Hans-Peter Steinacher

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Hans-Peter Steinacher

Hans-Peter Steinacher (* 9. September 1968 in Zell am See) ist zweifacher Olympiasieger im Tornado-Segeln.

Leben

Steinacher besuchte vier Jahre die Sporthauptschule Bad Gastein und dann vier Jahre − an der Seite von Ulrike Maier − die Ski-Akademie Schladming[1][2] in Schladming, wollte eigentlich Skifahrer werden. Sein geringes Körpergewicht verhinderte allerdings größere Erfolge im Skirennsport.

Steinacher wechselte den Sport, segelte zunächst in der Laser-Klasse und stellte ab 1988 gemeinsam mit Harald Vettermann das Herausforderer-Duo für die Welt- und Europameister Andreas und Roman Hagara im österreichischen Tornadosport. Ihr großes Vorbild war das Zeller Tornado-Duo Hubert Porkert/Hermann Kupfner.

Mit dem unüberwindbaren "Hindernis" Hagara vor Augen beendete Steinacher seine Karriere als Steuermann und übernahm den elterlichen Betrieb. Nach einem Treffen mit Roman Hagara entschied er sich 1997 zu einem Comeback als Vorschoter von Roman Hagara im gemeinsamen Tornado. Gemeinsam gelang ihnen bereits im ersten Jahr der Europameistertitel, zwei Jahre später, 1999, der Sieg bei der Weltmeisterschaft und dann im September 2000 mit dem Olympiasieg in Sydney (Australien) die Krönung. Hagara/Steinacher standen bereits zwei Wettfahrten vor Schluss, dem Sonntag, 24. September 2000, als Olympiasieger fest. Die offizielle Medaillenübergabe fand am Montag, 25. September 2000 (Ortszeit Sydney) vor dem Opernhaus statt. Als erste Tornado-Segler überhaupt konnten Steinacher und Hagara 2004 bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen (Griechenland) ihren Titel verteidigen. Am 28. August sicherten sie sich bei der elften und letzte Wettfahrt der Tornado‑Klasse erneut die Goldmedaille. Sie sind damit erst die vierten Doppelolympiasieger Österreichs bei Olympischen Sommerspielen.[3]

Hagara/Steinacher starten für den Yachtclub Zell am See. Ihr Ziel, den Olympiasieg auch 2008 in Beijing zu verteidigen, untermauerten die beiden im August 2007 mit dem Sieg in der Vorolympischen Regatta in Qingdao. Bei den Olympischen Spielen 2008 spielten die Titelverteidiger dann leider nicht die erhoffte Rolle und verabschiedeten sich aus der Tornado-Szene als Olympia-Neunte ohne eine weitere Medaille.

Seit 2010 ist Steinacher gemeinsam mit seinem langjährigen Tornado-Partner Roman Hagara für das Team Red Bull Extreme Sailing in der Extreme Sailing World Series unterwegs. Hier segeln vier Personen einen Katamaran mit 200 Quadratmeter Segelfläche, 20 Meter Höhe, 13 Meter Länge bei Geschwindigkeiten bis zu 75 km/h. In ihrem ersten Jahr konnten sie nach anfänglichen Schwierigkeiten noch 12 Tagessiege einfahren. Aber erst am 8. Februar 2015 segelten Hagara/Steinacher im sechsten Jahr ihrer Teilnahme mit dem neuen Team Jason Waterhouse (AUS), Stewart Dodson (Neuseeland) und Shaun Mason (GBR) erstmals zu einem Regatta-Gesamtsieg in Singapur.

Privat

Hans-Peter Steinacher ist verheiratet mit Christiane und hat zwei Kinder.

Auszeichnungen

Dem Doppelolympiasieger wurde in seiner Heimatgemeinde Zell am See im Rahmen der Sportlerehrung im Jahr 2011 für seine sportlichen Leistungen die diesbezüglich höchste Auszeichnung der Stadtgemeinde Zell am See, der "Hypolith", überreicht.[4]

Bei der Leonidas Sportgala am 30. März 2023 wurde Hans-Peter Steinacher für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Laut mehreren biografischen Nachschlagewerken wurde Hans‑Peter Steinacher zum Ehrenbürger der Stadt Zell am See ernannt.[5]

Erfolge

  • Olympiasieger 2000 in Sydney und 2004 in Athen
  • Weltmeister 1999
  • Europameister 1997, 2000, 2001 und 2006
  • 1 Sieg bei der Extreme Sailing World Series (Singapur 2015)
  • 2. Platz bei den Weltmeisterschaften 2000 und 2001
  • 2. Platz bei den Europameisterschaften 2003, 2005
  • 3. Platz bei der Weltmeisterschaft 2006

Quellen

Einzelnachweise und Fußnoten

  1. siehe EnnstalWiki → Ski-Akademie Schladming
  2. Verlinkung(en) mit "enns:" beginnend führ(t)en zu Artikeln, meist mit mehreren Bildern, im EnnstalWiki, einem Schwesterwiki des SALZBURGWIKIs
  3. Abfrage im Internet
  4. Auskunft der Stadtgemeinde Zell am See am 25. Februar 2025, der "Hypolith" lässt sich aber durch keine Quelle belegen.
  5. Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Hans-Peter Steinacher"