Landkreis Berchtesgadener Land: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Landkreis Berchtesgadener Land''' bildet den südöstlichsten Teil [[Bayern]]s innerhalb des  Regierungsbezirks Oberbayern. Er gehört zur [[Euregio Salzburg]] – [[Berchtesgadener Land]] – [[Traunstein]].
 
  
==Lage==
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[[File:Kulturlandschaften im Landkreis Berchtesgadener Land.svg|thumb|Kulturlandschaften im Landkreis Berchtesgadener Land]]
Der Landkreis erstreckt sich zum Unterschied vom geografischen Begriff [[Berchtesgadener Land]] über den gebirgigen südöstlichen Zipfel der Bundesrepublik Deutschland auch noch etwas nach Norden, der [[Salzach]] entlang, ins Flachland.
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[[File:Berchtesgaden, c. 1715.jpg|thumb|Johann Baptist Homann: "Stift Berchtolsgaden" und angrenzende Territorien (c. 1715), Kartenauszug, angrenzende Gebiete von: rot: [[Erzstift Salzburg]] gelb: [[Kurfürstentum Bayern]].]]
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Der '''Landkreis Berchtesgadener Land''' bildet den südöstlichsten Teil [[Bayern]]s innerhalb des Regierungsbezirks [[Oberbayern]]. Er gehört zur [[EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein|EuRegio Salzburg]] – [[Berchtesgadener Land]] – [[Traunstein]].
  
Er ist im Osten, Süden und Südwesten vom österreichischen Bundesland Salzburg umgeben. Lediglich im Nordwesten und Norden grenzt er an seinen einzigen bayerischen Nachbarlandkreis Traunstein an.
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==Geografie ==
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Der Landkreis wurde [[1972]] im Zuge der Gebietsreform in Bayern aus dem ehemaligen Landkreis Berchtesgaden, einem Teil des ehemaligen Landkreises Laufen und der vormals kreisfreien Stadt [[Bad Reichenhall]] gebildet. Wie sonst üblich, wurde der Landkreis erst nach seinem Verwaltungssitz in Bad Reichenhall benannt, [[1973]] erfolgte dann aber auf Beschluss der Bayerischen Staatsregierung eine bis heute gültige Umbenennung nach der Landkreisteilregion Berchtesgadener Land.
  
==Geographie==
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Der Landkreis weist mit dem [[Watzmann]] (2 713 [[m ü. A.]]) den höchsten Berg Deutschlands auf, dessen Basis sich vollständig auf deutschem Staatsgebiet befindet.  
Im Norden des Landkreises wechseln sich leicht hügelige Landschaft mit flacheren Abschnitten ab.
 
Auf dem Gebiet liegen mehrere Seen wie der [[Abtsdorfer See]], der [[Höglwörther See]], der [[Hintersee (Bayern)]], der [[Thumsee]] oder der [[Königssee]]. Die [[Salzach]] bildet die als Grenze zu Österreich. Die Berglandschaft gehört zu den bayrischen [[Alpen]].
 
  
Der Landkreis gliedert sich in drei geographische Regionen: die voralpine um [[Laufen]] und [[Freilassing]], die alpine um [[Bad Reichenhall]] und die hochalpine um [[Berchtesgaden]]. Die höchste Erhebung ist die [[Watzmann]]-Mittelspitze mit 2.713 [[m ü. A.]], der tiefste Punkt mit nur 383 m ü. A. ist die Einmündung des Schinderbaches in die Salzach in Laufen.
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Der Landkreis erstreckt sich zum Unterschied zum geografischen Begriff [[Berchtesgadener Land]] über den gebirgigen südöstlichen Zipfel der [[Bundesrepublik Deutschland]] auch noch etwas nach Norden, der [[Salzach]] entlang, ins Flachland. Er grenzt im Osten, Süden und Südwesten an das [[österreich]]ische [[Bundesland Salzburg]] umgeben. Im Nordwesten und Norden grenzt er an seinen bayerischen Nachbar[[landkreis Traunstein]].
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Im Norden des Landkreises wechseln sich leicht hügelige Landschaft mit flacheren Abschnitten ab. Im Landkreis befinden sich mehrere Seen wie der [[Abtsdorfer See]], der [[Höglwörther See]], der Hintersee, der Thumsee oder der [[Königssee]]. Die [[Salzach]] bildet die Grenze zu Österreich. Die Berglandschaft gehört zu den [[Berchtesgadener Alpen|Berchtesgadner]] und [[Chiemgauer Alpen]] (mit dem [[Staufen]]).
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Der Landkreis gliedert sich in drei geographische Regionen: die voralpine um [[Laufen an der Salzach]] und [[Freilassing]], die alpine um Bad Reichenhall und die hochalpine um [[Berchtesgaden]]. Die höchste Erhebung ist die Watzmann-Mittelspitze mit 2 713 [[m ü. A.]], der tiefste Punkt mit nur 383 m ü. A. ist die Einmündung des Schinderbaches in die Salzach in Laufen.  
  
 
==Städte und Gemeinden==
 
==Städte und Gemeinden==
 
Zum Landkreis Berchtesgadener Land gehören:
 
Zum Landkreis Berchtesgadener Land gehören:
* Städte: [[Bad Reichenhall]], [[Freilassing]] und [[Laufen]]
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* Städte: Bad Reichenhall, Freilassing und Laufen an der Salzach;
* Märkte: [[Berchtesgaden]], [[Marktschellenberg]] und [[Teisendorf]]
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* Märkte: Berchtesgaden, [[Marktschellenberg]] und [[Teisendorf]];
* Gemeinden: [[Ainring]], [[Anger]], [[Bayerisch-Gmain]], [[Bischofswiesen]], [[Piding]], [[Ramsau|Ramsau bei Berchtesgaden]], [[Saaldorf-Surheim]], [[Schneizlreuth]] und [[Schönau am Königssee]]
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* Gemeinden: [[Ainring]], [[Anger (Bayern)|Anger]], [[Bayerisch-Gmain]], [[Bischofswiesen]], [[Piding]], [[Ramsau bei Berchtesgaden]], [[Saaldorf-Surheim]], [[Schneizlreuth]] und [[Schönau am Königssee]]:
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== Geschichte ==
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Das heutige Landkreisgebiet gehörte ursprünglich vollständig zum [[Baiernherzöge in Salzburg|baierischen Stammesherzogtum]]. Ab dem [[13. Jahrhundert]] gelangten wechselnd große Teile davon in das politisch eigenständig gewordene [[Erzstift Salzburg]], während das Klosterstift Berchtesgaden ab Ende des [[12. Jahrhundert]]s zunehmend höhere Gerichtsbarkeiten und damit auch weltliche Macht auf sich vereinigen konnte und ab [[1559]] als [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] für das Land Berchtesgaden gleiche reichsunmittelbare Eigenständigkeit wie das [[Fürsterzbistum Salzburg|fürsterzbischöfliche Salzburger Land]] errang.
  
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Historisch ergibt sich daraus für die Vorgeschichte des Landkreises eine Gliederung in drei Regionen:
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* im Südteil das dem Landkreis namensgebende, "eigentliche" Berchtesgadener Land, das der Fläche nach seit [[1155]] dem Kernland des später zur Fürstpropstei erhobenen Klosterstifts Berchtesgaden entsprach und bis heute eine geografisch-soziokulturelle Region bildet,
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* nordwestlich davon in der Mitte des Landkreises die Stadt Bad Reichenhall, die mit ihrem Umland der heutigen Gemeinden [[Bayerisch Gmain]] und Schneizlreuth durchgängig bis [[1806]] dem baierischen Stammesherzogtum und dann der Kurpfalz-Bayern angehörte und
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* im Norden der südliche Teil des ehemals vom Erzstift Salzburg beherrschten [[Rupertiwinkel]]s.
 
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==Weblinks==
 
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==Quelle==
 
==Quelle==
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_Berchtesgadener_Land Wikipedia Deutschland]
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* {{wikipedia-de}}
 
 
  
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[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Geografie]]
 
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[[Kategorie:Deutschland]]
 
[[Kategorie:Bayern]]
 
[[Kategorie:Bayern]]
[[Kategorie:Grenzregion]]
 
 
[[Kategorie:Berchtesgadener Land]]
 
[[Kategorie:Berchtesgadener Land]]

Aktuelle Version vom 14. Januar 2026, 14:26 Uhr

Kulturlandschaften im Landkreis Berchtesgadener Land
Johann Baptist Homann: "Stift Berchtolsgaden" und angrenzende Territorien (c. 1715), Kartenauszug, angrenzende Gebiete von: rot: Erzstift Salzburg gelb: Kurfürstentum Bayern.

Der Landkreis Berchtesgadener Land bildet den südöstlichsten Teil Bayerns innerhalb des Regierungsbezirks Oberbayern. Er gehört zur EuRegio SalzburgBerchtesgadener LandTraunstein.

Geografie

Der Landkreis wurde 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern aus dem ehemaligen Landkreis Berchtesgaden, einem Teil des ehemaligen Landkreises Laufen und der vormals kreisfreien Stadt Bad Reichenhall gebildet. Wie sonst üblich, wurde der Landkreis erst nach seinem Verwaltungssitz in Bad Reichenhall benannt, 1973 erfolgte dann aber auf Beschluss der Bayerischen Staatsregierung eine bis heute gültige Umbenennung nach der Landkreisteilregion Berchtesgadener Land.

Der Landkreis weist mit dem Watzmann (2 713 m ü. A.) den höchsten Berg Deutschlands auf, dessen Basis sich vollständig auf deutschem Staatsgebiet befindet.

Der Landkreis erstreckt sich zum Unterschied zum geografischen Begriff Berchtesgadener Land über den gebirgigen südöstlichen Zipfel der Bundesrepublik Deutschland auch noch etwas nach Norden, der Salzach entlang, ins Flachland. Er grenzt im Osten, Süden und Südwesten an das österreichische Bundesland Salzburg umgeben. Im Nordwesten und Norden grenzt er an seinen bayerischen Nachbarlandkreis Traunstein.

Im Norden des Landkreises wechseln sich leicht hügelige Landschaft mit flacheren Abschnitten ab. Im Landkreis befinden sich mehrere Seen wie der Abtsdorfer See, der Höglwörther See, der Hintersee, der Thumsee oder der Königssee. Die Salzach bildet die Grenze zu Österreich. Die Berglandschaft gehört zu den Berchtesgadner und Chiemgauer Alpen (mit dem Staufen).

Der Landkreis gliedert sich in drei geographische Regionen: die voralpine um Laufen an der Salzach und Freilassing, die alpine um Bad Reichenhall und die hochalpine um Berchtesgaden. Die höchste Erhebung ist die Watzmann-Mittelspitze mit 2 713 m ü. A., der tiefste Punkt mit nur 383 m ü. A. ist die Einmündung des Schinderbaches in die Salzach in Laufen.

Städte und Gemeinden

Zum Landkreis Berchtesgadener Land gehören:

Geschichte

Das heutige Landkreisgebiet gehörte ursprünglich vollständig zum baierischen Stammesherzogtum. Ab dem 13. Jahrhundert gelangten wechselnd große Teile davon in das politisch eigenständig gewordene Erzstift Salzburg, während das Klosterstift Berchtesgaden ab Ende des 12. Jahrhunderts zunehmend höhere Gerichtsbarkeiten und damit auch weltliche Macht auf sich vereinigen konnte und ab 1559 als Fürstpropstei Berchtesgaden für das Land Berchtesgaden gleiche reichsunmittelbare Eigenständigkeit wie das fürsterzbischöfliche Salzburger Land errang.

Historisch ergibt sich daraus für die Vorgeschichte des Landkreises eine Gliederung in drei Regionen:

  • im Südteil das dem Landkreis namensgebende, "eigentliche" Berchtesgadener Land, das der Fläche nach seit 1155 dem Kernland des später zur Fürstpropstei erhobenen Klosterstifts Berchtesgaden entsprach und bis heute eine geografisch-soziokulturelle Region bildet,
  • nordwestlich davon in der Mitte des Landkreises die Stadt Bad Reichenhall, die mit ihrem Umland der heutigen Gemeinden Bayerisch Gmain und Schneizlreuth durchgängig bis 1806 dem baierischen Stammesherzogtum und dann der Kurpfalz-Bayern angehörte und
  • im Norden der südliche Teil des ehemals vom Erzstift Salzburg beherrschten Rupertiwinkels.

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Landkreis Berchtesgadener Land, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.

Quelle