Lawinenunglücke im Land Salzburg

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Dieser Artikel listet Lawinenunglücke im Land Salzburg auf, soweit bekannt.

1960er-Jahre

  • 10. Jänner 1965: Bei einem Lawinenunglück am Schattberg im Glemmtal starb eine Person. Trotz eines Schneesturms und trotz Schneebrettgefahr war die Schattbergseilbahn am Unglückstag in Betrieb, die Pisten waren nicht gesperrt und die Skifahrer wurden nicht auf die möglichen Gefahren durch Hinweise oder Schilder gewarnt.[1]
  • 21. März 1966: Im Gebiet der Plattenspitze in Obertauern wurde ein 19jähriger Hilfsarbeiter aus Tamsweg von einer Festschneelawine erfasst, über eine 80 Meter hohe Felswand geschleudert und tödlich verletzt. Trotz mehrmaliger Warnung hatte er diese Skitour unternommen und musste dabei mehrere schwer lawinengefährdete Hänge überqueren, bis er die für ihn tödliche Lawine auslöste.[2]
  • 20. Februar 1969: Eine 15köpfige Schülergruppe des Musisch-Pädagogischen Gymnasiums Klagenfurt war von der Bergstation der Zwölferkogel-Bergstation in Hinterglemm im Pinzgau abgefahren. Bei der Abfahrt überquerte die Gruppe im Bereich der Schöndorfer Wand eine Schneewächte. Aufgrund des herrschenden Föhneinbruchs war die Wächte weich geworden, brach ab und riss zwölf Schülerinnen mit. Während sich neun Mädchen selbst aus den Schneemassen befreien konnten, mussten drei ausgegraben werden. Eines der drei, ein 17jähriges Mädchen, konnte nach 20 Minuten nur mehr tot geborgen werden. Staatsanwalt Karl Hanke begab sich vor Ort zu einem Lokalaugenschein. Er wurde dabei vom Salzburger ORF-Redakteur Hans Heinrich Welser interviewt.[3][4]

Quellen

  1. www.sn.at, Archiv der „Salzburger Nachrichten“, Ausgabe vom 8. Februar 1965, Seite 5
  2. www.sn.at, Archiv der „Salzburger Nachrichten“, Ausgabe vom 22. März 1966, Seite 5
  3. Österreichische Mediathek, Interview von Karl Hanke durch Hans Heinrich Welser
  4. www.sn.at, Archiv der „Salzburger Nachrichten“, Ausgabe vom 20. Februar 1969, Seite 5