Susanne Riess-Hahn

Dr. iur. Susanne Riess-Hahn, vormals Riess-Passer (* 3. Jänner 1961 in Braunau am Inn, Innviertel), ist ehemalige Politikerin, insbesondere Vizekanzlerin und Bundesministerin, heute Generaldirektorin der österreichischen Bausparkasse Wüstenrot AG.
Leben
Susanne Riess besuchte die Volksschule in Mattighofen, OÖ, und anschließend das Neusprachliche Gymnasium für Mädchen in Salzburg. Nach ihrer Matura 1979 studierte sie Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck und schloss ihr Studium 1984 mit Promotion zum Dr. iur. ab.
Ihren politischen Werdegang begründete sie von 1987 bis 1992 als Pressebetreuerin für die FPÖ. Susanne Riess-Passer gehörte von 1991 bis 1998 dem Bundesrat an. Als Bundesparteiobmann-Stellvertreterin war Susanne Riess-Passer 1995 tätig, 1996 wurde sie geschäftsführende Bundesparteiobfrau der FPÖ.
Im Europäischen Parlament vertrat sie die FPÖ von 1995 bis 1996. 1999 war sie Mitglied des Tiroler Landtages, nach der Oktoberwahl wechselte sie in den Nationalrat.
Die Krönung ihrer politischen Karriere erfolgte am 4. Februar 2000: An diesem Tag wurde sie als Vizekanzlerin der schwarz-blauen Koalitionsregierung und als Bundesministerin für öffentliche Leistung und Sport angelobt. Im Gefolge der Regierungsbildung 2000 wurde sie auch Bundesparteiobfrau der FPÖ und somit Nachfolgerin von Jörg Haider. Als solche hatte sie sich bereits den Ruf erworben, strikt loyal zu Haider zu sein und dessen Willen in der Partei durchzusetzen, wodurch sie auch zu ihrem Spitznamen "Königskobra" kam. Bis kurz vor ihrem Abgang hatte sie gegen massive Widerstände innerhalb der eigenen Partei zu kämpfen. Ihr Einsatz für die Flutopfer und für die Aufschiebung einer Steuerreform kostete sie schließlich die Anerkennung Jörg Haiders. Infolge diverser Unstimmigkeiten innerhalb der Partei erklärte Susanne Riess-Passer am 8. September 2002 ihren FPÖ-Austritt und verabschiedete sich 2003 ganz von ihren politischen Ämtern.
Seit 2004 war Dr. Susanne Riess Generaldirektorin der Bausparkasse Wüstenrot AG mit Sitz in Salzburg. Ihren Vertrag ließ sie mit 31. Mai 2026 auslaufen und trat in den Ruhestand[1].
Privat
Von 1995 bis 2011 war Susanne Riess-Passer mit dem Steuerberater und ehemaligen Vizebürgermeister von Innsbruck, Michael Passer, verheiratet.[2] Seit 2015 war sie mit dem ÖVP-Politiker und EU-Kommissar Johannes Hahn liiert, am 5. August 2022 heirateten die beiden.
Quellen
- Biografie von Susanne Riess-Passer auf T-Online
- Wikipedia-Artikel "Susanne Riess"
Einzelnachweise
- ↑ Wüstenrot-Pressemitteilung vom 9. Jänner 2026: Wüstenrot bestellt Vorstand ab Juni 2026
- ↑ Wiener Zeitung vom 2. April 2013: Susanne Riess - die Politik für immer hinter sich gelassen