Gaisbergrennen (historisch): Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 3. April 2007, 11:31 Uhr
Als Gaisbergrennen bezeichnete man die Automobil- und Motorradrennen, die am Hausberg der Stadt Salzburg, dem Gaisberg zwischen 1929 und 1968 stattfanden.
Geschichte
Am 6. September 1929 fand am Gaisberg das erste internationale Gaisbergrennen statt. Baron von Preuschen, der in Salzburg-Aigen wohnte, war der Präsident des Salzburger Automobilclubs, der dieses Rennen veranstaltete.
1930, am 31. August, wurde das Rennen erstmals im Radio übertragen. Der Sprecher war der späterere Mozarteumsdirektor Prof. Dr. Bernahrd Paumgartner und Wolfgang von Karajan. 1933 fand dann vor dem Zweiten Weltkrieg das letzte Mal am Gaisberg ein Rennen statt.
Nach dem Krieg gab es erstmals wieder am 19. Oktober 1952 eine Wertungsfahrt. Auf einer BSA 350 fuhr Helmut Krackowizer mit, der bis zum Ende der Rennen, 1969, dann auch als Platzsprecher und Pressechef für die Gaisbergrennen tätig war. Auch Willi Koch, Fahrschulbesitzer, fuhr bei dieser Wertungsfahrt mit und fuhr auch die Bestzeit.
Rennleiter zahlreicher Nachkriegsrennen am Gaisberg war Regierungsrat Fritz Stengl, dessen Vater schon vor dem Zweiten Weltkrieg Rennleiter bei zahlreichen Veranstaltungen im Land Salzburg gewesen war.
Motorradläufe gab es nicht bei allen Veranstaltungen, da das Gaisbergrennen überwiegend eine Veranstaltung für Automobilrennen war. Hier wurden u. a. auch Berg-Europameisterschaftsläufe durchgeführt. Im Laufe der Jahre kam es leider auch zu mehreren tödlichen Unfällen, was letztlich auch ein Grund war, der zum Ende der Veranstaltung führte. Das letzte Rennen fand dann am 8. September 1968 als Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft der FIA statt. Das letzte als "Gaisbergrennen" bezeichnete Rennen fand nicht mehr am Berg, sondern am Salzburgring statt.
Seit 2003 finden nun wieder Gleichmäßigkeitsläufe für historische Automobile am Gaisberg statt. Diese Läufe werden mit Läufen auf dem Salzburgring kombiniert.
Salzburger Teilnehmer
Im Laufe der Jahre nahmen viele prominente Salzburger an diesem Rennen teil, wie zum Beispiel:
- Otto Artmeier, BMW-Händler, mit seiner Frau Sophie als "Schmiermaxe" in einem Beiwagengespann
- Philipp Graf Boos-Waldeck aus Hallein-Rif
- Peter Frohnwieser, Motorradhändler in Salzburg
- Hans Gessele
- Otto Heinrich Kaltner
- Egon Hofer, Salzburg
- Rudolf Holzermayr
- Oberamtsrat Ing. Dr. Karl Imhof aus Böckstein
- Dr. H. G. Kalchschmidt
- Willi Koch
- Paul Koppenwallner sen., Juwelier in Salzburg
- Helmut Krackowizer
- Ferdinand Kranawetvogl
- Anton Magnus, Fahrschlulbesitzer in der Stadt Salzburg
- Manfred Magnus
- Horst Miedaner, Salzburg
- Max Reheis, Kinobesitzer in der Stadt Salzburg
- Hans Schmirl, Puch-Händler in der Stadt Salzburg
- Josef Schörg aus St. Johann im Pongau
- Manfred Stengl
- Rudi Thalhammer aus Henndorf
- Helmut Volzwinkler
diese Auflistung ist nicht vollständig.
Literatur
- "75 Jahre Gaisberg-Rennen", Dr. Siegfried C. Strasser. erschienen im Weishaupt Verlag, ISBN 3-7059-0195-8
- "75 Jahre Gaisbergrennen", Hermann Schwarz, Herausgeber: Salzburg Rallye Club
Links
Salzburger Rallye Club, Veranstalter der nostalischen Gleichmäßigkeitsläufe
kurzer Film über das Gaisbergrennen 1933
Quellen
- die angegebene Literatur
- "Österreichisches Motorrad-Literatur- und Bild-Archiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer