Franziski-Schlössl
Das Franziski-Schlössl befindet sich in der Stadt Salzburg im Nordosten auf dem Kapuzinerberg auf 630 m ü. A. knapp unterhalb des höchsten Punktes des Berges (637 m ü. A.).
Geschichte
Das "Franziski-Schlössl" (selten auch "Kapuziner-Schlössl") - wurde 1629 unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron nach den Plänen vom Dombaumeister Santino Solari als Teil der Stadtbefestigung bzw. als Verteidigungsanlage errichtet.
Am Schlössl ist eine Inschriftentafel angebracht, auf der auf Lateinisch zu lesen ist: "Zu Dank dem gnädigen Himmel errichtete Paris Graf Lodron, Erzbischof zu Salzburg, zu Ehren des hl. Franziskus im Jahre des Herrn 1629 dieses Schloss als Bollwerk für die Stadt und die ganze Umgebung, um die Bürger durch dauerhaften Frieden zu schützen, nachdem er die Kriegsgefahr weit von Salzburgs Mauern ferngehalten hat" [1].
Privatkapelle
Im Franziski-Schlössl befand sich nach 1629 eine kleine dem Heiligen Franziskus geweihte Hauskapelle. Sie wurde 1922 nochmals restauriert, dann aber aufgelassen [2] Die Räumlichkeiten wurden zuletzt wieder als Hauskapelle eingerichtet. Diese Kapelle kann über das Standesamt auch für Heiraten gebucht werden [3]
1870 ging das Franziski-Schlössl in das Eigentum der Stadt Salzburg über. [4]
Gastwirtschaft und Restauration
Mitte 19. Jahrhunderts wurde das Kapuzinerschlössl zu einem beliebten Ausflugsziel.
Franz Schadhauser aus Friedolfing in Bayern war von 1850 bis 1859 Pächter gewesen. Er starb im Alter von 25 ½ Jahren im Oktober 1859 an Typhus. [5]
Um 1862 war Nikolaus Oberndorfer Wirt. [6]
Von 1876 bis 1906 war Johann Eder [7][8] der Restaurateur: ... auf den aussichtsreichen Terrassen angenehme Ruhe, die uns der wackere Restaurateur Herr Eder mit gutem Imbiss und frischem Trunk trefflich zu würzen versteht. [9][10] Im zur Seite stand seine Frau Karoline († Februar 1895). [11]
Als Restaurateur folgen Anna und Anton Weitzbauer [12] [13]
1911 übernahm Karl Gadermayer als Pächter die Restauration im Franziski-Schlössl. [14] [15]
1915 übernahm Frau Käthe Hraby die Restauration im Franziski-Schlössl [16][17][18] 1917 wurde auch Emanuel Hraby, Gürtler und Gemeinderat als Kapuzinerschlösslwirt genannt, als er den Gasthof zum Goldenen Tiger in der Linzer Gasse erwarb.
1920 übernahmen Jakob und Therese Erlinger die Restauration im Franziski-Schlössl. Nach dem Tod von Therese am 21. Februar 1928 führte Jakob Erlinger die Gastwirtschaft bis 1938 alleine und dann zusammen mit seiner zweiten Frau bis mindestens 1946 [19][20][21]
1912 fanden die wöchentlichen Treffen der Mitglieder der Oesterreichischer Touristenklub Sektion Salzburg statt (jeweils montags). [22]
Seit 2011 betreiben Anton Gruber und Wolfgang Steinmetz das Franziski-Schlössl und bieten auch Übernachtungsmöglichkeit an.
Aussichtspunkt
Vor dem Franziski-Schlössl besteht einer von mehreren Aussichtsorten auf dem Kapuzinerberg mit Blick auf Schallmoos und über das nördliche Salzburger Becken in den Flachgau und den bayrischen Rupertiwinkel.
Bilder
- Franziski-Schlössl – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Weblinks
- www.franziskischloessl.at , die homepage der derzeitigen Wirtshauspächter
Quellen
- Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg, Verlag St. Peter, Erzabtei St. Peter, Salzburg, 2., überarbeitete Auflage 2001
- ANNO
Fußnoten
- ↑ Übersetzung von Dr. Georg Stadler, Autor, Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg, Verlag St. Peter, Erzabtei St. Peter, Salzburg, 2., überarbeitete Auflage 2001
- ↑ Salzburger Volksblatt, 18. März 1922
- ↑ www.standesamt-salzburg.at/hochzeit-im-franziskischloessl
- ↑ →Kapuzinerberg, Geschichte
- ↑ Salzburger Zeitung, 5. Oktober 1859
- ↑ Salzburger Zeitung, 22. November 1862
- ↑ Salzburger Volksblatt, 14. Dezember 1901
- ↑ Sein Sohn Hugo Eder war Oberlehrer und Schulleiter der Volksschule Bischofshofen.
- ↑ Salzburger Volksblatt, 17. August 1899
- ↑ Salzburger Volksblatt, 24. März 1906
- ↑ Salzburger Volksblatt, 14. Februar 1895
- ↑ Salzburger Volksblatt, 29. Januar 1910
- ↑ Salzburger Chronik, 22. Juni 1910
- ↑ Salzburger Volksblatt, 6. November 1910
- ↑ Salzburger Volksblatt, 6. Januar 1911
- ↑ Salzburger Volksblatt, 11. März 1915
- ↑ Salzburger Volksblatt, 1. April 1915
- ↑ Salzburger Volksblatt, 3. April 1915
- ↑ Salzburger Volksblatt, 31. August 1920
- ↑ Salzburger Chronik, 22. Februar 1928
- ↑ Salzburger Volksblatt, 16. April 1938
- ↑ Salzburger Volksblatt, 3. Juni 1912