Salzburger Bildungswerk: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 15. Oktober 2012, 20:32 Uhr
Das Salzburger Bildungswerk (SBW) ist ein Verein der Erwachsenenbildung im Bundesland Salzburg.
Aufgaben und Angebote
Das Salzburger Bildungswerk ist in rund 110 Gemeinden des Bundeslandes Salzburg mit einem örtlichen Bildungswerk vertreten. Das Programm wird vorwiegend von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen geplant, Themenschwerpunkte sind Elternbildung, Frauenbildung, Seniorenbildung, Politische Bildung, Gemeinde- und Regionalentwicklung, Internationale Solidarität, Gesellschaft und Kultur, Ökonomie und Ökologie, Gesundheitsthemen sowie Orts-, Regional- und Landesgeschichte. Das SBW ist überparteilich und konfessionell nicht gebunden.
Jährlich werden die mehr als 1 000 Angebote von rund 100 000 Teilnehmern genutzt. Das Salzburger Bildungswerk will Menschen dazu anregen, Fragen zu stellen, Probleme zu erkennen und an deren Lösung im Sinne der Gemeinschaft aktiv mitzuarbeiten.
Das Salzburger Bildungswerk wird von Dr. Günther Signitzer geleitet, dem Verein steht ein Kuratorium mit Landeshauptfrau Gabi Burgstaller als Präsidentin an der Spitze vor.
Geschichte
Das Salzburger Bildungswerk wurde am 13. September 1956 gegründet. 1961 findet die erste Bildungswoche in Goldegg statt, 1976 und 1985 folgen die Meilensteine 200. bzw. 500. Bildungswoche im Land Salzburg.
1964 startet die Reihe der "Salzburger Singwochen". 1980 wird der Museumsführer "Heimatmuseen im Land Salzburg" verlegt, 1986 eine überarbeitete und erweiterte Auflage des "Schulhandbuches für Elternvertreter". 1992 wird die "Schule der Dorf- und Stadterneuerung" dem Salzburger Bildungswerk angeschlossen, die 2003 in "Gemeindeentwicklung Salzburg" umbenannt wird. 2002 gibt das Salzburger Bildungswerk die Mundartanthologie "Salzburger Dialektmosaik" heraus. 2011 feiert das Salzburger Bildungswerk bereits 50. Jahre Bildungswochen.
Zeitzeugenprojekt
Landesrätin Dr. Tina Widmann: Der Arbeitskreis Seniorenbildung des Salzburger Bildungswerkes startet Zeitzeugenprojekt[1]
Ein Sprichwort besagt: Wenn ein alter Mensch stirbt, dann ist es, als ob eine ganze Bibliothek verbrennt. Traditionen, Rituale, Sitten und Bräuche verblassen. "Es ist daher wichtig, Erlebtes zu erhalten und zu dokumentieren, im konkreten Fall besonders jenes der Jahrgänge vor 1933", betonte Landesrätin Dr. Tina Widmann am Donnerstag, 13. September 2012, bei einem Informationsgespräch. Das Salzburger Bildungswerk startete mit Unterstützung aus dem Ressort von Landesrätin Widmann im Herbst 2012 das umfangreiche Projekt "Das war unsere Zeit! Eine Generation erinnert sich". Im ganzen Land Salzburg werden im Laufe des nächsten Jahres Geschichten, die das Leben schrieb, in Form von Interviews und Videoaufzeichnungen zusammengetragen.
"Der Fokus liegt auf den Geburtsjahrgängen vor 1933. Keine Generation davor hat so viele Veränderungen miterlebt wie die der jetzt über 80-Jährigen", so der Initiator des Projektes, Dr. Alfred Berghammer, Leiter des Arbeitskreises Seniorenbildung. Wie sah es in der Gemeinde aus? Welchen Schulweg mussten Kinder um 1935 zurücklegen? Was erlebten sie im Unterricht? Wie wurde Weihnachten gefeiert? Und was hat sich in den vergangenen siebzig Jahren verändert? Antworten auf diese Fragen liefern subjektive Erinnerungen, die ein besonderes Stück Salzburger Geschichte dokumentieren und für nachkommende Generationen Identität stiftend sind.
Adresse
- Imbergstraße 2/II
- 5020 Salzburg
- Telefon: 06 62 - 87 26 91
- E-Mail: office@sbw.salzburg.at
Weblinks
- Aussendung der Salzburger Landeskorrespodenz zum Thema: Eine Generation erinnert sich - "Das war unsere Zeit"
- Artikel im Salzburgwiki als Beispiel für Lebensverlauf im 20. Jahrhundert
Quellen
- Homepage des Salzburger Bildungswerkes
- ↑ Quelle: Salzburger Landeskorrespodenz, 13. September 2012