Das Kitzsteinhorn (3 203 m ü. A.) ist ein Gipfel der Hohen Tauern in den Ostalpen.

Das Kitzsteinhorn von Nordwesten über dem Mühlbachtal angeflogen.
Links das Kitzsteinhorn, rechts das Gletscherskigebiet am Schmiedingerkees.
Dieser steile Gipfel ist der Gipfelaufbau des Kitzsteinhorns. Links im Hintergrund der Klein- und Großglockner, das Teufelshorn, die Hofmannspitze und die Glocknerwand.

Geografie

Das Kitzsteinhorn befindet sich im Norden der Glocknergruppe zwischen Kapruner- im Westen und Stubachtal im Osten im Pinzgau. Der Gipfel erhebt sich im Gemeindegebiet von Uttendorf, unmittelbar nördlich beginnt das Gemeindegebiet von Kaprun.[1] Über seinen Gipfelbereich verläuft die Grenze zum Nationalpark Hohe Tauern.

Unter der Bezeichnung "Kitzsteinhorn" ist heute meist das Gletscherskigebiet auf dem Schmiedingerkees nördlich unterhalb des Gipfels gemeint, das 1965 als Österreichs erstes Gletscherskigebiet eröffnet wurde.

Aufstiegsmöglichkeiten

Die Gletscherbahnen Kaprun AG betreibt mehrere Aufstiegshilfen vom Kapruner Thörl im Kapruner Tal zum Alpincenter Kaprun oder über die Salzburger Hütte (1 860 m ü. A.) und Bundes­sport- und Frei­zeit­­zentrum (2 446 m ü. A.) zum vergletscherten Kitzsteinhorn. Sehenswert ist die Bergstation der Gipfelbahn Kitzsteinhorn. Daneben gibt es Wanderwege und Kletterrouten (siehe Weblink).

Geografische Lage

47° 11 min 17 sek N
12° 41 min 15 sek O

Geologie

Das Kitzsteinhorn besteht aus Kalkglimmerschiefer.

Geschichte

Erstbesteiger des Gipfels war 1828 Johann Entacher. Mit der Errichtung der Krefelder Hütte 1907 begann die Zeit der Ski-Pioniere am Kitzsteinhorn. Heute ist das Kitzsteinhorn für sein Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn bekannt.

Am 9. August 1863 bestieg Erzherzog Rainer von Österreich das Kitzsteinhorn.

Am 24. August 1958 wurde ein Gedenkkreuz auf dem Gipfel des Kitzsteinhorns für die beim Bau der Tauernkraftwerke ums Leben gekommenen Mitarbeiter aufgestellt und von Pfarrprovisor der Pfarre Kaprun August Zittel geweiht.

1965 nahm die Gletscherbahn Kaprun 1 ihren Betrieb auf. Mit ihr entstand das erste Gletscherskigebiet Österreichs – ein technischer Meilenstein im alpinen Raum.

1974 folgte ein weiteres außergewöhnliches Projekt: die weltweit erste unterirdische Standseilbahn im Hochgebirge. Die zweite Gletscherbahn führte über fast vier Kilometer auf das Kitzsteinhorn, davon mehr als drei Kilometer durch einen Tunnel im Berginneren. Nach einer umfassenden Modernisierung im Jahr 1994 ereignete sich am 11. November 2000 eine Tragödie, die als schwerstes ziviles Unglück Österreichs gilt: Ein Brand in der Tunnelbahn forderte 155 Menschenleben. Der Tunnel ist seither dauerhaft geschlossen, und eine Gedenkstätte erinnert an die Opfer.

Bildergalerie

Bild 1: Stürmische Winde am Kitzsteinhorn, von Schüttdorf aufgenommen.
Bild 2: Das Kitzsteinhorn während eines Föhnsturms, gut erkennbar das Gletscherskigebiet.
Bild 3: Gipfel mit Bergstation Kitzsteinhorn (rechts).



Bild 1: Gipfel mit Föhnwolkenbank.
Bild 2: Das Kitzsteinhorn und das Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn Mitte September 2019.
Bild 3: Blick ins Kapruner Tal, links im Hintergrund die Hauptgipfel der Glocknergruppe, Bildmitte das Kitzsteinhorn, rechts das Schmiedingerkees mit dem ganzjährigen Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn.

weitere Bilder

  Kitzsteinhorn – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblink

  • Lage auf AMap (korrigierter neuer Link, Datenstand 27. November 2022)

Quellen

Fußnote

  1. Interessant ist die Tatsache, dass das Salzburger Geographische Informationssystem den Gipfel der Gemeinde Uttendorf zuordnet, hingegen AMap des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen der Gemeinde Kaprun.