Sauterbogen: Unterschied zwischen den Versionen

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In einem Inserat vom 12. September 1875 wird das Haus Nr. 6 unmittelbar am-über dem Bogen zum Verkauf angeboten. Darin heißt es "''Das sogenannte Andrä-Haus ... 5 Stockwerke hoch ... mit einem Verkaufsgewölbe ... für den Verkauf von Fleischwaren wegen dem unterhalb befindlichen guten Keller ...''".<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=18750912&query=%22Andr%c3%a4bogen%22&ref=anno-search&seite=14 ANNO], (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom 12. September 1875, Seite 14</ref> [[1876]] zog der Fleischhauer [[Robert Sauter]] in das Haus ein und wird [[1894]] als Eigentümer davon genannt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=rhb&datum=18940829&query=%22St.%22+%22Andr%c3%a4bogen%22&seite=1 ANNO], Reichenhaller Badeblatt, 29. August 1894, Seite 1</ref>   
 
In einem Inserat vom 12. September 1875 wird das Haus Nr. 6 unmittelbar am-über dem Bogen zum Verkauf angeboten. Darin heißt es "''Das sogenannte Andrä-Haus ... 5 Stockwerke hoch ... mit einem Verkaufsgewölbe ... für den Verkauf von Fleischwaren wegen dem unterhalb befindlichen guten Keller ...''".<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=18750912&query=%22Andr%c3%a4bogen%22&ref=anno-search&seite=14 ANNO], (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom 12. September 1875, Seite 14</ref> [[1876]] zog der Fleischhauer [[Robert Sauter]] in das Haus ein und wird [[1894]] als Eigentümer davon genannt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=rhb&datum=18940829&query=%22St.%22+%22Andr%c3%a4bogen%22&seite=1 ANNO], Reichenhaller Badeblatt, 29. August 1894, Seite 1</ref>   
  
Bislang ging das [[Salzburgwiki]] davon aus, dass die Benennung des Bogensnach dem bekannten Salzburger Botaniker Dr. [[Anton Sauter|Anton Eleutherius Sauter]] (* [[1800]]; † [[1881]]), der 1860 ein Mitbegründer und von 1864 bis 1874 Vorstand der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] war, erfolgt war. Mit dem Fund des Fleischers Sauter tauchte die Vermutung auf, dass der Bogen nach diesem benannt. Jedoch nennt [[Peter Blaikner]] in seinem Buch ''[[Ferdinand Sauter]] Gedichte'' diesen als Namensgeber ("''nach ihm ist heute in der Stadt Salzburg der Sauter-Bogen benannt''").<ref>Quelle [http://www.blaikner.at/project/ferdinand-sauter-gedichte/ www.blaikner.at], abgefragt am 8. Mai 2019</ref>
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Erst nach 1882 findet sich die Bezeichnung "Sauterbogen". Das [[Salzburger Volksblatt]] verwendete dann noch [[1928]] die Bezeichnung ''Andräbogen''.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19280414&query=%22Andr%c3%a4bogen%22&ref=anno-search&seite=12 ANNO], Salzburger Volksblatt, 14. April 1928, Seite 12</ref>
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Bislang ging das [[Salzburgwiki]] davon aus, dass die Benennung des Bogensnach dem bekannten Salzburger Botaniker Dr. [[Anton Sauter|Anton Eleutherius Sauter]] (* [[1800]]; † [[1881]]), der 1860 ein Mitbegründer und von 1864 bis 1874 Vorstand der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] war, erfolgt war. Mit dem Fund des Fleischers Sauter tauchte die Vermutung auf, dass der Bogen nach diesem benannt. Jedoch nennt [[Peter Blaikner]] in seinem Buch ''[[Ferdinand Sauter]] Gedichte'' diesen als Namensgeber ("''nach ihm ist heute in der Stadt Salzburg der Sauter-Bogen benannt''").<ref>Quelle [http://www.blaikner.at/project/ferdinand-sauter-gedichte/ www.blaikner.at], abgefragt am 8. Mai 2019</ref> [[Hermann Loimer]] hingegen erwähnt in seinem Beitrag "''Ferdinand Sauter — Ein Wiener Original aus Salzburg. Zur hundertvierzigsten Wiederkehr seines Todestags.''" in [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] auf Seite 607 ausdrücklich, dass der Sauterbogen ''nicht'' nach Ferdinand Sauter benannt wurde.<ref>Quelle [[https://www.zobodat.at/pdf/MGSL_134_0585-0614.pdf www.zobodat.at], pdf</ref>
  
Erst nach 1882 findet sich die Bezeichnung "Sauterbogen". Das [[Salzburger Volksblatt]] verwendete dann noch [[1928]] die Bezeichnung ''Andräbogen''.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19280414&query=%22Andr%c3%a4bogen%22&ref=anno-search&seite=12 ANNO], Salzburger Volksblatt, 14. April 1928, Seite 12</ref>
 
 
 
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Version vom 9. Mai 2019, 13:19 Uhr

Sauterbogen
Karte

Der sogenannte Sauterbogen ist ein unter Denkmalschutz stehender historischer Torbogen in der rechtsseitigen Altstadt von Salzburg.

Lage

Der Sauterbogen befindet sich in der Dreifaltigkeitsgasse unter dem Goldschlägerhaus.

Geschichte

Der Bogen wurde 1645 unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron errichtet, damit er die Wohnhäuser seiner Familienmitglieder, den Primogeniturpalast an Ende der Dreifaltigkeitsgasse und den Sekundogeniturpalast am Beginn der heutigen Paris-Lodron-Straße, auf direktem Wege (ohne Umweg über die Bergstraße) erreichen konnte. Zur Errichtung des Bogen mussten zwei Bürgerhäuser, die an der damals dort befindlichen Stadtmauer lagen, abgebrochen werden. Die Besitzer erhielten dafür eine Entschädigung.

Im Kreuzgratgewölbe kann man das Wappen von Paris Graf Lodron mit der Jahreszahl der Errichtung sehen.

In den 1930er-Jahren wurden der Bogen und das darin befindliche Schwarzwarengeschäft von Wilhelm Hoter einer gründlichen Restaurierung und einer zweckmäßigen leichten Verbreiterung unterzogen. Nach Plänen von Archikekt Karl Jahl wurden die Arbeiten von Baumeister Ing. Bruck durchgeführt. Die Schlosserarbeiten stammten aus der Werkstatt von Josef Brandner.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nannte man den Bogen Andrä-Bogen, da der östliche Teil der Dreifaltigkeitsgasse früher Andreasgasse genannt wurde nach der alten Andräkirche, die 1861 abgerissen wurde. Der westliche Teil der Gasse hieß Dreifaltigkeitsgasse nach dem nahen Dreifaltigkeitskirche.

Bis jedenfalls 1892[1] nannte man den Bogen Andräbogen, nach der alten Andräkirche benannt, die etwas südlicher stand und 1861 abgerissen wurde.[2]

In einem Inserat vom 12. September 1875 wird das Haus Nr. 6 unmittelbar am-über dem Bogen zum Verkauf angeboten. Darin heißt es "Das sogenannte Andrä-Haus ... 5 Stockwerke hoch ... mit einem Verkaufsgewölbe ... für den Verkauf von Fleischwaren wegen dem unterhalb befindlichen guten Keller ...".[3] 1876 zog der Fleischhauer Robert Sauter in das Haus ein und wird 1894 als Eigentümer davon genannt.[4]

Erst nach 1882 findet sich die Bezeichnung "Sauterbogen". Das Salzburger Volksblatt verwendete dann noch 1928 die Bezeichnung Andräbogen.[5]

Bislang ging das Salzburgwiki davon aus, dass die Benennung des Bogensnach dem bekannten Salzburger Botaniker Dr. Anton Eleutherius Sauter (* 1800; † 1881), der 1860 ein Mitbegründer und von 1864 bis 1874 Vorstand der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde war, erfolgt war. Mit dem Fund des Fleischers Sauter tauchte die Vermutung auf, dass der Bogen nach diesem benannt. Jedoch nennt Peter Blaikner in seinem Buch Ferdinand Sauter Gedichte diesen als Namensgeber ("nach ihm ist heute in der Stadt Salzburg der Sauter-Bogen benannt").[6] Hermann Loimer hingegen erwähnt in seinem Beitrag "Ferdinand Sauter — Ein Wiener Original aus Salzburg. Zur hundertvierzigsten Wiederkehr seines Todestags." in Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde auf Seite 607 ausdrücklich, dass der Sauterbogen nicht nach Ferdinand Sauter benannt wurde.[7]

Quellen

  • ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 11. Mai 1937, Seite 8

Fußnoten

  1. ANNO, Salzburger Chronik, 10. März 1892, Seite 3
  2. ANNO, Salzburger Zeitung, 26. März 1869, Seite 3
  3. Quelle ANNO, (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom 12. September 1875, Seite 14
  4. ANNO, Reichenhaller Badeblatt, 29. August 1894, Seite 1
  5. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, 14. April 1928, Seite 12
  6. Quelle www.blaikner.at, abgefragt am 8. Mai 2019
  7. Quelle [www.zobodat.at, pdf