EU-Gipfeltreffen 2018 in Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
K die bilder sind viel zu groß. |
|||
| Zeile 79: | Zeile 79: | ||
{{Bildkat}} | {{Bildkat}} | ||
== Videos == | == Videos == | ||
=== 20. September 2018 === | |||
{| | |||
|- | |||
| {{#ev:youtube|7RLsVpx3saY|280|right|20. September 2018: EU-Gipfel: Stimmen und Impressionen, Video}} ||<br /> {{#ev:youtube|Uq8IhuFMjlM|280|right|20. September 2018: EU-Gipfel: Vormittag, die Staatschefs treffen zum Gipfelgespräch ein, Video}} || | |||
|} | |||
=== 19. September 2018 === | === 19. September 2018 === | ||
{| | {| | ||
| Zeile 85: | Zeile 90: | ||
|- | |- | ||
| {{#ev:youtube|piqFW4P1JWU|280|right|vom 19. September 2018 am Flughafen Salzburg: Angela Merkel gelandet, Video}} ||<br />{{#ev:youtube|35hKxsMjWW4|280|right|vom 19. September 2018 am Flughafen Salzburg: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gelandet, Video}} ||{{#ev:youtube|0CnkdpCCnN8|280|right|Impressionen vom 19. September 2018 bei der Auffahrt zur Felsenreitschule, Video}} | | {{#ev:youtube|piqFW4P1JWU|280|right|vom 19. September 2018 am Flughafen Salzburg: Angela Merkel gelandet, Video}} ||<br />{{#ev:youtube|35hKxsMjWW4|280|right|vom 19. September 2018 am Flughafen Salzburg: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gelandet, Video}} ||{{#ev:youtube|0CnkdpCCnN8|280|right|Impressionen vom 19. September 2018 bei der Auffahrt zur Felsenreitschule, Video}} | ||
|} | |} | ||
== Quelle == | == Quelle == | ||
Version vom 20. September 2018, 18:07 Uhr













Der Artikel EU-Gipfeltreffen 2018 in Salzburg von 28 Staats- und Regierungschefs sammelt Daten über ein Staats-, Regierungschefs und Ministertreffen am 19. und 20. September 2018 in der Stadt Salzburg.
Teilnehmer
- Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates
- Jean-Claude Juncker, Präsident der EU
- Deutschland: Angela Merkel, sie gilt als Meisterin des Kompromisses, bei dem sie meist die Oberhand behält;
- Frankreich: Emmanuel Macron fordert eine EU, die bei Währung, Verteidigung, Außenpolitik und Umwelt geeint marschiert und ist ein expliziter Gegner des rechten Nationalismus;
- Italien: Giuseppe Conte, ein Neuling auf dem EU-Parkett, seit Juni 2018 im Amt, der nicht viel zu sagen hat;
- Niederlande: Mark Rutte, seit 2010 Ministerpräsident und auf EU-Ebene hoch geschätzt;
- Luxemburg: Xavier Bettel setzt politisch die Tradition Luxemburgs als verlässlicher und solider EU-Partner fort;
- Belgien: Charles Michel, Vorsitzender der französischsprachigen Liberalen, ist marktwirtschaftlich ausgerichtet und reformiert;
- Großbritannien: Theresa May, die Premierministerin wird im März 2019 samt dem Vereinigten Königreich den Europäischen Rat und die Union verlassen;
- Irland: Leo Varadkar, Sohn eines in Indien geborenen Arztes und einer Irin; Irland spielt derzeit eine entscheidende Rolle: Ohne eine weiterhin offene Grenze zur britischen Provinz Nordirland gibt es keine Zustimmung der Regierung Varadkar zu einem Brexit-Vertrag;
- Dänemark: Lars Rasmussen, Dänemark hat auf einen harten Kurs gegenüber Ausländern eingeschwenkt;
- Griechenland: Alexis Tsipras, er positionierte sich am 18. September 2018 in seiner Rede vor dem EU-Parlament als Verteidiger Europas gegen den Nationalismus;
- Portugal: António Costa vollbrachte als Sozialist ein kleines Wunder, da er Portugal aus dem rigiden Sparkurs brachte und stabilisierte Land und Wirtschaft;
- Spanien: Pedro Sánchez ist Sozialdemokrat, holte viele Frauen in sein Kabinett, begann Gespräche mit Katalonien und leitete eine offenere Migrationspolitik ein;
- Schweden: Stefan Löfven, ebenfalls Sozialdemokrat seht auf restriktive Ausländerpolitik: Die Grenzen sind dicht.
- Finnland: Juha Sipilä, Vater von fünf Kindern, schwenkte 2015 auf eine restriktive Ausländerpolitik um: Auch hier sind die Grenzen dicht.
- Österreich: Sebastian Kurz, Regierungschef des derzeitigen EU-Vorsitzlandes; Österreich gilt in Europa als ausgesprochen russlandfreundlich; sein bislang größter Erfolg ist die Sperre der Balkanroute für Flüchtlinge;
- Estland: Jüri Ratas, führt die linksgerichtete Zentrumspartei;
- Lettland: Māras Kučinskis fand sich zu Jahresbeginn in den Schlagzeilen, als er den Notenbankchef wegen Korruptionsverdacht suspendierte;
- Litauen: Dalia Grybauskaitè besitzt einen schwarzen Gürtel in Karate und ist die erste Frau als Staatspräsidentin von Litauen;
- Polen: Mateusz Morawiecki, starker Mann der streng konservativ-katholischen PiS; Polen weigert sich so wie Ungarn strikt, Flüchtlinge aufzunehmen;
- Tschechien: Andrej Babiš, ein schwerreicher Unternehmer, lehnt die Aufnahme von Flüchtlingen ab und sah sich immer wieder Korruptionsvorwürfen gegenüber;
- Slowenien: Marjan Šarec, einstiger Comedian und Lokalpolitiker;
- Slowakei: Peter Pellegrini ist erst seit März 2018 Regierungschef;
- Ungarn: Viktor Orbán ist rechtsnationaler Regierungschef; das EU-Parlament hatte am 12. September 2018 ein Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn wegen Verstöße gegen die Demokratie und die EU-Grundwerte eingeleitet; die Vorwürfe reichen von staatlicher Korruption über Einschränkung der Pressefreiheit bis zu Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit Asylwerbern; Polen hat Ungarn seine Solidarität zugesichert;
- Malta: Joseph Muscat, Sozialdemokrat; der Geldwäscheausschuss des EU-Parlaments warf Malta u. a. fehlende Unabhängigkeit der Polizei vor; im Oktober 2017 wurde eine bekannte Bloggerin ermordet, die Vorwürfe gegen Muscat wegen Korruptionsverdacht erhoben hatte;
- Zypern: Nikos Anastasiadis ist ein altgedienter Christdemokrat; seine Partei ist traditionell proeuropäisch;
- Rumänien: Klaus Johannis entstammt der deutschen Minderheit in Rumänien; er ist der größte politische Gegenspieler der sozialliberalen Regierung, welche die Anti-Korruptionsgesetze aufweichen will;
- Bulgarien: Bojko Borissow, der konservative ehemalige Polizist ist zum dritten Mal Regierungschef; Bulgarien ist das ärmste Land in der EU und steht wegen Defiziten beim Kampf gegen das organisierte Verbrechen unter Beobachtung der EU;
- Kroatien: Andrej Plenković, ehemaliger Diplomat und Chef der konservativ-nationalistischen Partei HDZ; versucht die nach weit rechts gedriftete HDZ wieder etwas zurück in die Mitte zu führen;
Anreise der Staatsgäste
Die Anreise erfolgte mit Flugzeugen zum EU-Gipfel 2018.
Schauplätze des Gipfels
- Salzburg Airport W. A. Mozart: Dort landen im Laufe des 19. Septembers viele der Staats- und Regierungschefs.
- Felsenreitschule: 18:30 Uhr findet der offizielle Auftakt des informellen Treffens der Staats- und Regierungschefs statt. Bundeskanzler Sebastian Kurz, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Bürgermeister Harald Preuner begrüßen die Gäste.
- 20. September von 09:30 bis 15:00 Uhr finden die Arbeitssitzungen in den Räumlichkeiten der Universität Mozarteum (altes Borromäum) statt. Gegen Mittag wird zum gemeinsamen Foto-Termin in den Mirabellgarten geladen.[1]
Sicherungsmaßnahmen
Polizeieinsatz
Beim informellen EU-Gipfel werden in der kommenden Woche rund 1 750 Polizisten im Großeinsatz sein. Außerdem wird das Schengener Abkommen vorübergehend ausgesetzt.
Platzverbote in Stadt Salzburg
Das Sicherheitskonzept umfasst am 19. bis 20. September drei Platzverbote.
- 1) Platzverbot: Hofstallgasse-Max-Reinhardt-Platz: ab 19. September, 16 Uhr bis Ende der Veranstaltung
- 2) Platzverbot: Mirabellgarten-Mirabellplatz-Universität Mozarteum: ab 20. September, 4 Uhr bis Ende der Veranstaltung
- 3) Platzverbot: Parkhaus Mirabell-Congress-Garage und -parkplatz: 19. und 20. September, ganztägig
Grenzkontrollen in beiden Richtungen
An der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland wird vom 17. bis 21. September zudem das Schengener Abkommen vorübergehend ausgesetzt – es kommt also in beiden Richtungen zu Grenzkontrollen. In diesem Zusammenhang werden auch die Transitrouten verstärkt von der Polizei überwacht.
Bundesheer sichert Luftraum über Salzburg
Während des EU-Gipfels sichert das Österreichische Bundesheer den Luftraum über Salzburg. Dazu wurde ein Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar auf dem Gaisbergplateau aufgestellt. Dieses kann Luftfahrzeuge in bis zu 100 Kilometer Entfernung entdecken. Das Radar ist rund 27 Tonnen schwer und variiert in der Höhe zwischen vier und 13 Metern. Über Teilen Salzburgs, Oberösterreichs, der Steiermark, Tirols und der Bundesrepublik Deutschland wurde ein Flugbeschränkungsverbot eingerichtet.[2]
24 Militärluftfahrzeuge im Einsatz
Für diese Luftraumüberwachung sind rund 850 Soldaten, 24 Militärluftfahrzeuge, darunter zwölf Flächenflugzeuge und zwölf Hubschrauber im Einsatz.[3]
Bilder
EU-Gipfeltreffen 2018 in Salzburg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Videos
20. September 2018
19. September 2018
Quelle
- "Salzburger Nachrichten", 15. September 2018, Liste der Teilnehmer mit Kurzbeschreibung
Fußnoten
- ↑ Quelle salzburg24 vom 14.September 2018
- ↑ Quelle salzburg24 vom 18.September 2018
- ↑ Quelle salzburg24 vom 17.September 2018