Gaisberg (Berg)
Der Gaisberg ist ein 1.287 m. ü. NN. hoher Berg, der östlich der Stadt Salzburg liegt und zu den Nördlichen Kalkalpen zählend sich im Salzburger Voralpenland befindet.
Geschichte
Um 700 als „Keizperch“ und „Gaisloberch“ nachgewiesen; auf dem Berg hatten die Anrainer die Weiden für ihre Geißen. Gais ist keltisch und bedeutet heilig bzw. tabu. Der Gaisberg war für die Kelten ein heiliger Berg. Weitere Hinweise darauf sind die beiden Schalensteine im Bereich des Gipfels.
Das 1887 erbaute Gaisberghotel auf der Gaisbergspitze, unweit der heutigen Sendeanlage, brannte 1939 ab. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde auf der Gaisbergspitze eine Flak-Batterie (Fliegerabwehrbatterie) installiert, die jedoch Gott-sei-Dank keine "tragende" Rolle erhielt.
Auf der Judenbergalm entstand 1953 das Hotel Kobenzl. Schon ein Jahr vorher fand im Bereich der Zistelalm (wahrscheinlich Nähe Gasthaus Mitteregg) ein Skispringen mit Bubi Bradl statt. Nach 1945 gab es auch Skirennen von der Zistelalm nach Parsch. Hans Wolf führte am 2. November 1930 den ersten Salzburger Zielflug von der Gaisbergspitze zum Flugfeld Maxglan mit einer Zögling durch.
Die Gaisbergstraße
- Hauptartikel: Gaisbergstraße
Sie wurde 1929 eröffnet.
Erwähnenswert
- von 1887 bis 1928 fuhr vom Bahnhof Parsch aus eine Zahnradbahn (System Riggenbach), die Gaisbergbahn, auf den Gaisberg.
- hier fanden zwischen 1929 und 1969 die Gaisbergrennen für Automobile und Motorräder statt
- am 21. Jänner 1953 kommt es beim Abfahrtslauf des Polizei-SV von der Zistel am Gaisberg zu einem tödlichen Unfall: die Vorjahressiegerin, Gertrude Schröder, prallt kurz nach der „Bauernwiese“ gegen einen Baum und erliegt kurz darauf ihren Verletzungen
- es gab von 1954 bis 1972 einen Sesselift von Parsch bis zum Hotel Kobenzl
Der Flugberg
Der Gaisberg ist heute einer der beliebtesten Flugberge für Gleitschirmflieger und Drachenflieger in Salzburg. Tausende Starts und Landungen pro Jahr sorgen für ein buntes Treiben über dem Berg.
Auch für Streckenflüge in die Osterhorngruppe, deren nördlichste Erhebung der Gaisberg darstellt, ist der Gaisberggipfel ein guter Ausgangspunkt. Es wurden schon Strecken von über 100 km geflogen. Der weiteste bekannte Flug mit einem Gleitschirm ging bis ins steirische Trieben.
Der Club "DRAPAS" (1. Salzburger Drachenflieger und Paragleiterclub) ist Eigentümer der drei Startplätze, die der Flugpionier Otto von Steinhardt dem Club geschenkt hat.
Der Wanderberg
Von Parsch über den Gersberg oder die Judenbergalm, von Aigen durch den Aigner Park, von Glasenbach über die Vorderfager sowie von Koppl über den Nockstein führen verschiedene Wanderwege auf den Hausberg der Salzburger.
Weblinks
Quellen
- Beitrag aus Parsch