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Der '''Alte Hofmarstall''' der [[Salzburger Fürsterzbischöfe]] befand sich in der Salzburger [[Altstadt]] und bildet heute den Kern des [[Festspielbezirk]]s (früher [[Fürstenstadt]]). | Der '''Alte Hofmarstall''' der [[Salzburger Fürsterzbischöfe]] befand sich in der Salzburger [[Altstadt]] und bildet heute den Kern des [[Festspielbezirk]]s (früher [[Fürstenstadt]]). | ||
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* die gedeckte Sommerreitschule, heute der Zuschauerraum und die Bühne des ''Hauses für Mozart'', war früher nur für die Sommermonate gedacht; nach ihrem Umbau [[1840]] war sie auch im Winter zu benutzen; | * die gedeckte Sommerreitschule, heute der Zuschauerraum und die Bühne des ''Hauses für Mozart'', war früher nur für die Sommermonate gedacht; nach ihrem Umbau [[1840]] war sie auch im Winter zu benutzen; | ||
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Version vom 27. Dezember 2016, 10:07 Uhr
Der Alte Hofmarstall der Salzburger Fürsterzbischöfe befand sich in der Salzburger Altstadt und bildet heute den Kern des Festspielbezirks (früher Fürstenstadt).
Geschichte
Der Hofmarstall wurde 1607 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich errichtet, bot Platz für 150 Pferde, hatte einen Marmorbrunnen und die einzige Pferdeapotheke des Landes sowie ein "Arzneyschmidt" (Tierarzt) waren dort untergebracht.
1662 wurde dieser Bau unter Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein erweitert und die Winterreitschule eingerichtet. Ein weiterer Ausbau erfolgte unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein. Die Sommerreitschule und die Fassade der nördliche Schmalseite zum Herbert-von-Karajan-Platz und zur Marstallschwemme hin wurde nach Plänen von Fischer von Erlach 1693/94 gestaltet. Der dortige marmorne Torbogen zeigt auf Postamenten sitzende allegorische Frauenfiguren (Europa und Asien darstellend), mit Einhörnern, den Wappentieren des Fürsterzbischofs Graf von Thun und Hohenstein.
In der Zeit der Monarchie war der Hofmarstall als Kavalleriekaserne genutzt. Später waren in Teilen des Hofmarstalls das Haus der Natur sowie das erste Festspielhaus untergebracht. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Pferdestallungen zum großen Festspielhaus umgebaut.
Teile
Der einstige Hofmarstall bestand aus:
- den Stallungen, errichtet 1607 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau; heute ist das große Festspielhaus darin;
- der Winterreitschule, die heute als Karl-Böhm-Saal Teil des Hauses für Mozart ist, wurde Mitte des 1657 von Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein errichtet;
- die Sommerreitschule, heute Felsenreitschule genannt: das war eigentlich der Steinbruch im 17. Jahrhundert für die Errichtung des neuen Doms; 1694 ließ Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein im bereits wieder aufgelassenen Steinbruch Galerien in drei Geschossen aushauen; der Steinbruch diente fortan für Reiterspiele und Tierkämpfe, die aus dem Stein geschlagenen Galerien waren der "Zuschauerraum"
- die gedeckte Sommerreitschule, heute der Zuschauerraum und die Bühne des Hauses für Mozart, war früher nur für die Sommermonate gedacht; nach ihrem Umbau 1840 war sie auch im Winter zu benutzen;
- dem Magazingebäude für den Hofmarstall, in dem sich heute das Festspielbüro befindet (hinter der Pferdeschwemme;
- der Pferdeschwemme
Quelle
Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974