| Zeile 1: |
Zeile 1: |
| − | '''Ignaz Rojacher''' (* [[23. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Bergwerksbesitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]. | + | '''Ignaz Rojacher''' (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Bergwerksbesitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]. |
| | | | |
| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Er wurde als Sohn des Bergzimmermannes Ignaz Rojacher im Gaißbachtal geboren. Von [[1856]] an war er als Truhenläufer, Werkzimmermann und schließlich als provisorischer Waschhutmann im Goldbergwerk in [[Kolm-Saigurn]] tätig. [[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau.
| + | Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris) |
| | + | Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1847]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]). |
| | + | [[1837]] kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann. |
| | + | Am [[3. April]] [1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren. |
| | + | Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher [[*1790]] [[†3. Mai]] [[1864]]. |
| | + | |
| | + | Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis [[1847]] inne. |
| | + | [[1847]] kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl |
| | + | Ignaz jun. besuchte von [[1850]] bis [[1856]] die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von [[1853]] -[[1855]] beim Brücklwirt als Ziegenhirt. |
| | + | |
| | + | |
| | + | Der Vater Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann. Von [[1856]] an war er als Truhenläufer, Werkzimmermann und schließlich als provisorischer Waschhutmann im Goldbergwerk in [[Kolm-Saigurn]] tätig. [[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. |
| | | | |
| | Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]]. | | Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]]. |