Verkehr in Neumarkt am Wallersee: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 12. November 2021, 13:57 Uhr
Dieser Artikel behandelt die Verkehrssituation in Neumarkt am Wallersee der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee.
Straßenverkehr
Allgemeines
Die Stadt liegt an der ehemaligen Bundesstraße 1, der Wiener Straße. Von Westen kommt die L 206, die Köstendorfer Landesstraße von Mattsee. Durch die Umfahrung, die 1989 in Betrieb genommen wurde, fließt der Hauptverkehr seither um das Stadtzentrum herum.
Die Hauptstraße liegt, ebenso wie weitere Straßen im Stadtzentrum, in einer 30-km/h-Zone.
Parken
Der innere Bereich der Stadt ist gebührenfreie Kurzparkzone (90 min.). Östlich des Stadtkerns gibt es zwei gebührenfreie Parkplätze (Parkplatz Lötschen und Parkplatz Rinnerthaler). Beim Bahnhof Neumarkt am Wallersee zwei größere Parkflächen (Park+Ride-Anlage Neumarkt am Wallersee) für Pendler zur Verfügung. Im Bereich der Schulen im südlichen Teil des Stadtzentrums befinden sich weitere Parkplätze.
Verkehrskonzepte
Ein Verkehrskonzept stammt von Dipl. Ing. Peter Fuchs, Zivilingenieur für Bauwesen in Wals[1].
Begegnungszone
DI Ursula Feix von der "bad architects group" stellte im September 2013 ein Modell der Begegnungszone vor[2].
Bei der Vorstellung sprach sich die Mehrheit der anwesenden Wirtschaftstreibenden gegen diese Begegnungszone aus. Diese würde auch einige Parkplätze weniger bedeuten, was die Wirtschaftstreibenden nicht hinnehmen wollten (Auto = Umsatz).
Verkehrsströme
Im Stadtzentrum fließt der Verkehr über die Hauptstraße, die das Stadtzentrum auf seiner gesamten Länge quert. Bei hohem Verkehrsaufkommen weichen Autofahrer jedoch oft auf Nebenstraßen wie die Moserkellergasse, Sportplatz- und Wallbachstraße aus. Diese Straßen führen durch Wohngebiete.
Hauptstraße
Die Hauptstraße im zentralen Stadtbereich beim Stadtamt Neumarkt am Wallersee ist trotz der Umfahrung häufig durch Verkehr überlastet. Viele Autofahrer empfinden die Nutzung der östlich des Stadtzentrums verlaufenden Umfahrung als Umweg. Je nach Ausfahrt ist für von Köstendorf kommenden Autofahrer die Umfahrung bis zu 2,8 Kilometer länger als eine Fahrt durch das Stadtzentrum auf der Hauptstraße. Mangels geeigneter Parkflächen entlang der Hauptstraße für Lieferfahrzeuge kommt es immer wieder zu Stausituationen. Auch Linienbusse bleiben häufig vor dem Stadtamt auf einem der beiden Fahrstreifen für den fließenden Verkehr stehen anstatt in die vorgesehenen Haltebuchten auszuweichen. Am Freitagnachmittag ist jedoch eine der beiden Haltestellen durch den Flachgauer Schrannenmarkt verstellt. Dazu kommen noch Autofahrer, die für einen schnellen Einkauf ihr Fahrzeug am Straßenrand, jedoch nicht auf Parkflächen, abstellen und so den fließenden Verkehr behindern. Letztlich führt auch die Nichteinhaltung der 30-km/h-Beschränkung durch Verkehrsteilnehmer zu gefährlichen Situation zwischen Fließverkehr, ausparkenden Fahrzeugen und Fußgängern.
Kreuzung Köstendorfer Landesstraße - Wiener Straße
Ein Staubereich ist auch die Kreuzung Köstendorfer Landesstraße - Wiener Straße. Bedingt durch die von Westen kommende Landesstraße, die als Vorrangstraße 90 Grad in die Wiener Straße abbiegt, staut der Verkehr aus der Hauptstraße kommend bei hohem Verkehrsaufkommen auf Köstendorfer Landesstraße. Dies mag auch ein Grund dafür sein, dass Autofahrer bei solchen Verkehrssituationen in die Wallbachstraße oder Sportplatzstraße abbiegen und als Ausweichstrecke nehmen. Dies trotz einer 450 m längeren Fahrt über diese beiden Straßen (950 m Sportplatz-/Wallbachstraße zu 500 m auf der Hauptstraße). Beide Ausweichstraßen führen durch dicht besiedelte Wohngebiete sowie an einem Kinderspielplatz vorbei. Die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h wird dabei meist nicht beachtet.
Wallbachsiedlung mit angrenzenden Wohngebieten
- siehe auch Verkehrserhebung Wallbachsiedlung 2013
Die Wallbachsiedlung ist eines der älteren Siedlungsgebiete im Nahbereich des heutigen Stadtzentrums und hat de facto nur eine Zufahrtsstraße, nämlich die Wallbachstraße.
Die Problematik im Straßenverkehr in diesem Bereich ergibt sich dadurch, dass einerseits der Verkehr der Anrainer (mehrere Hundert Fahrzeuge) auf nur zwei Straßen zu- und abfließen kann (der Wallbach- und Sportplatzstraße), andererseits, dass sich der Sportplatz mitten diesem Wohngebiet am Ende einer Sackgasse befindet, wo es überdies nur über wenige Parkplätze gibt. Der eigentliche Parkplatz für den Sportplatz liegt auf dem höher gelegenen Plateau beim Schulzentrum befindet; er ist zu Fuß über eine Stiege erreichbar.
Verschärft wird das hohe Verkehrsaufkommen in diesen Wohngebieten an einigen Tagen im Jahr, wenn das Stadtzentrum wegen Veranstaltungen für den Verkehr gesperrt ist (siehe Neumarkt am Wallersee Verkehrsumleitung durch Wohngebiet).
Verkehr in der Sportplatzstraße
- siehe auch Verkehrserhebung Neumarkt am Wallersee Wallbachsiedlung 2013
- siehe auch Geschwindigkeitsanalyse Neumarkt am Wallersee Sportplatzstraße 2021
Die Stadtgemeinde hegt einen langjährigen, mittlerweile bald 40jährigen Wunsch, den Sportplatz aus dem Wohngebiet abzusiedeln. Seitens der Stadtgemeinde gab es ein Verkehrskonzept, in dem die Absiedelung des Sportplatzes vorgesehen war.[3]
Im Oktober 2014, bei einer Begehung der Straßenzüge Sportplatzstraße und Wallbachstraße, meinte Bürgermeister DI Adi Rieger, dass es wohl zu einer Verlegung des Sportplatzes kommen müsse. Ein Termin dazu wurde noch nicht konkretisiert. Konkrete Pläne gab es allerdings bis Juni 2017 immer noch keine. Erst 2021 kündigte Rieger an, dass es nunmehr konkretere Standorte für einen neuen Sportplatz gäbe, die geprüft werden.
Eine Verkehrserhebung der Stadtgemeinde im Sommer 2014 ergab auf der kurzen, etwa 150 m langen, bergwärts führenden Strecke der Sportplatzstraße Spitzengeschwindigkeiten bis 69 km/h. Auch von der Polizei durchgeführte Radarmessungen im Sommer 2014 ergaben Geschwindigkeiten über 50 km/h. Unmittelbar an beiden Straßen befinden sich Wohnhäuser.
Trotz Wohnsiedlungen, Kinderspielplätzen (zwei), Bodenschwellen und Betonblumentrögen, Hinweisschildern und Bodenmarkierungen (30 km/h) fahren viele Autofahrer deutlich schneller als 40 km/h. Bei Veranstaltungen, bei denen das Stadtzentrum gesperrt ist, fließt zusätzlicher Verkehr durch dieses Wohngebiet. Am 29. Oktober 2013 wurden zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr knapp 400 Fahrten registiert. Am 3. Juni 2017 waren es zwischen 13:00 und 14:00 Uhr über 200 Fahrten.
Auch Lkw und Reisebusse fahren durch dieses Wohngebiet.
Ein "fast"-Unfall mit Kleinkind brachte erste Änderungen
Nachdem Ende September 2014 beinahe ein kleines Kind beim Spielplatz an der Sportplatzstraße überfahren worden wäre, reagierte Bürgermeister DI Rieger und es kam zu einer (ersten) Begehung mit einem Verkehrsexperten. Dabei wurden neben Sofortmaßnahmen (Markierung eines Gehwegs an jenen Teilen der Sportplatz- und Wallbachstraße, an denen ein Gehsteig fehlt, Änderungen der aufstellten Blumentröge) auch mittelfristige Maßnahmen beschlossen (Änderung des Kreuzungsbereichs Wallbach-Sportplatzstraße, verstärkte Radarkontrollen) sowie langfristige Ziele (Aufstellung eines fixen Radars). Bis Herbst 2016 gab es zwei weitere Begehungen ohne dass weitere zugesagte oder geplante Maßnahmen umgesetzt worden sind. Bis Frühjahr 2021 waren jedoch bis auf die Markierung des Gehwegs keine geplanten Maßnahmen umgesetzt worden, weil auch ein Anrainer Einspruch gegen die geplanten Veränderungen im Kreuzungsbereich Sportplatz-Wallbachstraße erhoben hatte.
Unfälle
2012
Aus noch ungeklärter Ursache kam ein 42-jähriger Oberösterreicher am Samstagabend, den 22. September 2012, auf der Umfahrung Neumarkt am Wallersee (B1) auf die Gegenfahrbahn. Er stieß mit dem Wagen einer 26-Jährigen aus Straßwalchen zusammen. Der Wagen des Oberösterreichers wurde von der Fahrbahn geschleudert und kam seitlich liegend zum Stillstand. Der Lenker wurde eingeklemmt und musste von der Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt und Straßwalchen mit der Bergeschere befreit werden. Der schwer verletzte Lenker wurde ins UKH Salzburg eingeliefert. Die 26-Jährige wurde ebenfalls verletzt ins Spital eingeliefert. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.[4]
2015
Ein Pkw prallte in der Nacht am 18. Oktober 2015 gegen 03:00 Uhr Früh in einen Friseursalon an der Kreuzung Köstendorfer Landesstraße - Wiener Straße. Das Gebäude wurde stark beschädigt, die Insassen des Wagens flüchteten zu Fuß und ließen das total zerstörte Fahrzeug zurück. Im Lauf des Tages stellte sich dann der Lenker. Der 29-Jährige aus der Steiermark, der in der Nähe von Neumarkt arbeitet, sagte, er sei im Schock davongelaufen. Die anderen drei Personen, die offenbar beim Unfall im Wagen gesessen sind, seien Zufallsbekanntschaften.[5]
2017
Am 8. Mai 2017 prallte im Gemeindegebiet von Neumarkt am Wallersee ein 25-jähriger Einheimischer mit seinem Pkw auf einem steil abfallenden Straßenstück gegen einen am rechten Fahrbahnrand stehenden Baum. Das Fahrzeug überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen. Ein Alkotest beim Lenker verlief mit 2,1 Promille positiv.[6]
2020
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Verkehrsunfall am Montag, den 20. Juli 2020 gegen 17:30 Uhr. Eine 85-jährige Einheimische war mit ihrem Pkw in eine mit einer Stopp-Tafel beschilderte Kreuzung im Gewerbegebiet Pfongau[7] eingefahren - offenbar ohne anzuhalten. Im Auto befand sich der 13-jährige Enkelsohn der Frau. Im Kreuzungsbereich kollidierte der Pkw mit einem auf der Querstraße herannahenden Lkw eines 55-jährigen Flachgauers, der trotz Vollbremsung einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern konnte. Durch den Aufprall wurde der Pkw in eine angrenzende Wiese geschleudert und kam in dieser zu liegen. Durch den Aufprall erlitt die 85-Jährige schwere Verletzungen, denen sie noch an der Unfallstelle erlag. Der 13-jährige Enkelsohn konnte sich nach dem Unfall noch selbst aus dem Fahrzeug befreien und erlitt leichte Verletzungen. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.[8]
Schienenverkehr
Neumarkt am Wallersee liegt an der Westbahn und ist somit an das S-Bahn-System des Großraums der Stadt Salzburg angeschlossen. Zwei Mal täglich hält auch das private Personentransportunternehmen WESTbahn.
Linienbusverkehr
Neumarkt am Wallersee ist mit zwei Buslinien des Postbus im Salzburger Verkehrsverbund (SVV) erreichbar. Neben mehreren Haltestellen im gesamten Stadtgebiet gibt es eine zentrale Haltestelle beim Stadtamt sowie beim Bahnhof Neumarkt am Wallsee.
Bahnhof Neumarkt am Wallersee
Die Haltestelle Bahnhof Neumarkt am Wallersee wird von folgenden Linien angefahren:
- 130 in Richtung Straßwalchen und Salzburg
- 332 in Richtung Neumarkt am Wallersee und Mattsee
- S2 in Richtung Straßwalchen und Salzburg Hauptbahnhof
- Regionalexpress (REX) in Richtung Europark und Braunau am Inn bzw. Linz
Bilder
Verkehr in Neumarkt am Wallersee – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Weblinks
Quellen
Einzelnachweise
- ↑ Quelle www.dipfuchs.at
- ↑ www.sessionnet.at, pdf, Details, abgefragt am 16. September 2013, am 1. Juni 2021 Link erneuert
- ↑ in einem Arbeitspapier "Entwicklungsziele und Maßnahmen" aus dem Jahr 2008 wird eine Fläche im Norden des Gemeindegebiets im Raum Bahnhof Neumarkt am Wallersee bereits vorgeschlagen, die Quelle, ein PDF war zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags noch abrufbar, bei einer Kontrolle im Juni 2017 nicht mehr
- ↑ www.sn.at, 23. September 2012
- ↑ www.sn.at, 18. Oktober 2015
- ↑ www.sn.at, 9. Mai 2017
- ↑ www.facebook.com/FFNeumarkt
- ↑ www.sn.at, 21. Juli 2020