Hildegund Amanshauser

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Hildegund Amanshauser

Hildegund Amanshauser (* 16. August 1955 in der Stadt Salzburg) ist Kunsthistorikerin und ehemalige Leiterin der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst.

Leben

Amanshauser studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Philosophie an der Universität Salzburg und in Wien. Nach Studienaufenthalten in Paris und Berlin promovierte sie 1981 in Salzburg. Von 1985 bis 1987 arbeitete sie als Kuratorin im Museum Moderner Kunst in Wien, später in der Wiener Secession als Generalsekretärin und Kuratorin. 1992 kehrte Amanshauser als Direktorin des Salzburger Kunstvereins nach Salzburg zurück. Von 2009 bis 2020 leitete sie die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst.

Amanshauser wirkte in Beiräten mit, so zum Beispiel von 1992 bis 1994 als Mitglied des Beirats der Generali-Foundation in Wien, 2001 bis 2002 als Vorstandsmitglied der österreichischen Sektion der AICA (Association Internationale des Critiques d’Art), der Internationalen Kunstkritikervereinigung und dann von 2004 bis 2007 als Mitglied des Beirats Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Salzburg. Seit 2023 ist Hildegund Amanshauser Mitglied des Universitätsrates der Universität für angewandte Kunst Wien und des Fachausschusses des Fonds für Kunst am Bau & Kunst im öffentlichen Raum Salzburg.

Vorgestellt

Vorgestellt ist eine Beitragsreihe in den "Salzburger Nachrichten". Das SALZBURGWIKI hat hier den Originaltext übernommen. Dieser kann wiederholende Teile zu obigem Lebenslauf enthalten, sollte aber im Sinne eines Zeitdokuments nicht korrigiert werden.


Hildegund Amanshauser trägt eine Kette mit drei Legosteinen. Ein grüner Farbtupfer am sonst dunklen Outfit. Unkonventionell, witzig und dennoch zurückhaltend. Der Schmuck passt perfekt zu seiner Trägerin.

Am 1. März 2009 übernahm Amanshauser offiziell die Leitung der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg. Damit kehrt die Kunsthistorikerin beruflich wieder zurück nach Salzburg. Fünf Jahre war sie an der Kunstakademie Münster Professorin für Kunst und Öffentlichkeit. Davor leitete die Salzburgerin mehr als zehn Jahre den Salzburger Kunstverein.

Was reizt sie an der Leitung der Sommerakademie? "Die Sommerakademie vereint alle meine Tätigkeitsfelder." Ihr Ziel ist, die renommierte Kunstinstitution neu zu positionieren. 500 Studierende aus aller Welt besuchen alljährlich die Kurse für Malerei, Zeichnung, Medienkunst, Fotografie oder Design auf der Festung Hohensalzburg oder der Pernerinsel in Hallein.

Meilensteine ihrer Kunstkarriere waren sicher die Leitung der Wiener Secession (1987 bis 1992) und ihre Tätigkeit als österreichische Kommissarin für die Biennale in São Paulo 1991. Davor war sie in Wien bereits ab 1985 Kuratorin für Fotografie und Arbeiten auf Papier im Museum Moderner Kunst und nebenbei zwischen 1990 und 1992 Mitglied des Österreichischen Kunstbeirats im Ministerium für Unterricht und Kunst.

Mit dem Wort "Karriere" könne sie nicht viel anfangen, sagt Amanshauser. "Mir ist wichtig, dass ich gestalten, dass ich etwas umsetzen kann. Mit dem Risiko, auch einmal zu scheitern." Aber das sei das Spannende daran.

Ihr Sommerakademie-Büro in der Altstadt muss Amanshauser erst einrichten. Die Wände werden weiß bleiben. "Ich habe die ganze Zeit mit Kunst zu tun. An meinem Arbeitsplatz brauche ich Freiheit fürs Denken." In ihren eigenen vier Wänden hingegen hängen momentan Bilder von Heimo Zobernig, Ines Doujak, Cindy Sherman und Destiny Deacon.

Neugierig sei sie im Leben auf das, was ihr nicht so nah sei, auf etwas Anderes, Fremdes, erzählt Amanshauser. "Mich interessiert, wie verschiedene Welten miteinander kommunizieren. Wenn man sich mit Kunst beschäftigt, beschäftigt man sich mit der Welt."

Auszeichnungen

Am 8. Juli 2026 wurde Hildegund Amanshauser mit dem Bürgerbrief der Stadt Salzburg ausgezeichnet.[1]

Werke

  • Kunstszene Wien, Falter Verlag, Wien (1993)
  • Untersuchungen zu den Schriften von Adolf Loos, Dissertation Salzburg, veröffentlicht Wien 1985 (1981)

Quellen

Einzelnachweise

Weblinks