Holzkohle: Unterschied zwischen den Versionen
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==Kosten und Bedeutung der Holzkohle als Brennstoff== | ==Kosten und Bedeutung der Holzkohle als Brennstoff== | ||
"Sämtliche Nutzungsregelungen und Bewirtschaftungsvorschriften, Gesetze, Ordnungen und Instruktionen, die den Wald betrafen, wurden lange Zeit hindurch ausschließlich im Hinblick auf die nachhaltige und ausreichende Versorgung der Berg-, Hütten und Hammerwerke mit Gruben- und Kohlholz erlassen." Diese Feststellung bezieht sich auf [[Kärnten]], kann aber mit Ausweitung auf die Salzgewinnung auch für Salzburg behauptet werden. Sie belegt die zentrale Bedeutung der ausreichenden Holzkohlebeschaffung für Bergbau- und Hüttenwesen. | ''"Sämtliche Nutzungsregelungen und Bewirtschaftungsvorschriften, Gesetze, Ordnungen und Instruktionen, die den Wald betrafen, wurden lange Zeit hindurch ausschließlich im Hinblick auf die nachhaltige und ausreichende Versorgung der Berg-, Hütten und Hammerwerke mit Gruben- und Kohlholz erlassen."'' Diese Feststellung bezieht sich auf [[Kärnten]], kann aber mit Ausweitung auf die Salzgewinnung auch für Salzburg behauptet werden. Sie belegt die zentrale Bedeutung der ausreichenden Holzkohlebeschaffung für Bergbau- und Hüttenwesen. | ||
Interessant erscheint eine Kostenaufstellung aus dem 16. Jahrhundert, die ein Licht auf die damalige Verteilung der Produktionskosten im Eisenbergbau in [[Hüttenberg]] in [[Kärnten]] wirft. Aus zwei voneinander unabhängigen Kalkulationen der Hüttenberger Gewerken Simon Lattacher und Stefan Schwinghammer im Jahr [[1560]] geht hervor, dass bei der Eisenproduktion der Brennstoff, nämlich die Holzkohle, etwa 70 % der Gesamtkosten ausmacht. (Das Erz macht etwa 25 % aus und die restlichen 5 % entfallen auf die sonstigen Erfordernisse und die Entlohnung der Arbeiter.) | Interessant erscheint eine Kostenaufstellung aus dem 16. Jahrhundert, die ein Licht auf die damalige Verteilung der Produktionskosten im Eisenbergbau in [[Hüttenberg]] in [[Kärnten]] wirft. Aus zwei voneinander unabhängigen Kalkulationen der Hüttenberger Gewerken Simon Lattacher und Stefan Schwinghammer im Jahr [[1560]] geht hervor, dass bei der Eisenproduktion der Brennstoff, nämlich die Holzkohle, etwa 70 % der Gesamtkosten ausmacht. (Das Erz macht etwa 25 % aus und die restlichen 5 % entfallen auf die sonstigen Erfordernisse und die Entlohnung der Arbeiter.) | ||