Stadtpfarrkirche St. Maximilian: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die '''Stadtpfarrkirche St. Maximilian''' befindet sich | + | Die '''Stadtpfarrkirche St. Maximilian''' befindet sich an der [[Siezenheimer Straße]]<ref>Laut Bundesdenkmalamt</ref> in [[Salzburg]]-[[Maxglan]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt. |
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| − | Seit [[1461]] gehörte die Kirche zum [[Kollegialstift Mülln]]. | + | Seit [[1461]] gehörte die Kirche zum [[Augustinerkloster Salzburg|Kollegialstift Mülln]]. |
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| − | [[1835]] wurde die Kirche von | + | [[1835]] wurde die Kirche von den Augustiner Eremiten an die [[Benediktinerabtei Michaelbeuern]] übergeben. Nun wirkten hier die Benediktiner, die [[1906]] die [[Stadtpfarre Salzburg-Maxglan|Pfarre Maxglan]] zu einer selbständigen Pfarre machten. Vorher gehörte sie zur [[Stadtpfarre Salzburg-Mülln|Pfarre Mülln]]. |
| − | Durch [[Eingemeindungen#Stadt Salzburg|Eingemeindung]] von Maxglan in die Stadt Salzburg im Jahr [[1935]] wurde das Dorf zur Stadt. Durch Zuzug entstand rasch eine große Raumnot in der alten kleinen Kirche. Die Pfarrgemeinde war uneinig, ob in | + | Durch [[Eingemeindungen#Stadt Salzburg|Eingemeindung]] von Maxglan in die Stadt Salzburg im Jahr [[1935]] wurde das Dorf zur Stadt. Durch Zuzug entstand rasch eine große Raumnot in der alten kleinen Kirche. Die Pfarrgemeinde war uneinig, ob in [[Maxglan#Neu-Maxglan|Neu-Maxglan]] eine eigene Kirche gebaut oder ob die alte Kirche erweitert werden sollte. Dies verhinderte etwa ein Jahrzehnte eine bauliche Erweiterung. [[1948]] ergriffen Pater [[Ignaz Reischl]] und Pater [[Nikolaus Huber (Priester)|Nikolaus Huber]] die Initiative und traten mit Architekt [[Otto Linder]] in Stuttgart in Verbindung. Das Alte sollte liebevoll erhalten, jedoch das notwendige Neue kraftvoll dazu gestaltet werden. Pater [[Roman Hinterhöller]] führten nach dem Tod der beiden Priester das Werk fort und vollendete es. |
Von [[1952]] bis [[1956]] wurde der Anbau der neuen großen Kirche nach den Plänen von Architekt Otto Linder errichtet. Papst Pius XII. spendete am [[9. Jänner]] [[1954]] 20.000 [[Schilling]] für dieses Projekt. Die Weihe der neuen großen Kirche nahm [[Weihbischof]] [[Johannes Filzer]] am [[7. Oktober]] [[1956]] vor. | Von [[1952]] bis [[1956]] wurde der Anbau der neuen großen Kirche nach den Plänen von Architekt Otto Linder errichtet. Papst Pius XII. spendete am [[9. Jänner]] [[1954]] 20.000 [[Schilling]] für dieses Projekt. Die Weihe der neuen großen Kirche nahm [[Weihbischof]] [[Johannes Filzer]] am [[7. Oktober]] [[1956]] vor. | ||
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Version vom 28. Mai 2019, 09:21 Uhr
Die Stadtpfarrkirche St. Maximilian befindet sich an der Siezenheimer Straße[1] in Salzburg-Maxglan. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt.
Geschichte
Funde aus der Römerzeit legen nahe, dass sich hier bereits in frühchristlicher Zeit (um 482 hl. Severin) auch eine Kirche befand. Urkundlich erwähnt wurde die Kirche erst 1323, die zunächst wohl nur eine Filiale der Dompfarre war. Die romanische Kirche wurde auf römischen Bauresten errichtet und beherbergte die Reliquien des hl. Maximilian, die 878 nach Altötting übertragen worden sind.
Seit 1461 gehörte die Kirche zum Kollegialstift Mülln.
1516 bis 1519 entstand dann der erste größere Kirchenbau unter Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach im Stil der Gotik und wurde am 6. Mai 1519 von Berthold Pürstinger, Bischof von Chiemsee, geweiht.
Die Augustiner Eremiten in Salzburg-Mülln betreuten die Gemeinde Maxglan seit 1605 und gaben der Kirche eine barocke Innenausstattung.
1835 wurde die Kirche von den Augustiner Eremiten an die Benediktinerabtei Michaelbeuern übergeben. Nun wirkten hier die Benediktiner, die 1906 die Pfarre Maxglan zu einer selbständigen Pfarre machten. Vorher gehörte sie zur Pfarre Mülln.
Durch Eingemeindung von Maxglan in die Stadt Salzburg im Jahr 1935 wurde das Dorf zur Stadt. Durch Zuzug entstand rasch eine große Raumnot in der alten kleinen Kirche. Die Pfarrgemeinde war uneinig, ob in Neu-Maxglan eine eigene Kirche gebaut oder ob die alte Kirche erweitert werden sollte. Dies verhinderte etwa ein Jahrzehnte eine bauliche Erweiterung. 1948 ergriffen Pater Ignaz Reischl und Pater Nikolaus Huber die Initiative und traten mit Architekt Otto Linder in Stuttgart in Verbindung. Das Alte sollte liebevoll erhalten, jedoch das notwendige Neue kraftvoll dazu gestaltet werden. Pater Roman Hinterhöller führten nach dem Tod der beiden Priester das Werk fort und vollendete es.
Von 1952 bis 1956 wurde der Anbau der neuen großen Kirche nach den Plänen von Architekt Otto Linder errichtet. Papst Pius XII. spendete am 9. Jänner 1954 20.000 Schilling für dieses Projekt. Die Weihe der neuen großen Kirche nahm Weihbischof Johannes Filzer am 7. Oktober 1956 vor.
Die Stadtpfarre Maxglan feierte das 500-jährige Kirchweihfest vom 30. Mai bis 2. Juni 2019.
Bildergalerie
Ursprüngliche Pfarrkirche, die so genannte "Kleine Kirche", mit dem Eingang über den Stadtfriedhof Maxglan
weitere Bilder
Stadtpfarrkirche St. Maximilian – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Weblink
- Lage auf dem digitalen Stadtplan von Salzburg
Quellen
- Informationstafel in der Stadtpfarrkirche
- ↑ Laut Bundesdenkmalamt