Mondsee (Ort)
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| Karte | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Politischer Bezirk: | Vöcklabruck (VB) |
| Fläche: | 16,62 km² |
| Geografische Koordinaten: | 47° 51' N, 13° 21' O |
| Höhe: | 493 m ü. A. |
| Einwohner: | 3.307 (Dezember 2005) |
| Postleitzahl: | 5310 |
| Vorwahl: | 0 62 32 |
| Gemeindekennziffer: | 4 17 15 |
| Gemeindeamt: | Marktplatz 14 5310 Mondsee |
| Offizielle Website: | www.mondsee.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Komm.-Rat Dipl.Ing. Otto Mierl (Partei) |
| Gemeinderat: | 25 Mitglieder: 15 ÖVP, 5 SPÖ, 3FPÖ, 2 Sonstige |
Mondsee ist eine Marktgemeinde im Salzkammergut im Südwesten Oberösterreichs.
Geografie
Geografische Lage
Mondsee, das zur Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck gehört, liegt am nördlichen Ende des Mondsees, nur wenige Kilometer von der im Westen befindlichen Landesgrenze Oberösterreich - Bundesland Salzburg (Flachgau). Nordöstlich erhebt sich der Mondseeberg (1.029 m ü. A.), südlich der Schober und die Drachenwand und im Westen der Kolomansberg.
Nachbargemeinden
Thalgau in Salzburg, Zell am Moos, Oberwang und Unterach am Attersee.
Geschichte
Mondsee war bis zum Anschluss Salzburgs an Österreich (1816) eines der ältesten Klöster des Erzbistums Salzburg. Auch im heutigen Bundesgebiet sind nur das Erzstift St. Peter und Benediktiner-Frauenstift Nonnberg in Salzburg ältere Klostergründungen.
Mondsee wurde 748 vom bayerischen Herzog Odilo Agilolfinger gegründet. Odilo war der Vater von Herzog Tassilo III., dem Gründer des Benediktinerstift Kremsmünster. Die Mondseer Benediktinerabtei war im Mittelalter für seine Schreibschule berühmt. Zahlreiche Handschriften aus dieser Zeit und dieser Werkstätte finden sich u. a. in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.
Die Geschichte von Schloss Mondsee ist wesentlich kürzer als jene als Kloster. Auf Grund der Reformen Kaiser Josefs II. wurde das durch einen Ortsbrand von 1774 schwer in Mitleidenschaft gezogene Kloster unter Kaiser Leopold II. 1791 aufgehoben und vorerst dem staatlichen Religionsfonds angeschlossen. 1810 schenkte Kaiser Napoleon den leer stehenden Bau dem in seinen Diensten stehenden General Karl Philipp von Wrede. Er wurde vier Jahre später zum bayerischen Feldmarschall und Fürsten ernannt. Wrede durfte Mondsee auch nach Napoleons Sturz weiter behalten, hatte jedoch keine männliche Nachkommen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kirchen
- Pfarrkirche Mondsee
- Hauptartikel: Basilika St. Michael
Diese einmalige Benediktinerabteikirche aus dem 12. Jahrhundert, die 1470 bis 1487 im gotischen Stil umgebaut wurde, zählt zu den größten gotischen Kirchen Österreichs.
Die prunkvolle barocke Innenausstattung ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In dieser Kirche wurde auch die Hochzeitsszene von Georg Ludwig von Trapp für das Filmmusical "Sound of Music" gedreht. Die außergewöhnlich schöne Barockausstattung erfolgte im späten 17. bzw. frühen 18. Jahrhundert durch den berühmten Barockbildhauer Meinrad Guggenbichler, der über 44 Jahre in Mondsee lebte.
Marktplatz und Kirchenvorplatz in Mondsee
Der Marktplatz in Mondsee wurde in den Jahren 2009/2010 nach den Plänen des Stararchitekten Boris Podrecca neu gestaltet. Die Neugestaltung betraf die Pflasterung des Kirchenvorplatzes und das Design der Beleuchtungskörper, die als Sitzgelegenheiten konzipiert sind. Schließlich wurde der aus den Zeiten der Donaumonarchie stammende Marktbrunnen durch einen ultramodernen neuen Brunnen in Säulenform aus österreichischem Marmor ersetzt. Er weist als Attraktion eine computergesteuerte Wasserfontänen- und Lichtregelung auf.
Theater
Der Mondseer Jedermann
- Hauptartikel: Der Mondseer Jedermann
Dieses Schauspiel wurde seit 1922 mehr als 600 Mal im Sommer aufgeführt.
Junge Bühne Mondsee
- Hauptartikel: Junge Bühne Mondsee
Die Theatergruppe Junge Bühne Mondsee hat ihre Aufführungen hauptsächlich in den Wintermonaten. Die Mitgliedschaft zwischen den beiden Bühnen in Mondsee ist fließend, d. h. mehrere Theaterspieler der Jungen Bühne Mondsee wirken fallweise auch beim Ensemble des Mondseer Jedermanns mit.
Museen
Das Pfahlbaumuseum
- Hauptartikel: Pfahlbaumuseum Mondsee
Das Pfahlbaumuseum befindet sich gemeinsam mit dem Heimatmuseum in der ehemaligen Klosterbibliothek des Kloster Mondsees. Bildtafeln zeigen alte Vorstellungen von Pfahlbauten und alte Methoden der Fundbergung sowie die neuen Forschungsmethoden. Matthäus Much, Altmeister der österreichischen Pfahlbauforschung, entdeckte 1872 das Pfahlfeld See und 1874 das Pfahlfeld Scharfling am Mondsee.
Das Freilichtmuseum Mondseer Rauchhaus
- Hauptartikel: Mondseer Rauchhaus
Es zeigt die im Mondseer Land einst allgemein verbreitete Gehöftform: das Rauchhaus und die dazugehörenden Nebenbauten wie Hütten mit eingebautem Troadkasten, Hoarbad, Hausmühle, Dörrbadl, Kapellenbildstock und Austragshäusl. Erstmals wird das Anwesen 1416 urkundlich erwähnt und bedeckt mit den Zubauten ("Zuaspang" und "Strahittn") eine Bodenfläche von 323,5 m². Die besondere Eigenheit dieser Hausform ist das Fehlen eines Rauchfanges. Der Rauch zog frei durch die Schindelfugen im Dach ab und diente zum Trocknen des Getreides, dass über dem Herdraum auf dem Rauchboden ("Rauh") in Graben aufgestellt war.
Das Bauernmuseum Mondseeland
- Hauptartikel: Bauernmuseum Mondseeland
Es wurde am 30. Mai 2009 eröffnet und widmet sich der neueren Geschichte des Bauernstandes im Mondseeland mit Schwerpunkt Beginn der Mechanisierung bis heute. Im Museum befindet sich ein Veranstaltungsraum.
Das Salzkammergut-Lokalbahn-Museum
- Hauptartikel: Salzkammergut-Lokalbahn-Museum
Das Salzkammergut-Lokalbahn-Museum befindet sich in der Nähe des Strandbads Mondsee. Das Museum wurde im letzten noch erhaltenen Heizhaus der Ischlerbahn, wie die Salzkammergut-Lokalbahn auch genannt wurde, 1996 eröffnet. Es zeigt die Geschichte der Ischlerbahn - sowie auch diverse Fahrzeuge, Lokomotiven und Waggons - der viel besungenen Schmalspurbahn, die von Salzburg nach Bad Ischl führte und die im Jahre 1957 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt wurde.
Gewerbegebiet Mondsee
Das Gewerbegebiet Mondsee liegt nördlich des Ortszentrums von Mondsee an der B 154 auf dem Gemeindegebiet von Tiefgraben. Der Gewerbepark Mondsee ist Teil des Gewerbegebietes. Durch die Nähe zur Autobahn ist es auch sehr verkehrsgünstig gelegen. Seit 2007 ist dort auch das Technologiezentrum Mondseeland angesiedelt.
Es ist geplant, vom nördlich der Autobahn geplanten neuen Kreisverkehr eine eigene Aufschließungsstraße für das Mondseer Gewerbegebiet zu errichten.
Verkehr
Mondsee ist im Norden an die Westautobahn mit einer Abfahrt angeschlossen. Von Straßwalchen führt von Norden über Irrsdorf und Zell am Moos die B 154, die Mondsee Straße, durch die Marktgemeinde, um in südliche Richtung nach Sankt Gilgen weiter zu führen.
Den Mondsee kann man von Mondsee aus im Süden über die B 154 und weiter über eine Landestraße und dann am nördlichen Ufer auf der B 151 umrunden.
Mondsee hat durch großzügige Parkplätze im Süden der Marktgemeinde in der Nähe des Seeufers den Verkehr weitgehend aus dem Zentrum verbannen können. Es gibt noch Parkplätze neben der Basilika Mondsee. Seit 1. Mai 2011 regeln Poller die Zufahrt zum Marktplatz, der Teil einer neuen Fußgängerzone ist. Einsatzfahrzeuge und Ärzte haben Zufahrts-Codes, Hochzeitskutschen sowie "Hochzeitskonvois" können über die Herzog-Odilo-Straße und über die Seeallee über - dann ausnahmsweise - gesenkten Poller zur Basilika Mondsee nehmen.
Ansässige Unternehmen
Weblinks
Bildergalerie
Panorama-Aufnahmen
Mondsee von der Ruine Wartenfels
das Mondseeland östlich des Kolomansberges
allgemeine Bilder
- Gemeindeamt und marktbrunnen 023.jpg
Marktgemeindeamt Mondsee und Marktbrunnen vor der Renovierung 2010
- Es ist angerichtet DSC 0013.JPG
Bauernmuseum Mondseeland, erreichbar auch über die neue Hilfbergstraße