Dkfm. Hans-Peter Schmidt (* 21. März 1942 in Königsberg) ist ein deutscher Unternehmer, ehemaliger Versicherungsmanager und Kammerfunktionär. Von 1989 bis 2002 war er Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Beteiligungs-AG.

Hans-Peter Schmidt

Leben

Hans-Peter Schmidt stieg nach Abschluss des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Studiums 1969 bei der Nürnberger Versicherungsgruppe ein. Von 1989 bis 2002 war er Vorsitzender des Vorstandes der Nürnberger Beteiligungs-AG. Seit 2002 ist er Vorsitzender der Aufsichtsräte der Nürnberger Versicherungsgruppe sowie seit 1993 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Nürnberger Versicherung AG Österreich.

Auszeichnungen

2010: Großes Verdienstzeichen des Landes Salzburg

Am Dienstag, dem 19. Oktober 2010, überreichte Landeshauptfrau Mag.a[1] Gabi Burgstaller Hans‑Peter Schmidt in der Salzburger Residenz das Große Verdienstzeichen des Landes Salzburg. Gewürdigt wurden seine Verdienste um den Wirtschaftsstandort Salzburg, die Gluck‑Forschungsaktivitäten an der Universität Salzburg sowie sein Engagement für sportliche Veranstaltungen im Land, darunter als Hauptsponsor des WTA‑Tennisturniers "Nürnberger Gastein Ladies".

Die Nürnberger Versicherungsgruppe Österreich beschäftigte 2010 rund 250 Mitarbeiter und arbeitete mit etwa 3 000 selbstständigen Versicherungsvermittlern zusammen. Als Vorsitzender der Aufsichtsräte der Nürnberger Versicherungsgruppe ist Schmidt eng mit Salzburg und den Tochtergesellschaften Nürnberger Versicherung AG Österreich und Garanta Österreich Versicherungs‑AG verbunden. Rund 80 % der Mitarbeiter sind am Standort Salzburg tätig, wo sich auch die Generaldirektion befindet.

Im regionalen Tourismus wirkt die Nürnberger Gruppe unter maßgeblicher Beteiligung von Schmidt durch den Betrieb des First‑Class‑Hotels Europäischer Hof in Bad Gastein, das rund 90 Arbeitsplätze bietet und 2010 mit einem umfangreichen Investitionsprogramm zu einem Fünf‑Sterne‑Haus ausgebaut wurde.

Im kulturellen Bereich unterstützt die Nürnberger Versicherung die Kooperation der Salzburger Festspiele mit der Staatsoper Nürnberg, fördert die Gluck‑Forschungsstelle an der Universität Salzburg und veranstaltet die Gluck‑Matineen. Schmidt initiierte die "Internationalen Gluck‑Opern‑Festspiele" an der Staatsoper Nürnberg in Zusammenarbeit mit der Gluck‑Forschungsstelle Salzburg, die seit 2005 als Biennale stattfinden.

Die Nürnberger Versicherung finanzierte zudem die Skulptur "Pieta" der Bildhauerin Anna Chromy unter den Dombögen sowie eine Schubert‑Skulptur derselben Künstlerin im Hotel in Bad Gastein. Seit 2009 ist die Nürnberger Versicherungsgruppe Hauptsponsor des WTA‑Tennisturniers "Nürnberger Gastein Ladies". Auch der Snowboard‑Weltcup im Gasteinertal, der Reitclub Bad Gastein und die Oldtimer‑Rallye "Salz, Öl und Wasser" wurden durch Schmidt und die Nürnberger unterstützt.

2014: Tourismus‑Verdienstzeichen des Landes Salzburg

Am Dienstag, dem 16. Dezember 2014, erhielt Hans‑Peter Schmidt in Bad Gastein das Tourismus-Verdienstzeichen des Landes Salzburg. Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer junior würdigte Schmidts Tatkraft, Weitblick und seine enge Verbundenheit mit dem Gasteinertal, die wesentlich dazu beigetragen hätten, dass Bad Gastein wieder an seine touristische Tradition und Bedeutung anschließen konnte.

Haslauer hob insbesondere die Förderung international beachteter Großveranstaltungen hervor, darunter den Snowboard‑Weltcup, das Weltcup‑Radrennen in Salzburg und die Oldtimer‑Rallye auf dem Gaisberg. Ebenso verwies er auf die Unterstützung des Damen‑Tennisturniers "Gastein Ladies" und der Pferdesportveranstaltung Amadeus Horse Indoors in der Salzburgarena.

In der Kulturförderung seien die Christoph‑Willibald‑Gluck‑Forschungsstelle an der Universität Salzburg sowie das Schubertfestival "Schubert in Gastein" untrennbar mit Hans‑Peter Schmidt verbunden.

Quellen

Fußnote

  1. ↑ Bis 2006 war "Magister" (männlich) bzw. (seit 1993) "Magistra" (weiblich) der übliche akademische Grad für die meisten Studien auf Master-Niveau. "Mag." ist die gesetzliche (§55 Universitätsgesetz 2002) Abkürzung sowohl für "Magister" als auch für "Magistra", wohingegen aber auch (aus gleichstellungspolitischen Motiven) die Abkürzung "Mag.a" für "Magistra" propagiert und verwendet wird.