Universitätsplatz
Der Universitätsplatz ist einer der zentralen Plätze in der Altstadt von Salzburg.
Geschichte
Ursprünglich befand sich anstelle von Platz und Universitätskirche der Frauengarten. Dies war der Klostergarten der Petersfrauen. Später ging der Garten an den Franziskanerorden über, deren Kloster sich in der südöstlichen Ecke des Gartens befand. Das gesamte Areal gehörte zur Mönchsstadt und war mit einem Zaun (hohe Mauer) zur Bürgerstadt abgegrenzt. Die Grenze befand sich an den zum Mönchsberg gelegenen Fassaden der Häuser der Getreidegasse. Später wurde eine zweite Häuserreihe zu errichten gestattet, die von der Getreidegasse her mit Durchhäuser verbunden wurden.
Erst durch die Errichtung der Universität Salzburg und später durch den Bau der Kollegienkirche entstand der heutige Platz. Bis 1810 nannte man ihn Kollegiumsplatz, danach Universitätsplatz.[1]
Über ihn führte nach dem Zweiten Weltkrieg die Obus-Linie (vom Alten Markt kommend) durch den Ritzerbogen bis zum Sigmundstor. Die Straßenverbindung zwischen der Bürgerspitalskirche und der Griesgasse, der so genannte Griesgassendurchbruch, bestand noch nicht.
Grünmarkt
- Hauptartikel: Grünmarkt
Heute findet hier täglich, ausgenommen am Sonntag, der Grünmarkt statt. Der Salzburger Wochenmarkt war 1857 vom Marktplatz (= Alter Markt) auf den Universitätsplatz verlegt worden.
Marktbrunnen am Universitätsplatz
- Hauptartikel: Marktbrunnen am Universitätsplatz
Der Marktbrunnen am Universitätsplatz mit dem Wappen von Fürsterzbischof Franz Anton Fürst Harrach am historischen Brunnenbecken steht seit 1940 auf seinem jetzigen Standort.
Almkanal
Der Gamperarm, ein Seitenkanal des St. Peter-Arm des Almkanals fließt unter dem Universitätsplatz. Um ihn sichtbar zu machen, wurde 1992 am Universitätsplatz eine eigene Öffnung geschaffen.
Sonnenuhr
Die Oberfläche des Platzes wurde im Juli 1992 nach Plänen des Architekten Boris Podrecca neu gestaltet. Sie hat die Formgebung einer riesenhaften astronomischen Sonnenuhr und ist angeblich funktionstüchtig. [2]
Gebäude
Persönlichkeiten
Mozarts Schwester Nannerl wohnte von 1801 bis 1829 im Haus Nr. 19 (in dessen Erdgeschoss heute das Gasthaus Zipfer Bierhaus untergebracht ist.
Bildergalerie
Stolperstein für Franz Nachtnepel am Universitätsplatz Nr. 3
Gedenktafel an die Fabrizi-Passage am Universitätsplatz Nr. 8
Gedenktafel für Adrian Ludwig Richter am Universitätsplatz Nr. 8
Gedenktafel für Josef Friedrich Hummel am Universitätsplatz
Gedenktafel für Judas Thaddäus Zauner am Universitätsplatz
Gedenktafel für Maria Anna Walburga Ignatia Mozart am Universitätsplatz
Blumenstand auf dem Universitätsplatz vor der Kollegienkirche
Blick aus dem Ritzerbogen
Universitätsplatz, Blick nach Westen zum Mönchsberg