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Sauter erforschte die Flora des [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]] und hinterließ ein umfangreiches botanisches Werk. Viele im Ostalpenraum wachsende Pflanzen wurden von ihm erstmals beschrieben. Eine Gattung und 17 Arten tragen seinen Namen. Im [[Zeller See]] entdeckte er die [[Seeknödel]]. | Sauter erforschte die Flora des [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]] und hinterließ ein umfangreiches botanisches Werk. Viele im Ostalpenraum wachsende Pflanzen wurden von ihm erstmals beschrieben. Eine Gattung und 17 Arten tragen seinen Namen. Im [[Zeller See]] entdeckte er die [[Seeknödel]]. | ||
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Version vom 28. November 2017, 17:57 Uhr
Dr. Anton Eleutherius Sauter (* 18. April 1800 in Großarl; † 6. April 1881 in Salzburg) war Botaniker und Mediziner.
Leben
Anton Eleutherius Sauter kam in Großarl als Sohn eines Pflegers (Beamter mit richterlichen Aufgaben) zur Welt.
Ab 1831 war Sauter beruflich als Bezirksarzt in Zell am See tätig, ab 1838 in Mittersill. Am 21. August 1871 trat er als hoch angesehener und weitum beliebter Arzt in den Ruhestand. Er starb im Alter von 80 Jahren in Salzburg.
Sauter erforschte die Flora des Landes Salzburg und hinterließ ein umfangreiches botanisches Werk. Viele im Ostalpenraum wachsende Pflanzen wurden von ihm erstmals beschrieben. Eine Gattung und 17 Arten tragen seinen Namen. Im Zeller See entdeckte er die Seeknödel.
1860 war er zudem Mitbegründer und von 1864 bis 1874 Vorstand der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Sauter war auch Mitglied der Regensburger Botanischen Gesellschaft, in deren Zeitschrift er auch regelmäßig veröffentlichte. Für seine Verdienste als Arzt wurde ihm das Ritterkreuz des Franz-Josefs-Ordens verliehen.
Ehrungen
Nach ihm wurde der Sauterbogen in der Salzburger rechtsseitigen Altstadt benannt. Sein Bruder war der Schriftsteller Ferdinand Sauter.
Werke
(Auswahl)
In den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde:
- Die Vegetationsverhältnisse des Pinzgaues, in: MGSLK 3, 1863, S. 20-116
- Kryptogamen-Flora des Pinzgaues, in: MGSLK 4, 1864, S. 163-216
- Beiträge zur Pilzflora des Pinzgaues, in: MGSLK 6, 1866, S. 41-54
- Flora des Herzogthumes Salzburg, in: MGSLK 6, 1866, S. 169-234,MGSLK 10, 1870, S. 23-103,11, 1871, S. 3-37,12, 1872, S. 63-178
- Spezielle Flora der Gefäßpflanzen des Herzogthums Salzburg, in: MGSLK 8, 1868, S. 81-283
- Nachträge zum 1. und 2. Teil der Flora des Herzogthums Salzburg, in: MGSLK 12, 1872, S. 431-432
- Flora des Herzogthums Salzburg, in: MGSLK 13, 1873, I. S. 17-28,18, 1878, S. 99-187
- Nachträge zur Algenflora des Herzogthums Salzburg, in: MGSLK 14, 1874, S. 74-76
- Nachträge und Berichtigungen zur Flora des Herzogthums Salzburg, in: MGSLK 20, 1880, S. 213-219
Quellen
- Haslinger, Adolf, Mittermayr, Peter (Hrsg.): "Salzburger Kulturlexikon", Residenz Verlag, Salzburg-Wien-Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-7017-1129-1
- Nekrolog auf Anton Sauter, Med.-Dr., k. k. Bezirksarzt i. P. XXI (1881), 244
- Lahnsteiner, Josef: Unterpinzgau, Eigenverlag, Hollersbach 1960
- Salzburgwiki-Artikel Seeknödel und dortige Quellenangabe