Benno Mader

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Benno Mader (* 8. September 1875 in Plan bei Eger [heute Planá u Mariánských Lázní], Westböhmen)[1] war langjähriger Lehrer und zuletzt Schulleiter an der Volksschule Radstadt.

Aus seinem Leben

Spätestens 1898 unterrichtete Benno Mader bereits an der damals vierklassigen Volksschule Radstadt.[2]

Er heiratete am 24. Mai 1899 in Innsbruck 23‑jährig die 21‑jährige Radstädter Kaufmannstochter Anna Friedinger. Aus der Ehe ging, soweit ersichtlich, nur die Tochter Benna Anna Josefa (* 1904, † 1994) hervor.[1]

Als im Jahr 1900 die Schulkinder der 2. Klasse der Volksschule Radstadt und ihr Lehrer Benno Mader seiner Apostolischen Majestät dem Kaiser Franz Joseph I. zum bevorstehenden Jahreswechsel eine Glückwunschadresse unterbreiteten, geruhte der Monarch "den Allerhöchsten Dank allergnädigst auszusprechen und die schöne Schrift der unterfertigten Kinder mit Befriedigung zu bemerken".

Maders Leben und Wirken wird im folgenden, 1934 aus Anlass seiner Pensionierung erschienenen Artikel gewürdigt:[3]

"Nach fast vierzigjähriger Tätigkeit als Jugendbildner tritt Schuldirektor Benno Mader mit 1. Oktober in den zeitlichen Ruhestand. Wohl selten wird es einem Lehrer gegönnt sein, nahezu ein Menschenalter am gleichen Ort als Erzieher zu wirken und zwei Generationen heranwachsen zu sehen. Zu dem an sich schönen Beruf eines Jugenderziehers kommt in diesem Falle noch die Genugtuung, die Früchte seiner Erziehung zu beobachten. Diese sind fürwahr nicht schlecht ausgefallen. Das schlichte und doch schöne Kriegerdenkmal am Hauptplatze in Radstadt erzählt von dem heldenhaften Opfersinn der 93 Söhne aus Stadt- und Landgemeinde Radstadt. Obwohl schon im vorgerückten Alter, machte Benno Mader als Landsturm-Offizier alle Strapazen und Gefahren des Weltkrieges an den verschiedenen Kriegsschauplätzen mit und gab dadurch der wehrpflichtigen Jugend das beste Beispiel. Sein Wirken in der Volks- und Gewerblichen Fortbildungsschule, die seit Jahren unter ungünstigen Unterbringungsverhältnissen zu leiden hatte, soll von berufener Seite gewürdigt werden. Seine ehemaligen Schüler urteilen nur nach dem Erfolg. Sie danken ihm, daß er schon frühzeitig die Liebe zur Natur und zur Heimat in sie gepflanzt hat und den Gegensatz, der häufig zwischen Stadt- und Bauernkindern besteht, durch gegenseitiges Achten geschickt überbrückt hat. Wie leuchteten die Augen der kleinen ABC-Schützen, wenn sie mit ihrem Lehrer, mit seiner hünenhaften Gestalt, zur Stadt hinauszogen, um auf die Schönheiten ihrer Heimat aufmerksam gemacht zu werden. Ein Wort seiner kräftigen Stimme genügte, um sie seinem Willen zu ordnen. Wie dankbar sind ihm die vielen Bauernkinder, die er im Skifahren unterrichtet hat und die nun ihren beschwerlichen, oft stundenlangen Weg zur Schule im Winter mühelos zurücklegen können. Selbst ein geschickter Bastler, übertrug er diese Handfertigkeiten auch auf seine Schüler, die sie im Leben nutzbringend verwerten konnten und dabei auch das Handwerk schätzen lernten, während sein Wissen im Obstbau und Bienenzucht wieder der Landbevölkerung zugute kam. Alle seine Schüler, die in die Tausende gehen und die durch ihn zu brauchbaren Menschen erzogen wurden, wünschen, daß er den Ruhestand in seinem neu geschaffenen Heim in Radstadt recht lange genießen möge. Ing. J. S."

Nachdem Mader die Schule schon von 1925 bis 1934 geleitet hatte, wurde er in der Kriegszeit reaktiviert und war von 1939 bis 1941 ein weiteres Mal Schulleiter:[4]

Quellen

  1. 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Radstadt, Bd. VI S. 34
  2. Salzburger Chronik, 19. Juli 1898, S. 3
  3. Salzburger Volksblatt, 19. September 1934, S. 8: Volksschuldirektor Benno Mader
  4. Artikel "Volksschule Radstadt"
Zeitfolge
Vorgänger

Emil Kosumblick
Dagobert Holz

Direktor der Volksschule Radstadt
1925−1934
1939−1941
Nachfolger

Fritz Prosser, Franz Hochleitner
Dagobert Holz