Christian Menzel
Em. Univ.-Prof. Dr. Christian Menzel (* 7. April 1943 in Wien) ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und war Direktor der Salzburger Landeskrankenhauses sowie Abgeordneter zum Salzburger Landtag.
Leben
Ausbildung und Beruf
Menzel besuchte die Volksschule in der Stadt Salzburg und danach das Stiftsgymnasium Kremsmünster, an dem er im Jahr 1962 die Matura ablegte. Er studierte von 1962 bis 1969 an der Universität Innsbruck Zeitungswissenschaften, leistet danach seinen Präsenzdienst als Einjährig-Freiwilliger in Salzburg, setzte sein in Innsbruck begonnenes Medizinstudium 1970 an der Universität Wien fort schloss dieses 1974 mit der Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde (Dr. med. univ.) ab.
Menzels Berufstätigkeit vollzog sich hauptsächlich im Bereich der Salzburger Landeskrankenanstalten. Hier absolvierte er folgende Stationen:
- ab 1975 Turnusarzt im Landeskrankenhaus Salzburg,
- 1977–1981 Ausbildung zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
- ab 1983 Oberarzt an der Landesfrauenklinik,
- ab 1987 Primararzt der Landesklinik für Spezielle Gynäkologie und Brustambulanz (vormals Sonderstation für Frauenheilkunde und Geburtshilfe),
- 1987–1998 Ärztlicher Direktor des Landeskrankenhauses Salzburg,
- 1998 bis 2003 Medizinischer Geschäftsführer der Holding der Landeskliniken Salzburg.
Nachfolgende Stationen Menzels im Wissenschaftsbetrieb waren die folgenden:
- 2005 Honorarprofessor an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg
- ab 2006 Universitätsprofessor an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU)
- ab 2007 Leiter des Interuniversitären Instituts für Angewandte Ethik der Universität Salzburg und der PMU.
Mitgliedschaften in- und ausländischer Fachgesellschaften:
- Österreichische Gesellschaft für Senologie (ÖGS): 1996–2010 Vorstandsmitglied, 2003–2005 Präsident; Ehrenmitglied
- Deutsche Gesellschaft für Senologie: Mitglied des wissenschaftlichen Beirates
Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group (ABCSG): Vorstandsmitglied seit 2001
- Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie: Vorstandsmitglied
- Deutsche Arbeitsgemeinschaft für wiederherstellende Onkologie (AWOgyn): Vorstandsmitglied
- Mitglied mehrerer nationaler und internationaler Fachgesellschaften
Politik
Menzel (Bruder der FPÖ-Abgeordneten Iris Schludermann[1]) gehörte von Mai 1984 bis Mai 1989 für die ÖVP dem Salzburger Landtag an. Er stand von 1990 bis 2005 als Obmann und ab 2005 als Präsident dem (als ÖVP-nahe geltenden) Salzburger Akademikerbund vor.
Privates
Menzel ist mit einer Krankenschwester verheiratet und hat drei Kinder.
Auszeichnungen
- 1997: Goldenes Ehrenzeichen des Landes Salzburg
- 2022: Ehrensenator der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg[2]
Schriften
- Herausgeber: (mit Hans Werner Waclawiczek, Hubert Hausmaninger, Horst Dieter Kogelnik und G. Wolf): Die interdisziplinäre kurative Behandlung des Mammakarzinoms. Was ist Standard, was Routine? Barth, Heidelberg u. a. 1998, ISBN 3-335-00563-5.
- Medizin und Ethik als gegenseitige Herausforderung (= Beiträge zur angewandten Ethik, Bd. 4). Academia-Verlag, Sankt Augustin 1999, ISBN 3-89665-095-5.
Quellen
- Voithofer, Richard: Politische Eliten in Salzburg. Ein biografisches Handbuch. 1918 bis zur Gegenwart. Wien (Verlag Böhlau) 2007. Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Band 32. ISBN 978-3-205-77680-2. S. 138.
- Curriculum Vitae
Einzelnachweise
- ↑ Mayer, Stefan: Gesammelte Salzburger Grenzfälle. Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen, Nr. 274, S. 50 von 120
- ↑ Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg, 19. August 2022: Christian Menzel und Hans-Friedrich Günther zu Ehrensenatoren ernannt
| Vorgänger |
Obmann/Präsident des Salzburger Akademikerbundes 1990–201x? |
Nachfolgerin |