land Salzburg machten die Geschichte, unsere Land und die Musik zuerst bei den Amerikanern und später in Australien, Japan und China sehr populär. Er wurde 1964 an originalen und fiktiven Schauplätzen in Salzburg gedreht und erhielt fünf Oscars bei zehn Nominierungen. Robert Wise produzierte diesen Film auf der Basis des deutschen Films "Die Trapp-Familie" aus den 1950er-Jahren und dem Musical, das ebenfalls nach diesem deutschen Film entstanden war. Das Musical wurde über 1 500 Mal in New York am Broadway aufgeführt.
Die Melodien zum Film wurden von Richard Rodgers zu Texten von Oscar Hammerstein komponiert (siehe Rodgers & Hammerstein. Die Hauptdarsteller im Film waren Julie Andrews als Maria von Trapp und Christoph Plummer als Baron Trapp.
Die Drehorte
- Schloss und Mirabellgarten, wo Maria und die Kinder das Lied "Do-Re-Mi" singen.
- Im Café Winkler auf dem Mönchsberg singen Maria und die Kinder auch einen Vers aus "Do-Re-Mi".
- Residenzplatz: Maria singt auf dem Weg vom Benediktinenstift Nonnberg zur Trapp-Villa das Lied "Ich habe Selbstvertrauen zu mir".
- Benediktinenstift Nonnberg: Maria als Novizin singt "Maria".
- Felsenreitschule: Baron von Trapp singt "Edelweiß".
- Im Friedhof St. Peterversteckt sich die Familie Trapp hinter Gräbern und in Grüften vorübergehend vor der Gestapo.
- Schloss Leopoldskron: wird im Film als "Trapp-Villa" für Außenaufnahmen verwendet.
- Schloss Frohnburg wird ebenfalls als "Trapp-Villa" für Außenaufnahmen verwendet, insbesondere die Zufahrt und Abfahrt durch das schmiedeeiserne Tor und die Hellbrunner Allee.
- Hellbrunn: Der weiße Pavillon (Gazebo) - wo Liesl das bekannte Lied "I am 16 going on 17" singt - stand damals beim Schloss Leopoldskron und befindet sich heute im Schlosspark Hellbrunn.
- Untersberg dient als Eröffnungsszene und später als Fluchtweg über die nahe Staatsgrenze "in die Schweiz".
- Wasserschloss Anif als Hintergrund in einer Eröffnungsszene vorkommend.
- Festung Hohenwerfen als Hintergrund im Lied "Do-Re-Mi" vorkommend.
- Mondsee, OÖ., wird ein einer Eröffnungsszene gezeigt, in der Maria über den Hügel zum Kloster Mondsee als "Kloster Nonnberg" läuft.
- In der Basilika St. Michael in Mondsee findet im Film die kirchliche Hochzeit von Maria und Georg von Trapp in "Salzburg" statt.
- Unterach am Attersee sieht man in einer Eröffnungsszene, in der die Kinder mit "Maria" am Seeufer radeln, während sie das Lied "Do-Re-Mi" singen.
- Salzkammergut: In Fuschl am See, St. Gilgen, Illinger-Bergalm (Abersee) und St. Wolfgang im Salzkammergut wurden verschiedene Szenen gedreht.
Produzent Robert Wise hatte für die Dreharbeiten vor Ort sechs Wochen geplant. Insgesamt bestand die Filmcrew damals aus mehr als 250 Personen, die größtenteils mit dem Flugzeug aus Übersee anreisten und in Salzburg untergebracht werden mussten. Die Produktion war durch den Aufenthalt von Regisseur, Schauspielern, Kameraleuten, Technikern, Bühnenbauern, Architekten, sowie weitere technische Assistenten aus München für damalige Verhältnisse vergleichsweise teuer und der Zeitplan eng. Was nicht geplant werden konnte war das Wetter, und Salzburg ist berühmt für seinen "Schnürlregen". Aus sechs Wochen wurden deshalb elf Wochen.
Die Wirkung und das Klischee
Der Film The Sound of Music und seine Musical-Romanze ist auch 50 Jahre nach seiner Entstehung mit etwa einer Milliarde Zuschauern weltweit einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Er prägt weltweit nachhaltig ein Klischee von Österreich, Deutschland und der Schweiz. Grüne Hügeln mit Edelweiß, verschnörkelte Holzhäuser mit Geranien am Fenster, Zwiebelkirchentürme vor schneebedeckten Bergen, sowie einer Bevölkerung, die Trachten trägt und in der sich die Frauen im Dirndl zeigen.
In Amerika kennt den Film fast jeder. Gerade die US-Amerikaner wollen schon seit Jahrzehnten zu den Originalschauplätzen ihres geliebten Sound of Music reisen und "Schnitzel with noodles" und "crisp applestrudels" essen, einen "Landler"-Tanz sehen und "Edelweiß", die sie für die österreichische Nationalhymne halten, hören.
The Sound of Music ist als Werbeträger wertvoller als die Marke Mozart. Etwa 40 Prozent der jährlich rund 1,2 Millionen Besucher Salzburgs geben an, wegen des Films The Sound of Music gekommen zu sein.[1]
Podcast
"Salzburger Nachrichten"-Podcast "The Sound of Music" und sein fragwürdiger Zauber, 7. September 2023 hier zum Nachhören
Bildergalerie
Diese Aufnahmen von den Dreharbeiten im Frühling 1964 stellte Peter Markl aus Wien dem SALZBURGWIKI zur Verfügung.
Aufnahme in der Felsenreitschule.
Hier zwischen Mozartsteg und Imbergstraße.
weitere Bilder
The Sound of Music (Film) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Literatur
- Das Trapp-Kochbuch von Irmgard Wöhrl, Verlag Anton Pustet, Salzburg, 2010: Original-Rezepte der Köchin Johanna Raudaschl
Weblinks
- www.sound-of-music.com zu allen Themen rund um den Film
- www.salzburg.info, die Drehorte des Films
Quelle
- "Salzburg The Sound of Music City", Sonderheft der "Salzburg Information"