Evangelische Kirche (Gemeinschaft): Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
aktualisiert
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Salzburg-Tirol.jpg|thumb|700px]]
Die '''Evangelische Kirche''' im [[Bundesland Salzburg]] ist Teil der [[Evangelische Diözese Salzburg-Tirol|Diözese Salzburg-Tirol]], die von [[Superintendent]] Mag. [[Olivier Dantine]] geleitet wird.  
Die '''Evangelische Kirche''' im [[Bundesland Salzburg]] ist Teil der [[Evangelische Diözese Salzburg-Tirol|Diözese Salzburg-Tirol]], die von [[Superintendent]] in Mag. [[Olivier Dantine]] geleitet wird.  


==Allgemeines==
==Allgemeines==
Im gesamten Diözesangebiet leben ca. 30 000 bekennende Protestanten. Davon ist der überwiegende Teil Augsburgischen Bekenntnisses, nur etwa 300 zählen sich zu den Evangelischen Helvetischen Bekenntnisses. Für die [[Evangelische Diözese Salzburg-Tirol|evangelische Diözese Salzburg-Tirol]] befindet sie sich in [[Innsbruck]]. Die Geschäftsstelle der Superintendentur in [[Salzburg]] ist im Evangelisches Schulamt in der [[Sinnhubstraße]] 10.
Im gesamten Diözesangebiet leben ca. 30 000 bekennende Protestanten. Davon ist der überwiegende Teil Augsburgischen Bekenntnisses, nur etwa 300 zählen sich zu den Evangelischen Helvetischen Bekenntnisses. Für die [[Evangelische Diözese Salzburg-Tirol|evangelische Diözese Salzburg-Tirol]] befindet sie sich in [[Innsbruck]]. Die Geschäftsstelle der Superintendentur in [[Salzburg]] ist im Evangelischen Schulamt in der [[Sinnhubstraße]] 10 untergebracht.


==Geschichte==
==Geschichte==
Zeile 20: Zeile 19:
[[1902]] kam es zur Gründung des [[Salzbund (Verein)|Vereins Salzbund]], der sich um die neuen Glaubensbrüder bemühte. Zu dieser Zeit erhielt die Gemeinde starken Zuwachs durch die "[[Los-von-Rom-Bewegung]]".
[[1902]] kam es zur Gründung des [[Salzbund (Verein)|Vereins Salzbund]], der sich um die neuen Glaubensbrüder bemühte. Zu dieser Zeit erhielt die Gemeinde starken Zuwachs durch die "[[Los-von-Rom-Bewegung]]".


Die [[1904]] als Predigtstation gegründete [[Evangelische Pfarrgemeinde Hallein - Schaitbergerkirche|Gemeinde]] in [[Hallein]] erhält [[1925]] den Status Pfarrgemeinde.
Die [[1904]] als Predigtstation gegründete [[Evangelische Pfarrgemeinde Hallein - Schaitbergerkirche|Gemeinde]] in [[Hallein]] erhielt [[1925]] den Status einer Pfarrgemeinde.


[[1935]] wird in [[Neumarkt am Wallersee]] die erste Predigtstation außerhalb der Landeshauptstadt und Halleins gegründet, hier entsteht [[1956]] auch die [[Evangelische Rupertuskirche Neumarkt am Wallersee|Evangelische Rupertuskirche]].  
[[1935]] wurde in [[Neumarkt am Wallersee]] die erste Predigtstation außerhalb der Landeshauptstadt und Halleins gegründet, hier entstand [[1956]] auch die [[Evangelische Rupertuskirche Neumarkt am Wallersee|Evangelische Rupertuskirche]].  


Am [[25. Juni]] [[1960]] wird die [[Evangelische Heilskirche Bad Hofgastein]] eingeweiht und damit auch [[Evangelische Pfarrgemeinde Gastein - Christophoruskirche|Gastein]] zur eigenständigen Pfarre erhoben.
Am [[25. Juni]] [[1960]] wurde die [[Evangelische Heilskirche Bad Hofgastein]] eingeweiht und damit auch [[Evangelische Pfarrgemeinde Gastein - Christophoruskirche|Gastein]] zur eigenständigen Pfarre erhoben.


[[1994]] wurde die Pfarrgemeinde Salzburg in zwei Teile, links und rechts der [[Salzach]], aufgegliedert. Neben der [[Evangelische Pfarrgemeinde Salzburg - Christuskirche|Christuskirche]] fanden die Protestanten nun in der [[Matthäuskirche|Evangelischen Matthäuskirche]] in [[Taxham]] ein neues Zuhause. Auch die [[Evangelische Friedenskirche Saalfelden|Evangelische Friedenskirche]] in [[Saalfelden]] wird von [[Zell am See]] losgelöst und zur [[Evangelische Pfarrgemeinde Saalfelden - Friedenskirche|Pfarre]] erhoben.
[[1994]] wurde die Pfarrgemeinde Salzburg in zwei Teile, links und rechts der [[Salzach]], aufgegliedert. Neben der [[Evangelische Pfarrgemeinde Salzburg - Christuskirche|Christuskirche]] fanden die Protestanten nun in der [[Matthäuskirche|Evangelischen Matthäuskirche]] in [[Taxham]] ein neues Zuhause. Auch die [[Evangelische Friedenskirche Saalfelden|Evangelische Friedenskirche]] in [[Saalfelden]] wurde von [[Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Zell am See|Zell am See]] losgelöst und damit zur Pfarrkirche der [[Evangelische Pfarrgemeinde Saalfelden|Evangelischen Pfarrgemeinde Saalfelden]] erhoben.


[[1999]] wurde die [[Auferstehungskirche der Evangelischen Pfarrgemeinde Salzburg-Süd]] in [[Gneis]] eingeweiht. Im selben Jahr entsteht auch die jüngste [[Evangelische Pfarrgemeinde Bischofshofen und St. Johann im Pongau - Christuskirche|Pfarrgemeinde]] in [[Bischofshofen]] durch die Trennung von der Mutterpfarre Hallein.
[[1999]] wurde die [[Auferstehungskirche]] der Evangelischen Pfarrgemeinde Salzburg-Süd in [[Gneis]] eingeweiht. Im selben Jahr entstand auch die jüngste [[Evangelische Pfarrgemeinde Bischofshofen und St. Johann im Pongau - Christuskirche|Pfarrgemeinde]] in [[Bischofshofen]] durch die Trennung von der Mutterpfarre Hallein.


==Pfarrgemeinden in Salzburg==
==Pfarrgemeinden in Salzburg==
Zeile 53: Zeile 52:


==Superintendent==
==Superintendent==
Die Stellung des/der Superintendenten/in entspricht dem Rang eines Diözesanbischofs in der römisch-katholischen Kirche. Im Gegensatz zu diesem wird er/sie gewählt. Wählbar ist, wer ein abgeschlossenes Theologiestudium hat, mindestens 35 Jahre alt sowie österreichische/r Staatsbürger/in ist. Das Amt wird in einer Amtszeit von 12 Jahren ausgeübt. Es besteht die Möglichkeit zur Wiederwahl. Das Amt besteht zu gleichen Teilen aus geistlichen und administrativen Tätigkeiten.
Die Stellung des/der Superintendenten/in entspricht dem Rang eines Diözesanbischofs in der römisch-katholischen Kirche. Im Gegensatz zu diesem wird sie durch eine Wahl besetzt. Wählbar ist, wer ein abgeschlossenes Theologiestudium hat, mindestens 35 Jahre alt ist sowie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt. Das Amt wird in einer Amtszeit von 12 Jahren ausgeübt. Es besteht die Möglichkeit zur Wiederwahl. Das Amt besteht zu gleichen Teilen aus geistlichen und administrativen Tätigkeiten.


Als Superintendenten/in haben sie bischöfliche Aufgaben:
Mit dem Amt sind bischöfliche Aufgaben verbunden:
* Ordination von Pfarrerinnen und Pfarrern  
* Ordination von Pfarrerinnen und Pfarrern,
* Visitation  
* Visitation und
* und andere
* andere.


==Quellen==
==Quellen==
Zeile 64: Zeile 63:


==Weblinks==
==Weblinks==
*[http://www.sichtbar-evangelisch.at/ Evangelische Kirche Salzburg-Tirol]
*[http://www.sichtbar-evangelisch.at/ Evangelische Diözese Salzburg-Tirol]


[[Kategorie:Weltanschauung]]
[[Kategorie:Weltanschauung]]

Version vom 22. November 2015, 00:11 Uhr

Die Evangelische Kirche im Bundesland Salzburg ist Teil der Diözese Salzburg-Tirol, die von Superintendent Mag. Olivier Dantine geleitet wird.

Allgemeines

Im gesamten Diözesangebiet leben ca. 30 000 bekennende Protestanten. Davon ist der überwiegende Teil Augsburgischen Bekenntnisses, nur etwa 300 zählen sich zu den Evangelischen Helvetischen Bekenntnisses. Für die evangelische Diözese Salzburg-Tirol befindet sie sich in Innsbruck. Die Geschäftsstelle der Superintendentur in Salzburg ist im Evangelischen Schulamt in der Sinnhubstraße 10 untergebracht.

Geschichte

Bereits kurz nach Beginn der Reformation Anfang des 16. Jahrhunderts fasste die Lehre Martin Luthers auch in Salzburg Fuß. Der aus Schwaben stammende Paul Speratus verbreitete die neue Glaubenslehre in der Stadt Salzburg.

Speratus wurde später von Fürsterzbischof Matthäus Lang des Landes verwiesen, zahlreiche Bauern und Bürger hatten jedoch am neuen Glauben Gefallen gefunden und probten nun den Aufstand gegen den Erzbischof.

Unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587 - 1612) verließen die ersten verfolgten Bürger, oftmals aus angesehenen Familien, aus Glaubensgründen die Stadt Salzburg. Innergebirg hielt sich der Protestantismus trotz aller Versuche seitens der Fürsterzbischöfe ihn auszurotten.

Unter Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian (1727 - 1744) setzte die folgenschwerste Verfolgung der Protestanten ein: 1731/32 wurden zahlreiche Bauern, die sich nun offen zum neuen Glauben bekannten, des Landes verwiesen. Etwa 22 000 Protestanten wanderten damals zum Großteil nach Ostpreußen, aber auch in die Niederlande und nach Amerika nach Eben-Ezer aus.

Mitte des 19. Jahrhunderts kehrten langsam wieder Protestanten in das nun säkularisierte Salzburg zurück. In den Jahren 1863 bis 1868 wurde das erste evangelische Gotteshaus in der Stadt Salzburg, die Christuskirche am Elisabethkai, errichtet. Erster Pfarrer der Evangelischen Gemeinde wurde der aus Coburg (Deutschland) stammende Geistliche Heinrich Aumüller.

In Bad Gastein entstand bis 1872 die Evangelische Christophoruskapelle Bad Gastein unter dem Patronat Kaiser Wilhelms I. von Preußen.

1902 kam es zur Gründung des Vereins Salzbund, der sich um die neuen Glaubensbrüder bemühte. Zu dieser Zeit erhielt die Gemeinde starken Zuwachs durch die "Los-von-Rom-Bewegung".

Die 1904 als Predigtstation gegründete Gemeinde in Hallein erhielt 1925 den Status einer Pfarrgemeinde.

1935 wurde in Neumarkt am Wallersee die erste Predigtstation außerhalb der Landeshauptstadt und Halleins gegründet, hier entstand 1956 auch die Evangelische Rupertuskirche.

Am 25. Juni 1960 wurde die Evangelische Heilskirche Bad Hofgastein eingeweiht und damit auch Gastein zur eigenständigen Pfarre erhoben.

1994 wurde die Pfarrgemeinde Salzburg in zwei Teile, links und rechts der Salzach, aufgegliedert. Neben der Christuskirche fanden die Protestanten nun in der Evangelischen Matthäuskirche in Taxham ein neues Zuhause. Auch die Evangelische Friedenskirche in Saalfelden wurde von Zell am See losgelöst und damit zur Pfarrkirche der Evangelischen Pfarrgemeinde Saalfelden erhoben.

1999 wurde die Auferstehungskirche der Evangelischen Pfarrgemeinde Salzburg-Süd in Gneis eingeweiht. Im selben Jahr entstand auch die jüngste Pfarrgemeinde in Bischofshofen durch die Trennung von der Mutterpfarre Hallein.

Pfarrgemeinden in Salzburg

Evangelische Christuskirche Salzburg

Im Bundesland Salzburg bestehen aktuell neun Pfarrgemeinden:

Ferner gibt es eine Personalgemeinde der Evangelischen Kirche A.u.H.B.: „Salzburg International Christian Church – SICC“ (gegründet mit Wirkung vom 1. März 2007) mit Sitz in 5020 Salzburg, Schwarzstraße 25.

Für eine Auflistung der aktuellen Gottesdienstzeiten in diesen Gemeinden siehe: Evangelische Gottesdienste.

Statistik

  • Gemeindemitglieder: 29 336
  • davon Augsburgischen Bekenntnisses: 29 024
  • Helvetischen Bekenntnisses: 312
  • Pfarrgemeinden: 16

Superintendent

Die Stellung des/der Superintendenten/in entspricht dem Rang eines Diözesanbischofs in der römisch-katholischen Kirche. Im Gegensatz zu diesem wird sie durch eine Wahl besetzt. Wählbar ist, wer ein abgeschlossenes Theologiestudium hat, mindestens 35 Jahre alt ist sowie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt. Das Amt wird in einer Amtszeit von 12 Jahren ausgeübt. Es besteht die Möglichkeit zur Wiederwahl. Das Amt besteht zu gleichen Teilen aus geistlichen und administrativen Tätigkeiten.

Mit dem Amt sind bischöfliche Aufgaben verbunden:

  • Ordination von Pfarrerinnen und Pfarrern,
  • Visitation und
  • andere.

Quellen

  • Homepage der Evangelischen Kirche Salzburg-Tirol

Weblinks