Michael Herzog: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Michael Herzog.jpg|thumb|Michael Herzog im Dress des [[HCS]]]]
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DI '''Michael "Mike" Herzog''' (* [[27. Februar]] [[1952]] in [[Zell am See]]; † [[30. Jänner]] [[2011]] in Lech am Arlberg, [[Vorarlberg]]) war ein Zeller Eishockeyspieler und Bauunternehmer.
DI '''Michael "Mike" Herzog''' (* [[27. Februar]] [[1952]] in [[Zell am See]]; † [[30. Jänner]] [[2011]] in Lech am Arlberg, [[Vorarlberg]]) war ein Zeller Eishockeyspieler und Bauunternehmer.


== Leben ==
== Leben ==
Michael Herzog war der Sohn des Bauunternehmers Herbert Herzog (* 1921; † 2001) und seiner Frau Ilse. Des Bauunternehmer Albert Herzog († 1972) war sein Großvater.
Michael Herzog war der Sohn des Bauunternehmers Herbert Herzog (* [[1921]]; † [[2001]]) und seiner Frau Ilse. Der Bauunternehmer Albert Herzog († [[1972]]) war sein Großvater.


Er war der erste Eigenbauspieler des [[EK Zell am See]], der es in Bundesliga und Nationalteam zu einer anerkannten Größe brachte.  
Michael Herzog absolvierte die Höhere Technische Lehranstalt für Hochbau in Krems und die Technische Universität Graz, wo er [[1980]] im Fach Wirtschaftsingenieurwesen-Bauwesen graduierte. Als Inhaber von [[Herzog Bau]] reüssierte Herzog nach seiner Sportkarriere und seinem Eintritt in die väterliche Baufirma ab [[1982]] auch als Bauunternehmer. Herzog Bau zeichnete verantwortlich für die Umsetzung zahlreicher renommierter Projekte, darunter die Firmenzentrale von [[Carbo Tech Composites|Carbo Tech]] in der [[Stadt Salzburg]], etliche Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Lift- und Seilbahnbauten im ganzen [[Bundesland Salzburg|Bundesland]] und darüber hinaus.


Als Eishockeyspieler durfte Herzog erstmals [[1968]] Bundesligaluft schnuppern. Der EK Zell am See war gerade erst in die höchste Klasse aufgestiegen.  Zwischen [[1972]] und [[1980]] war Herzog parallel zu seinem Studium erst für den ATSE Graz und nach deren Abstieg [[1979]] für Kapfenberg im Einsatz. Mit den Grazern wurde er [[1975]] und [[1978]] österreichischer Meister.
Michael Herzog war der Vater des Graz-Stürmers [[Stefan Herzog]] und der ältere Bruder des langjährigen EKZ-Spielers und -Obmanns [[Albert Herzog|Albert]].


Seine letzten Karrierejahre verbrachte er ab 1980 beim [[HCS|HC Salzburg]], dessen Konkurs [[1982]] auch das Ende seiner aktiven Laufbahn markierten. Seinem Stammverein Zell am See blieb er danach als Mitglied der Zeller Oldies und als Funktionär beim Verein erhalten.
Am 30. Jänner 2011 erlitt Michael Herzog beim Skifahren in Lech am Arlberg nach einem Sturz einen Genickbruch und verstarb noch an der Unfallstelle.


Insgesamt brachte es Herzog auf 382 Meisterschaftseinsätze in der Bundesliga (26 Tore, 73 Assists, 99 Punkte, 263 Strafminuten). Zwischen 1973 und 1982 stand Herzog 71 Mal im österreichischen Nationalteam (1 Tor, 6 Vorlagen, 7 Punkte, 38 Strafminuten), spielte bei sechs Weltmeisterschaften (1974, 1975, 1976, 1977, 1979 und zuletzt 1982 beim zweiten Rang in der B-WM in Klagenfurt) und bei den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck für Rot-Weiß-Rot. Sein Nationalteamdebüt feierte er am [[27. November]] [[1973]].
=== Karriere als Eishockeyspieler ===
Er war der erste Eigenbauspieler des [[EK Zell am See]], der es in Bundesliga und Nationalteam zu einer anerkannten Größe brachte. Als Eishockeyspieler durfte Herzog erstmals [[1968]] Bundesligaluft schnuppern. Der EK Zell am See war gerade erst in die höchste Klasse aufgestiegen. Zwischen [[1972]] und [[1980]] war Herzog parallel zu seinem Studium erst für den ATSE Graz und nach deren Abstieg [[1979]] für Kapfenberg tätig. Mit den Grazern wurde er [[1975]] und [[1978]] österreichischer Meister.


Beim HCS wie im Team hieß das Verteidigerpaar Anfang der [[1980er]] Jahre [[Bernie Hutz]] - Michael Herzog, und auf dieses war Verlass. Der Zeller hatte wesentlichen Anteil am sportlichen Höhenflug der Salzburger mit den fünf Austros und dem Parade-Legionärsduo [[Mike McParland]] und [[Peter Shier]].
Seine letzten Karrierejahre verbrachte er ab 1980 beim [[HCS|HC Salzburg]], dessen Konkurs [[1982]] auch das Ende seiner aktiven Laufbahn markierte. Seinem Stammverein Zell am See blieb er danach als Mitglied der Zeller Oldies und als Funktionär beim Verein erhalten.


Michael Herzog absolvierte die Höhere Technische Lehranstalt für Hochbau in Krems und die Technische Universität Graz, wo er [[1980]] im Fach Wirtschaftsingenieurwesen-Bauwesen graduierte. Als Inhaber von [[Herzog Bau]] reüssierte Herzog nach seiner Sportkarriere nach seinem Eintritt in die väterliche Baufirma ab [[1982]] auch als Bauunternehmer. Herzog Bau zeichnete verantwortlich für die Umsetzung zahlreicher renommierter Projekte, darunter die Firmenzentrale von [[Carbo Tech Composites|Carbo Tech]] in der [[Stadt Salzburg]], etliche Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Lift- und Seilbahnbauten im ganzen [[Bundesland Salzburg|Bundesland]] und darüber hinaus.
Insgesamt brachte es Herzog auf 382 Meisterschaftseinsätze in der Bundesliga (26 Tore, 73 Assists, 99 Punkte, 263 Strafminuten). Zwischen 1973 und 1982 stand Herzog 71 Mal im österreichischen Nationalteam (1 Tor, 6 Vorlagen, 7 Punkte, 38 Strafminuten), spielte bei sechs Weltmeisterschaften (1974, 1975, 1976, 1977, 1979 und zuletzt 1982 beim zweiten Rang in der B-Weltmeisterschaft in Klagenfurt) und bei den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck für Rot-Weiß-Rot. Sein Nationalteamdebüt feierte er am [[27. November]] [[1973]].


Am [[30. Jänner]] [[2011]] erlitt Michael Herzog beim Skifahren in Lech am Arlberg nach einem Sturz einen Genickbruch und verstarb noch an der Unfallstelle.
Beim HCS wie im Team hieß das Verteidigerpaar Anfang der [[1980er]]-Jahre [[Bernie Hutz]] Michael Herzog, und auf dieses war Verlass. Der Zeller hatte wesentlichen Anteil am sportlichen Höhenflug der Salzburger mit den fünf Austros und dem Parade-Legionärsduo [[Mike McParland]] und [[Peter Shier]].
 
Michael Herzog war der Vater des Graz-Stürmers [[Stefan Herzog]] und der ältere Bruder des langjährigen EKZ-Spielers und -Obmanns [[Albert Herzog|Albert]].


== Erfolge ==
== Erfolge ==
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== Quellen ==
== Quellen ==
* Salzburger Nachrichten, [[1. Februar]] [[2011]]
* "[[Salzburger Nachrichten]]", [[1. Februar]] [[2011]]
* [http://mein.salzburg.com/blog/powerplay/2011/01/unfassbar-michael-herzog-1952.html Gerhard Kuntschik]
* [http://mein.salzburg.com/blog/powerplay/2011/01/unfassbar-michael-herzog-1952.html Gerhard Kuntschik]
* [http://www.eishockey.at/nationalteams/senioren/ewige-statistik/ ÖEHV Statistik]
* [http://www.eishockey.at/nationalteams/senioren/ewige-statistik/ ÖEHV Statistik]
* [http://www.eishockey.at/news/datum/2011/01/31/dem-leben-entrissen-mike-herzog-ist-tot/ ÖEHV News]
* [http://www.eishockey.at/news/datum/2011/01/31/dem-leben-entrissen-mike-herzog-ist-tot/ ÖEHV News]
* [https://www.herzogbau.at/100jahre/ Homepage der Herzog Bau (2018)]
* [https://www.herzogbau.at/100jahre/ Homepage der Herzog Bau (2018)]


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Aktuelle Version vom 9. Februar 2026, 11:43 Uhr

Michael Herzog im Dress des HCS

DI Michael "Mike" Herzog (* 27. Februar 1952 in Zell am See; † 30. Jänner 2011 in Lech am Arlberg, Vorarlberg) war ein Zeller Eishockeyspieler und Bauunternehmer.

Leben

Michael Herzog war der Sohn des Bauunternehmers Herbert Herzog (* 1921; † 2001) und seiner Frau Ilse. Der Bauunternehmer Albert Herzog († 1972) war sein Großvater.

Michael Herzog absolvierte die Höhere Technische Lehranstalt für Hochbau in Krems und die Technische Universität Graz, wo er 1980 im Fach Wirtschaftsingenieurwesen-Bauwesen graduierte. Als Inhaber von Herzog Bau reüssierte Herzog nach seiner Sportkarriere und seinem Eintritt in die väterliche Baufirma ab 1982 auch als Bauunternehmer. Herzog Bau zeichnete verantwortlich für die Umsetzung zahlreicher renommierter Projekte, darunter die Firmenzentrale von Carbo Tech in der Stadt Salzburg, etliche Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Lift- und Seilbahnbauten im ganzen Bundesland und darüber hinaus.

Michael Herzog war der Vater des Graz-Stürmers Stefan Herzog und der ältere Bruder des langjährigen EKZ-Spielers und -Obmanns Albert.

Am 30. Jänner 2011 erlitt Michael Herzog beim Skifahren in Lech am Arlberg nach einem Sturz einen Genickbruch und verstarb noch an der Unfallstelle.

Karriere als Eishockeyspieler

Er war der erste Eigenbauspieler des EK Zell am See, der es in Bundesliga und Nationalteam zu einer anerkannten Größe brachte. Als Eishockeyspieler durfte Herzog erstmals 1968 Bundesligaluft schnuppern. Der EK Zell am See war gerade erst in die höchste Klasse aufgestiegen. Zwischen 1972 und 1980 war Herzog parallel zu seinem Studium erst für den ATSE Graz und nach deren Abstieg 1979 für Kapfenberg tätig. Mit den Grazern wurde er 1975 und 1978 österreichischer Meister.

Seine letzten Karrierejahre verbrachte er ab 1980 beim HC Salzburg, dessen Konkurs 1982 auch das Ende seiner aktiven Laufbahn markierte. Seinem Stammverein Zell am See blieb er danach als Mitglied der Zeller Oldies und als Funktionär beim Verein erhalten.

Insgesamt brachte es Herzog auf 382 Meisterschaftseinsätze in der Bundesliga (26 Tore, 73 Assists, 99 Punkte, 263 Strafminuten). Zwischen 1973 und 1982 stand Herzog 71 Mal im österreichischen Nationalteam (1 Tor, 6 Vorlagen, 7 Punkte, 38 Strafminuten), spielte bei sechs Weltmeisterschaften (1974, 1975, 1976, 1977, 1979 und zuletzt 1982 beim zweiten Rang in der B-Weltmeisterschaft in Klagenfurt) und bei den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck für Rot-Weiß-Rot. Sein Nationalteamdebüt feierte er am 27. November 1973.

Beim HCS wie im Team hieß das Verteidigerpaar Anfang der 1980er-Jahre Bernie Hutz – Michael Herzog, und auf dieses war Verlass. Der Zeller hatte wesentlichen Anteil am sportlichen Höhenflug der Salzburger mit den fünf Austros und dem Parade-Legionärsduo Mike McParland und Peter Shier.

Erfolge

  • Österreichischer Meister: 1975 und 1978

Quellen